Norman Glaser im Gespräch mit Devid El-Wahsch von Flying Pharmacist. Mit seinem Team vermittelt er Apothekerinnen und Apotheker für Vertretungsdienste in Apotheken. Devid erläutert anhand seiner spannenden Erfahrungen, warum es sich lohnt nicht aufzugeben. Viel Spaß beim Hören!

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Textversion des Interviews

Norman Glaser: Herzlich willkommen ihr Lieben zu einer weiteren Podcast-Interview-Folge. Vielen Dank für eure Zeit und schön, dass ihr wieder rein hört. Fast jede Branche muss sich mit disruptiven Veränderungen im Markt beschäftigen. Doch es scheint eine Branche zu geben, die sich den Auswirkungen der Digitalisierung bisher scheinbar sehr erfolgreich entziehen konnte. Kunden werden hier fast noch genauso bedient wie vor vierzig Jahren. Von kleineren digitalen Services mal abgesehen. Die Rede ist von den 21.000 Apotheken in Deutschland. Mit unserem Unternehmen Markenkonstrukt, dem Strategiebüro für digitale Markenführung sind wir nun schon seit Jahren im Gesundheitsmarkt unterwegs und gestalten die digitale Transformation, unter anderem dieser Branche, aktiv mit. Ein Unternehmer ist mir dabei besonders aufgefallen. Er ist jung, in Düsseldorf geboren, seit 2006 Apotheker, promovierte 2009 am Institut für Pharmakologie und Toxikologie der RWTH Aachen und führt selbst jedoch keine eigene Apotheke. Er gründete 2010 das Unternehmen Flying Pharmacist und vermittelt seit je her über 80 hochqualifizierte und vor allem motivierte Apothekerinnen und Apotheker sowie pharmazeutisch-technische Assistenten. So hilft er Apotheken bei der Überbrückung personeller Engpässe, Urlaubswünschen und bei der Sicherstellung von Notdiensten. Warum sein Geschäftsmodell einigen Apothekenkammern ein Dorn im Auge ist und wie er das Zeitalter der Digitalisierung in seiner Branche erlebt. Erfahrt ihr nun in diesem spannenden Interview. Freut euch nun auf das Gespräch mit meinem Gast Dr. Devid El-Wahsch. Viel Spaß dabei. #00:03:25-4#

Norman Glaser: Es ist mir eine ganz besondere Freude meinen heutigen Interviewgast an zu kündigen. Bei mir heute in der Show ist Dr. Devid El-Wahsch. Devid, (Devid El-Wahsch: Hallo) nach unzähligen Anläufen haben wir es nun endlich geschafft. Schön, dass du dir Zeit genommen hast. Bist du ready und wollen wir loslegen? #00:03:47-1#

Devid El-Wahsch: Ich bin ready und wir können gerne loslegen. Vielen Dank. #00:03:49-5#

Norman Glaser: Stark. Sag mal, kannst du uns noch ein bisschen mehr zu dir als Privatperson erzählen ind was genau du beruflich machst? #00:03:59-4#

Devid El-Wahsch: Ja. Sehr gerne sehr gerne, sehr gerne. Ich bin 35, bin in Düsseldorf geboren und aufgewachsen, hier zur Schule gegangen, habe Pharmazie studiert und habe eigentlich seit eh und je den Job in der Apotheke geliebt. Habe mich aber dann entschieden nach Aachen zu gehen und eine Promotion anzuknüpfen ans Studium und das hat dann doch etwas länger gedauert sagen wir mal als es ursprünglich geplant war und dann irgendwann während der Promotionszeit habe ich dann gemerkt, dass ich doch irgendwo wieder zurück möchte in die Apotheke. Also ich sage mal so, Wissenschaft und Industrie und so, das ist ganz toll mal so ein bisschen rein zu schnuppern, aber irgendwann hat es mich dann doch irgendwo in Richtung Kunden, Endkunden und dieses ganze schöne charmvolle Gespräch, diese ganzen Gespräche zwischen mir und den Kunden hat mich dann doch immer wieder zurück in die Apotheke gerufen und ich habe mich dann entschieden Vertretungsdienste anzubieten im Umkreis Aachen und Umgebung und habe dann einfach angefangen Jobs sozusagen anzunehmen von beispielsweise einem Tag, zwei Tage, eine Woche am Stück oder mal als Nachtdienst irgendwie zwischendurch. So ging das Ganze los mit Flying Pharmacist. Flying Pharmacist ist heute eine Plattform, wo einfach Apotheker sich anmelden können, wo Apotheker einfach sagen können: Hey, ich habe Lust Vertretungsdienste anzunehmen und die können sich entsprechend einloggen und alle Jobs unserer Kunden einsehen, die jetzt diesmal nicht nur aus dem Umkreis Aachen kommen, sondern natürlich seit acht Jahren ist dann entsprechend das ganze Baby ein bisschen gewachsen und wir bieten jetzt Vertretungsdienste bundesweit an. #00:05:57-6#

Norman Glaser: Bevor wir da weiter einsteigen, Devid, ich frage immar so am Anfang des Interviews nach den Glaubenssätzen oder gibt es so ein Erfolgsmantra, gibt es so ein Zitat, was dich irgendwie schon seit längerem begleitet? #00:06:11-6#

Devid El-Wahsch: Ja in Zitat nicht direkt, aber einfach das Konzept ist erst mal für die Vertretung selbst. Jeder Kunde, der vorne reinkommt, ist mein Kunde. Also das heißt, egal ob ich derjenige bin, der letztendlich vertritt oder jemand, der aus dem Team vermittelt wird, das Konzept ist immer dasselbe. Wir wollen vorne sein, wir wollen präsent sein. Wir sind diejenigen, die vorne an der Front sozusagen im HV mit fighten und nicht irgendwo uns hinten verschanzen und die Sportbild lesen oder so. Jeder vermittelte Vertretungsapotheker weiß da einfach genau Bescheid wie unsere Philosophie ist und das Schöne ist, dass im Laufe der Zeit auch irgendwo so ein Image aufgebaut wurde von uns und von den vermittelten Vertretungsapothekern, das heißt sogar auch das Apotheken-Team, das uns bucht, weiß: aha Flying Pharmacist kommt, also die Fleißigen kommen. Das ist, was uns ausmacht. Und auf der anderen Seite ist es wie ein Team-Netz, also in Düsseldorf im Office, wenn wir irgendwo ein Problem sehen, das also wirklich irgendwie der Apothekeninhaber vom Blitz getroffen wurde und es irgendwie super schwierig ist, dass er jetzt selber in der Apotheke steht, dann sind wir wirklich irgendwo von der Philosophie her diejenigen, die 30 Leute gleichzeitig irgendwo versuchen anzurufen, dass da bloß ein Apotheker steht irgendwo. #00:07:35-8#

Norman Glaser: Ja. Jetzt hattest du gerade gesagt: Die Fleißigen kommen. Wie wichtig sind für dich so die Werte um deine Marke herum, dass das natürlich auch die Personen, die in deinem Netzwerk sind, die ihr auf der Plattform vermittelt, diese Werte auch leben oder repräsentieren? #00:07:52-3#

Devid El-Wahsch: Ja. Also ich sage mal, das ist schon ziemlich wichtig, weil ich, wenn ich mir vorstelle, wir heißen Flying Pharmacist und Flying Pharmacist beinhaltet natürlich irgendwo eine Aktivität, also das heißt, wir fliegen, wir sind vorne im HV aktiv. Das heißt, das spiegelt das schon irgendwo wieder. Wenn wir jetzt Sitting Pharmacist heißen würden, dann wäre sicherlich das Konzept ein bisschen anders. Also das heißt, die Marke spiegelt das wieder, was wir tun wollen. Wir wollen natürlich nach vorne fliegen, wenn jetzt irgendwie vorne die Hütte brennt. Und ich denke, das ist es dann schon eine ganz gute Beschreibung und spiegelt auch das wieder, was wir tun wollen. #00:08:37-8#

Norman Glaser: Ja. Lass uns noch mal gerne in diesen einen Moment rein zoomen, an dem du gesagt hast: Ich will keine eigene Apotheke übernehmen, sondern ich will eine Plattform bauen. Ich will im Grunde Personalplattform sein und dann entsprechend Leute vermitteln. Wie bist du auf die Idee gekommen? Gab es so einen Impuls? #00:09:02-4#

Devid El-Wahsch: Ja. Also gerne. Um diese Frage sagen wir mal gut beantworten zu können, müssen wir so eine kleine Zeitreise machen in die Vergangenheit. Wie gesagt ich bin ja nach Aachen gezogen und habe dort also die Funktion angestrebt und es kam dann irgendwann zu einem Punkt in meinem Leben, wo ich dachte: Okay, jetzt laufen super, super viele Dinge schief. Ich war in Aachen. Der Doktorvater hat mich sitzen lassen. Ich musste irgendwie drei Jahre warten bis ich meinen Titel bekommen habe. Dann habe ich bei meinem privaten Leben ebenfalls einige Rückschläge erfahren und dann ist mein Vater auch noch krank geworden. Und dann gab es einfach super viele Dinge, ich hatte zum Beispiel für eine Dame gearbeitet, die drei Apotheken besaß. Und ich war einer ihrer Filialleiter und diese Dame ist zum Beispiel von heute auf morgen irgendwie bankrottgegangen, hat das Land verlassen. Wir kamen dann irgendwann an und haben dann gesehen, dass die Türen verriegelt waren und die Schlösser ausgetauscht waren und alle PTAs waren am Heulen und keiner wusste genau Bescheid. Das heißt in diesem Jahr gingen irgendwie viele Dinge in meinem Leben schief und ich habe dann gedacht: Bevor ich jetzt irgendwie total verrückt werde und ich meine, eine schöne Filialleitung oder eine schöne Apotheke zum Übernehmen findest du ja auch nicht von heute auf morgen. Und deswegen habe ich einfach gedacht: Bevor ich irgendwie total crazy werde, biete ich einfach Vertretungsdienste in meinem Umfeld an und das war halt entsprechend in Aachen. Und ich bin dann wirklich ganz was soll ich sagen spontan hingegangen und habe in Aachen einfach eine schöne Runde gedreht, habe was Schönes angezogen, habe Visitenkarten gehabt und der Slogan war dann: Hey, Sie brauchen doch bestimmt Urlaub? Ich bin Ihr Mann. Und so kamen dann halt die einzelnen Jobs an. Das hat dann irgendwann die Runde gemacht, weil die Leute in Aachen wussten dann irgendwie Bescheid: Aha, hier willst du mal irgendwie eine Vertretung machen, dann rufst du mal den Devid an. Und so hat sich das Ganze dann peu a peu entwickelt. Ich habe das erst mal nur sagen wir mal übergangsweise geplant, bis dann irgendwann wieder eine schöne Filialleitung für mich kommt, wo ich sage: Okay, das macht hier einfach Sinn. Habe dann aber gesehen, dass in so circa zehn Monaten mein eigener Kalender so voll war, dass ich nur noch sagen konnte: Sorry, ich kann nicht. Und wenn du zwei-, dreimal sagst, sorry ich kann nicht, dann ruft dich natürlich irgendwie keiner mehr an. Und da habe ich gedacht: Komm weißt du was, ich mache jetzt hier mal eine schöne Homepage, ich mache noch schönere Visitenkarten und versuche einfach mal ein Team zu gründen. Weißt du, weil wie schön wäre es, wenn ich dann dem Kunden sage: Hey, ich kann selber nicht, aber ich habe hier ein Team. Und egal ob jetzt ich komme, also ich mich selber zu ihnen vermittle oder ich jetzt jemand aus meinem Team vermittle, die Qualität wird gleich sein, weil die Philosophie gleich ist. Nämlich der erste Kunde, der vorne reinkommt, ist mein Kunde. Dann wurde es wieder interessant und so kam halt die Anne dazu, dann kamen wieder mehr Kunden, dann kam halt der (unv.) #00:12:10-4# dazu und das Team wuchs. Und je größer das Team wurde desto mehr Vertretungsjobs kannst du natürlich auch annehmen und somit wuchs auch die Anzahl der Kunden. Und ja, das ist so ein bisschen sagen wir mal in Kurzversion die Story, wie Flying Pharmacist entstanden ist. #00:12:28-3#

Norman Glaser: Du hast vorhin gesagt Plattform, das ist natürlich immer auch so ein Wort, bei dem ich hellhörig werde. Inwieweit spielt so das Thema Digitalisierung in deinem Business? Welchen Einfluss hat die Zeit oder die Veränderungen in dieser Zeit einfach? #00:12:43-9#

Devid El-Wahsch: Ja. Wir haben natürlich eine große Veränderung in der Zeit durchgemacht, weil du kannst dir vorstellen ganz am Anfang in, wann war das, Jahr 2010 ne, da war natürlich der Plan da einfach eine Plattform zu haben, das heißt einen Pool erst einmal zu haben von Leuten und einen Pool von Endkunden, wohin man die Leute vermittelt. Aber die Vermittlung selbst, die lief dann halt über: Hey, ich ruf mal den sowieso an und frag den ob er die Woche übernehmen kann. Also das heißt zu dem Zeitpunkt lief alles eher sagen wir mal, ja ich weiß nicht, sagt man spartanisch, also praktisch SMS-mäßig und einfach über E-Mail oder halt man hat den Kollegen oder die Kollegin angerufen. Natürlich hat die Anzahl der Leute, die man vermittelt und auch die Anzahl der Kunden, die dann buchen, dafür gesorgt, dass du irgendwann mal gesagt hast: Boah ne, das kriege ich nicht mehr hin. Wenn ich jetzt jedes Mal irgendwie Anrufe für jeden kleinen Termin, also das muss irgendwo in digitaler Form beziehungsweise in der Homepage Form irgendwie vorliegen und dann kam halt die Idee: Okay, wieso gründen wir nicht einfach auf der Homepage so eine Art Login-Bereich, wo einfach jeder Freelancer die Freiheit hat sich einzuloggen und auch sich diese ganzen Jobs von den Endkunden anzugucken und dann einfach selber zu entscheiden: Hey, also ich sag mal so der Freelancer, der vermittelte Freiberufler, kann sich immer selber entscheiden. Deswegen ist es auch ein sehr wichtiger, ein sehr wichtiger Punkt, dass es hier keine, keine Arbeitnehmerüberlassung ist, dass wir jetzt diejenigen sind, die sagen, Hey, wir sind der Boss und morgen bist du in Duisburg oder sowas am arbeiten, sondern jeder kann selber sagen “Ja ich kann das machen, ich habe Zeit oder nein, das passt mir grad nicht in den Kram.” Und mit den sagen wir mal Monaten, Jahren kam dann halt einfach der eine Schritt, der dann zum anderen geführt hat und wir dann gesagt haben: Wir möchten gerne alle Jobs, alle Anfragen von den Kunden in einer Form aufführen, sodass sie wirklich zugänglich sind für jeden einzelnen Freelancer und er dann selber sehen kann, am besten idealerweise mit seinem Kalender vor dem Schirm und sagen kann: Hey, diese Woche passt mir, dieser Tag passt mir oder das passt gut bei mir in den Kram rein. Oder das hier nicht. #00:15:15-3#

Norman Glaser: Ein spannendes Konzept. Ich habe so was jetzt auch in Deutschland noch nicht wieder gesehen. Seid ihr Marktführer, habt ihr da eine Alleinstellung tatsächlich? #00:15:24-1#

Devid El-Wahlsch: Also ich denke in dieser Hinsicht schon, dass es einfach zügig läuft. Es gibt sicherlich andere Anbieter, die das sagen wir mal so ein Konzept führen. Allerdings weiß ich, dass man sich jetzt nicht unbedingt irgendwie im Weg steht. Es gibt andere Anbieter, die einfach regional woanders sind und es gibt teilweise auch Aufträge, wo die Leute entsprechend jetzt keinen haben und uns dann anrufen und sagen: Hey, könnt ihr vielleicht aushelfen und dann teilt man sich irgendwo die Provision oder wie auch immer. Es ist jetzt nicht so, dass man wirklich irgendwie verhasst oder sowas, um Gottes Willen. Aber ich würde schon sagen, dass wir ja schon zu den moderneren gehören, die das Ganze dann einfach mit diesem schönen Login-Bereich ausgeschmückt haben. Es ist ja nicht nur so, dass wenn man sich als Freelancer einloggt, da nur die Terminangebote sieht, sondern man sieht auch wirklich seinen personifizierten Kalender. Jeder Freelancer, der sich eingeloggt, hat die Möglichkeit farblich zu signalisieren, an welchen Tagen er wirklich Jobs annehmen möchte und an welchen Tagen er nicht verfügbar ist definitiv. Auch hier ist es noch mal für uns auch sehr wichtig das Charakteristikum eines jeden Freelancers sozusagen zu verdeutlichen, nämlich, dass er selber immer wieder sagen kann: Ja oder Nein oder überlege ich mir noch oder hier könnt ihr mir Vorschläge machen. Also praktisch wirklich in Eigenregie. Das Schöne ist auch, dass, wenn er sich einloggt, sieht er alle Jobs, die er sozusagen schon hinter sich hat. Er sieht alle Jobs, die noch vor ihm sind, also die er praktisch angenommen hat, so dass er selber einfach immer wieder gucken kann: Okay, jetzt ist langsam wieder Zeit eine Rechnung zu schreiben und so weiter. Es gibt auch so ein Abrechnungsprogramm, an dem wir momentan arbeiten, dass er praktisch über die Homepage dann schon direkt die Rechnung verschicken kann und so weiter. #00:17:29-1#

Norman Glaser: Und wie ist euer Geschäftsmodell? Woran verdient ihr? Gibt’s da so eine Vermittlungsprovision pro Auftrag oder woran? #00:17:38-6#

Devid El-Wahlsch: Ja genau. Es ist so, dass wir von Anfang an jetzt nicht angestrebt haben, dass jeder Apotheker, der vermittelt wurde, eine Rechnung schreibt für jede Apotheke, wo er gewesen ist. Dann würde er praktisch, wenn er in einem Monat in zehn verschiedenen Apotheken gewesen ist, zehn verschiedene Rechnungen schreiben. Das wäre irgendwie viel zu umständlich und genauso ist es auch bei den Apothekeninhabern. Jetzt stell dir vor, ein Apothekeninhaber möchte gerne einen Monat lang weg sein und mit seiner Frau eine Weltreise machen und vielleicht, sowas kriegen wir gut hin, aber vielleicht nicht durch eine einzige Person. Das heißt, wenn jetzt zum Beispiel sich die Wochen irgendwie so aufteilen, dass das ganze Ding irgendwie gestückelt wird und dann vielleicht irgendwie vier, fünf Leute bei ihm gewesen sind wochenweise, dann wollten wir auch nicht, dass der Kunde vier, fünf Rechnungen von den verschiedenen Leuten bekommt. Und so ist das Ganze entsprechend, was die Abrechnung angeht, zentralisiert von Flying Pharmacist aus. Jeder Freelancer schreibt seine Rechnung und auf dem Lieferschein werden dann entsprechend alle Jobs aufgeführt, wo er gewesen ist und das Ganze ist dann ein Honorar mit dem Betrag X und Flying Pharmacist stellt entsprechend ein Honorar mit dem Betrag Y dem Apothekeninhaber in Rechnung, also wir sind sozusagen wie ein Eventmanager, wenn man es so will, ein Eventmanager, der verrechnet sozusagen den Betrag, den er von dem Kunden bekommt, den höheren Betrag sozusagen mit allen anderen, mit dem Koch und mit dem Venue und mit dem Artisten und was auch immer. #00:19:34-2#

Norman Glaser: Ja. Das ist ein schönes Bild. Vor allen Dingen ich stelle mir jetzt einfach auch einen motivierten Apotheker oder eine Apothekerin vor, die dann vor Ort wirklich das Ding rockt. #00:19:43-5#

Devid El-Wahsch: Ja. Genau ja. Und das Schöne ist auch, dass wir auch die Möglichkeit anbieten, dass der Freelancer natürlich seine Rechnung schon schicken kann unabhängig davon, ob wir der Apotheke dann schon die Rechnung geschickt haben. Also das heißt, in der Regel tritt Flying Pharmacist meistens in Vorkasse, was natürlich einfach ein toller Service ist für jeden Freelancer, der dann genau weiß: Hey, ich muss nicht erst warten bis Flying Pharmacist die Kohle von dem Apothekeninhaber bekommen hat, sondern jeder, der seine Rechnung stellt, kriegt seine Kohle auch schon direkt noch bevor überhaupt das Geld von der Apotheke kommt. #00:20:17-8#

Norman Glaser: Ja. Jetzt habe ich gelesen im Internet, dass die Apothekenkammer von deinem Service nicht so begeistert ist. #00:20:25-5#

Devid El-Wahlsch: Ja genau. Da gab es mal vor Jahren einfach diesen Konflikt. Die Apothekenkammer, die möchte gerne sagen wir mal so Leute wie uns in einem festen Angestelltenverhältnis sehen, weil die Kammer der Auffassung war, dass laut Apothekengesetz und Apothekenbetriebsordnung eine Vertretung eines Inhabers nur in einem Angestelltenverhältnis erfolgen kann wegen der Weisungsgebundenheit, also die Apothekenkammer hat diese Auffassung jahrelang gehabt und irgendwann kam es dann in München zum Showdown sozusagen. Da gab es nämlich eine Apothekerin, die entsprechend mit Vertretungsdiensten auf Honorarbasis, also genau das Gegenteil sozusagen von Festanstellungen auf ihrer Homepage beworben hatte und das war natürlich der hiesigen Apothekenkammer ein Dorn im Auge. Und so hat sie tatsächlich sogar in der ersten Instanz verloren vor dem Berufsgericht und ist dann aber gottseidank in Berufung gegangen und viele Leute waren dort. Ich war selber auch in München in dem Gerichtssaal, weil das einfach uns alle anging. Es hatte jetzt zwar nichts direkt mit Flying Pharmacist zu tun und auch die Kollegin um die es da ging, die hatte nie etwas mit Flying Pharmacist zu tun gehabt, sondern war einfach eine selbstständige Vertretungsapothekerin in Eigenregie. Was übrigens auch jeder bei uns Team machen kann. Das heißt jeder Freelancer, jetzt einfach nur mal kurz am Rande erwähnt, kann natürlich auch seine eigenen Kunden haben. Also es ist nicht so, dass er dann nur für Flying Pharmacist unterwegs sein darf, sondern er kann natürlich auch eigene Kunden haben und Flying Pharmacist Jobs annehme zur Lückenfüllung beispielsweise. Genau, ja wie auch immer. Auf jeden Fall ist es so gewesen, dass sie dann in Berufung gegangen ist und die Berufung findet dann natürlich vor einem höheren Gericht statt, in dem Fall war es das Oberlandesgericht München. Und genau dort haben die Richter entschieden, dass es eben doch Vertretungsdienste auf Honorbasis geben kann oder beziehungsweise, dass laut Apothekengesetz und Apothekenbetriebsordnung einer Vertretung auf Honorarbasis so gesehen nichts im Weg steht. Genau. Jetzt gibt es sicherlich das eine oder andere Bundesland, was dann sagt: Ja Moment, das ist Ländersache. In München wird es Bayern, das hat mit uns hier in NRW oder was nichts zu tun. Aber mittlerweile ist es da eher ruhig geworden. Ich glaube, was einfach gut ist, ist, dass die Kammern sich tatsächlich mal angucken, wie viele Apotheken gerettet werden können dadurch, dadurch dass es Vermittlungen von Honorar-Apothekern gibt. #00:23:15-0#

Norman Glaser: Jetzt bewegst du dich natürlich auch in einem sehr reglementierten Markt, was vielleicht auch letztendlich so ein bisschen auch vielleicht Ursache dafür ist, dass sich dieser Markt eigentlich auch sehr schleppend bewegt. Gerade in Sachen was Digitalisierung angeht: Wo siehst du denn die Apotheken in sagen wir mal so 10, 15 Jahren? Gibt‘s Apotheke dann noch so wie sie heute existiert? #00:23:40-8#

Devid El-Wahlsch: Ich denke schon. Ich denke es wird einen Mischmarkt geben. Viel hängt natürlich von dem Mehrbesitz ab beziehungsweise von dem Fremdbesitz. Es ist ja so, dass ich schon das Gefühl habe, dass es immer wieder die Leute geben wird, die sagen: Nein, ich habe keine Lust auf diese ganzen Internetgeschichten. Ich möchte die lokale Apotheke haben, zu der ich jederzeit hingehen kann und hingehen will. Ich glaube, dass es irgendwo in Zukunft einen Mischmarkt geben wird, wo es vielleicht zu Ketten kommt, wo es vielleicht einfach dazu kommt, dass nicht mehr unbedingt der Apothekeninhaber ein Apotheker sein muss. Je nachdem, ob das fällt oder nicht dieses Gesetz. Aber das ist natürlich jetzt eine politische Frage. Da würde ich mich auch nicht zu weit aus dem Fenster wagen, aber ich denke schon, dass es die Apotheke immer geben wird, nur halt entsprechend in einem moderneren Stil. #00:24:48-4#

Norman Glaser: Jetzt mal bewusst zu provozieren. Jetzt nehmen wir mal an, Amazon kommt auf den Markt, will Arzneimittel ausliefern. Dann geht das wahrscheinlich erst mal nur mit OTCs, noch ein paar Hürden zu überwinden wie zum Beispiel Produktempfehlungen, die dann überhaupt nicht zusammenpassen oder eine völlig falsche Wirkung oder vielleicht sogar eine Aufhebung einer Wirkung verschiedener Medikamente zur Ursache oder zur Folge hätte, wenn man die zusammen bestellen und einnehmen würde. Aber mal angenommen die würden diese Problematiken lösen, das ist ja ein spannender Markt für Amazon, also ein sehr strategisch spannender Markt glaube ich auch, welche Existenzberechtigung hat denn eine Apotheke in Zukunft, wenn wir sagen, eine Beratung zu Medikamenten vielleicht auch für multimorbide Patienten kann online erfolgen? Videochat zum Beispiel, Face to Face Beratung, die mobilen Endgeräte werden immer besser, immer intelligenter. Und wenn ich die Medikamente sogar im Web bestellen kann, vielleicht teilweise sogar auch rezeptpflichtige Sachen geliefert bekommen, wozu brauche ich die Apotheke dann noch oder lohnt sich das Geschäftsmodell der Apotheke in Zukunft? #00:26:00-8#

Devid El-Wahlsch: Ja. Also das ist natürlich eine spannende Frage. In dem Moment, wo es dazu kommt, dass man so in Zukunft seine Medikamente bestellen kann, dann ist es natürlich eine ziemlich große Gefahr sagen wir mal für die Apotheke, für die lokale Ortsapotheke. Und dann ist es sicherlich auch so, dass man sich tatsächlich die Frage stellen kann sagen wir mal logischerweise: Wofür brauche ich überhaupt die Apotheke dann noch? Aber wie gesagt, nichts desto trotz, ich bin immer noch der Auffassung, dass jeder irgendwo weiß, es muss irgendwie Apotheken geben in Form eines Ladens. Und es muss irgendwo die Möglichkeit für mich als Kunden geben, dass ich da hingehen kann, wenn ich will, und nicht unbedingt mich sagen wir mal dann vielleicht der Masse fügen muss und hier irgendwie online irgendwas schicken muss, sondern ich will immer noch mein Ding da haben, wo ich da hingehen kann und einfach ein Schwätzchen führen kann mit dem lokalen Apotheker, wo es dann vielleicht um die Umschau geht oder solche Geschichten, mit Programm oder ohne Programm. Und ich weiß es nicht, also ich sage mal so modern das Internet dann auch sein mag, aber ich glaube, es wird immer noch irgendwo diesen Menschfaktor geben, den vielleicht eine Oma haben möchte oder jetzt ohne ältere Leute zu diskriminieren, sicherlich auch jüngere Leute wollen dann irgendwo auch dieses Face to Face Gespräch haben, aber live sozusagen, einfach in Form eines Menschen und jetzt nicht, dass der Bildschirm irgendwo davor ist. Deswegen glaube ich nicht, dass eine lokale Apotheke aussterben muss. #00:27:49-5#

Norman Glaser: Ich glaube auch genau wie du, dass es so dieses Persönliche einfach in Zukunft braucht, vielleicht sogar noch intensiver als es bisher war, aber eher so, dass ich tatsächlich mit meiner Individualität, mit meinen persönlichen Themen, mit meinen persönlichen Therapien oder sonstigen einfach auch im Vordergrund stehe und dort einfach auch so ein enges Verhältnis entsteht.
Deswegen bin ich so verwundert, warum in der Branche nicht größere Zusammenschlüsse wirklich in diese Richtung gehen zu sagen: Okay, wir müssen es schaffen, dass wir uns nicht nur in der Horizontalen vernetzen, also Apotheken untereinander, so wie ihr das ja jetzt auch macht, quasi ein Netzwerk gebaut habt, sondern auch in der Vertikalen zu sagen: Wir müssen uns unbedingt auch mit dem Patienten vernetzen, weil wir wollen eben nicht nur sagen können, wie viel Paracetamol darfst du am Tag nehmen, sondern die gesundheitliche Situation des Menschen steht im Vordergrund und genau dort ein Coaching oder vielleicht sogar der Gesundheitsberater vor Ort, den ich tatsächlich aufsuchen kann wie so einen Personal Coach beim Sport. Mit dem muss ich auch treffen, das funktioniert ja auch nicht online. Aber der mir zum Beispiel hilft auch Wearables auszuwerten, die sensorischen Daten zu interpretieren, also dieses vor Ort als Bezugsperson zu stehen. #00:29:20-5#

Devid El-Wahlsch: Ich verstehe. Also das heißt, du meinst praktisch so eine Ergänzung sozusagen? Dass es praktisch so eine Ganzheitlichkeit für den Patienten geben wird, der dann genau weiß, ich habe Vorteile, wenn ich das auf diesem Wege mache, ich habe aber auch meine Vorteile, die ich nicht missen möchte in der lokalen Ortsapotheke? #00:29:41-3#

Norman Glaser: Ja genau, so wie ich eigentlich ja auch keinen Arzt digitalisieren kann. Ich muss auch sagen, ich muss mit meinen ganzen Google Recherchen irgendwie mit jemandem sprechen, der das dann mal wirklich professionell auswertet. Das Problem vom Internet ist ja, man hat halt immer mehr so das Gefühl, die Leute glauben das, was sie dort recherchieren und greifen vielleicht zu spät oder erst in der Zweitmeinung auf wirkliches Expertenwissen zurück. Und ich glaube, dass die Apotheke so als Institution super wichtig wäre, um wirklich regional vor Ort die persönliche Gesundheitssituation zu analysieren, zu diskutieren und auch zu beraten. #00:30:19-7#

Devid El-Wahlsch: Ja genau, genau. Und ich glaube auch, dass es immer mehr und mehr kommen wird, so wie auch in anderen Ländern. Wenn ich jetzt beispielsweise mir Schweden angucke, wo einfach personifiziert alles festgehalten wird, was den Patienten angeht und bei welchem Arzt der auch immer gewesen ist, alles wird dann sozusagen festgehalten, jetzt nicht nur in Form von einer Kundenkarte, wie wir das jetzt hier so kennen, wo einfach die Medikamente drauf gespeichert sind, sondern die komplette Krankengeschichte wird dann sozusagen personifiziert festgehalten. Ich glaube schon, dass die Digitalisierung in diesem Fall sicherlich eine großartige Ergänzung sein wird, wenn es darum geht ganzheitliche Strukturen für jeden Patienten aufzubauen, was dann praktisch da einfach in der lokalen Apotheke analysiert werden kann, vor Ort entsprechend Face to Face. Genau. #00:31:21-6#

Norman Glaser: Ja. Vor allem auch Teil des Datenstroms zu sein, also dass die Patientendaten eben auch irgendwo in den Händen der Apotheken liegt und nicht irgendwelche amerikanischen Großkonzerne. #00:31:31-0#

Devid El-Wahlsch: Ja. Aber das ist natürlich auch eine große Gefahr, wenn solche Sachen dann vielleicht in falsche Hände geraten, dann (Norman Glaser: Klar) ich meine, wir müssen ja nur in die Vergangenheit gucken, was für Versicherungsschwindler es gegeben hat, die dann irgendwie mit Daten da Handel betrieben haben. Also da muss man natürlich auch aufpassen, so viele Möglichkeiten sich da ergeben haben, so viele Gefahren wird es sicherlich auch geben, wenn man nicht aufpasst. #00:31:57-8#

Norman Glaser: Gibt’s denn jetzt schon, das wäre vielleicht noch interessant zu wissen, gibt es denn jetzt schon bei den Patienten, die in die Apotheke kommen, so Rückfragen zu Wearables oder zu Apps oder sowas? #00:32:08-1#

Devid El-Wahlsch: Ja da gibt es, also jetzt ich erinnere mich an meine eigenen Vertretungsdienste, wenn ich dann selber in der Apotheke stand, dass dann oft also diese Frage kam ja: Ich habe mir so eine App runtergeladen, wenn es jetzt beispielsweise um irgendwelche Gesundheitstrends ging oder die diätetische Geschichten oder jetzt beispielsweise so wie sagt man so Live Measurement Sachen, wo dann einfach da sicherlich die eine oder andere Frage aufkam: Ja wie kann ich das denn verknüpfen mit den Medikamenten, die ich jetzt hier von Ihnen kaufen möchte? Und da ist sicherlich irgendwo so eine Neugier von den Leuten, aber ich glaube, dass da immer noch momentan zumindest der Gang in die Apotheke überwiegt. Bei den meisten, die ich so kennengelernt habe, was den Patientenpool angeht, den Kundenpool, war das halt entsprechend immer noch so, bevor jetzt sich da zu sehr damit befasst wird, dann lieber der Gang in die Apotheke und dann fragt man dann die Leute gleich. #00:33:20-3#

Norman Glaser: Mit den Flügeln. #00:33:23-1#

Devid El-Wahlsch: Genau, mit den Flügeln. Richtig. #00:33:25-8#

Norman Glaser: Sehr cool. Was hat sich so aus deiner Warte in den letzten zehn Jahren verändert? Sind die Menschen gesundheitsbewusster geworden? Kommen die besser informiert in die Apotheke? #00:33:36-2#

Devid El-Wahlsch: Ja. Also jetzt nur im Bezug auf den Kunden oder die Apothekenstruktur generell? #00:33:44-0#

Norman Glaser: Zur Apotheke komme ich gleich, jetzt erst einmal vielleicht nur mal der Kunde per se. Was hat sich bei dem verändert? #00:33:50-3#

Devid El-Wahlsch: Ich denke schon, dass die Kunden in den letzten zehn Jahren aufgeklärter sind, zwar immer noch natürlich vertrauen und das ist auch gut, dass man Vertrauen hat in das Wissen sozusagen, was jeder Arzt, jeder Apotheker irgendwo erlernt hat und an Erfahrung mit sich bringt. Aber ich denke schon, dass die Kunden, die die Apotheke betreten, sich schon sagen wir mal Gedanken machen zu den Diagnosen, die sie vielleicht bekommen haben, zu den Medikamenten, die sie verschrieben bekommen haben und dann einfach noch mal ganzheitlich den Apotheker fragen. Wahrscheinlich kann man das einfach so sagen, dass die Leute durch das Internet jetzt nicht mehr so naiv sind vielleicht wie man es sagen wir mal war, bevor es diese großartige Möglichkeit gab sich selber zu informieren. Genau. Ich glaube schon, dass man das Ganze so beschreiben kann, dass die Kunden, die die Apotheke betreten, schon sagen wir mal mehr Informationen in der Tasche haben sozusagen als vielleicht vor zehn Jahren. #00:34:56-8#

Norman Glaser: Spannend. Vielleicht können wir das gegenüberstellen. Das heißt, der Kunde von heute ist besser informiert, vor allen Dingen zu Themen, die ihn selbst betreffen, weil er das Wissen der Menschheit im Internet abrufen kann und sich zumindest informieren kann, (Devid El-Wahlsch: Genau) ohne jetzt einen Expertenstatus zu gewinnen. Aber er ist top informiert, weiß auf jeden Fall Bescheid, kann da tief ins Thema einsteigen, trackt vielleicht sogar über ein Tagebuch seine Problematiken, seine Therapie vielleicht auch, verfügt über Sensoriken, Blutdruckmessung, Blutzucker oder sonst was. Er schreibt vielleicht sein EKG. (Devid El-Wahlsch: Genau. Ja.) Greift darauf zurück. Thema Nahrungsergänzungsmittel beschäftigt er sich, also gerade viele die sportbegeistert sind, sind da immer sehr engagiert. Das heißt, da hat sich einiges getan. Wenn wir jetzt mal uns die Apotheke anschauen, was hat sich bei der Apotheke in den letzten zen Jahren getan? #00:35:59-4#

Devid El-Wahlsch: Also ich würde sagen, dass sich bei Apotheken generell viel tun will, aber einen Apothekeninhaber und da will ich einfach auch die Apothekeninhaber total sagen wir mal, also jetzt nicht falsch verstehen, nicht in Schutz nehmen oder aber auch irgendwo ermutigen, weil viele Apothekeninhaber haben einfach total damit zu kämpfen sagen wir mal, dass der Markt einfach viel, viel schwieriger geworden ist. Dass einfach viel, viel mehr Gesetze hier zu Tage kommen einfach, was Retaxationen angeht, einfach was die Schwierigkeit angeht, Geld zu verdienen sagen wir mal mit dem eigenen Laden. Das heißt, ich glaube, dass ein Apotheker, der eine Apotheke besitzt, sehr, sehr viel mehr Zeit investieren möchte, um einfach dieser Welle an informierten Kunden entgegen zu treten oder nicht entgegen zu treten, sondern einfach bereit zu sein für diese Klientel, das mit Wissen ausgestattet ist. Aber das Ganze wird sicherlich einfach dadurch erschwert, dass man vielleicht oft als Apothekeninhaber den Kopf ganz woanders hat und guckt irgendwie, ja wie kriege ich das jetzt hier hin? Jetzt habe ich hier schon wieder einen Brief bekommen von keiner Ahnung der und der Krankenkasse oder jetzt wird das hier wieder gekürzt und jetzt oder das sind jetzt sagen wir mal einfach bestimmte Felder, die jetzt so vom Berufsbild her als Herausforderungen ankommen. Aber dann hast du natürlich als Apothekeninhaber auch mit ganz anderen Herausforderungen zu kämpfen. Personalmangel, dann kommt hier vielleicht eine Kündigung, dann kommt hier vielleicht eine Krankschreibung. Ich glaube schon, dass der Apothekeninhaber irgendwo mit seinem Kopf gerne da viel mehr Zeit investieren möchte, aber einfach früher oder später dann vielleicht ein bisschen ausgelaugt ist dadurch, dass da ganz andere Fragen noch im Vordergrund sind, die die Existenz natürlich angehen. Und ich denke, das ist natürlich auch irgendwo ein guter Punkt, wo wir dann anknüpfen und sagen: Hey, wir möchten gerne der Ansprechpartner Nummer 1 sein, wenn es um Personalfragen geht, wenn es darum geht, einfach den ganzheitlichen Service anbieten zu können und auch bei Personalfragen der Ansprechpartner Nummer 1 zu sein, wenn es um Vermittlung von Freelancern geht für bestimmte Zeiten oder wenn es darum geht vielleicht als Headhunter aufzutreten, weil vielleicht einfach der eine oder andere Apotheker einen Filialleiter noch sucht oder eine PTA sucht in eine Festanstellung und so. Das ist auch etwas, was manchmal passiert bei uns, dass wir dann entsprechend unseren Job als Vermittler so gut machen, dass die Leute sich heiraten wollen so ungefähr und dann praktisch einfach jemanden in eine Festanstellung hinein vermitteln. #00:39:20-0#

Norman Glaser: Denkst du, es ist vielleicht eine Aufgabe der Industrie hier den Apotheken vielleicht auch wie ihr über Plattformen Tools und Hilfsmittel zur Verfügung zu stellen, um einfach zu sagen: Okay in der wenigen Zeit, die offenbar zur Verfügung steht, vielleicht neue ergänzende Geschäftsmodelle anzubieten oder auch Technologien, Service anzubieten, die eine Apotheke weiter vorbereiten auf das, was kommt oder schon da ist? #00:39:47-9#

Devid El-Wahlsch: Ja. Auf jeden Fall. Also ich glaube so was würde einem Apothekeninhaber unheimlich helfen, dass er sich vielleicht nicht selber auf die Suche machen muss, was gibt es für Möglichkeiten, was gibt es für Tools, um einfach auch da vorbereitet zu sein. Und hier kann natürlich sicherlich da eine große Hilfestellung bekommen, wenn er dann weiß: Okay ich habe hier vielleicht einfach einen Experten, der sowas anbietet oder der die Möglichkeit anbietet einfach die Apotheke sagen wir mal auf den Next Level zu bringen. Ich glaube schon, dass das sicherlich dem Apothekeninhaber helfen würde und einfach Zeit sparen würde. #00:40:28-4#

Norman Glaser: Und ich meine, das ist ja eine gewachsene Infrastruktur, 21.000 Apotheken in Deutschland, das macht schon Sinn. #00:40:35-4#

Devid El-Wahlsch: Aber wie gesagt, die Zahl der Apotheken ist natürlich gesunken. Als wir Flying Pharmacist gegründet haben, da waren das auf jeden Fall noch mehr Apotheken als es heute sind. Und da sieht man einfach auch wie sagen wir mal die politischen Strukturen vielleicht einfach dafür gesorgt haben, dass hier einfach eine Abnahme an Apotheken passiert ist, also einfach eine Senkung der Apothekenzahl dadurch, dass einfach viele vielleicht nicht mehr so damit klarkamen und es sich einfach am Ende des Tages nicht mehr gelohnt hat. Und das siehst du halt auch, wohin die Reise dann geht für den einen oder anderen Inhaber, der dann sagt: Boah, ich komme damit nicht mehr klar. Ja und da hast du dann einfach nicht mehr den Kopf für die Digitalisierung, weil du einfach genau weißt, hier geht’s um meine Existenz. #00:41:21-4#

Norman Glaser: Ja klar. Zurück zu Flying Pharmacis. Wie sieht deine Vision aus? Wo geht es hin? Was ist so dein Passion Project? (unv.) #00:41:30-5#

Devid El-Wahlsch: Also meine Vision ist, dass wir wirklich Number One sein werden hier in Deutschland, dass wir wirklich, so wie ich es vorhin gesagt habe, einfach so Gott will einfach der Ansprechpartner Nummer 1 sein werden, wenn es um Personalfragen geht. Aber wenn es nicht nur um Personalfragen geht im Sinne von Vertretungen oder Festanstellungsvermittlung, sondern wir wollen generell gerne derjenige sein, der in Deutschland in deutschen Apotheken angerufen wird, wenn es darum geht, was kann ich machen als Inhaber, wenn ich ein Problem im Personalbereich zum Beispiel habe, wenn es um Arbeitsrecht geht oder wenn es zum Beispiel um Werbeanzeigen geht, um jemanden zu finden. Wir wollen gerne derjenige sein, der angerufen wird, um einfach dem Apothekeninhaber so viel Arbeit wie möglich abzunehmen. Und das ist so ein bisschen die Vision. Natürlich wollen wir einfach, dass alles wächst. Wir wollen mehr Freelancer haben, die wir vermitteln. Wir wollen mehr Kunden haben, die uns buchen. Das ist klar. Da brauchen wir natürlich jetzt nicht drüber zu diskutieren. Das ist natürlich logisch, dass wir wollen, dass das ganze Baby wächst mit Gottes Hilfe, ich bin ein gläubiger Christ. Entschuldigung, wenn ich das einfach mal immer wieder so ein bisschen reinschmeiße. Mit der Hilfe vom Big Boss ist alles gestartet ganz am Anfang und das will ich auch nie missen das einfach zu erwähnen. Tut mir leid, genau wenn das so ist dann. Auf jeden Fall wollte ich einfach nur sagen, dass wir uns freuen, wenn diese ganzen Sachen sowieso wachsen, die das Geschäft natürlich ankurbeln, aber auch sagen wir mal von der Vision her diesen Zoom, Ausblick zu haben und zu sagen: Hey, wir wollen nicht nur für Vertretungsvermittlung oder für Festanstellungsvermittlung der Ansprechpartner sein, sondern wir wollen auch konkret derjenige sein, den die Leute anrufen, wenn es Probleme mit dem Thema Personal gibt. #00:43:45-6#

Norman Glaser: Wie vermarktet du Flying Pharmacist? Wie sieht so mal ganz grob skizziert so euer Vermarktung-Masterplan aus? #00:43:54-2#

Devid El-Wahlsch: Viel ist in den letzten Jahren einfach durch Mund zu Mund Propaganda passiert, also das ist einfach sagen wir mal so gewesen, dass vielleicht in einem Dorf oder in einer Kleinstadt mal jemand uns gebucht hat und die Apotheker untereinander kennen sich vielleicht, haben irgendwie einen Stammtisch oder was und dann ist der Name Flying Pharmacist gefallen und schwuppdiwupp hat das ganze Dorf uns irgendwie gebucht bei Urlaubsanfragen. Das ist natürlich eine schöne Sache, wo wir jetzt nicht so viel machen mussten sagen wir mal. Aber vom Prinzip der Vermarktung her sind wir natürlich jetzt schon keiner, der jetzt irgendwie spart. Wir haben eine Werbeagentur, die uns dabei hilft, einfach Flying Pharmacist bekannter zu machen. Wir schalten Anzeigen regelmäßig. Es gab in der Vergangenheit drei bis vier Artikel, die über uns geschrieben wurden. Ich weiß nicht, ob ich auch den Namen der Zeitschrift nennen darf jetzt gerade? (Norman Glaser: Klar. Hau raus!) Okay alles klar. Apotheke ad hoc hat den ein oder anderen Artikel geschrieben und uns dabei auch erwähnt. Und einmal ging es auch um ein Interview, was ein Freelancer von uns entsprechend geführt hat, einfach auch jetzt nicht nur von der Seite von uns als Vermittler, sondern auch von der Seite eines Vermittelten her. Was natürlich auch ganz interessant ist für diejenigen, die jetzt vielleicht einfach gerade mit dem Studium fertig werden und sich fragen: Hey, was kann ich einfach machen nach der Uni? Und wo geht die Reise für mich als frisch gebackenen Apotheker jetzt hin? Es ist sicherlich schön so ein Interview einfach mal zu sehen, dass man weiß: Hey, ich kann nach der Uni einfach in kurzer Zeit so viel Erfahrung sammeln durch die Vertretungsdienste, dass ich einfach selber schaue, ob das, was für mich ist oder wie kann ich mich selber vielleicht einfach briefen für meinen eigenen Laden, den ich später haben möchte? Genau. Das heißt, Anzeigen, Artikel, die erschienen sind, Mund zu Mund Propaganda und wir planen demnächst einfach so Harlem Shake Aktionen oder irgendwie, wir stürmen dann in so einen Hörsaal rein und schmeißen Flyer rein (Norman Glaser: Ja. Sehr geil.) oder drehen dann irgendwie so ein geiles Video oder so oder stürmen eine Apotheke, wo plötzlich ein Freelancer von uns ist, irgendwie sowas. So geile Aktionen planen wir schon. Und genau, ich bin gespannt, ob wir da eine Anzeige kriegen oder sowas (unv.) #00:46:30-6#

Norman Glaser: Ja. So ein bisschen Guerilla Marketing schadet nie. #00:46:34-0#

Devid El-Wahlsch: Ja genau. #00:46:34-7#

Norman Glaser: Sehr stark. Devid, ich schaue so ein bisschen auf die Uhr. Lass uns noch so eine kleine Quick Q & A Session machen. Ich stell dir einfach hintereinander ganz schnell ein paar Fragen und du antwortest ganz spontan, ganz kurz, was dir einfällt. #00:46:49-1#

Devid El-Wahlsch: Quickie. Alles klar. Sehr gerne. #00:46:50-6#

Norman Glaser: Quickie. Genau. Frage 1: Was hat dich anfangs davon abgehalten dich selbst als Marke zu positionieren? #00:46:58-8#

Devid El-Wahlsch: Oh, was hat mich davon abgehalten mich selbst als Marke zu positionieren? Diese Frage muss ich ehrlich sagen, verstehe ich gerade nicht, weil ich habe eigentlich von Anfang an her Flying Pharmacist direkt als Marke in meinem Kopf gehabt, als ich als ich notgedrungen etwas machen musste. Du weißt, ich hatte alles verloren und musste da einfach schnell was machen und hatte Flying Pharmacist direkt in meinem Kopf und habe es auch direkt als Marke positioniert. Ich habe es angemeldet, ich habe es schützen lassen als Wort-, Bildmarke und habe da einfach keine Zeit verschwendet. #00:47:41-1#

Norman Glaser: Ja ist doch perfekt. Dich hat also nichts davon abgehalten. #00:47:43-8#

Devid El-Wahlsch: Nichts, habe ich schon beantwortet. Okay. #00:47:45-5#

Norman Glaser: Sehr cool. #00:47:46-7#

Devid El-Wahlsch: Alles klar. Ich hätte einfach auch nichts sagen können. Okay tut mir leid. #00:47:49-5#

Norman Glaser: Macht nichts. Sehr geil. Frage 2 ist eine meiner Lieblingsfragen: Wenn die Leute an dich denken, Devid, was ist das eine Wort, wofür du selbst als Marke bekannt sein willst oder schon bist? #00:48:04-6#

Devid El-Wahlsch: Treu. #00:48:05-5#

Norman Glaser: Schön. Welcher Moment oder Rat hatte einen besonders nachhaltigen Einfluss auf dein heutiges Leben oder auf dein Business? #00:48:13-8#

Devid El-Wahlsch: Welcher, nochmal Entschuldigung? Welcher? #00:48:15-8#

Norman Glaser: Welcher Moment oder welcher Rat hatte einen besonders nachhaltigen Einfluss auf dein heutiges Leben oder auf dein Business? #00:48:21-8#

Devid El-Wahlsch: Der Moment, als ich gemerkt habe, alles sieht gerade in meinem Leben total kacke aus. Aber der Big Boss ganz oben ist noch nicht fertig mit mir. Und der Moment, als ich dann gemerkt habe: Oh, der Markt für Vertretungsdienste ist da und ich werde es nicht nur übergangsweise machen, sondern ich werde es hochziehen. Das war der Moment, als ich sagte: Wow, das werde ich mir merken für mein Leben. #00:48:51-3#

Norman Glaser: Schön. Was ist das Wertvollste, was wir von dir lernen können? #00:48:55-5#

Devid El-Wahlsch: Das Wertvollste, was ihr von mir lernen könnt, ist einfach, wenn man tief im Loch drinsteckt, nicht aufzugeben und zu sagen: Es gibt immer noch Licht am Ende des Tunnels und ich war in einem Loch und wenn ich mein Leben vergleiche mit vor acht Jahren, dann muss ich einfach nur sagen: Das, was man lernen kann von mir, ich bin kein großer Master oder sowas, aber wenn es etwas gibt, was ich einfach weitergehen kann, ist, dass man bloß nicht aufgeben darf. #00:49:30-4#

Norman Glaser: Ja auch so ein bisschen Vertrauen in das Leben haben? #00:49:32-7#

Devid El-Wahlsch: Ja. Absolut. #00:49:34-3#

Norman Glaser: Kannst du uns eine Internet Ressource oder ein Tool nennen, welches du selbst einsetzt, außer eurer Plattform? #00:49:40-2#

Devid El-Wahlsch: Wir benutzen oft einfach die Anzeigen, die auch geschaltet werden, um einfach zu gucken, wer ist gerade auf der Suche nach Honorartätigkeit? Dass wir einfach denjenigen kontaktieren und sagen: Hey, wenn du noch freie Kapazitäten hast, wir hätten noch den und den Job zu vermitteln. Oder auf der anderen Seite, wo ist derjenige Inhaber, der vielleicht einfach noch keinen Apotheker gefunden hat, wo wir dann einfach sagen: Hey, lieber Chef, liebe Chefin, wir hätten hier einen Apotheker, den wir vermitteln können, der hat noch in der und der Woche freie Kapazitäten. Das ist so etwas, was wir benutzen. Wir benutzen oft Google Maps, um zu gucken wie weit die Apotheken entfernt sind von den vermittelten Freelancern oder andersherum halt, um einfach da ganz die Fahrtkosten und alles zu berechnen oder zu gucken, ob es irgendwelche Unterkünfte in der Nähe gibt, die dann der Apothekeninhaber organisieren könnte. Solche Sachen. Genau. #00:50:48-2#

Norman Glaser: Okay. Welche 3 Mobile Apps benutzt du um am liebsten? Was ist auf deinem Startscreen drauf? #00:50:53-5#

Devid El-Wahlsch: Okay. Einmal Kalender, dann würde ich sagen WhatsApp, also eigentlich so WhatsApp und Kalender halten sich so ein bisschen die Waage, also weil Kalender natürlich zum Eintragen der ganzen Jobs, aber WhatsApp, weil viele Kunden, viele Freelancer haben WhatsApp als Tool Number One, (Norman Glaser: Ah interessant.) um uns einfach zu sagen: Hey, ich möchte den Job übernehmen. Oder hey, ich brauche für den 02.09. Noch jemand, so ungefähr. Kalender, WhatsApp und dann würde ich sagen Messenger von Facebook, du glaubst es kaum, es gibt Kunden, die schreiben uns nur über Facebook. Die vergessen E-Mail, die vergessen anzurufen, die vergessen WhatsApp, sondern die schreiben uns einfach (Norman Glaser: Spannend) über Facebook:
Hi Leute, ich brauche für dann und dann jemanden. #00:51:45-6#

Norman Glaser: Sehr cool. #00:51:47-0#

Devid El-Wahlsch: Ja genau. #00:51:48-0#

Norman Glaser: Das gibt es. Apotheker im Netz bei Facebook. #00:51:51-8#

Devid El-Wahlsch: Das gibt’s. Ja. #00:51:53-2#

Norman Glaser: Sehr stark. Auch eine schöne Frage. Welche Musik hörst du? Was inspiriert dich? Was bringt dich auf neue Ideen? #00:51:59-9#

Norman Glaser: Ich hoffe, ich langweile euch nicht, wie gesagt ich bin Christ und ich höre am liebsten christliche geile (unv.) #00:52:10-2# Songs. Wir haben eine sehr coole Church bei uns in Düsseldorf, wir sind frei evangelisch und die Musik, die von uns produziert wird, wird in super vielen christlichen Kirchen entsprechend gehört. Und das ist sozusagen das, was nicht einfach ein bisschen wieder runter bringt und ich dann einfach irgendwo weiß: Ah cool. Es geht im Leben doch um mehr als nur um mich. Genau. #00:52:39-0#

Norman Glaser: Gibt’s einen Künstler oder gibt es irgendwie jemanden, den man so in den einschlägigen Musikportalen recherchieren kann? #00:52:47-2#

Devid El-Wahlsch: Jetzt also von meiner Lieblings- (unv.) #00:52:50-9# Musik. Ja es gibt die, es gibt (unv.) #00:52:55-5# United, das ist sozusagen die Band, die ich am liebsten höre. Aber sonst würde ich sagen Chris Tomlin ist auch sozusagen einer meiner Lieblingsinterpreten. Genau. Oder Pray, oder Pray vielleicht. Genau. #00:53:13-5#

Norman Glaser: Kannst du uns einen Film empfehlen? #00:53:16-5#

Devid El-Wahlsch: Einen Film? #00:53:17-6#

Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:53:18-3#

Devid El-Wahlsch: Ja sehr gerne. Ich stehe auf Filme, wo sich am Ende alles herausstellt, das heißt, Spannung, Spannung, Spannung, Spannung und dann am Ende so ein Boom! Ende, weißt du, womit du nicht gerechnet hast. So irgendwie so ein Film am Ende mit so einem Turn, wo du dir denkst: Wow, okay. Das hat mich jetzt umgehauen. Ein gutes Beispiel dafür ist “The Game”. (Norman Glaser: Yes) “The Game” mit Michael Douglas und Sean Penn. Da gibt’s sogar zwei Turns, wo du dir denkst so: Okay, das hat mich jetzt echt umgehauen. #00:53:47-8#

Norman Glaser: Das ist ein cooler Film. Das stimmt. #00:53:50-3#

Devid El-Wahlsch: Genau. #00:53:50-2#

Norman Glaser: Kannst du uns ein Buch empfehlen, was für dich einen großen Mehrwert hatte? #00:53:53-9#

Devid El-Wahlsch: Ja. Ich kann da echt gerne ein Buch empfehlen. Und zwar passt das gerade zu meiner Lebenssituation. Ich werde im September heiraten. #00:54:06-4#

Norman Glaser: Oh schön. Glückwunsch! #00:54:08-0#

Devid El-Wahlsch: Danke vielmals. Und ich lese gerade mit einer Verlobten ein sehr cooles Buch. Das sind die 5 Sprachen der Liebe. (Norman Glaser: Schön. Kenne ich.) Genau. Von Pastor Gary Chapman, ein ultra cooler Pastor, den ich auch sehr schätze und genau. Das ist ein super Buch. #00:54:26-1#

Norman Glaser: Ja. Starkes Buch. Sehr gut. Welche 3 Interviewgäste könntest du uns empfehlen für diesen Podcast? Gibt’s vielleicht so 3 Leute, wo du sagst, die würdest du selbst gerne mal hier im Interview hören? #00:54:40-7#

Devid El-Wahlsch: Okay. Boah, das ist echt eine gute Frage. Klar, es gibt einige, nur hier ist echt wichtig, dass ich jetzt genau überlege, ob ich die jetzt einfach so nennen darf beim Namen. Da würde ich, wenn es okay ist, da würde ich diese Frage lieber zurückstellen und dann einfach erstmal fragen, ob ich die Leute beim Namen nennen darf und das genau weiß. #00:55:07-7#

Norman Glaser: Du kannst uns gerne nachliefern. Das ist völlig okay. #00:55:09-3#

Devid El-Wahlsch: Ja genau, bevor ich da jetzt irgendwie plötzlich einen Namen nenne und dann heißt es, (unv.) #00:55:13-6# super. #00:55:13-8#

Norman Glaser: Der (unv.) #00:55:13-6#

Devid El-Wahlsch: Ja oder warum hast du mich überhaupt erwähnt, jetzt kann mich die ganze Welt hören. #00:55:19-8#

Norman Glaser: Okay. Schick sie uns gern, dann packen wir das auch mit zu deinen anderen Empfehlungen in die Shownotes zu dieser Folge. Sag uns doch noch zum Schluss: Wie kann man dich am besten erreichen und was ist dein bester Tipp für ein glückliches und erfolgreiches Leben? #00:55:36-1#

Devid El-Wahlsch: Wow. Okay. Also ihr könnt mich am besten erreichen ganz normal unter meiner Telefonnummer oder unter dem Kontakt so wie ich im Büro entsprechend bin unter Kontakt auf Flying-pharmacist.de. Das ist sozusagen unsere Webpage. Ansonsten kann man mich natürlich adden auf Facebook und mir eine Mail schreiben auf info@flying-pharmacist.de und der zweite Teil der Frage, das ist eigentlich, das ist super spannend. Ich habe mit 13 Jahren mich entschieden einfach mein Leben einfach auszurichten auf Jesus und das ist so mein Erfolgskonzept. Ich liebe Gott, ich liebe Menschen, ich liebe das Leben und ich glaube das ist eine gute Philosophie, um einfach komplett gut durchzukommen. #00:56:39-7#

Norman Glaser: Schön. Das ist doch ein schönes Schlusswort. Genauso lassen wir das hier stehen. Ich wünsch euch beiden, dir und deiner zukünftigen Frau, nur das Beste, (Devid El-Wahlsch: Danke Norman) ein super glückliches und erfülltes Leben vor allem und vielen Dank noch mal für dich oder vielen Dank nochmal bei dir. Wie spricht man den Satz deutsch? #00:57:03-6#

Devid El-Wahlsch: Dir, vielen Dank oder so. #00:57:07-4#

Norman Glaser: Devid, dir vielen Dank für dieses Interview, für deine Zeit und für diesen wertvollen Inhalt. #00:57:11-2#

Devid El-Wahlsch: Danke Dir, danke für die Möglichkeit und ganz liebe Grüße an euch alle, an das ganze Team und danke für die Möglichkeit. #00:57:20-3#

Norman Glaser: Danke. Gebe ich weiter. Bis bald! #00:57:22-0#

Devid El-Wahlsch: Ciao, Norman! #00:57:23-1#

Norman Glaser: Ciao, Devid! #00:57:23-5#