KPIs (Key Performance Indicators) zu messen ist wichtig, um Dein Geschäft modern zu halten und nötigenfalls zu verbessern sowie den Umsatz zu steigern. So viel ist klar. Erfolgskontrolle ist ein wichtiger Schritt, bisherige Fehler zu vermeiden und Stärken zu erkennen bzw. auszubauen und richtig zu nutzen.
Doch klar ist auch: Kein Mensch hat Zeit, jeden Wert zu messen, der im Geschäftsalltag auftaucht. Schon gar nicht, wenn es nicht mehr nur um Buchführung und Umsatz geht, sondern auch die digitalen Werte wie Klickanzahl, Follower und Conversion Rate dazukommen.
Was aber sind die wichtigen Werte, die Deine Apotheke an die Spitze bringen? Was sollte stets überwacht und analysiert werden?
 Hier kommen die 5 wichtigsten Indikatoren, die Du kennen solltest, um sinnvolle Erfolgsmessung zu betreiben.


 

1. Besucher auf Deiner Seite


Stell Dir einen Marktplatz vor. An einem Stand stehen 2 Kunden, an einem anderen 30. Wer hat wohl die größere Chance, sein Produkt zu präsentieren und womöglich einen Verkauf zu erzielen? Richtig. Der mit dem größeren Publikum. Nicht anders ist es im Netz. User müssen auf Dich, Dein Sortiment und auch Deine Webseite aufmerksam werden, sie besuchen, um etwas zu kaufen. Die schönste Webseite, der smarteste Tweet bringen Dir nicht viel, wenn ihn keiner liest.
Natürlich gilt auch weiterhin: Qualität und Quantität sind wichtig. Denn selbst wenn alle 30 potenzielle Kunden an Deinen Stand kommen, so musst Du sie noch immer von Deinem Produkt überzeugen. Dennoch erhöht hoher Traffic die Chance auf Erfolg. Google Analytics kann Dir dabei helfen, die Besucherzahlen (Sessions) auf Deiner Seite zu untersuchen. Einfluss auf die Zahlen kannst Du mit einer sinnvollen SEO, simplem, aber attraktivem Design und gutem Content nehmen.

Wichtig ist auch zu unterscheiden, wer Deine Internetseite nur einmal aufruft (Unique User) oder mehrfach (Wiederkehrender User). Hier kann es jedoch auch trotz Google Analytics zu falschen Werten kommen, da per Browser gemessen wird, dieselbe Person also theoretisch mit verschiedenen Browsern die gleiche Seite aufrufen könnte und dennoch als einmalig gelten würde. Dennoch lohnt es sich, danach zu schauen, wie viele User wiederkommen und Dir treu sind, denn dies sind die Kunden, die Du langfristig anziehen möchtest.

2. Seitenaufrufe / Page Views


Deine Webseite hat viele Unterseiten. Hast Du auf einer von ihnen beispielsweise ein Angebot platziert, auf das Du auf der Startseite verweist, willst Du wissen, wie viele Besucher es auch tatsächlich anklicken. Dieser Wert ist für Online-Marketing extrem wichtig, da die Preise dafür zum Beispiel oft über TKP (Tausend-Kontakt-Preis) bestimmt werden.
Die Anzahl der einzelnen Seitenaufrufe kann Dir außerdem verraten, was Deine Leser interessiert und was Du Dir sparen kannst.
So kannst Du Dein Marketing und Deine Informationen noch zielgenauer planen und Zeit sparst Du außerdem.

 

3. Durchschnittliche Besuchsdauer und Absprungrate


Ähnlich wie bei dem Thema Einmaliger/Wiederkehrender Besucher erfährst Du hier, wer tatsächlich Interesse an Deinem Produkt, Deiner Marke oder Deiner Apotheke hat und wer nur zufällig falsch geklickt hat. Du möchtest also vor allem die Kunden anlocken, die lange auf Deiner Seite sind (wahres Interesse), und das Interesse der User wecken, die bisher nur kurz vorbeigeschaut haben. 
Auch die Bounce Rate (Absprungrate) gibt Hinweise auf echtes Interesse. Eine Absprungrate ist die prozentuale Zahl, die zeigt, wie viele User Deine Seite ohne weitere Handlung (Klick) wieder verlassen haben. Jemand, der sich nur verklickt hat, wird beispielsweise die Seite gleich wieder schließen, während jemand, der ein Produkt sucht oder Deine Informationen liest, sich weiterklickt und länger auf Deiner Seite bleibt.
Bei der Absprungrate gilt es allerdings zu bedenken, wie Deine Seite aufgebaut ist. Betreibst Du einen Blog, kann es passieren, dass User sich nur die erste Seite (den neusten Artikel) anschauen und Deine Seite dann wieder schließen. Hier gilt es, die Bounce Rate mit der Besuchsdauer zu vergleichen. Hat sich jemand verklickt, wird die Seite schnell geschlossen, echtes Interesse heißt, der Besucher liest Deinen Post, bleibt also länger, klickt sich jedoch trotzdem nicht weiter (vielleicht weil er die anderen Artikel bereits kennt).

 

4. Konversionsrate / Conversion Rate


Diese Kennzahl ist besonders wichtig für den Gewinn Deiner Apotheke. Sie zeigt den prozentualen Anteil der User an, die sich vom Interessenten zum Kunden verwandelt haben. Sie haben also die Zielhandlung (Kauf) ausgeführt. Die Zielhandlung kann in diesem Fall auch die Anmeldung zum Newsletter oder etwas anderes sein. Conversion Rate sagt erst einmal nur aus, dass der User eine Wandlung durchlebt hat und die Zielhandlung ausführt.
Für die Berechnung brauchen wir nun die bisherigen Zahlen. Die Konversionsrate wird nämlich berechnet, indem Du die Anzahl der Aktionen durch die Anzahl der Besuche teilst und dieses Ergebnis mit 100 multiplizierst.

 

5. Return on Investment / ROI


Hier erfährst Du alles, was Du über Deinen monetären Gewinn wissen musst. Er berechnet Dir die Kapitalrendite/Kapitalrentabilität, also Deinen Umsatz. Hierzu wird der Gewinn in ein prozentuales Verhältnis zum eingesetzten Kapital gesetzt. Und hier kommt die schlechte Nachricht: Diese Mathe-Leistung musst Du selbst ausführen. Eine gute Buchführung über Einnahmen und Ausgaben ist also auch in der Online-Welt wichtig.

Natürlich gibt es noch etliche weitere Faktoren, behältst Du jedoch diese 5 Bereiche samt ihren Zahlen im Blick, kannst Du dieses Wissen bereits sehr einfach nutzen, um nötige Änderungen einzuleiten und Dein Unternehmen dem Marketing, der Zielgruppenansprache und dem Gewinn nach zu optimieren.