Jeder hat mal einen Tag, an dem nichts wirklich glattläuft. Oder an dem man einfach schlecht gelaunt ist. Dies zu erleben ist die eine Sache, es nach außen zu tragen, eine andere. 
Gerade wenn man mit Kunden im ständigen Kontakt ist, sollten Stress, Nervosität und Negatives außen vor bleiben, vor allem da die Kunden Dich als Gesundheitsexperten sehen. Sie kommen zu Dir, da sie etwas brauchen, um sich besser zu fühlen. Sie wollen sich wohlfühlen. Eine Apotheke ist immer auch ein Schutzraum, in dem unangenehme Themen offen angesprochen werden (müssen), in dem der Kunde vielleicht mal nicht so glänzt, wie er es sonst tut, und wo ein Vertrauen zwischen dem Kunden und Dir herrschen sollte. Schließlich vertraut Dir der Patient seine Gesundheit an. Das heißt aber nicht, dass Du selbst nicht menschlich sein kannst. Wir alle haben sie, die miesen Tage. Wir alle sind manchmal mit den Gedanken woanders, sind gestresst, unausgeglichen oder nervös. In diesem Artikel bekommst Du deswegen ein paar Tipps, wie Du Deinen Stress nicht nur vor den Kunden verstecken, sondern vor allem auch bewältigen kannst.

Bewältigen, nicht verstecken

Denn versteckter Stress führt nur zu noch mehr Stress. Was wir zurückhalten, kann im falschen Moment herausbrechen und ist auf Dauer nicht gesund für uns selbst. Es geht also vielmehr darum, mit dem Stress umzugehen, ihn anzuerkennen und ihn zu bewältigen oder sogar – langfristig – gar nicht erst aufkommen zu lassen. Doch wie schaffen wir das? Meditation? Atmen? Gesunde Ernährung? Ein besseres Time Management? Ehrlichkeit? Sport? Die Antwort lautet: Alles ist richtig und nichts ist richtig. Jeder von uns hat verschiedene Wege, negative Gefühle loszuwerden. Manch einer geht 10 km laufen, ein anderer trinkt nach Feierabend einen Absacker. Was bei dem einen wirkt, muss beim anderen nicht unbedingt auch wirken. Es gibt jedoch einige Dinge, die auf Dauer dabei helfen können, sein eigenes Mindset auf Entspannung und Offenheit zu programmieren.

 

Das richtige Mindset durch Meditation und Reflexion

Der wohl größte Faktor, der Stress beeinflusst, ist unser Kopf. Oftmals machen wir uns Stress, bevor die Situation dies überhaupt verlangt. „Oh nein, ich werde die Bahn verpassen, wenn ich nicht bald loskomme!“ – Im Grunde ein unnötiger Gedanke. Zwar mag er dazu führen, dass wir uns beeilen und die Bahn dadurch doch nicht verpassen. Gesünder wäre jedoch der Gedanke „Ich sollte jetzt losgehen, um die Bahn nicht zu verpassen“ – und dies dann auch zu tun. Oftmals signalisiert der Kopf Stress, weil wir es gewohnt sind. Meditation und Selbstreflexion sind daher gute Methoden, eigene Wege zu erkennen, zu beobachten und zu reflektieren. Stelle Dir beispielsweise jeden Abend die Fragen: „Wann war ich heute gestresst und hatte ich Grund dazu? Was hätte ich ändern können? Hat es mir geholfen, dass mein Gehirn Stress signalisiert hat, oder hätte ich die Situation auch verbessern können, ohne meine Gelassenheit zu verlieren?“ Tust Du dies regelmäßig, wirst Du bald feststellen, dass diese Gedanken auch in einer akuten Situation kommen. Dann dreimal tief durchatmen und neu booten. Keiner Situation ist geholfen, wenn wir uns selbst stressen.

 

Regelmäßigkeiten

Kleine Rituale am Abend und am Morgen können wahre Wunder gegen Nervosität und Stress sein. Sie holen uns auf den Boden der Tatsachen, geben uns die Möglichkeit, bei uns selbst anzukommen und von einem Ort der Ruhe und positiven Entspannung aus zu handeln. Dies ist ein weit besserer Start in den Tag als zur Arbeit zu hetzen und dann schon vor Ort unausgeglichen zu sein. Selbst wenn das bedeutet, dass wir 15 Minuten weniger schlafen. Was diese Rituale sind, kannst Du selbst bestimmen. Sport vorm Frühstück? Das Lesen der Zeitung? Ein Kaffee, ohne angesprochen zu werden? Du entscheidest, was Dir guttut. Aber tu es regelmäßig, so dass es zu Deiner zweiten Natur wird.

Essen, Schlaf, Wasser und Time Management

Schon mal den Begriff „Hangry“ gehört? Er setzt sich zusammen aus hungry (hungrig) und angry (wütend) und bezeichnet den Zustand einer Person, die hungrig ist und daher leicht reizbar. Dasselbe kann passieren, wenn wir zu wenig trinken oder schlafen. Es ist daher wichtig, dass wir es gar nicht erst dazu kommen lassen. Trinke ausreichend Wasser, bevor Du durstig wirst, versuche Mahlzeiten regelmäßig einzuhalten und nicht nur dann zu essen, wenn Du hungrig bist. Finde Deinen Schlafrhythmus heraus und zwinge Dich, zu einer bestimmten Zeit ins Bett zu gehen. Du wirst merken, dass Du innerhalb einer Woche ausgeglichener und energiegeladener sein wirst. Arbeite außerdem an Deinem Zeitmanagement. Planung kann Gold wert sein, wenn es um Stressvermeidung geht.

Dies waren einige allgemeine Tipps, die Dir dabei helfen können, insgesamt entspannter und gelassener zu werden, um besser mit den Tücken des Alltags umgehen zu können. Du zweifelst noch oder fragst Dich, wie Du alte Muster durchbrechen und diese Regelmäßigkeiten dauerhaft in Dein Leben integrieren kannst? Wie das geht und welche Apps Dir dabei helfen können, findest Du in einem ergänzenden Beitrag in unserem internen Bereich.