Norman Glaser im Gespräch mit Eric Kreuzmann. Eric bloggt auf Pharmoos über die Themen Selbstmedikation und Nahrungsergänzungsmittel. Außerdem studiert er aktuell Lebensmittelchemie und arbeitet parallel in einer Apotheke. Norman und Eric sprechen über den digitalen Wandel in der Apothekenlandschaft, welche Kompetenzen die Vor-Ort-Apotheke benötigt, warum sie sich unbedingt der Digitalisierung anschließen sollten und warum sich weniger als 20% der jungen Pharmazeistudenten die Arbeit in einer stationären Apotheke vorstellen können.

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Textversion des Interviews:

Norman Glaser: Hallo und herzlich willkommen. Schön, dass ihr wieder rein hört, hier im Podcast APOTHEKEN-FACHKREIS.FM. Mein Name ist Norman Glaser und mein heutiger Interviewgast ist Apotheker. Er hat 2010 bis 2014 Pharmazie in Marburg studiert, anschließend erfolgte Approbation zum Apotheker. Zusätzlich begann er 2015 ein Lebensmittelchemiestudium in Gießen während er parallel in einer Apotheke arbeitet, um sein Wissen weiter zu vertiefen. Was mich besonders freut, ist, dass er auch in der digitalen Welt einen Fußabdruck hinterlassen hat, denn er ist auch Blogger. Sein Blog heißt Pharmoos und hier finden Patienten verschiedene Informationen und Ratschläge, wie zum Beispiel zu den Themen Selbstmedikation und Nahrungsergänzungsmittel. Und das passt perfekt, denn ihr hört schon an meiner Stimme, ich bin etwas erkältet und vielleicht kann mir hier mein heutiger Interviewgast ein paar Ratschläge geben. Freut euch auf ein spannendes Interview Eric Kreuzmann. #00:01:15-5#

Norman Glaser: Eric, vielen Dank für deine Zeit und schön, dass du bei uns bist. Bist du ready und wollen wir loslegen? #00:01:21-3#

Eric Kreuzmann: Das bin ich, ja. Klar. #00:01:23-3#

Norman Glaser: (lacht) Jung und dynamisch. Eric, stell dich doch einfach mal kurz vor und erzähle uns ein bisschen mehr über dich: Wer ist Eric Kreuzmann privat und was du genau beruflich machst? #00:01:35-9#

Eric Kreuzmann: Gut. Ich bin Eric, Eric Kreuzmann. Mittlerweile 29 Jahre alt, bin gebürtig aus Berlin und Apotheker. Was habe ich gemacht? Wo komme ich her? Fangen wir mal ganz früh an beim Abitur, nicht ganz früh, aber zumindest beim Abitur. Das habe ich in Berlin gemacht auf einem naturwissenschaftlichen Gymnasium. Parallel dazu eine Ausbildung zum chemisch-technischen Assistenten. Von vorn herein recht naturwissenschaftlich geprägt. Allerding hatte ich dann so eine Findungsphase, habe mir gesagt: Gut, muss jetzt das Studium zwangsläufig folgen oder möchte ich das überhaupt. Deshalb bin ich dann zu Bundeswehr gegangen für 2 Jahre als Reserveoffiziersanwärter, um möglichst das Beste und Meiste aus dieser Zeit rausnehmen zu können. Allerdings habe ich dann feststellen müssen, dass mir die Naturwissenschaften doch sehr am Herzen liegen und ich eigentlich nichts Anderes machen möchte. Habe mich dann wie schon eigentlich seit der 6. Klasse für mich beschlossen, für das Pharmaziestudium entschieden und dann schlussendlich in Marburg Pharmazie studiert. Und das habe ich auch alles in Regelstudienzeit und ohne Probleme eigentlich durchgezogen. Habe dann meine Approbation erhalten 2015 und dann am Anschluss beziehungsweise parallel dazu gleich das Studium der Lebensmittelchemie aufgegriffen, um noch halt ein bisschen mehr dazu zu lernen. Um das Apothekerhandwerk nicht zu verlernen habe ich dann parallel dazu meine eigene Internetseite gegründet, pharmos.de heißt die, mit der Spezialisierung Selbstmedikation und Nahrungsergänzungsmittel. Primär eigentlich für die breite Masse, aber ich habe auch in meiner Ausbildung gemerkt, gerade zum Ende des Studiums hin, dass man quasi die praktische Tätigkeit zumindest als Apotheker in der Offizin nicht mit dem vergleichen kann, was man im Studium gelernt hat. Und da fehlen einem halt doch schon essentielle Grundlagen zum Teil, eben die man, wenn man auf meine Seite geht, zumindest indikationsbezogen nachlesen kann. Sowohl für die breite Masse als auch für die jungen Approbierten kann man da mit der Seite ein bisschen was anfangen, wenn ich das so platt formulieren darf. Warum habe ich das gemacht? Ich denke, so diese stationäre Apotheke wird zunehmend, auch wenn ich es nicht mag, an Markenkraft verlieren und man muss sich halt irgendwo dieser digitalen Revolution, wie sie ja allseits beschrieben wird, in gewisser Weise anpassen, unterordnen möchte ich jetzt nicht sagen, aber zumindest eine eigene digitale Marke aufbauen. Genau. #00:04:41-9#

Norman Glaser: Schön. Ja. Lass mich vielleicht gleich da so ein bisschen einsteigen. Du hast keine Apotheke. #00:04:52-3#

Eric Kreuzmann: Das ist korrekt. #00:04:52-9#

Norman Glaser: Vielleicht kannst du ganz kurz mal beschreiben, wie so dein Arbeitsalltag aussieht. Was sind so Themen, mit denen du dich beschäftigst? #00:05:02-3#

Eric Kreuzmann: Ich habe eigentlich einen sehr strikt getimten Tagesablauf, stehe meistens um 7 Uhr auf, dann frühstücke ich, dann habe ich für mich so ein bisschen das Meditieren entdeckt, das ziehe ich aber noch nicht so hundertprozentig durch. Da muss ich mich auch noch ein bisschen besser konditionieren. Und dann beginnt eigentlich schon mein Tag. Ich schauen in meine E-Mails rein, schaue wie ist so der Verlauf auf meiner Internetseite, wie viele Besucher gab’s. Und dann setze ich mich eigentlich schon mit den fachlichen Themen auseinander. Sei es jetzt das Studium oder eben das Selbststudium. Ich bin auch noch ab und an in der Apotheke tätig als (Chef?) #00:05:48-4# oder Apothekervertretung und das heißt, das ist mir nicht ganz fremd, aber ich habe halt keinen wöchentlichen Offizinalltag oder keine 40 Stunden oder 50 Stunden Woche in der Apotheke. Das fehlt mir halt. Und dafür sitze ich halt noch häufig in der Uni, mache halt das Studium der Lebensmittelchemie, was mir auch Spaß bereitet, aber die Pharmazie steckt mir halt im Herzen und das kriegt man auch nicht mehr raus. #00:06:19-1#

Norman Glaser: Ja. Was ich ganz spannend finde, würdest du sagen: Du bist vielleicht sogar auch die neue Generation der Apotheker? Ich meine, du hast mir im Vorfeld gesagt: Du hast dich mit Persönlichkeitsentwicklung beschäftigt, das, was du auch gerade jetzt gesagt hast, Meditation, Morgenroutine, das sind auch so Themen, die dir am Herzen liegen, mit denen du dich auseinandersetzt und das entspricht auch ungefähr dem Mindset der Generation Y. Würdest du sagen, du bist so der Apotheker von morgen, der auch über digitale Services nachdenkt? #00:06:55-0#

Eric Kreuzmann: Ich hoffe doch. Wenn es so ist, dann habe ich auf jeden Fall alles richtiggemacht. (lachen beide) #00:07:00-4#

Norman Glaser: Okay. Du hast gesagt, die Apotheke muss im Grunde auch einen Wandel vornehmen. Das finde ich einen ganz spannenden Ansatz, denn so aus meiner Warte her hat sich im Grunde das Apothekengeschäft nur bedingt weiterentwickelt. Im Grunde ist es ein Verkauf und eine Beratung von Arzneimitteln wie es vor 10, 20 Jahren auch war. Vielleicht ein bisschen moderner heute vom Laden her, also von der Apotheke selbst, aber im Grunde hat sich der Prozess und der Service gegenüber dem Kunden unwesentlich verändert. Würdest du das auch so sehen? #00:07:37-3#

Eric Kreuzmann: Ja. Definitiv sehe ich das so. Das ist ein sehr kaufmännisch orientiertes Arbeitsumfeld, zumindest in der öffentlichen Apotheke. Und das ist ein Umstand, der mir persönlich nicht so gut gefällt. Als Inhaber mag das vielleicht anders sein, dann muss man sicherlich auf die Zahlen gucken, aber als Apotheker direkt, auch das, was ich so aus meinem Umfeld, aus der Uni kennengelernt habe, sind das schon Umstände, die nicht mehr die neue Generation der Apotheker anspricht. Die möchten mehr Fachlichkeit, möchten auch mehr Kompetenz in vielen Bereichen, wo ich mich nur anschließen kann. Aber dieses Schubladenzieher-Image, wie es weit verbreitet in der Bevölkerung ist, das ist einfach nicht mehr zeitgemäß in unseren Augen. #00:08:32-9#

Norman Glaser: Ja. Und mit unseren Augen meinst du vor allen Dingen deine Generation? #00:08:35-8#

Eric Kreuzmann: Genau. Richtig. #00:08:37-4#

Norman Glaser: Ja. Das heißt, du bist kein Einzelfall, (lacht) den ich im Podcast-Interview habe, sondern es gibt tatsächlich Kollegen, die in deinem Alter sind, vielleicht einen ähnlichen Werdegang wie du haben und das genauso sehen? #00:08:51-5#

Eric Kreuzmann: Ja. Es wird heute öfter in der Uni auch gefragt, wo seht ihr euch später? Könnt ihr euch die Arbeit in der öffentlichen Apotheke vorstellen oder möchtet ihr dort später landen? Wenn sich da 20 Prozent für melden, dann sind das schon viel. #00:09:10-0#

Norman Glaser: Wow! Das ist natürlich schon interessant. Ja. Wo siehst du, wenn das jetzt schon so weit ist, dass die Frage in der Uni so beantwortet wird, wo siehst du denn die Apotheke so in 5 oder 10 Jahren? Gibt’s die Apotheke so wie wir sie heute kennen noch? #00:09:27-2#

Eric Kreuzmann: Ich fände es schade, wenn nicht. Aber ich glaube es wird sich schon weiter konzentrieren. Ich denke nicht, dass sie so weiterhin in der Masse bestehen kann. Das hängt natürlich zum einen vom betriebswirtschaftlichen Geschick des einzelnen ab, aber ich denke, leider wird so die Nachfrage auch abnehmen. Deshalb muss man sich als Apotheker halt auch ein bisschen umorientieren denke ich, nach links und rechts schauen und sich endlich die Kompetenzen holen, die man auch an sich leisten kann. Andere Länder wie zum Beispiel die Schweiz oder Kanada machen uns das vor. Und in Deutschland haben wir #00:10:09-6#

Norman Glaser: Und selber ein bisschen #00:10:09-8#

Eric Kreuzmann: Halt noch ein recht antiquiertes Bild, insbesondere dieser Kontakt zwischen Arzt und Apotheker, das ist alles veraltet. Da muss man diese rigiden Strukturen irgendwie aufbrechen, um da mehr Interdisziplinarität schaffen zu können. Gut. In der Schweiz ist es zum Beispiel so, dass man in der Apotheke impfen darf und dass die Krankenkassen gezielt den ersten Gang zur Apotheke fördern, indem man eine Prämie erhält, wenn man nicht gleich zum Arzt geht. In Kanada ist es so, dass man als Apotheker ein, zwei Indikationen hat, auf die man sich spezialisieren darf, wie zum Beispiel Herz, Kreislauf oder dergleichen und dann darf man in den Bereichen auch Arzneimittel verschreiben. Und die Therapie mit begleiten und zum Teil auch selbst initiieren. Das sind einfach Tätigkeiten, die schon gewünscht sind, eigentlich auch mit dem Wissen, was man in der Uni erlangt, abdecken kann. Aber in Deutschland wird man halt in so feste Strukturen reingedrängt, die halt mehr auf diesen betriebswirtschaftlichen Aspekt getrimmt sind und das entspricht nicht der Passion der jungen Apotheker oder meine Passion. Weil man möchte halt einfach mehr Fachlichkeit, mehr Verantwortung und mehr von dem umsetzen, was man damals in der Uni gelernt hat. #00:11:42-3#

Norman Glaser: Mhm (bejahend). Ja. Würdest du sagen, dass die Apothekenstruktur sowie sie jetzt existiert an einem seidenen Faden von Gesetzen hängt? Ich meine du verfolgst die Presse auch, du weißt, dass sich Amazon bemüht überhaupt Fuß zu fassen auch in Deutschland Medikamente über den Store auszuliefern und wenn das immer mehr gelingt, ich meine OTC-Produkte sind jetzt schon über Amazon bestellbar. Ich habe eine Studie gelesen, 30 Prozent der Amazon-Kunden kauft jetzt schon Arzneimittel. Würdest du sagen, das hängt nur noch an diesem Gesetzesfaden? Wenn der wegbricht, dann ist auch die Apotheke mit dem Geschäftsmodell heute nicht mehr existent? #00:12:32-3#

Eric Kreuzmann: Das sehe ich definitiv so. Und für die althergebrachten Parteien, die damals die Apotheken unterstützt haben wie zum Beispiel die FDP und dergleichen, haben auch mittlerweile einen Sinneswandel eingeleitet. Und von daher definitiv, die Apotheke ist hoch abhängig von der Meinung der Politik. #00:12:57-1#

Norman Glaser: Ja. Lass uns mal ein Szenario aufmachen, weil ich habe letztens gehört, dass Amazon heute mehr Umsatz macht als alle Baumärkte, also Baumarktketten in Deutschland zusammen. Das muss man sich mal überlegen. Die haben mehr Umsatz mit Baustoffen, die man im Baumarkt kaufen kann wie Obi, Praktika gibt’s glaube ich gar nicht mehr, Hagebau und Co.. Was würde passieren, wenn Amazon jetzt in den Markt drängt, egal, wie sie es machen, und sich das Geschäft zum Verkauf von Arzneimittel immer mehr auf diese Plattformen bewegt? Was würde die Apotheke morgen anbieten können? Das wäre dann eigentlich doch nur noch die Spezialisierung, also Wissen, eine Beratung oder? (Eric Kreuzmann: Ja) Für die heute eine Apotheke kein Geld bekommt. #00:13:50-6#

Eric Kreuzmann: Das ist korrekt. Die Beratung muss dann auch fundiert sein und stichhaltig und man muss sie überhaupt erstmal machen. Das gibt halt leider aus eigener Erfahrung genug Apotheken, die nicht nachkommen zum Teil, auch nicht nachkommen können, weil wenn wirklich ein hohes Patientenaufkommen ist. Aber dadurch, dass sie eben nicht entlohnt wird, ist glaube ich die Personalpolitik in dem Sinne auch nicht darauf ausgerichtet. Und a muss auf jeden Fall auch ein Wandel stattfinden, weil das ist eigentlich die einzige Profession, die uns von einem Verkäufer leider derzeit noch trennt. #00:14:33-7#

Norman Glaser: Mhm (bejahend). Unterscheidet. (Eric Kreuzmann: Ja) Ja. Glaubst du, die Patienten wären bereit zu einem Thema, was du auf Grundlage auch deiner Erfahrung oder auch deines Studiums perfekt beraten kannst, glaubst du, Patienten wären bereit dafür zu bezahlen? Vielleicht jetzt nicht so viel jetzt für eine halbe Stunde oder so, aber so generell, wenn du dein Wissen, was du tatsächlich auch mit deinem Weblog machst, anbietest. Nehmen wir mal ein Beispiel. Du würdest jetzt ein eBook erstellen zu einem bestimmten Thema, zu einer Indikation oder zu einer Problemlösung, glaubst du die Leute wären bereit das eBook für keine Ahnung 4,99 Euro zu kaufen online? #00:15:16-2#

Eric Kreuzmann: Ich habe jetzt diesbezüglich keine Studien, aber ich gehe davon aus. Es wird halt heutzutage auch betrachten wir Naturheilverfahren und dergleichen, viel für die Gesundheit ausgegeben auf der einen Seite, auf der anderen Seite wird halt auch versucht dann an vielen Stellen zu sparen. Aber ich denke im Großen und Ganzen ist der Fokus schon darauf ausgerichtet, dass man auch für die Gesundheit bezahlen muss. Von daher bin ich davon überzeugt, dass es genug Patienten gibt, die auch dafür bezahlen. #00:15:50-6#

Norman Glaser: Mhm (bejahend). Vor allem, wenn ich wüsste, das eBook ist von einem Apotheker, von dir geschrieben worden mit wertvollen Informationen für mich, dann hast du für mich als Apotheker schon einen hohen Vertrauensvorschuss ne? #00:16:03-8#

Eric Kreuzmann: Ja. Das ist auch, deshalb bin ich der Meinung, dass man sich dieser digitalen Revolution auch oder, dass man zumindest mitschwimmt, dass man sich halt eine eigene Marke aufbaut. Denn es ist zwangsläufig so, dass man jemanden, der einen webbasierten Auftritt hat, auch irgendwo mehr Vertrauen schenkt, weil man halt zwei Ebenen der Kommunikation wählen kann, als wenn man da eben nur diesen stationären Augenkontakt und persönlichen Kontakt hat. Auch, wenn dem nicht so sein muss, aber das heißt nicht, dass nur, weil ich jetzt eine Internetseite habe, hier fachlich 100 Prozent richtigliege immer. Das kann man auch nicht, dafür ist einfach die Thematik zu komplex und die Wissenschaften sind stetig im Wandel, die Halbwertszeit des Wissens wird immer kürzer und von daher möchte ich das jetzt gar nicht für mich verbuchen. Aber es ist halt einfach eine andere Art der Kontaktaufnahme nochmal. #00:16:57-6#

Norman Glaser: Mhm (bejahend). Ich habe letztens einen interessanten Podcast gehört zum Thema künstliche Intelligenz, wo es wirklich um den Einsatz von Technologie geht, gerade auch in der Gesundheitsbranche und da gab es eine Äußerung, die mich so aufhorchen ließ und zwar wurde gesagt, dass selbst, wenn zum Beispiel ein Arzt 24 Stunden am Tag aktuelle Nachrichten in der Gesundheitsbranche zu seinem Fachgebiet lesen würde, also Dinge, die sich durch die Forschung verändert haben, sich weiterbilden würde, es würde nicht ausreichen, um einen aktuellen Stand zu erreichen. Verstehst du, was ich sagen will? #00:17:45-6#

Eric Kreuzmann: Ja. Ich habe das schon verstanden. Das ist das Problem, womit wir alle zu kämpfen haben. (lacht) #00:17:51-0#

Norman Glaser: Ja genau. So. Und jetzt, wenn wir das mal weiterdenken und sagen: Okay, Digitalisierung ist im Grunde, wenn man es so will der erste Step. Der nächste logische Schritt wird sein, das künstliche Intelligenzen mehr und mehr, ob jetzt in der Diagnostik bei einem Arzt oder auch bei einem Apotheker dieses Fachwissen in Sekundenschnelle tagesaktuell verfügbar machen. Dann ist künstliche Intelligenz vielleicht ein Werkzeug für mich als Apotheker beispielsweise, indem eine Maschine mir einfach tagesaktuelle Informationen ausgibt. Was ich aber damit nicht gelöst habe, ist die individuelle Betreuung. (Eric Kreuzmann: Ja) Das heißt, worauf ich hinaus will, ist, Digitalisierung wird oft verstanden: Wir senden morgen kein Fax mehr, sondern wir senden morgen eine E-Mail und sind digitalisiert, aber das, was du gerade auch gesagt hast oder angesprochen hast, ist die Vernetzung quasi zwischen Apotheker und Patient. (Eric Kreuzmann: Mhm (bejahend)) Dein Blog ist im Grunde die Vernetzung. Hast du eine Idee ganz konkret, wenn du mal so in den Apothekenalltag und dich so reindenkst, den du auch erlebst, hast du eine Idee, wie eine Apotheke den Kontakt zu einem Patienten aufrechterhalten kann, wenn der die Tür hinter sich schließt? #00:19:24-8#

Eric Kreuzmann: Was ich jetzt häufiger gemacht habe, ist zu speziellen Themen, die ich jetzt auf meiner Internetseite aufgegriffen habe wie zum Beispiel Migräne oder dergleichen, aber das können viele andere sein, dass man das halt einfach mit auf den Weg gibt. Es sind viele Patienten, die leiden halt durchweg, haben bisher noch keine hundertprozentig für sich adäquate Heilung erfahren können und sind für jede Information dankbar und das sind halt Tools, die man dann einfach für sich nutzen kann, wenn man dann sagt: Ja schau mal, das und das haben wir jetzt ausprobiert, aber wenn du darüber hinaus noch mehr wissen möchtest, dann schaue doch mal da. Und dann fühlt der Patient sich darüber hinaus noch gut beraten, gut betreut und kommt gerne wieder. Und das heißt, man hat einmal diese Vor-Ort-Betreuung, aber gibt dann einfach noch ein Tool mit an die Hand, wo man sagt: Hier habe ich was für dich gemacht, das kannst du dir anschauen und das kann dir eventuell die Zeit und das Leiden, also die Zeit verkürzen und das Leiden lindern. Und wenn man #00:20:25-1#

Norman Glaser: Und wenn ja sorry? #00:20:27-4#

Eric Kreuzmann: Nein, ich war fertig. #00:20:28-5#

Norman Glaser: Das bedeutet, wenn die Leute auf deinem Blog waren, dann werden die sich natürlich auch in deinen E-Mail Newsletter eintragen und dann hast du genau diesen Kontakt, diese digitale Verbindung zu den Patienten, die du brauchst, um einfach eine Kommunikation aufzubauen. Das ist perfekt. Das ist genau diese Vernetzung, die ich vorhin meinte. Und was ich auch ganz spannend finde, wenn ich mal länger drüber nachdenke, kenne ich kaum eine Branche oder sagen wir es mal so, jedes Startup und du bist geborener Berliner, jedes Startup sucht nach einer Geschäftsidee, nach einer Lösung, um ein Problem zu lösen, um einen Leidensdruck zu lösen. Und du hast es gerade gesagt, der Patient hat einen Leidensdruck, der hat nämlich irgendein Problem, was man als Apotheker dann lösen möchte oder auch kann. Und wo gibt’s das in der Geschäftswelt noch? Es ist eine unglaubliche Nachfrage da, vor allen Dingen auch im Internet. Wenn ich eine Zielgruppe habe, wenn ich Patienten habe, die tatsächlich da einen Leidensdruck haben. Und da Lösungen anzubieten wie du mit deinem Blog, ist das Perfekteste, was man machen kann. Vor allen Dingen du bist mit deinem Blog grenzüberschreitend unterwegs, du bist nicht regional verhaftet mit einer Apotheke und im Grunde kann so ein Blog auch jede Apotheke machen, um sich mit ihrer Spezialisierung da auf den Weg zu machen und wirklich Lösungen anzubieten. #00:22:03-3#

Eric Kreuzmann: Ja. Wobei ich dazu sagen muss, ich habe es anfangs doch tatsächlich auch unterschätzt, wieviel Arbeit dann dahintersteckt. Es ist nicht so wie in, ja gut ich möchte das jetzt nicht diffamieren oder so, aber man muss schon viel Arbeit investieren insbesondere Recherche, dass man halt auch auf dem aktuellen Stand ist, was die Leitlinien angeht und was den aktuellen Stand der Forschung angeht. Wobei sicherlich die 24 Stunden pro Tag, da komme ich jetzt nicht ran. Ich liege so bei 4 bis 5 pro Tag für den Blog alleine. #00:22:36-0#

Norman Glaser: Wow! Das ist viel. #00:22:39-1#

Eric Kreuzmann: Ja. Ist halt viel Hintergrundarbeit und ich komme jetzt und hatte vorher diesbezüglich kein Wissen, was das Erstellen von Internetseiten oder so angeht. Das musste ich mir halt selbst aneignen. Wenn man da jemand an der Hand hat, das ist dann denke ich schon, den Kontakt sollte man auch nutzen, wenn man halt ein bisschen Budget dafür zur Verfügung hat. #00:23:07-1#

Norman Glaser: Und dein Blog ist echt super. Ich habe mir den natürlich im Vorfeld angeguckt und er ist sehr umfänglich finde ich und ich glaube sowas darf auch wachsen. So war es bei dir sicher auch. Du hast vielleicht angefangen und hast erst weniger Zeit investiert und dann wurde das mit der Zeit natürlich immer mehr. Aber ich glaube, wenn man hinten raus dann sagt: Ich habe mir jetzt eine Community aufgebaut. Ich weiß nicht, weißt du wie viele Follower dein Blog hat, also wieviel Leute dem folgen oder dein E-Mail Verteiler, kannst du das sagen? #00:23:37-4#

Eric Kreuzmann: Das meiste läuft noch über Facebook, das sind so um die 600. #00:23:43-6#

Norman Glaser: Ja, aber überleg mal, 600 potentielle Kunden / Patienten, die mit dir digital verbunden sind, auf die du mit einem Post oder mit einem Newsletter tatsächlichen Zugriff hast. Das ist schon super. Welche Apotheke hat das, also an digitalen Vernetzungen? An regionalen Kunden gibt’s sicher welche, aber wenn du willst, dann kannst du mit deinem Smartphone diese 600 Leute tatsächlich erreichen. #00:24:14-4#

Eric Kreuzmann: Das ist richtig. Ja. #00:24:16-9#

Norman Glaser: Ja. Spannend. Vielleicht, ich würde ganz gerne noch so ein bisschen so in dein Mindset reinsteigen, weil ich finde das irgendwie so ganz spannend, dass offenbar doch eine neue Generation von Apothekern und Apothekerinnen heranwächst, die sich einfach neue Gedanken machen, die einfach auch erkennen und sagen: Okay, die Apotheke ist wichtig, das sehe ich ganz genauso, also gerade um die Qualität in der Gesundheitsversorgung hochzuhalten, finde ich das Netzwerk der Apotheken in Deutschland existentiell, aber es muss auch eine Transformation stattfinden und mit Transformation meine ich nicht, wir optimieren die Raupe, also wir machen sie breiter länger, höher, hübscher, sondern tatsächlich den Wandel zum Schmetterling. Was glaubst du, müsste passieren vielleicht auf wirtschaftlicher Ebene oder auch politischer Ebene, was müsste passieren, um den Apotheken tatsächlich eine Zukunft in der Digitalisierung zu geben? Hast du Ideen dazu? #00:25:30-0#

Eric Kreuzmann: Vielleicht eingangs erstmal, man kann nicht von Liberalisierung sprechen, wenn man jemanden an der politischen Leine hält. Das finde ich grenzwertig jetzt auf der einen Seite. Auf der anderen Seite muss man halt versuchen sich irgendwie eine digitale Marke aufzubauen, sei es jetzt durch einen Blog, wobei ich eigentlich denke, das Medium für die Apotheke ist in Blog-Form ist schon das Beste. Dass man halt eine Informationsplattform bietet, individualisiert mit eigener Marke wie gesagt, wo man im Internet nochmal den persönlichen Kontakt intensivieren kann. So wie ich es vorhin angesprochen habe, dass man halt vor Ort den Patienten hat, mit ihm darüber spricht und dann aber noch wie gesagt dieses Medium mit an die Hand gibt, wo man halt seine eigene Marke präsentiert, aber wo man auch ein Leiden des Patienten aufgreifen und eben lindern kann. Ich denke, dass das auf jeden Fall der erste Schritt ist, um die Vor-Ort-Apotheke zu stärken. Ich denke und hoffe nicht, #00:26:45-6#

Norman Glaser: Das kann jeder ja sorry. #00:26:47-8#

Eric Kreuzmann: Ich denke und hoffe nicht, dass es eine komplette Abschaffung der Apotheken geben wird. Ich hoffe auch nicht, dass es eine zu starke Konzentrierung geben wird, wie wir es halt in Amerika haben auf wenige Konzerne. Das hoffe ich nicht, weil ich denke, dass darunter auch die Beratungsleistung leiden wird. Aber der digitalen Revolution kann man sich auch als Apotheke nicht entziehen. #00:27:17-9#

Norman Glaser: Ja. Okay. Ich fasse nochmal zusammen. Als Apotheke und korrigiere mich gerne, wenn ich da falsch liege, als Apotheke mich wirklich vielleicht auch zu spezialisieren, also mir vielleicht auch Nischen zu suchen, wäre eine Idee, wäre ein Ansatz. Und das natürlich über digitale Kanäle auszuspielen, deine Empfehlung ist ein Blog. Ein Blog ist natürlich auch super relevant, zum Beispiel für Google und vor allen Dingen auch, um die regionalen Grenzen zu überwinden. Das ist auf jeden Fall ein Thema für eine Apotheke. Und dann vielleicht auch die digitale Vernetzung mit dem Patienten selbst. Nicht nur die Technologie, die ich als Apotheke vielleicht mit einer Apothekensoftware oder dergleichen in Verbindung bringe, sondern dann halt auch wirklich zu schauen, wie schaffe ich den Dialog, die Interaktion mit meinen Patienten, vielleicht noch als wichtigen Tipp. Vielleicht nochmal so in das Thema Verbünde gedacht. Kennst du eine Organisation, wo du sagst: Hier treffen sich Apotheken vielleicht im realen Leben oder auch digitalen Communities, die sich dem Thema Digitalisierung angenommen haben? Gibt’s da irgendwie eine Quelle? Kennst du da irgendwie Plattformen oder so, die sich damit beschäftigen, wo sich Apotheken austauschen, wo das Thema Digitalisierung eine Relevanz hat? #00:28:45-6#

Eric Kreuzmann: Es gibt Online-Foren, auch bei Facebook, wo sich Apotheken und Apotheker austauschen, aber das Thema Digitalisierung wurde da bislang noch nicht angesprochen. Mit ist bisher keine Quelle bekannt, wo man jetzt den Internetauftritt oder die digitale Marke zur Apotheke in irgendeiner Weise besprochen hat oder wo man sich darüber ausgetauscht hat. Das ist mir nicht bekannt. #00:29:13-9#

Norman Glaser: Wow! Auch krass. Und ich meine du beschäftigst dich mit den Themen. #00:29:18-6#

Eric Kreuzmann: Ja. Ich bin jetzt auch nicht Mister Allwissend, aber #00:29:24-0#

Norman Glaser: (lacht) aber interessiert. #00:29:25-1#

Eric Kreuzmann: Ich bin schon sehr emsig und schaue schon immer wieder über den Tellerrand hinaus, aber das ist mir bislang noch nicht bekannt. #00:29:32-8#

Norman Glaser: Wow! Okay. Eric, ich habe noch so eine kleine Quick Q&A Session, in der ich dir so ein paar Fragen stelle und du einfach ganz spontan aus dem Bauch raus sagst, was dir dazu einfällt. Hast du Lust? #00:29:47-8#

Eric Kreuzmann: Ja. Machen wir. #00:29:50-0#

Norman Glaser: Okay. Was hat dich anfangs davon abgehalten dich mit dem Thema Digitalisierung auseinanderzusetzen? #00:29:56-2#

Eric Kreuzmann: Mein eigener Schweinehund. #00:29:59-7#

Norman Glaser: Welcher Moment ja? #00:30:02-7#

Eric Kreuzmann: Hängt natürlich, man bewegt sich immer in der Komfortzone und man muss halt mal Zeit und Mühe investieren, um einfach mal da rauszukommen. #00:30:14-9#

Norman Glaser: Mhm (bejahend). Ich muss jetzt eine Frage nachschießen. Wie digital affin bist du? Bist du so der Nerd, der sich sagt: Egal, ich hacke mich jetzt auch in ein WordPress-Template rein für einen Blog. Oder ist es so ein Thema, wo du sagst: Ich habe mich mit beschäftigt, ist jetzt auch nicht so mein Passion-Ding? #00:30:35-9#

Eric Kreuzmann: Nerd bin ich zumindest in dem Bereich nicht. In der Pharmazie schon, aber nicht im Digitalen. Ich versuche mich reinzuarbeiten. Es wird mehr und mehr zu einer Passion, insbesondere diese Verknüpfung mit den Sachen, die mir Spaß machen, also mit dem Blog, und mit naturwissenschaftlichen Themen. Aber der digitale Nerd werde ich wohl nie werden. #00:31:03-3#

Norman Glaser: (lacht) Nein, musst du auch nicht. Aber ich finde es einfach und da hast du meinen vollen Respekt, einfach zu sagen. Hey, ich habe das erkannt, was da passiert und deine Rückmeldung aus der Umfrage in der Uni, dass vielleicht gerade mal 20 Prozent glauben in einer Apotheke alt zu werden oder eine Apotheke zu übernehmen tatsächlich. Das zeigt natürlich schon auch, dass du da aktiv etwas tust. Weil es kann sein, dass ein Zuhörer sagt: Okay, der ist halt digital aufgewachsen, der ist halt digital ganz tief drin. Aber du hast es dir echt selbst angeeignet. Finde ich stark. Nächste Frage: Welcher Moment oder Rat hat einen besonders nachhaltigen Einfluss auf dein heutiges Leben oder auf dein Business? #00:31:46-2#

Eric Kreuzmann: Eines Tages war ich mal bei YouTube unterwegs, bin auf Alex Fischer gestoßen und habe mir sein Buch besorgt. Das ist so ein Immobilienpapst aus Düsseldorf. Und der hat mich schon sehr geprägt, muss ich sagen. Insbesondere die Denkweise, man muss halt, man kann viele Sachen auch übertragen. Nur, weil jemand in Immobilien tätig ist, bedeutet das nicht, dass man nicht viele Sachen oder viele Ansichten übernehmen kann. Gerade insbesondere in den Nischen, die noch nicht so besetzt sind, wobei ich Apotheke jetzt nicht unbedingt als Nische betrachte, aber es ist halt noch ein großer Markt, der zumindest im Internet doch unterrepräsentiert ist, mit Ausnahme der Online-Apotheken, die jetzt natürlich stark aufs Geschäft aus sind. Aber insbesondere was irgendwie Gesundheitsinformationen angeht, da ist noch ein großes Feld so meiner Meinung nach. #00:32:51-9#

Norman Glaser: Ja. Absolut. Wer Alex Fischer nicht kennt, der ist hoch spezialisiert im Bereich Immobilien, aber er ist halt auch ein echter Profi in Sachen Online Marketing. Der hat einen YouTube Channel, der hat einen Podcast, der hat eine Buch geschrieben, der hat eine Riesen-Reichweite und Fangemeinde und ich glaube, Eric, wenn du so weitermachst, dann wirst du Alex Fischer in der Apothekenbranche online. (lacht) Aber du sagst es, es ist eine Nische. Es gibt keinen Apotheker, der sich so ein digitales Image aufgebaut wie jetzt Alex Fischer. Weiß nicht, ob man das so schnell erreichen kann, aber es ist eine Nische, also es macht keiner. #00:33:39-6#

Eric Kreuzmann: Man muss halt auch sagen, Apotheke ist sehr speziell, da sind halt die Leute im weißen Kittel, die da irgendwie studiert haben und dann gibt’s auch noch PTAs, wo eigentlich keiner aus der Bevölkerung weiß, wo der Unterschied ist. Von daher ist das Feld Apotheke ganz weit weg. Mit Immobilien kann man schon was anfangen. Die Leute wissen, wenn ich heute nicht vorsorge, dann habe ich später keine Rente, zumindest, was jetzt mein Alter angeht. Ich gehe jetzt nicht davon aus, dass ich noch irgendeine staatliche Rente beziehe. Von dem her muss ich mich ja jetzt darum sorgen, wie ich meinen Lebensabend irgendwie selbst sichern kann. Und das ist es halt, da ist glaube ich auch der Anreiz größer, gerade hinsichtlich der Immobiliengeschichte. Aber in der Apotheke da haben wir auch so einen großen Markt der noch nicht ausgeschöpft ist. Ich denke da kann man auch noch ein bisschen von profitieren, wenn man sich damit auseinandersetzt. #00:34:39-6#

Norman Glaser: Ja. Ich meine, wer hätte gedacht, mal ganz ehrlich, wer hätte gedacht, dass man das Thema Immobilie ins Internet transportiert? Das ist genau die Transformation, die ich vorhin angesprochen habe. Der Alex Fischer, der investiert in Immobilien oder hat er auch Fonds, wo er dann gemeinschaftlich mit anderen halt in Immobilien investiert. Aber wie naheliegend ist denn für eine Immobilie, also ein Objekt in der realen Welt, wie naheliegend ist denn das Internet? Man kenn vielleicht noch Immobilienscout als Plattform, um Dinge anzubieten, Verkauf, Vermietung oder sowas. Aber der hat es wirklich geschafft zu transformieren und zu sagen: Hey, das, was ich im Internet verkaufen kann, ist mein Wissen zum Thema Immobilie. Und das, was wir beim Apotheker vorfinden, ist Wissen, ist Kompetenz. Die Monetarisierung im Internet, die liegt fast, das liegt vor uns. Auch hier ist die Transformation möglich. #00:35:41-5#

Eric Kreuzmann: Ja. Man muss sich wie gesagt nur damit auseinandersetzen und dann zugreifen. #00:35:45-6#

Norman Glaser: Ja. So ist es. Absolut. Okay. Nächste Frage: Kannst du uns eine Internetressource oder ein Tool nennen, welches du selbst einsetzt? #00:35:53-3#

Eric Kreuzmann: Meine Internetseite mache ich mit Wix, wenn man das jetzt als Tool sehen möchte. Ansonsten habe ich jetzt eigentlich kein spezielles. Ich nutze natürlich die Internetplattformen beziehungsweise Datenbanken für Literaturrecherchen, aber Tools an sich habe ich jetzt keins. #00:36:21-9#

Norman Glaser: Hast du ein E-Mail-Marketing Tool? #00:36:24-2#

Eric Kreuzmann: Noch nicht. Dafür ist auch mein E-Mail Verteiler noch zu klein. Genau. #00:36:30-2#

Norman Glaser: Okay. Sag vielleicht nochmal, wie lange gibt’s deinen Blog jetzt schon? #00:36:35-6#

Eric Kreuzmann: Den gibt es jetzt seit Juni 2016. #00:36:42-9#

Norman Glaser: Ja guck mal. Du hast erst angefangen. Das ist ja Wahnsinn. Das ist genial. Aber da hast du echt, also viel Arbeit reingesteckt. Für die kurze Zeit so einen umfassenden Blog auf die Beine zu stellen. Respekt. #00:36:56-5#

Eric Kreuzmann: Ja. Ich habe schon so 14 Stunden Tage. Das ist eigentlich bei mir Standard. #00:37:03-1#

Norman Glaser: Ja. Wahnsinn. Okay. Welche 3 Mobile Apps benutzt du am liebsten? Mobilität ist so der Megatrend der Zukunft. Alles wird irgendwie aufs Smartphone verlagert. Was ist so auf deinem Startscreen drauf? Was benutzt du gerne? #00:37:20-9#

Eric Kreuzmann: Whatsapp nutze ich gerne. Da hört es auch schon fast auf. (lacht) #00:37:30-9#

Norman Glaser: Du hast nur eine App auf deinem Startscreen? #00:37:32-8#

Eric Kreuzmann: Nein. Ich habe nicht nur eine App drauf, aber das ist eigentlich die einzige, die ich jetzt wirklich tagtäglich nutze. (Norman Glaser: Ja) Obwohl ich habe noch Buddhify. Buddhify, das ist jetzt so eine Mediations-App, die nutze ich auch. Ich hoffe 2 reichen dir? #00:37:48-8#

Norman Glaser: Oh sehr cool. 2 reichen mir. Buddhify finde ich super spannend. Ich benutze 7Mind für Meditation, aber die von dir gucke ich mir auch mal an. Sehr cool. Kannst du uns vielleicht, vielleicht hast du eine Buchempfehlung, wo du sagst, das Buch hatte für mich tatsächlich einen Riesenmehrwert? Gibt’s da ein Buch, was du uns empfehlen kannst? #00:38:15-6#

Eric Kreuzmann: Viele. Aber insbesondere, was jetzt das Digitale angeht, ist es “das Geschäft des 20. Jahrhunderts” von Robert Kiyosaki. #00:38:27-6#

Norman Glaser: Sehr cool. Sage mal kurz, worum es da geht für unsere Zuhörer. #00:38:31-7#

Eric Kreuzmann: Ja. Da geht’s halt darum, diese Umwandlung von stationärem Geschäft ins Internet und Robert Kiyosaki hat auch mit Immobilien angefangen und hat dann irgendwann gemerkt: Das Internet ist wirklich ein Riesenmarkt, da sind wir international unterwegs, und das ist einfach ein Tool, was man nutzen muss. #00:38:53-6#

Norman Glaser: Ja. (Eric Kreuzmann: Genau) Okay. Eric, kannst du uns zum Schluss noch so deinen besten Tipp für das digitale Zeitalter in Bezug auf die Apotheken mitgeben und wie wir dich am besten erreichen können? #00:39:13-6#

Eric Kreuzmann: Ich würde sagen, einfach starten. Das war an sich auch die größte Hürde, die ich genommen habe vor diesem, also ich war ein weißes Blatt, was jetzt das digitale Wissen an sich angeht und das muss halt sukzessive beschrieben werden. Auch mein Blog hat angefangen mit einem Hammer auf der ersten Seite und der Überschrift “Hier entsteht noch was”. Das sind jetzt auch Zeiten, die belächle ich im Nachhinein, aber man muss halt einfach anfangen und man schafft das nicht 100 Seiten an einem Tag zu schreiben. Da muss man halt auch einfach realistisch sein. Einfach Step by Step und dabeibleiben. Aber das sollte eigentlich für (Norman Glaser: Ja. Klein anfangen.) viele, die eine derartige Ausbildung oder ein Studium gemacht haben, das täglich Brot sein, dass man einfach am Ball bleiben muss. Das ist halt ganz, ganz wichtig. (Norman Glaser: Super.) Mich kann man erreichen am besten über Facebook, über die Seiten Pharmoos, also Pharmoos wie Pharma, nur mit Doppel O und auf meinem Blog www.pharmoos.de. Da antworte ich eigentlich auch recht fix. #00:40:36-8#

Norman Glaser: Oder bei Facebook. #00:40:37-6#

Eric Kreuzmann: Oder bei Facebook. Genau. #00:40:40-5#

Norman Glaser: (lacht) Okay. Eric, wir verlinken natürlich alles, was du gesagt hast, alle Empfehlungen, die von dir gekommen sind, in den Shownotes zu dieser Podcast-Episode. Ich bedanke mich recht herzlich bei dir für dieses Interview, vor allen Dingen zu so früher Stunde. Wir haben um 7 hier angefangen. (lacht) Und wünsche dir eine gute Zeit, viele Ideen bei deinen Meditationen und ich drücke echt die Daumen, dass so dein digitales Business einfach jetzt wirklich weiterwächst und dir viel Freude macht. #00:41:16-5#

Eric Kreuzmann: Das ist sehr nett von dir. Dankeschön. #00:41:19-0#

Norman Glaser: Bis bald mein lieber. #00:41:20-7#

Eric Kreuzmann: Ja. Ciao. #00:41:22-4#