Im Artikel über Erfolgsmessung haben wir Dir die wichtigsten KPIs verraten, die Du in der digitalen Welt messen kannst, und warum Du dies tun solltest. Nun geht es ans Praktische. Welche Tools können Dir Aufschluss über Zahlen verraten? Woher bekommst Du das Wissen, das Du brauchst, um Deinen Erfolg zu messen und vor allem zu steigern?

Die digitale Welt hält alles fest – doch was genau musst Du festhalten?



 

Das Gute an der digitalen Welt ist, dass Daten sehr einfach automatisch gespeichert werden können. Das heißt, einmal installiert können Dir Tools die Überwachungs- und Aufzeichnungsarbeit abnehmen und Du kannst Dich zurücklehnen und Dir später alle Zahlen ansehen.
 Doch welche Tools sind dies?
Im vorigen Artikel haben wir von drei verschiedenen Erfolgsmessungs-Bereichen gesprochen: Allgemeines SEO, Geschäftszahlen und Social Media. 
Am besten funktioniert Erfolgsmessung dann, wenn Du schon ganz genau weißt, welche Informationen Du brauchst und aus welchem Grund sie Dir nützlich sein können. Ein einfaches Beispiel: Wenn Du eine hauptsächlich informative Webseite betreibst, über die Du aber nichts verkaufst, bringt es Dir nicht viel, Dich mit Tools auseinanderzusetzen, die Verkaufszahlen und Konversionen aufzeichnen. Für Dich wäre es in diesem Fall günstiger, den organischen Traffic zu tracken und herauszufinden, wie User auf Deiner Seite landen und wer diese User sind, damit Du die Infos, die Du auf dieser Seite bietest, an Dein Zielpublikum anpassen und mehr langfristigen Traffic generieren kannst.
Mache Dir also zunächst einen Plan: Was möchtest Du herausfinden, welche Zahlen benötigst Du? Wo sitzt die Qualität bei Backlinks und was ist nur Quantität? Bedenke hierbei auch, dass nur der richtige Mix aus den drei Bereichen Dir wirklich Aufschluss bietet. Zahlreiche Klicks nützen Dir nichts, wenn die User Deine Seite nach einem Klick wieder verlassen und noch immer desinteressiert sind. 
Was Du erreichen möchtest, ist eine langfristig interessierte Followergruppe, die auch kauft.

SEO-Erfolgskontrolle



Vier Namen für den Anfang: Google Analytics, Google Webmaster Tools, MOZ-Analytics und Ahrefs. Mit diesen Tools kannst Du ganz genau verfolgen, was auf Deiner Webseite passiert und wie oft. 
Google Analytics ist hier der unbestrittene Vorreiter. Es misst die Conversion Rate* und alle Schritte bis zu dieser Konversion und zeichnet alles nachvollziehbar auf.
Mit den Google Webmaster Tools kannst Du beispielsweise überprüfen, wie oft Deine Webseite in Suchmaschinen angezeigt wird und bei welchem Kennwort. Du erfährst außerdem, welchen Platz Deine Seite in Suchmaschinenrankings innehat und warum. Für die Backlinks und deren Aufzeichnung eignet sich Ahrefs besonders gut. Hierbei besonders praktisch: All die Informationen über Backlinks, Domains und Linktexte werden direkt in anschaulichen Grafiken dargestellt. MOZ-Analytics hat ein bisschen etwas von allem: Geht es um Links, Traffic oder sogar Social Media, MOZ-Analytics bietet Tools für fast alles. Weitere hilfreiche Tools für das Tracking von SEO Werten sind: SEMRush-Tools und Raven.


 

Geschäftszahlen-Erfolgskontrolle



Um Conversion Rate*, Umsätze und Anmeldungen/Abos zu überwachen, reicht oft schon, wie auch in der Offizin, eine gute Buchführung. Für die Konversion kann zusätzlich Google Analytics verwendet werden und natürlich sollte die Anzahl der neu hinzugekommenen Anmeldungen für den Newsletter oder andere Angebote stets überwacht werden, allein schon, um den neuen Kunden einen Willkommensgruß zu schicken.
Die Geschäftszahlen lassen sich sehr einfach durch Umsatz und Konversion messen, ohne dafür komplizierte Tools einsetzen zu müssen. Natürlich kann auch hierfür ein Tool eingesetzt werden wie Amalytix für Amazon. Blackbee Retail Intelligence Suit verrät Dir außerdem Preise und Produkte der Konkurrenz und hilft so bei der Preisoptimierung. Auch Metoda befasst sich mit Preisen und nutzt intelligente Marktanalysen zur Steuerung Deines Onlineshops, um den Umsatz nachhaltig zu steigern. Bevor Du Dir jedoch Tools holst, die Deine Preise optimieren, solltest Du Dein Augenmerk vor allem auf Gewinn, Konversion und Anmeldezahlen richten.

Social-Media-Erfolgskontrolle



Die erste Kontrolle ist recht einfach: Wie viele Follower habe ich, wie oft wird mein Beitrag durchschnittlich geliked?
Hast Du diese Werte und willst dies über einen längeren Zeitraum kontrollieren und verbessern, können Dir Tools wie Socialyser, Buzzsumo oder Bottlenose.com helfen.
Sie zeichnen alles automatisch auf und führen Buch über ebendiese Werte. Bist Du auf Facebook, Twitter und YouTube spezialisiert, bietet quintly gute Monitoring-Möglichkeiten und der Social Searcher durchsucht soziale Medien nach bestimmten Schlagwörtern. Bist Du eher auf ein generelles Ranking aus, kannst Du Dir HowSociable anschauen, die Marken und Unternehmen nach Sichtbarkeit in den Social Media einstufen. Wenn Du mehr im Blogging zuhause bist, schau Dir einmal Google Alerts näher an, was Dir mit seiner E-Mail-Funktion dabei helfen kann, Foren und Diskussionen besser zu überwachen. Es gibt auch spezifischere Tools, die sich nur mit einer bestimmten Plattform auseinandersetzen, wie zum Beispiel Facebook Insights oder mentionmapp für Twitter. 

Die oben genannten Tools sind nur die Spitze des Eisbergs. Die Online-Welt ist voll von Tools, digitalen Helfern und automatischen Buchführern. Daher ist es umso wichtiger, von vorneherein zu wissen, was Deine Zielgruppe nutzt und welche Zahlen Du überwachen solltest. Hast Du dieses Wissen, kannst Du Dir die Seiten und dazugehörigen Tools raussuchen, die Dir genau die Ergebnisse liefern, die Du zum Verbessern Deines Online-Auftrittes benötigst. Wenn Du nun aber überwältigt bist und nicht weißt, wo Du beginnen sollst, kann ein allgemeiner Blick in Dein SEO erste Ideen bringen. Google Analytics macht hier für den Anfang Sinn, da es einen recht guten Überblick liefert.

*(Conversion Rate = Verhältnis zwischen Anzahl Klicks auf das Inserat beziehungsweise Anzahl Klicks auf den Bewerberbutton zu Besucherzahl)