Heute spricht Norman Glaser mit Martina Oppenländer von ALIUD PHARMA®. Martina ist ausgebildete PTA und teilt wertvolle Erfahrungen mit uns. Inzwischen arbeitet sie im Marketing bei ALIUD PHARMA® und ist für den APOTHEKEN FACHKREIS verantwortlich und spricht mit Norman über die spannenden Entwicklungen in der Apothekenlandschaft.

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Textversion des Interviews:

Norman Glaser: Schön, dass ihr wieder rein hört hier im Podcast von APOTHEKEN-FACHKREIS. Mein Name ist Norman Glaser und ich habe mir heute für euch Martina Oppenländer eingeladen. Martina ist ausgebildete PTA und heute bei ALIUD PHARMA im Marketing für den APOTHEKEN-FACHKREIS verantwortlich. Freut euch also auf ein tolles Interview mit ihr, mit wie ich hoffe interessanten Learnings, interessanten und wertvollen Inhalten. Und nun viel Spaß! #00:00:47-4#

Norman Glaser: Martin, schön, dass du dir Zeit genommen hast. Bist du ready und wollen wir loslegen? #00:00:54-3#

Martina Oppenländer: Ja. Sehr gerne, Norman. #00:00:56-6#

Norman Glaser: Super. Martina, stelle dich doch vielleicht selbst nochmal kurz vor. Erzähle uns ein bisschen was über dich als Privatperson, also wer ist Martina Oppenländer privat? Und was genau du bei ALIUD machst? #00:01:09-2#

Martina Oppenländer: Also mein Name ist Martina Oppenländer. Ich leite den Bereich Marketing, Kommunikation und beschäftige mich hier mit dem APOTHEKEN-FACHKREIS und unserer Facebook Seite “Gesunde Kompetenz”. Das ist so meine Tätigkeit hier oder die Sachen, die ich hier ALIUD PHARMA mache. Du hattest gefragt, wer ich als Privatmensch bin. Ich bin verheiratet und habe eine kleine Tochter, die ist gerade 14 Monate alt genau heute auf den Tag. #00:01:37-4#

Norman Glaser: Schön. #00:01:37-9#

Martina Oppenländer: Und ja, die ist heute in der Kita. Und sonst, man muss dazu sagen, ich bin zu ALIUD PHARMA gekommen, weil ich den Wunsch hatte in die Pharmaindustrie zu gehen. Ich komme nämlich ursprünglich aus der Apotheke. Ich bin gelernte PTA. Habe da auch in Vollzeit 5 Jahre gearbeitet und auch während meinem Studium noch gearbeitet. Und habe dann mir als Ziel gesetzt ins Marketing in die Pharmaindustrie zu gehen. Da bin ich. (lachen beide) #00:02:14-1#

Norman Glaser: Da bist du. Genau. Sehr gut. Du hast gesagt, gelernte PTA, finde ich super spannend. Unser Thema heute ist das Thema “Die Zukunftsperspektiven für PTAs in digitalen Zeiten. Erzähl uns doch vielleicht ein bisschen mehr über deine Zeit als PTA. In welchen Apotheken warst du unterwegs? Dass wir so eine kleine Referenz haben, an welchem Ort, vielleicht, welche Frequenzen, vielleicht, welche Kundenfrequenzen in der Apotheke waren, damit wir da ein genaueres Bild bekommen. #00:02:40-1#

Martina Oppenländer: Ich war in zwei verschiedenen Apotheken. Meine erste Apotheke war eine Stadtteilapotheke in Stuttgart, also beide Apotheken waren in Stuttgart. Die eine war eher in einem Stadtteil. Man muss sagen, ich kann nicht genau einschätzten, wieviel Kunden es am Tag waren, aber ich weiß noch, wie mein damaliger Chef mich sehr gelobt hat als ich an einem Tag alleine 100 Kunden bedient habe. Das war was Besonderes in der Stadtteilapotheke. Also zweites habe ich, während meinem Studium war es dann so, da habe ich in der Innenstadt, also direkt in der Stuttgarter Innenstadt in der Apotheke gearbeitet und da waren 100 Kunden für mich am Tag keine Seltenheit. Da habe ich am Tag zwischen 120 teilweise sogar 140 Kunden an einem Tag bedient, in 8 Stunden natürlich. #00:03:37-5#

Norman Glaser: Jetzt kriege ich das im Kopf nicht ausgerechnet, aber wieviel Zeit bleibt dann pro Patient und Kunde bei 100 am Tag? (lacht) #00:03:44-1#

Martina Oppenländer: Nicht sonderlich viel muss man sagen. Wenn man von 8 Stunden ausgeht, das ist dann nicht mehr so viel, wo dann einem zeitlich übrigbleibt. Klar, zu meinen Zeiten, als ich noch in der Apotheke war, war das Thema Rabattverträge in den Anfängen. Man musste also nicht lange mit dem Kunden diskutieren, welches Produkt er jetzt bekommt und warum der Rabattvertrag jetzt so ist und letztes Mal war er so. Da gab’s die 3 Günstigen, die Regelung mit den 3 Günstigen, die es heute in dem Ausmaß nicht mehr gibt. Von daher aber die Anfänge der Rabattverträge waren schon da. Was so meine Lieblingsberatungen in meiner ersten Apotheke waren, das war das Thema Blutzuckertestgeräte, Blutdruckmessgeräte. Da war ich auch so ein bisschen bei uns spezialisiert drauf. Mein Chef hat mich da immer mit nach vorne genommen und hat gesagt: Das ist unsere Spezialistin. Die müssen Sie fragen, wenn Sie was zum Thema Blutzuckermessgeräte, Blutdruckmessungen, wenn Sie da genauere Informationen haben wollen oder aber, was auch ein Thema war, was ich dann nachher eigenständig betreut habe, war das Thema Venenmessung und auch Kompressionsstrümpfe. Es war auch so ein Thema, ich habe den Kunden die Beine abgemessen, um dann maßangefertigte Strümpfe bei den Herstellermarken anfertigen zu lassen. Also das war in meiner ersten Apotheke so, meine Steckenpferde. In der zweiten Apotheke, die ich während meinem, wo ich während meinem Studium war, da muss man sagen, da habe ich jetzt kein so spezielles Thema, weil es natürlich auch hauptsächlich Laufkundschaft war in der Stuttgarter Innenstadt und da war so, mein Lieblingsthema war immer Reiseberatung, muss ich sagen. Also Reiseberatung, ich selber reise auch sehr gerne. Habe auch schon sehr viel sage ich jetzt mal vo nder Welt gesehen oder habe auch schon, war schon an verschiedensten Orten von Guatemala über Neuseeland und Australien. Und von daher war das so eines meiner Lieblingsthemen, Reise zu beraten. #00:05:59-8#

Norman Glaser: Spannend. Vor allen Dingen, was ich so toll finde, ist, also A) ist die Beratung immer wichtig gewesen, auch wenn du mal so Stoßzeiten hattest, wo viele oder eine hohe Frequenz in der Apotheke stattgefunden hat. Ich denke, das wäre auf einer Apotheke auf dem Land wahrscheinlich nochmal eine andere Geschichte, dass wahrscheinlich der Beratungsanteil ein bisschen höher wäre oder deutlich höher wäre. Und zum anderen finde ich es spannend, dass du dich spezialisiert hast auf Themen mit dem oder wie soll ich es ausdrücken, vielleicht mit der Leidenschaft für ein bestimmtes Thema. War das damals euch überlassen inwieweit ihr euch spezialisieren konntet? Konntet ihr euch das raussuchen oder hat sich das einfach ergeben? #00:06:45-2#

Martina Oppenländer: Bei den Kompressionsstrümpfen war es so, dass ich eine ältere Kollegin hatte, die das Thema betreut hat, eine Apothekerin. Und die brauchte einfach noch jemand zusätzlich, der das dann, auch wo sie dann damals in Rente gegangen ist, das dann übernimmt das Thema. Und ich habe schon während dem Ende meiner PTA-Ausbildung, in meinem Praktikum, habe ich da schon erste Erfahrungen gesammelt. Ich habe auch das Thema Kompressionsstrümpfe mit in meine Abschlussarbeit mit reingenommen und habe auch während meiner letzten Prüfung, während meiner mündlichen praktischen Prüfung darüber gesprochen über das Thema Kompressionsstrümpfe. Hatte dann auch den Lehrern dort vorgestellt, wie man so einen Kompressionsstrumpf anzieht, an einem Modell natürlich, nicht am eigenen Fuß, sondern ich hatte extra so ein Plastikbein dabei und hatte dann gezeigt, wie zieht man denn so einen Kompressionsstrumpf auch richtig an, weil da kann man sehr viel falschmachen und da war schon so ein bisschen die Spezialisierung auf die Kompressionsstrümpfe, die war sehr früh gegeben. Das Thema Blutzuckermessgeräte und Blutdruckmessgeräte, das hat sich nach einer Zeit lang rauskristallisiert. Da bin ich halt immer mehr reingerutscht in das Thema und fand ich auch immer spannend. Also ich denke halt, was auch da für eine Technik dahintersteckt, weil das ist so, man gibt da vorne das Blut rein und es kommt die Zahl vom Blutzucker raus und das ist so ein bisschen, das finde ich schon spannend. Und früher waren die Geräte noch so, dass man da einen Code eingeben musste für die neuen Teststreifen. Das muss man heute bei den neuen Modellen gar nicht mehr oder insgesamt, es gibt glaube heute gar kein Modell mehr, wo man immer den neuen Code für jede neue Dose Teststreifen eingeben musste. Aber damals musste man das wirklich machen und da hatte ich dann viele ältere Kunden, die davor zu mir als junges Mädchen, ich war gerade 18, als ich mit der Ausbildung fertig, also gerade so, dass ich in der Apotheke anfangen konnte, gerade 18. Und da wollten die Kunden auch nicht so, zu der jungen Frau möchte ich nicht, die hat keine Ahnung, so nach dem Motto. Habe ich am Anfang häufiger gehört. Aber nachdem sich dann meine Spezialisierung in die Richtungen rauskristallisiert haben, waren dann nachher die Kunden, die am Anfang so gezweifelt haben, nach dem Motto, weiß die Junge eigentlich was, die waren dann nachher ganz begeistert und wollten dann nachher teilweise nur noch zu mir. So wendet sich das Blatt. #00:09:11-6#

Norman Glaser: Und dann hat sich im Grunde deine Spezialisierung aufgrund des Bedarfs in der Apotheke entwickelt? #00:09:18-0#

Martina Oppenländer: Ja. #00:09:18-2#

Norman Glaser: Kann man so eigentlich sagen? #00:09:19-8#

Martina Oppenländer: Ja. Genau. #00:09:20-4#

Norman Glaser: Würdest du, wenn du mal so in das Heute reinspringst, das war die Zeit, in der du selbst PTA warst, wenn du in die heutige Zeit reinspringst, wird das aus deiner Sicht heute immer noch so sein oder vielleicht auch zukünftig so sein, dass die PTAs eher die Spezialisierung aufgrund des Bedarfs in der Apotheke wählen oder dort reinwachsen? Oder wird die PTA sagen: Okay, ich interessiere mich einfach für ein bestimmtes Thema oder habe eine gewisse Leidenschaft für ein bestimmtes Thema und genau hier möchte ich meine Spezialisierung finden? #00:09:56-4#

Martina Oppenländer: Ich denke, das kommt zum einen auf die Apotheke drauf an, aber natürlich auch auf die PTA. Es gibt natürlich die forschere PTA, die sagt: Ich will das unbedingt machen und sagt dann zu ihrem Chef und möchte dann da unbedingt hin. Oder es gibt halt auch die PTA, die dann vielleicht nicht so forsch ist und, wo man dann nachher so den Weg so ein bisschen im Team oder mit dem Chef zusammen geht. Ich war früher eher der ruhigere Typ und dadurch hat es sich bei mir eher so ergeben im Team. Heute bin ich nicht mehr ganz so ruhiger Typ und von daher wäre ich vielleicht heute, wenn ich heute in der Apotheke wäre, eher so diejenige, die sagen würde: Ich würde gerne das und das und das machen. Ich denke, das kommt immer darauf an, wie man selber vom Typ ist, wie die Apotheke aufgestellt ist? Wie das Team ist und welche Aufgaben schon das ein oder andere Teammitglied übernimmt. #00:10:51-2#

Norman Glaser: Ja. Wenn ich richtig informiert bin, sieht der Markt tatsächlich so aus, dass sich die PTAs auch aussuchen können, wo sie arbeiten? #00:10:57-0#

Martina Oppenländer: Ja. #00:10:57-7#

Norman Glaser: Und dass ich dann natürlich auch denke, dass diese Spezialisierung auch dazu führen wird, dass eher so der andere Weg dann funktioniert. Dass die Apotheke nicht sagt: Ich wähle jetzt die PTA aus. Sondern die PTA sagt: Hey, ich habe eine Kompetenz in einem bestimmten Bereich oder einen Schwerpunkt und ich suche mir die Apotheke aus. #00:11:20-2#

Martina Oppenländer: Ja ich denke, das was ich jetzt immer von meiner Seite her mitbekomme, ist, dass momentan PTAs händeringend gesucht werden, dass es immer weniger gibt oder beziehungsweise viele wie ich auch in die Industrie abdriften oder halt in die Industrie möchten und von daher sind es natürlich auch weniger PTAs, die dann wirklich in der Apotheke sind und die Ausbildung, ich weiß nicht, wie es jetzt heute ist, zu meiner Zeit war es dann halt so, es gab eine staatliche Schule, aber es gab auch zwei Private und die Privaten musste man halt auch selber finanzieren. Und es ist halt auch die Frage: Kann ich es mir leisten, mir meine Ausbildung komplett selber zu finanzieren? Oder finanzieren mir meine Eltern das? Ich war damals auf der staatlichen, weil mein Notendurchschnitt gereicht hatte. Der war so gut, dass man nicht genommen hatte zu dem Zeitpunkt. Aber es gibt halt auch viele, die dann über die private Schule gehen müssen und da ist die Ausbildung dann halt auch nicht so günstig. Muss man ganz klar sehen. #00:12:24-6#

Norman Glaser: Ja. Ich würde gerne, genau in diesem Moment nochmal reinspringen und diesen Moment auch für die Zuhörer ein bisschen aufklappen, auch weil es mich selber natürlich interessiert. Warum der Wechsel dann von der PTA in die Industrie? #00:12:39-9#

Martina Oppenländer: Für mich in der Apotheke war es halt, ich war in der Stadtteilapotheke, da war es dann immer relativ ähnlich. Wir hatten die gleichen Kunden. Ich habe für mich dann, dadurch, dass ich dann eher von der Introvertierten, eher ein bisschen extrovertiert wurde, durch die Förderung meines Chefs habe ich dann gesagt: Ich möchte ein bisschen mehr. Ich bin dann stehengeblieben in der Apotheke, hatte keine, eben die großen Weiterentwicklungsmöglichkeiten und habe gesagt: Hmm, ich würde gerne noch ein bisschen mehr machen. Als Apothekerin, das Studium konnte ich nicht machen. Ich war man muss sagen der erste Jahrgang, der eine Fachhochschulreife damals mitgemacht hatte als PTA in der Ausbildung und hatte dann natürlich den Fachhochschulabschluss und habe dann gesagt: Hmm, also Studieren wäre nicht schlecht, Pharmazie konnte ich nicht studieren, weil das geht nur mit einem echten Abi. Von daher habe ich gesagt: Was mache ich? Wie komme ich weiter? Wie laufe ich nicht weiter auf der Stelle? Also habe ich mich dazu entschieden Betriebswirtschaftslehre zu studieren an der Fachhochschule und ganz klar mit dem Ziel in die pharmazeutische Industrie zu gehen. #00:14:03-0#

Norman Glaser: So. Jetzt bist du da. (lacht) In der Industrie gelandet, bist im Marketing verantwortlich bei ALIUD auch für den APOTHEKEN-FACHKREIS, der sich sehr stark mit dem Thema Digitalisierung auseinandersetzt. Wie beobachtest du so die Reaktionen? Du bist jetzt auch sehr involviert und in Kontakt mit Apotheken und PTAs. Wie beobachtest du so auch die Entwicklungen in Richtung Digitalisierung? Wie aufgeschlossen sind die Apotheken und PTAs generell dem gegenüber? #00:14:38-9#

Martina Oppenländer: Ich würde sagen, die Apotheken werden immer aufgeschlossener. Am Anfang war es noch ein ziemlich verhalten, auch so, was neue Medien betrifft, Social Media Bereich und es wird immer mehr, dass Apotheken auch eine Facebook-Seite haben. Was ich auch sehr toll finde, weil man kann natürlich da noch enger in den Kontakt mit seinen Kunden treten. Am Anfang, bisher hat man den Kunden bis zur Tür begleitet, sage ich jetzt mal. Dann war der Kunde weg. Wenn es ein Stammkunde war, kam er wieder. Wenn es ein Laufkunde war, ist er dann erstmal, wenn er vielleicht das nächste Mal vorbeiläuft und ein Rezept oder was braucht, dann kommt er wieder. Aber ich würde mal sagen, nicht unbedingt. Jetzt über die Digitalisierung oder auch im Bereich Social Media kann ich natürlich auch so ein bisschen meinem Kunden was an die Handgeben, dass er mit mir weiterhin in Kontakt bleibt. Wenn er bei mir auf meiner Seite Facebook-Fan ist zum Beispiel von meiner Apotheke,, dann habe ich natürlich da noch einen anderen Zugang zu meinem Kunden als Apotheke. Und wir im APOTHEKEN-FACHKREIS bieten mit unserem Newsletter oder den der Apotheker dem Kunden schicken kann und auch der Webseite natürlich weitergreifende Maßnahmen, um den Kunden an einen zu binden und mit dem Kunden nach Hause zu gehen, will ich mal damit sagen. #00:16:17-3#

Norman Glaser: Das, was du gerade gesagt hast, finde ich sehr stark, weil ich beobachte auch, dass viele mit Digitalisierung den Ersatz von analoger Kommunikation verbinden. Um es mal ganz platt zu sagen, das Fax wird ersetzt durch E-Mail. Das ist Digitalisierung für viele. Und was ich super interessant finde, ist genau der Punkt, den du gerade angesprochen hast, nämlich die Vernetzung. Egal, ob das jetzt Social Media ist oder die Vernetzung oder auch Kundenverbindung über die Website oder E-Mail Newsletter oder dergleichen. Ich denke, auch die Kommunikation darf in der Apotheke nicht an der Apothekentür mit dem Patienten oder mit dem Kunden aufhören. Und das auch in den letzten Jahren immer so, wirst du sicher bestätigen können als PTA, ist der Kontakt zum Kunden eigentlich abgerissen, wenn er die Apotheke verlassen hat. #00:17:11-3#

Martina Oppenländer: Ja. Auf jeden Fall. Man hatte halt seine Kundenkarte. Bei hoher Stammkundenquote hatte man schon seine Kundenkarten, wo der Kunde dann auch sage ich jetzt mal für seine Steuer da einen Auszug zum Jahresende bekommen hat oder zum Jahresanfang dann, wenn das Jahr rum war, dass er sie dann für die Steuer zum Einreichen hat oder um eine neue Befreiung. So da ist man dann schon auf den Kunden zugegangen, hat man ihm das vielleicht auch nach Hause geschickt, aber man hatte nicht diesen Zugang, den man heute durch die Digitalisierung, durch Smartphones, durch das, dass die Leute auch mit Tablets daheim arbeiten, durch die vielzählige Nutzung des Internets kommt man halt noch danach auch noch mit dem Kunden in Kontakt und nicht nur in der Apotheke und nicht nur über einen Postschreiben oder einen Werbeeinwurf. #00:18:09-1#

Norman Glaser: Ja. Auch sehr schön, was du ja sagst, ist Dialog, also, dass eine Reaktion zurückkommt, das, was denke ich in den Apotheken bekannt ist, dass ich in Informationen aussende und wenn ich Glück habe, der Kunde vielleicht zurück in die Apotheke kommt mit dem Flyer oder mit dem Aktionsangebot und sagt: Das würde ich gerne habe. Aber ich denke, auch das Miteinander, im Dialog sein, miteinander in eine Interaktion zu treten. Was ich zum Beispiel auch toll finden würde, weiß ich nicht, ich habe das jetzt noch nicht gesehen, aber so auch hinter die Kulissen backstage zu gucken bei den Apotheken, wenn da mal was passiert oder, wenn mal so eine lustige Situation ist oder die die Vorstellung der 3 Stammkunden in der Apotheke. Also dieses Authentisch-Sein, dieses Echt-Sein, dieses Persönliche, dieses Anfassbare, auch in die digitale Welt zu übertragen. So wie ich Apotheken immer wieder auch kennenlerne, auch so meine Apotheke, in die ich gehe, das ist super persönlich, wenn ich dann vor Ort bin. Ich denke, das ist auch ein ganz großer Wert, ein ganz großes Vertrauen auch, das die Apotheken haben, dass in dieser persönlichen Beziehung vor Ort in der Apotheke dieser Wert aufgebaut wird oder diese Kundenbeziehung besteht, sie aber digital nicht erlebbar ist, nicht abgebildet ist. #00:19:34-7#

Martina Oppenländer: Ja, ich kann mich noch erinnern, wie wir damals einen Tag der offenen Tür hatten. Und ich denke ,das macht die ein oder andere Apotheke auch heute noch, dass sie die Kunden mal so hinter die Kulissen gucken lässt, so ein bisschen: Ja, was macht man denn in der Apotheke? Es ist mehr als sage ich jetzt mal nur Arzneimittel zu verkaufen. Es ist dieses ganze Thema Rezepturen herstellen für den, für den Kunden individuell eine Rezeptur, eine Creme zum Beispiel herzustellen oder auch im Labor dann bestimmte Stoffe zu überprüfen, ob die jetzt stimmen, dass ich sie nachher für meine Rezeptur verwenden kann. Solche Sachen kann man dann bei einem Tag der offenen Tür in der Apotheke dann natürlich auch mal zeigen. Und sowas könnte man heute über Social Media Kanäle spielen. Das ist jetzt klar, man hat da nochmal einen anderen Kontakt, wenn der Kunde dann tatsächlich vor einen steht, weil man kann dann zusätzlich auch was vielleicht verkaufen oder was zum Ausprobieren anbieten, ob es jetzt ein Saft ist oder ob es jetzt irgendwelche Vitaminbrausetabletten sind, die man seinem Kunden direkt mal zum Probieren geben kann. Das kann man natürlich über Facebook und Co nicht. Aber man hat halt trotzdem die Möglichkeit ein bisschen hinter die Kulissen zu gucken. #00:20:58-8#

Norman Glaser: Stark. #00:20:59-2#

Martina Oppenländer: Sowie jetzt du gerade es vorher schon sagtest. Aber ich finde, das kann man dann auch schön verbinden miteinander. #00:21:06-3#

Norman Glaser: Ja und finde ich super wichtig, vor allen Dingen auch das herauszustellen, wofür eine Apotheke tatsächlich auch da ist. Was ich eben nicht und das ist immer die Diskussion auch, Apotheke oder Versandhandel, dass ich wirklich herausstelle und sage: Genau das leistet eben eine Apotheke. Genau, wie du sagst, mit Labor, der Herstellung von Produkten und auch diese ganze Story mal dahinter sichtbar zu machen in Form von weiß ich nicht, YouTube Filmen oder Facebook Live oder überhaupt Postings oder einem Blog oder einem Podcast, so wie wir das hier machen. #00:21:49-1#

Martina Oppenländer: Ja ich denke halt auch zum Beispiel, ich hatte vorhin das Thema Reiseberatung angesprochen. Wenn ich jetzt meine Reiseapotheke bei einem Versender auswählen würde, dann muss ich vorher wissen, was ich möchte. Wenn ich aber in die Apotheke gehe und jemand da habe, der selbst schon viel gereist ist, von dem bekomme ich einen ganz anderen Input. Dadurch, dass ich halt schon viel unterwegs war, konnte ich dem Kunden sagen, der jetzt zum Beispiel nach Südamerika ging, dass er unbedingt noch Produkt XYZ und nicht auf die, was er sich vielleicht selber ausgedacht hat, beschränkt ist, und wenn er beim Versender bestellen würde, würde er sich vielleicht auf die 3 wichtigsten Produkte beschränken und wenn er in die Apotheke geht, hat er dann halt durch die gute Beratung in der Apotheke weiß er, was er alles noch dazu benötigt, weil es reicht halt nicht nur aus, was gegen Durchfall und was gegen Schmerzen dabeizuhaben, wenn man irgendwo in die tiefsten Wälder von Südamerika geht, sondern, dass man halt um einiges mehr braucht. Und das kann man nur in einer persönlichen Beratung rausfinden. Ob die dann jetzt von dem Apotheker über irgendwelche Livechats oder Whatsapp Gruppen, die er mit seinen Kunden hat oder sonstiges ist oder direkt dann in der Apotheke, ist wieder was Anderes, aber, wenn ich jetzt vor meinem Rechner alleine daheim sitze und mir beim Versender was zusammenstelle, das ist dann wieder was Anderes. #00:23:18-0#

Norman Glaser: Ja. Wunderbar, du hast es gerade gesagt, Whatsapp Gruppen oder Facebook Gruppen oder Facebook Fanpage, all das ist, wenn man es so will, das digitale Klientel, also die Community einer Apotheke. Und was ich auch so super spannend finde, ist, wenn ich jetzt mal deine Expertise von damals nehme, nämlich die Reiseberatung, dann ist das durchaus auch Content oder sind das auch wertvolle Inhalte, die über die regionalen Grenzen hinaus interessant sind. Und dann kann ich natürlich über das Internet auch eine gewisse Skalierung herstellen. Und was ich damit verbunden eben auch super interessant finde, jetzt gleich mal so ein kleiner Impuls in Richtung Apotheke, eine kleine Idee, dieses Wissen, was du hast, zum Beispiel in Form eines E-Books herauszugeben, so ein vielleicht digitales Produkt zu entwickeln, das man für 1,99 Euro oder was auch immer dann online in der Apotheke kaufen kann. Die Expertise der Apotheke selbst natürlich auch nochmal zu erhöhen beziehungsweise auszurichten. #00:24:28-8#

Martina Oppenländer: Sowas ist denke ich für die Apotheken schon spannend. #00:24:34-5#

Norman Glaser: Genau. Ja. #00:24:34-7#

Martina Oppenländer: Die müssen halt nur wissen, dass es sowas gibt, dass man sowas machen kann. Die digital affinen Apotheken wissen das heute schon. Ich denke halt, dass einige noch gar nicht so in diese Ideen eingetaucht sind, was man noch über eine eigene Website oder vielleicht, wenn man schon die ersten Schritte bei Facebook macht, darüber hinaus noch alles machen kann. Ich denke halt, es kommt auch immer darauf an, wo man jetzt ist. Wenn man jetzt eine ganz kleine Landapotheke, wo jetzt der Apotheker und seine Frau vielleicht noch als PKA mit drinsteht, dann eine Apotheke hat, das ist dann ein bisschen schwieriger. Wenn es jetzt eine Stadtapotheke ist mit 15, 20 Angestellten und wo man dann die ein oder andere digital affine PTA mit drin hat, die sich dann auch um das Thema kümmert, sage ich jetzt mal, das geht ja immer um das Thema Kümmern, sowohl auch im Social Media Bereich als auch um den Kunden, es geht immer ums Kümmern. Von daher ist es dann halt wichtig, dass man jemanden hat, der das macht. #00:25:38-8#

Norman Glaser: Ja. Und ich glaube, was man auch dazu sagen muss, es darf natürlich nicht ein immenser Mehraufwand für die Apotheke am Ende sein. #00:25:47-0#

Martina Oppenländer: Nein. #00:25:47-0#

Norman Glaser: Aber das ist auch das Schöne, dass, nehmen wir die digitalen Medien oder die digitalen Kanäle, sich auch zumindest teilautomatisieren lassen. Man muss jetzt keine 8 Stunden in Facebook verbringen, um eine Community zu pflegen. Aber lass uns vielleicht noch hier an dieser Stelle noch so einen kleinen Werbesport einblenden. Für die Zuhörer, die den APOTHEKEN-FACHKREIS nicht kennen, sei gesagt, und das ist genau dein Verantwortungsbereich bei ALIUD PHARAM, dass der APOTHEKEN-FACHKREIS zum einen die Community den Zusammenschluss von Apotheken darstellt und zum anderen natürlich digitale Services anbietet, die ich als Apotheker, als PTA nutzen kann, um mit meinem Kunden, mit meinem Patienten einen interaktiven Dialog herzustellen. Um das jetzt mal so mit meinen Worten zu sagen. Aber du kannst es gerne noch ergänzen. #00:26:41-0#

Martina Oppenländer: Genau. Der APOTHEKEN-FACHKREIS bietet dahin Lösungen, zum Beispiel den Newsletter-Versand an die Apotheken, wo auch schon Content vorgegeben ist. Man muss sich nicht lang den Content überlegen. Wenn ich jetzt sage: Ich möchte jetzt einrichten, dass meine Kunden regelmäßig, sage mal, einmal im Monat meine Monat plus nochmal weitere Inhalte bekomme in einem Newsletter, dann muss nicht der Apotheker, der sich dem APOTHEKEN-FACHKREIS angeschlossen hat, muss er nicht eigenen Content entwickeln, muss er nicht lange schreiben was zum Thema XYZ, sondern er schickt seine Angebote mit, die werden auch von uns erstellt, wenn er sie so haben möchte. Wir bieten ihm die Möglichkeit an, dass er die eigenen Angebote auf einer Seite zusammengestellt bekommt und dass er sich dann alle anderen Themen, ob es jetzt Sonnenschutz, Erkältung oder Frauenthemen, Kinderthemen, Seniorenthemen sind, er sucht sie sich einfach aus und schickt direkt die an seine Kunden. Und so hat er relativ einfach auf schnelle Art und Weise innerhalb von ich sage jetzt mal maximal 10 Minuten sich einen Newsletter zusammengestellt, den er regelmäßig an seine Kunden verschicken kann. Das ist jetzt ein Part aus dem APOTHEKEN-FACHKREIS, was wir unseren Apotheken #00:28:08-4#

Norman Glaser: Vielleicht ganz kurz an dieser Stelle noch, nur damit das auch klar verstanden wird. Das heißt, der APOTHEKEN-FACHKREIS hilft den Apotheken ihre eigene Newsletter-Liste aufzubauen und das ist und das ist völlig branchenunabhängig, ein zentrales Online Marketing Tool, um überhaupt in das elektronische Postfach der Kunden zu kommen und das, was du gerade gesagt hast, ist zum einen, dass ich natürlich meine individuellen Angebote einbauen kann als Apotheke, aber eben auch Content vom APOTHEKEN-FACHKREIS zur Verfügung gestellt bekomme, um diesen E-Mail Newsletter natürlich auch inhaltlich wertvoll für den Abonnenten zu machen. #00:28:52-7#

Martina Oppenländer: Genau. #00:28:53-8#

Norman Glaser: Ja. Okay. #00:28:56-6#

Martina Oppenländer: Ein anderer Part ist, dass viele Apotheken auch nicht so viel Content sage ich jetzt mal auf ihren eigenen Webseiten haben, auch da unterstützt der APOTHEKEN-FACHKREIS mit Content aus dem APOTHEKEN-FACHKREIS für die Apotheken Webseiten, ist auch so ein großer Punkt, wie wir die Apotheken unterstützen. Natürlich haben wir unsere Service-Terminals, unsere Service-Apps. Der Unterschied zwischen dem Service-Terminal und der Service-App ist, dass ich die App natürlich auf einem Tablet transportiere und damit eine diskrete Beratung auch in einem Hinterzimmer machen kann. Das Service-Terminal ist auch vorne im Verkaufsbereich und darüber kann ich zum Beispiel auch meine eigenen Angebote abspielen. Ich kann aber auch bei Kunden, die zum Beispiel nicht unsere Sprache sprechen, wenn es jetzt Englisch ist, das kriegt jede Apotheke noch hin sage ich jetzt mal in Deutschland. Aber wenn es jetzt dann schon an andere Sprachen geht, ich spreche auch nur Englisch und kein fließend Spanisch oder kein fließend Chinesisch oder was auch immer. Von daher ist es sehr wichtig auch mit solchen Kunden zu kommunizieren, gerade in Innenstadtlage. Wir hatten viele arabische Kunden, Kunden aus arabischen Ländern und da musste man dann halt gucken, wie spreche ich jetzt mit dem Kunden? Viele konnten Englisch, aber auch nicht alle. Und wenn es dann gerade bei so Themen, wenn jetzt die Frau irgendwelche Frauenthemen hat und der Mann muss dann ins Englische, vom Arabischen ins Englische übersetzen und er musste dann wieder alles zurückübersetzen und dann so ein Thema, wo es dann halt besser ist, wenn man dann versucht, über das Übersetzungs-Tool, was wir auch im Service-Terminal und in der Service-App haben, dass man dann direkt das übersetzen kann und nicht einen Mann oder gar einen Sohn als Dolmetscher zu haben, wenn es jetzt um irgendein Frauenleiden geht. Finde ich jetzt nicht so passend. #00:31:02-3#

Norman Glaser: Ja. Das heißt, lasse mich das nochmal zusammenfassen. Das Terminal und die App ist im Grunde dieselbe Software, das sind die dieselben Inhalte, nur das Medium ist ein anderes. Während das Terminal eigentlich so in erster Funktion ein interaktiver Werbedisplay ist, den der Kunde oder der Patient in der Apotheke natürlich auch nutzen kann, um sich zum Beispiel in einer Indikation weiter oder tiefgehender zu informieren. Und vor allem und das finde ich eigentlich das Spannende an diesen gesamten Services, die du gerade aufgezählt hast. Ich kann mir die Inhalte vom Terminal nach Hause schicken und kann mich damit automatisch in die E-Mail Newsletter-Liste der Apotheke eintragen. Und dieselben Inhalte, die auf dem Terminal tagesaktuell in einer Indikation, zum Beispiel Allergie, zur Verfügung gestellt werden, genau dieselben Inhalte sind auch dann über die Website der Apotheke verfügbar, um das eben zuhause abrufen zu können, oder eben im Newsletter, je nach Thema, je nach Monatsthema meinetwegen oder wöchentlich Newsletter, wie auch immer in der Frequenz. Was ich auch super spannend finde, ist dieser Websites Service, weil das ist dann doch eher immer ein sehr hoher Zeitaufwand für Apotheken hier zu sagen: Oh ich muss aktuelle Themen einpflegen, ich muss vielleicht meinen eigenen Blog entwickeln. Davor scheuen sich natürlich viele, einfach aus Gründen der Zeit, aber vielleicht auch fehlendes Know-how. Also das alles kann man wirklich voll automatisieren und das Terminal stellt dann nicht zuletzt eigentlich wie so ein kleines Schweizer Taschenmesser auch noch die Möglichkeit zur Verfügung interaktiv zu beraten, das heißt, weiß ich nicht, da kannst du wahrscheinlich besser erzählen, wenn ein Inhalator nicht mehr funktioniert oder ich den Kunden darüber informierten möchte, dann kann ich das tatsächlich in Form von Videos oder Bewegtbilder, Animation, zeigen. #00:32:54-6#

Martina Oppenländer: Genau. Man muss sagen, Inhalatoren werden, ich habe es mal, ich weiß nicht, wo ich es gelesen habe, aber in einen der Fachzeitschriften, ich denke, das war eine Zahl von über 50 Prozent der Patienten, die Inhalatoren bekommen, wenden sie falsch an, atmen nicht richtig ein und gerade beim Thema Asthma oder bei COPD ist es halt wichtig, dass der Wirkstoff auch richtig in die Bronchien richtig eingeatmet wird und daher ist es halt wichtig, dass der Kunde auch weiß, wie er den Inhalator richtig anwenden muss. Und klar, man hat in der Apotheke einen Dummy, man kann das mit einem Dummy vorführen, aber manche Kunden haben es gerne dann als Film, manche haben es gerne als, man kann es natürlich auch verbinden, man kann einmal den Dummy mit nach vorne nehmen. Man kann das dann auf dem Film anschauen und dann demjenigen nochmal nach Hause schicken. So kann er es sich auch nochmal wiederholt anschauen, um dann nachher wirklich das bestmögliche Ergebnis zu erzielen, dass nachher wirklich der Wirkstoff da ankommt, wo er auch hin muss. Das ist sehr häufig das Problem. #00:34:04-9#

Norman Glaser: Ja. Alle Informationen auf der Website www.apotheken-fachkreis.de. Ich denke, man kann das Ganze auch bei YouTube eingeben und wird dort weitere Informationen finden, wie das Ganze funktioniert. Nicht zuletzt einfach eine E-Mail schicken, dann denke ich bekommen die Zuhörer jetzt für diese Podcast-Episode auch weitere Informationen. #00:34:28-2#

Martina Oppenländer: Oder Facebook. #00:34:29-7#

Norman Glaser: Oder auf Facebook, hey. (lacht) Ich würde ganz gerne mit dir nochmal zurück zum Thema “Zukunftsperspektiven für PTAs in digitalen Zeiten” kommen. Wie hoch oder wie interessant oder wertvoll schätzt du das für PTAs ein sich heute mit der Digitalisierung, mit digitalen Services, mit digitalen Tools auseinanderzusetzen? Wie wichtig ist das, gerade im Hinblick auf die Zukunft, aus deiner Sicht? #00:34:58-1#

Martina Oppenländer: Ich würde sage, dadurch dass die meisten PTAs ich würde sagen die meisten sind mit einem Smartphone, Tablet, schon ausgestattet, also privat auf jeden Fall. Von daher beschäftigt sich jede PTA denke ich schon mal mit diesem Thema. Nur nicht vielleicht für ihre Apotheke an sich. Und da denke ich wäre es dann schon wichtig sich auch mit für die Apotheke sich damit zu beschäftigen. Aber wichtig halte ich es auf jeden Fall, ich würde sagen, dass es für jede Apotheke und für jede PTA wichtig ist, sich damit zu beschäftigen in den heutigen Zeiten. #00:35:47-6#

Norman Glaser: Und ich denke und es gibt Projekte, wo versucht wird die Apotheke digital abzubilden, nämlich über das Internet. Wo die Beratung über das Internet stattfindet, wo der Versand von Arzneimitteln über das Internet stattfindet. Ich denke eine ganz klare Positionierung der Apotheke heute ist auch dieses Persönliche, dieses Vertrauen, diese Spezialisierung wirklich tatsächlich auf den Punkt zu bringen. Und eine Idee, die mir gerade eingefallen ist dazu. Warum nicht die spezialisierte PTA im Newsletter vorstellen, auf der Website vorstellen, bei Facebook posten lassen, also wirklich sich so ein bisschen auch als Marke sichtbar zu machen und sich damit wirklich als Apotheke auch in diesem spezialisierten Gebiet einfach auch zu positionieren. #00:36:39-6#

Martina Oppenländer: Ich denke, es muss nicht immer der Chef sein, der sich damit auseinandersetzt. Denn er hat in andere Richtungen so viel zu tun, dass es auch einfach eine PTA aus dem Team geben kann, geben sollte, die sich einfach damit beschäftigt. Die dann das Know-how aufbaut und um es dann zum einen an die Kollegen Teil des Know-hows weitergibt, damit auch jemand mal für sie dann einen Post schreiben kann bei Facebook et cetera pp, aber auch, dass sie sich halt da in diesem Thema weiterentwickelt. #00:37:16-2#

Norman Glaser: Also Kompetenzen digital sichtbar machen. Heißt natürlich auch, dass man sich natürlich in der Apotheke als Team wie du sagst versteht und dass man sich auch als Team digital weiterbildet oder zumindest innerhalb einer Community oder eines Ausbildungs- weiß ich nicht oder Weiterbildungsangebotes da fortentwickelt, um einfach zu sehen: Okay, wie sind denn die kommunikativen Bedürfnisse in der heutigen Zeit? Wenn ich mir anschaue und da brauchst du einfach nur mal durch die Innenstadt gehen, wie viele Leute auf ihr Handy schauen. Dann kann man das auf der einen Seite natürlich negativ bewerten, auf der anderen Seite ist es das zentrale Kommunikationsmedium und dann muss ich mir natürlich auch die Frage stellen: Kommuniziere ich als Apotheke mit meinen Kunden und Patienten denn auch mobil? Sind meine Inhalte denn auch mobil verfügbar und wertvoll? Das kommt immer noch dazu. Nur eine Visitenkarte im Internet heißt noch nicht Erfolg, sondern es muss auch einen gewissen Wert haben und eine gewisse Aktualität haben. #00:38:19-3#

Martina Oppenländer: Ja und der Erfolg muss auch gemessen werden, muss auch wissen, wie kann ich denn nachher meine Seite auch auswerten? Woher weiß ich denn, ob da auch wirklich meine Kunden draufgehen? Oder der Kunde muss auch erstmal wissen, dass ich überhaupt im Internet verfügbar bin. Das ist häufig auch schon die Sache. Ist die Apotheke denn im Internet? Klar, wenn ich in die Apotheke gehe oder ich googele häufig vorher, um zu gucken, hat meine Apotheke um die Uhrzeit überhaupt offen, wo ich jetzt loslaufen? #00:38:50-2#

Norman Glaser: Ja. Absolut. #00:38:51-0#

Martina Oppenländer: Das mache ich meistens schon, weil meine, wo ich jetzt hingehe bei uns im Ort da, die ist in einem großen, im Einkaufsladen mit drin und hat aber andere Öffnungszeiten. Das heißt, wenn ich morgens zum Einkaufen gehe um Acht, hat meine Apotheke noch nicht geöffnet. Die macht erst etwas später immer auf. So muss ich auch immer. #00:39:13-1#

Norman Glaser: Das sind fast Meta-Informationen, die setze ich schon fast voraus. Dass die Öffnungszeiten dann wirklich oder die Telefonnummer auf der Website natürlich steht. Aber was auch toll ist, was du gerade gesagt hast. Auch diese Messbarkeit, das heißt Research zu machen, zu forschen, die Zielgruppe wirklich aktiv zu fragen und sagt: Was beschäftigt euch? Wo seht ihr Beratungsbedarf? Welches Event in der Apotheke ist vielleicht für euch interessant? Hier wirklich den Dialog tatsächlich zu nutzen und in eine Interaktion zu gehen, um dann das Angebot der Apotheke wirklich ganz klar an der Zielgruppe auszurichten. Das ist natürlich glaube ich auch nochmal ein Gewinn der digitalen Medien. #00:39:54-3#

Martina Oppenländer: Ja oder auch welches Event hat euch gefallen? Sollen wir es nochmal machen? #00:39:58-2#

Norman Glaser: Ja genau. Solche Sachen. Ja. #00:40:01-6#

Martina Oppenländer: Oder man sieht häufig, wenn man eine Aktion macht, ob die Resonanz gut war, ob es viele Anmeldungen gab und dann kann man fragen, ob man es nochmal machen soll, damit dann diejenigen, die zu dem Zeitpunkt nicht zum Zuge kamen, die dann keine sage ich jetzt mal Kosmetikberatung oder keine Venenberatung oder einfach nicht die Zeit hatten zu kommen oder einfach nicht, keinen Termin mehr bekommen hatten, dass man die dann wirklich nochmal über die verschiedenen Kanäle erreicht, um dann zu sagen: Wir bieten es auch nochmal an. #00:40:32-8#

Norman Glaser: Ja. Lass uns nochmal die Glaskugel aus der Schatulle holen (lacht) und lass uns mal zusammen in die Zukunft schauen. Wie siehst du so die Apotheke so vielleicht in 3 oder 5 Jahren? Das ist gar nicht mal so lange hin. Denkst du, dass sich die Kommunikation weiter dramatisch verändern wird? Auch jetzt nicht nur von den Kunden, die dann per Smartphone irgendwie unterwegs sind, sondern dass sich dann natürlich auch eine Apotheke entsprechend neu ausrichten, neu orientieren muss? #00:41:09-5#

Martina Oppenländer: Hmm, ja und nein. Ich denke, das Thema Beratung ist einfach das Steckenpferd, was die Apotheke haben muss. Und von daher dieses Thema, ich brauche die Apotheke, ich brauche, dass die Apotheke einen Notdienst macht, ich brauche, dass die Apotheke vor Ort ist, dass ich mein Arzneimittel schnell bekomme und ich brauche die Beratung in der Apotheke. Deshalb ist dieses Thema, dafür muss die Apotheke einfach vor Ort bei mir um die Ecke sein. Das ist das eine wichtige Thema. Die Apotheke an sich muss sich aber auch weiterentwickeln, dass sie auch in anderen Bereichen halt auftaucht. Wenn sie nicht auftaucht, dann finde ich sie nicht. Zum Beispiel, wenn ich jetzt irgendwo neu vor Ort bin, noch nicht die Gegend kenne, dann suche ich auch erstmal bei Google, wo ist denn meine nächste Apotheke? Da muss ich auch gefunden werden und wissen: Ah ja die Apotheke wäre jetzt für mich die nächste. Da könnte ich jetzt mal hingehen und gucken, wie die denn so ist, ob die mein Angebot hat oder ob die so also nicht Angebot im Sinne von Rabatten, sondern, ob die die Beratung hat, die meinen Bedürfnissen entspricht. Sage ich jetzt mal. Nicht jede Apotheke berät gleich und von daher muss ich gucken: Passt die Kommunikation zwischen demjenigen, der hinter dem HV steht, zu mir. Gibt derjenige mir so viel Informationen, die ich gerne haben würde oder frage ich besser selber nochmal nach oder gibt er mir zu viele Informationen. Es gibt Kunden, die wollen gar nicht die Information haben. Aber es gibt Kunden, die gerne Informationen hätte. Es ist immer unterschiedlich. Man ist eigentlich in der Apotheke verpflichtet zu beraten, Informationen zu geben, aber es gibt halt auch wirklich Kunden, die sagen: Nein, ich will jetzt nicht, ich habe keine Zeit, sparen Sie sich Ihre Beratung. Das gibt’s ja auch. Und von daher aber, ich denke dieses Thema Beratung, das wird so bleiben. Aber in den Apotheken muss schon in die Richtung Digitalisierung gegangen werden. Das ist auf jeden Fall wichtig und ich denke auch, dass es nicht wichtig ist, sich nur über den Preis zu definieren, wie viele jetzt momentan in der Diskussion um die Versandhändler annehmen, sondern ich denke, es ist wichtig, dass man sich so als Marke, wie du vorhin schon gesagt hast, positioniert und dass man auch sich als Apotheke Aufmerksamkeit verschafft. #00:44:02-0#

Norman Glaser: Und vielleicht noch eine kleine Ergänzung, was wir auch vorhin gesagt haben. Der Fokus natürlich auf die Region, ganz klar, aber auch und ich habe Sebastian Giemsch, PTA des Jahres 2016, auch hier im Podcast interviewt, fand ich super spannend. Er ist spezialisiert auf HIV und Hepatitis beispielsweise. Ich könnte mir jetzt wirklich vorstellen, überregional, nämlich im Internet, und im Internet sind wir global, wenn er das auf Deutsch macht, dann ist er zumindest im deutschsprachigen Raum der Experte für HIV und Hepatitis und könnte hier beispielsweise E-Books anbieten, er könnte Hörbücher zum Thema machen, er könnte – schönen Gruß an dich Sebastian, mache dein digitales Business für deine Apotheke (lacht) – er könnte zum Beispiel Webinare anbieten. Das sind vielleicht auch, könnte man eine eigene Podcast-Folge zu machen, nochmal neue Einkommensströme für Apotheken, die mit Hilfe von digitalen Medien tatsächlich entstehen können. Das finde ich ein super spannendes Feld, gerade im Hinblick auf die Diskussion, dass es immer wieder um das Thema Preis geht oder Online Versand oder generell Versandhandel, dass sich eine Apotheke hier wirklich positioniert und sagt: Wir sind eine Marke, wir stehen für die Themen A, B, C und das natürlich verstärkt in der Region, aber auch über die regionalen Grenzen hinaus im Web. #00:45:29-1#

Martina Oppenländer: Ja. #00:45:29-7#

Norman Glaser: Martina, wir sind fast am Ende unseres Interviews. Ich habe noch so eine kleine Frage/Antwort Runde für dich vorbereitet, (lacht) wie du weißt. Wenn du bereit bist, starten wir einfach mal. Ich stelle dir ein paar Fragen, ganz schnell hintereinander und du antwortest einfach aus dem Bauch raus ganz kurz und schnell, was dir dazu einfällt. #00:45:50-4#

Martina Oppenländer: Mhm (bejahend). #00:45:50-3#

Norman Glaser: Ready? #00:45:51-6#

Martina Oppenländer: Ja. #00:45:52-6#

Norman Glaser: Okay. (lacht) Was hat dich anfangs davon abgehalten dich mit dem Thema Digitalisierung auseinanderzusetzen? #00:45:58-9#

Martina Oppenländer: Meine Eltern wollten mir kein Smartphone kaufen. #00:46:03-0#

Norman Glaser: (lacht) Okay. Alles klar. Welcher Moment oder Rat hatte einen besonders nachhaltigen Einfluss auf dein heutiges Business? #00:46:14-5#

Martina Oppenländer: Man muss nicht alles wissen, nur wissen, wo es steht. Das wurde mir damals in der PTA-Schule mitgegeben. #00:46:20-4#

Norman Glaser: Okay. Da kann ja das Internet auch gut helfen. #00:46:23-3#

Martina Oppenländer: Ja. #00:46:25-1#

Norman Glaser: Kannst du uns eine Internet-Ressource oder ein Tool nennen, das du selbst einsetzt? #00:46:28-9#

Martina Oppenländer: Hier bei uns im Haus nutze ich sehr oft das Active Collab, weil wir hier sehr gut kommunizieren können und es meine E-Mail Flut in meinem Posteingang mindert. #00:46:44-9#

Norman Glaser: Active Collab, für unsere Zuhörer, ist eine Projektmanagementsoftware ne? Kann ich das so sagen? #00:46:49-6#

Martina Oppenländer: Genau. #00:46:49-7#

Norman Glaser: Über der du quasi mit deinen Teams, aber auch mit externen Partnern und Dienstleistern korrespondieren kannst und natürlich Aufgaben verwalten kannst ne? #00:46:59-7#

Martina Oppenländer: Ja. #00:47:00-7#

Norman Glaser: Genau. Okay. Wir hatten vorhin viel über Smartphone, Mobilität, gesprochen. Wenn du auf dein Smartphone schaust, was ist so auf deinem Startscreen, deine 3 wichtigsten oder auch beliebtesten Apps? #00:47:12-6#

Martina Oppenländer: Meine 3 wichtigsten, was ich am meisten nutze? Also am meisten nutze ich Whatsapp, Facebook und die Apps von irgendwelchen Zeitungen, um da mich mit den neuesten Medien äh oder mit den neuesten News upzudaten. #00:47:33-6#

Norman Glaser: Ja auch interessant. Auch das, was wir vorhin gesagt haben, du kommunizierst und du informierst dich über dein Smartphone. #00:47:40-0#

Martina Oppenländer: Ich habe keine Zeitung mehr. Die haben wir irgendwann mal abgeschafft. #00:47:43-7#

Norman Glaser: (lacht) Okay. Kannst du uns ein Buch empfehlen, was für dich einen großen Mehrwert hatte? Wie heißt dieses Buch und worum ging es in diesem Buch? #00:47:53-4#

Martina Oppenländer: Ich bin eher die Krimi-Leserin. Von daher lese ich eigentlich sehr gerne die Krimis von J.D. Robb, das ist ein Synonym von Nora Roberts. Und die hat da eine ganze Reihe geschrieben, also sind mindestens, das, was jetzt schon im Deutschsprachigen übersetzt, das sind da bestimmt schon zwischen 12 und 15 Bücher, die ich alle daheim im Regal stehen habe. Wirklich händische Bücher und keine digitalen. Und da geht’s um die Zukunft, ums Jahr 2050, das ist so eine Polizistin in den USA, so ein Detective, die Kriminalfälle löst. Ihr Mann ist so ein Multimillionär, der sehr in der digitalen Welt verbunden ist und das Ganze, dadurch, dass es sich im Jahr 2050 abspielt, da gibt’s dann so Virtual Reality Räume, also nicht Brillen wie jetzt bei uns es tatsächlich schon gibt, sondern da wird von Räumen gesprochen, wo man dann in die virtuelle Welt abtaucht. Und eigentlich bin ich nicht der Science Fiction Typ, ich stehe da eigentlich gar nicht drauf. Aber diese Bücher, wenn da, da warte ich schon ganz gespannt aufs neue Buch, das zur Jahresmitte, Ende rauskommen soll und übersetzt werden sein soll. Weil in Englisch lese ich es nicht so gerne. #00:49:15-5#

Norman Glaser: Ja. Aber schön auch, dass du noch so dieses haptische Buch brauchst, trotz deiner Affinität zu digitalen Medien. Finde ich eben auch ganz wichtig, dass sowas auch nicht aussterben darf. #00:49:28-0#

Martina Oppenländer: Nein, mhm (verneinend). #00:49:29-0#

Norman Glaser: Schön. Kannst du uns zum Schluss, letzte Frage, noch einen Tipp mit auf dem Weg geben, das digitale Zeitalter betreffend? Und wie wir dich am besten erreichen können? #00:49:39-9#

Martina Oppenländer: Ich würde sagen, man soll immer versuchen sich weiterzuentwickeln, nicht stehenzubleiben. Ich rede jetzt nicht vom Hamsterrad, aber man muss sich weiterentwickeln, sich selber. Und nicht sagen, jemand anderes soll da eine oder jeder ist dafür selber verantwortlich, dass er sich weiterentwickelt. #00:50:02-6#

Norman Glaser: Ja. Schön. #00:50:03-0#

Martina Oppenländer: Genau. #00:50:03-6#

Norman Glaser: Wie erreichen wir dich? #00:50:05-4#

Martina Oppenländer: Über meine E-Mail-Adresse, über meine Telefonnummer, über Facebook natürlich auch, habe ich auch natürlich meine Seite. Instagram und so sind nicht so meine Themen, da bin ich noch nicht aktiv, aber Facebook auf jeden Fall oder dann halt E-Mail, Telefon. #00:50:32-1#

Norman Glaser: Okay. Liebe Zuhörer an dieser Stelle, alles, was wir hier in der Podcast-Folge genannt haben an Internetlinks und Tools sowie auch zur Büchersammlung von Martina Oppenländer (lacht), verlinken wir alles in den Shownotes zu dieser Podcast-Folge, zu finden auf der Website www.apotheken-fachkreis.de. In diesem Sinne, Martina, vielen, vielen Dank für deine Zeit. Schön, dass das geklappt hat. Wir haben es lange geplant, jetzt hat es endlich geklappt. Ich freue mich riesig. Ich denke, wir werden zwei Teile aus dieser Folge machen, die doch sehr lang geworden ist. Aber ich glaube, wir haben wertvollen Input geliefert, sind natürlich dankbar über jedes Feedback, was uns auf welchem Kanal auch immer erreicht. Freuen uns natürlich auch über eine Bewertung dieses Podcast bei iTunes. Wie das Ganze funktioniert, findet man auch auf der Website. In diesem Sinne sage ich, vielen Dank und eine gute Zeit für dich. #00:51:21-4#

Martina Oppenländer: Ich sage auch vielen Dank. War toll. War spannend. Und ich war am Anfang sehr aufgeregt, aber ich fand es klasse. Dankeschön! #00:51:28-7#

Norman Glaser: Man hat es nicht gemerkt. Du warst großartig. #00:51:30-2#

Martina Oppenländer: Danke. #00:51:31-3#

Norman Glaser: Dankeschön. Ciao! #00:51:33-3#

Martina Oppenländer: Tschüss! #00:51:34-3#