Suchmaschinen wie Google, Bing oder Yahoo kennen wir aus dem täglichen Leben. Dass es so etwas wie Suchmaschinenmarketing gibt, hat man auch schon einmal irgendwo gehört, vielleicht betreibst Du es sogar bereits selbst. Umso mehr Grund, sich einmal ausführlich mit SEM, SEO und SEA zu befassen und die Grundregeln des Suchmaschinenmarketings zu erlernen. In Teil 1 dieser Beitragsreihe erfährst Du, was die oben genannten Begriffe bedeuten und warum Suchmaschinenmarketing ein so wichtiger Bestandteil des Online-Marketings ist. Wie Du dies dann selbst in Deiner Apotheke anwenden und verbessern kannst, wird im zweiten Teil erklärt.

Suchmaschinenmarketing ist essentiell in der Online-Werbung

Wer etwas anbietet, muss es zunächst einmal potenziellen Kunden bekannt machen. Und wenn keine Laufkundschaft da ist, muss man Menschen eben anders auf sich aufmerksam machen. Das gilt in der Standortwerbung ebenso wie im Online-Marketing. Die eigene Webpräsenz, der Online-Store, Facebook-Account oder eigene Blog können noch so schön gestaltet sein – wenn ihn keiner liest, bringt es wenig, online aktiv zu sein. Es gilt also, Menschen in der virtuellen Welt auf sich aufmerksam zu machen, und dies funktioniert erwiesenermaßen am besten über Suchmaschinenmarketing oder SEM (Search Engine Marketing). Wer etwas per Google oder in anderen Suchmaschinen sucht, der wird – so die Traumvorstellung – direkt auf unsere Website weitergeleitet.

Oftmals gibt es aber so viele Anbieter, dass unsere Website auf Google erst auf Seite 3646 auftaucht. Und seien wir mal ehrlich: Wenn Du auf der Suche nach Informationen wärst, würdest Du wahrscheinlich auch nicht zu dieser Seite vorblättern, wenn Du die Antwort auch schon auf Seite 1 fändest, oder? Wie Du es schaffst, der Spitzenreiter der Suchmaschinen zu werden, wird im zweiten Teil über Suchmaschinenmarketing noch ausführlicher erklärt. Zunächst einmal solltest Du aber natürlich wissen, wovon wir hier überhaupt sprechen und warum dies für Marketingzwecke so wichtig ist.

Warum auf Suchmaschinen?

Früher schaute man bei einer Frage ins Lexikon oder in einen Ratgeber, vielleicht auch in die Zeitung, oder die Auskunft wurde mit einem Anruf bemüht. Heute befragen die meisten Leute eine Suchmaschine. In Zeiten des allgegenwärtigen Smartphones und des stets antwortenden Internets stehen uns heute meist alle benötigten Informationen binnen Sekunden zur freien Verfügung. Und weil so viele Menschen Suchmaschinen nutzen, sind diese natürlich auch einer der besten Wege, die Bekanntheit seiner Online-Präsenz oder seiner Marke zu steigern. Man kann dies mit einem vielbesuchten Platz in einer größeren Stadt vergleichen. Möchte man gesehen werden, stellt man sich am besten dorthin, wo viele Menschen vorbeilaufen. Neben sozialen Plattformen und Netzwerken sind Suchmaschinen weltweit das am häufigsten genutzte Medium und eignen sich deshalb besonders gut für Marketingzwecke.

Google und die Kleineren

Vorreiter ist dabei mit einigem Abstand der Meister im Online-Fragen-Beantworten: Google. Dieser Abstand belief sich im März 2017 auf dem deutschen Markt sogar auf ganze 82,2%. Googles Marktanteil betrug in diesem Monat nämlich 90,3%. Der nächste Konkurrent, Bing, lag bei 8,1%. Danach folgten Yahoo mit 1,1% und einige andere wie web.de oder T-Online mit einem Marktanteil von unter 1%. Zugegeben, von Konkurrenz kann man da kaum noch sprechen. Beschäftigt man sich also mit Suchmaschinenmarketing, so ist es sinnvoll, sich besonders auf den Internetgiganten Google zu konzentrieren, denn wenn Du viele Menschen erreichen möchtest, tauschst Du ja auch nicht die Innenstadt von Berlin (gut 3,5 Millionen Einwohner) gegen den Dorfplatz von Arnis in Schleswig-Holstein (rund 300 Einwohner) ein.

Was Du über SEM wissen musst

Im Suchmaschinenmarketing gibt es drei zentrale Begriffe: SEM (Search Engine Marketing), SEO (Search Engine Optimization, also Suchmaschinenoptimierung) und SEA (Search Engine Advertising, also Suchmaschinenwerbung). SEA und SEM werden hierbei oft verwechselt, SEM wird in Fachkreisen jedoch als Oberbegriff für SEA und SEO gehandelt. Der Begriff SEM steht dabei für jegliche Werbung, die mit Hilfe von Suchmaschinen betrieben wird. SEA hingegen bezieht sich speziell auf bezahlte Anzeigenwerbung, die auf Google geschaltet wird.

Geld gegen Sichtbarkeit

Diese bezahlte Werbung ist eine Möglichkeit, auf Google sichtbar zu werden. SEA ist eine so genannte Pull-Marketing-Methode. Dies bedeutet, Du brauchst Dir keine Gedanken mehr um Zielgruppen oder Werbepsychologie zu machen, da die Werbung nur potenziellen Kunden, also denjenigen angezeigt wird, die sowieso nach etwas auf der Suche sind, das Deinem Angebot entspricht. Du stellst Dich also eher sichtbar zur Verfügung, als dass Du aktiv wirbst. Hierbei zahlst Du Google oder der Suchmaschine Deiner Wahl einen gewissen Betrag dafür, dass den Menschen, die ein oder mehrere bestimmte Keywords in die Suchmaschine eingeben, eine von Dir erstellte Textanzeige angezeigt wird. Im Fall Google kann dies zum Beispiel direkt online geschehen. Diese Art der Werbung funktioniert übrigens auch über YouTube oder andere Websites, in denen man einen Suchbegriff eingeben kann. Selbst private Blogs können so Geld verdienen, indem sie Programme wie Google Adwords auf ihrer Seite installieren und ihre User somit auf die Anzeigen anderer aufmerksam machen.

SEO – das Spiel mit der Positionierung durch den richtigen Content

Möchte man kein Geld an Suchmaschinen zahlen und dennoch ganz oben auf der Ergebnisliste auftauchen (oder zumindest direkt unter den bezahlten Anzeigen), befasst man sich statt mit SEA lieber mit SEO, der Suchmaschinenoptimierung. SEO ist die Kunst, einen Online-Text so zu schreiben, dass die richtigen Wörter, nämlich die, die am häufigsten in Suchmaschinen eingetippt werden und das Thema möglichst genau beschreiben – so genannte Keywords –, möglichst häufig und sichtbar verwendet werden, so dass die Suchmaschine Deine Seite ganz automatisch weit oben platziert. 
Über die sich ständig ändernden Schlüsselwörter gibt es ganze Studien und Algorithmen, die es zu finden und zu nutzen gilt, und natürlich gibt es neben den einzelnen Wörtern auch noch andere wichtige Faktoren, die das Suchmaschinen-Ranking bestimmen, wie externe und interne Verlinkungen, die Ladbarkeit der Seite und vieles mehr.

Wie das in der Praxis funktioniert und wie Du Deine Website optimieren kannst, erfährst Du im zweiten Teil unseres Artikels über Suchmaschinenmarketing.