In der Digitalisierung liegt die Zukunft – dm setzt auf digitale Lösungen und der Gewinn gibt dem Drogeriemarkt Recht

 

Ein echter Vorreiter in Sachen Digitalisierung ist neuerdings die Drogeriemarktkette dm.
Im Oktober 2017 stellte dm-Geschäftsführer Markus Trojansky den Fahrplan für die kommenden Jahre vor. Auch dieser enthält vor allem eins: Digitalisierung und Innovation.
Wie sicherlich bekannt ist, besteht schon seit 2013 eine Kooperation mit der Online-Apotheke „Zur Rose“, bei der die Kunden online Medikamente bestellen können, die dann auch im dm-Markt abgeholt werden können. Dies reicht dm aber scheinbar nicht mehr, denn in den letzten Jahren ist bei der Kette digital so einiges passiert. Und damit soll noch lange nicht Schluss sein.
Kein Wunder, wenn man sich die steilen Umsätze des letzten Jahres ansieht.

 

Die Zeichen der Zeit erkannt

„Wir wollen unseren Kunden die Leistungen dort bereitstellen, wo sie nachgefragt werden, sei es in der realen oder in der digitalen Welt“, sagte Trojansky vergangenen Monat in Berlin und trifft damit den Nagel auf den Kopf. Die Kunden erwarten heute andere Bestellwege, andere Funktionen, mehr Service und Erreichbarkeit sowie die Nutzung von neuen Technologien. dm hat dies verstanden und hat reagiert. Bereits seit Sommer 2015 können Kunden im Online-Shop dm.de einkaufen. Seit Ende Mai diesen Jahres können Kunden sich Artikel per Online-Bestellung in den dm-Markt ihrer Wahl liefern lassen. Und die Kunden lieben es. Laut Trojansky lag der Anteil solcher Lieferungen schon in diesem Jahr bei 30%.

 

dm wird global

Das ist auch kein Wunder, schließlich gibt es inzwischen zu den rund 12.500 Produkten im Markt weitere 1.500 Produkte, die es nur online zu erwerben gibt.
Und dies eröffnet neue Möglichkeiten. Zwar ist dm schon länger in mehreren europäischen Ländern aktiv, in diesem Jahr aber kam der entscheidende Schritt heraus aus der Europa-Zone, hinein in die weite Welt. Seit März 2017 mischt die Drogeriekette auch auf Chinas Märkten online mit und bietet dort auf der Marktplattform Tmall Global 140 Produkte an.

 

Auch intern wird es digitaler

Doch das ist noch nicht alles. Auch intern tut sich derzeit so einiges. Mitarbeiter aus dem Bereich Verkauf und Beratung wurden beispielsweise kürzlich mit mehr als 25.000 Smartphones ausgestattet, um bei Fragen schneller die Zentrale in Karlsruhe erreichen zu können und somit die Serviceleistung der Filiale zu verbessern.
Die Mitarbeiter werden auch weiterhin geschult, seit Beginn des Geschäftsjahres 2016/2017 ist bei dm das Thema Digitalisierung fester Bestandteil der Geschäftsagenda, und dies ist noch lange nicht vorbei. Laut Trojansky will dm zukünftig im digitalen Bereich sowohl bei der Organisation als auch bei der Kommunikation technologisch noch weiter nach vorne.

 

Auch Social-Media-Kanäle werden immer mehr genutzt

Sei es Facebook-Werbung, ein Tweet über Neuheiten im Sortiment oder ein YouTube-Kanal über Beauty-Produkte, dm wird ein richtiger Star am Social-Media-Marketing-Himmel. Besonders die YouTube-Werbung scheint zu funktionieren, was auch kein Wunder ist. Beauty-Hacks und Frisuren-Tutorials sind nicht nur sehr beliebt bei YouTube-Nutzern, sie passen auch perfekt zu dms Produktgruppe mit dem höchsten Umsatz: der dekorativen Kosmetik. Dies ist ein Beispiel für absolut kluges Zielgruppenmarketing. Die Werbung auf dem Social-Media-Kanal ist frisch und jugendlich und auch noch praktisch und spricht genau die richtige Kundschaft an.
Die dm-App ist natürlich ebenfalls schon lange Pflichtprogramm und auch das Payback-Programm lockt Kunden seit Jahren an.

 

Der Gewinn gibt dm Recht

Und die Mühen scheinen Früchte zu tragen. Im letzten Jahr kamen deutschlandweit weitere 67 Standorte zur dm-Familie hinzu. Damit sind es nun insgesamt 1.892 Filialen. Auch der Umsatz ist gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr gab es ein Umsatzplus von 4,8% und damit einen Gesamtumsatz von knapp 7,86 Milliarden Euro. Europaweit war das Ergebnis sogar noch erstaunlicher. Von einem Gesamtumsatz von rund 9,7 Milliarden Euro im Vorjahr schoss der Umsatz im letzten Jahr steil nach oben und sprengte mit über 10 Milliarden Euro das erste Mal die magische Grenze.
Der Online-Handel scheint daran einen großen Anteil zu haben: Europaweit gab es hier laut Trojansky ein Wachstum von 80% im Vergleich zum Vorjahr.

 

Kleine Änderungen, die die Welt bedeuten

Am Beispiel dm wird einmal mehr deutlich, dass selbst die kleinsten Änderungen Großes bewirken können. Die Online-Strategie von dm entwickelte sich nach und nach und tut es immer noch. Von einer Online-Apotheken-Kooperation 2013 über einen eigenen Online-Shop 2015 bis hin zum Handel in China in diesem Jahr – dm setzt stetig einen Fuß vor den anderen und das bisherige Wachstum gibt der Drogeriekette recht.
Es muss also gar nicht alles von heute auf morgen geschehen, im Gegenteil. Eine stetige Transformation in Richtung Digitalisierung ist der wohl klügste Schachzug, wenn man die alten Kunden an die Hand nehmen und zusätzlich Neukunden gewinnen will.
dm hat jedenfalls eines verstanden: Investitionen in die Digitalisierung sind zukunftsorientiert. Der Kunde wünscht sich schnellere und einfachere Bestellwege und bessere Erreichbarkeiten. Digitale Lösungen können hier helfen und wer sie in Zukunft mehr nutzt, wird sich sicher der Erfolgsreihe der Drogeriekette dm anschließen können.

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