Im ersten Teil unserer Reihe ging es um die Frage, warum eine Vorbestellfunktion oder sogar ein ganzer Online-Handel für eine Apotheke wichtig ist und welche Form sich wann besonders eignet. In diesem Teil wollen wir uns jetzt einmal genauer ansehen, wie das Ganze konkret funktioniert, und Dir Tipps an die Hand geben, wie auch Du mit wenigen Handgriffen Deinen Online-Handel an den Start bringen kannst.

Einen Plan erstellen

Natürlich solltest Du Dir zunächst einmal überlegen, welche Variante Dir besser gefällt bzw. besser in Dein Konzept passt: der eigene Online-Shop, eine Vorbestellfunktion oder beides. Zu dieser Entscheidung gehören aber nicht nur persönliche Vorlieben, sondern genaueste Planung. Wie viel Zeit kannst und möchtest Du investieren, bist Du technikaffin oder holst Du Dir lieber einen Fachmann an die Seite?

Der Online-Shop

Geht es um einen eigenen Online-Shop, lohnt es sich natürlich, diesen per Backlink an Deine bereits bestehende Webseite anzubinden. Hast Du noch keine, ist dies der beste Zeitpunkt, das zu ändern und auch Informationen und kleine Aktionen in Deinem Online-Shop mit aufzunehmen.  Wenn Du einen Online-Shop eröffnen willst, hast Du zwei Möglichkeiten. Du kannst dies komplett selbst in die Hand nehmen und eine eigene Seite und ein eigenes Konzept kreieren oder Du bedienst Dich bei Anbietern, die Dir bereits vorgefertigte Systeme und Seiten zur Verfügung stellen. Der Anbieter aponow hilft Dir beispielsweise dabei, Deine eigenen Produkte zu vermarkten. Bedenke beim Online-Shop jedoch auch, dass meist ein Versandhandel mit dazugehört. Auch hier kannst du wählen: Möchtest Du mit einem Versandhandel-Anbieter zusammenarbeiten oder Deine Päckchen selbst verschicken? Plane diesen Faktor unbedingt in Dein Konzept mit ein.

Die Vorbestellfunktion

Möchtest Du keinen kompletten Shop eröffnen, Deinen Kunden aber trotzdem ein Stück entgegenkommen, eignet sich die Vorbestellfunktion. Diese kann statt über eine Website auch per App angeboten werden. Möchtest Du es ganz einfach haben, nutzt Du den Messenger Service oder WhatsApp. Dies ist allerdings wenig übersichtlich und sollte nur dann genutzt werden, wenn der Account ausschließlich für Vorbestellungen genutzt wird. Andernfalls passiert es zu leicht, dass eine Vorbestellung zwischen den anderen Nachrichten untergeht und in Vergessenheit gerät, und das wirkt unprofessionell. Auch der Datenschutz ist bei WhatsApp und Facebook immer wieder Inhalt von Kritik und dürfte zumindest bei den älteren Kunden nicht immer auf Begeisterung stoßen. Besser: eine mobile App oder ein Formular auf der Webseite, die sicherstellen, dass alles auch da ankommt, wo es hinsoll, und übersichtlich zusammengehalten wird. So nimmst Du Dir selbst gleich zu Anfang eine Menge Arbeit ab. Ein Formular auf der Webseite könnte beispielsweise auch eine Fotooption beinhalten, mit der Kunden ihr Rezept nur abfotografieren und hochladen müssen. Wichtig sind hierbei besonders Einfachheit (der Kunde möchte keine langen Nummern abtippen) und Sicherheit der Daten.

Alles in einem

Der Trend geht aber tatsächlich zu einer dritten Option, und zwar beides auf einmal und noch viel mehr. aponow etwa bietet sowohl eine Vorbestellfunktion, die die Bestellung dank Postleitzahlsuche in die nächste Apotheke liefert, als auch einen Online-Handel, der als Zwischenstück zwischen Vor-Ort-Apotheken und Kunden sowie als Versandhandel dient. aponow möchte dabei Apotheken und Patienten vernetzen und sorgt auf diese Weise sogar noch für Neukunden, da dem Suchenden ganz automatisch bei der Postleitzahlsuche die nächste Vor-Ort-Apotheke zugewiesen wird. Bei dieser Möglichkeit hast Du im Grunde keinen Mehraufwand, Deine Kunden bekommen aber sehr viel mehr Service. Hast Du mal ein gewünschtes Medikament nicht vorrätig bzw. möchtest oder kannst dies aus irgendeinem Grund nicht liefern, lehnst Du den Auftrag von aponow einfach ab und der Anbieter fordert den Kunden auf, einen anderen Standort zu wählen.
Die beschriebene Variante ist natürlich weniger persönlich als eine eigene Seite mit Online-Shop. Auch musst Du wieder abwägen, ob es sich für Dich lohnt, diesen Aufwand zu betreiben, oder ob eine Kooperation mit einem bestehenden System im Endeffekt mehr Nutzen für Dich und Deine Apotheke bringt.

Wie vermarktest Du das Ganze?

Einen Online-Shop, eine App oder eine Vorbestellfunktion einzurichten, ist ja erst der erste Schritt. Damit das Ganze auch anläuft und Kunden bringt, musst Du Dein neuestes Projekt natürlich bewerben und in das Kommunikationskonzept Deiner Apotheke einbinden. Hast Du schon Social-Media-Accounts oder eine eigene Website, bietet sich das Online-Marketing natürlich besonders an. Schließlich willst Du die Kunden erreichen, die hauptsächlich online unterwegs sind. Aber auch mit Flyern mit QR-Code, einer kleinen Aktion zum Thema oder Merkheftchen mit entsprechendem Link kannst Du die Aufmerksamkeit Deiner Laufkundschaft auf Dein neuestes Projekt lenken. Wichtig ist natürlich: Kleine Extras wie Rabattaktionen oder Give-aways steigern das Interesse. Und eine persönliche Aufforderung, den neuen Online-Shop einmal zu besuchen, ob nun auf Facebook oder direkt im Standort, hilft sogar noch mehr.