Norman Glaser im Gespräch mit Sebastian Giemsch, dem PTA des Jahres 2016. Die beiden sprechen über den PTA-Alltag, die Bedeutung von Weiterbildung und Spezialisierung sowie über Empire of Giants, die Band des PTAs. “Wenn man es nicht versucht, weiß man auch nicht, was daraus wird.” – das ist die Devise von Sebastian. Inwiefern sich das auch auf seinen Berufsalltag ausübt, hören Sie in dem Interview.

Shownotes:
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Musik:
  • Vivaldi
  • Jennifer Rostock
  • Feine Sahne Fischfilet

Textversion des Interviews

Norman Glaser: Schön, dass ihr wieder rein hört, hier beim Podcast APOTHEKEN-FACHKREIS.FM. Mein Name ist Norman Glaser und ich freue mich sehr auf meinen heutigen Interviewgast. Bei mir ist PTA des Jahres 2016 Sebastian Giemsch von der Berlin Apotheke in Berlin. Sebastian, vielen Dank für deine Zeit. Schön, dass du dabei bist. Bist du ready und wollen wir loslegen? #00:00:36-2#

Sebastian Giemsch: Danke erstmal für Einladung und ich bin bereit. Let’s go. #00:00:39-6#

Norman Glaser: Sehr geil, dass du da bist. Vielen Dank dafür. #00:00:41-6#

Sebastian Giemsch: Freue mich auch. #00:00:42-6#

Norman Glaser: (lachen) Sebastian, damit dich unsere Zuhörer noch ein bisschen besser kennenlernen können, stelle dich doch vielleicht selbst nochmal kurz vor. Erzähle uns ein bisschen mehr über dich privat. Wer ist Sebastian Giemsch privat und vielleicht auch noch ein paar Worte über deine Apotheke, in der du arbeitest. #00:00:58-7#

Sebastian Giemsch: Okay. Gerne. Also ich fange mit dem beruflichen an. #00:01:02-2#
Norman Glaser: Gerne. #00:01:03-2#

Sebastian Giemsch: Also Berlin Apotheke am Oranienburger Tor. Also wir sind eine oHG und haben auch Filialen und auch Partner-Apotheken. Ich arbeite wie gesagt am Oranienburger Tor. Das ist im Herzen unserer Hauptstadt. #00:01:16-9#

Norman Glaser: Schön. #00:01:17-1#

Sebastian Giemsch: Direkt an der Friedrichstraße. Wir haben hier rund 30 Mitarbeiter mit Praktikanten, Pharmaziepraktikanten und sind auch eine der Apotheken in Berlin, die von 08:00 bis 24:00 Uhr jeden Tag auf haben. Das ist manchmal ein bisschen anstrengend mit diesen Arbeitszeiten, aber geht schon. #00:01:36-7#

Norman Glaser: Glaube ich. #00:01:37-1#

Sebastian Giemsch: Mein Bereich ist eher, geht in den Handverkauf und in die HIV- und Hepatitis-Beratung, auch SDIs also sexuell übertragbare Infektionskrankheiten, mache Wechselwirkungsmanagement, halte ab und zu Vorträge für einen Leberring oder für Pharmafirmen über diese Themen und habe mir eigentlich zur Aufgabe gegeben einfach, weil die Neuinfektion von allen Krankheiten steigt, dass ich Aufklärung leiste. Also Sprechstunden mit Eltern und ihren Kindern mache und mit denen einfach drüber reden will. Das will ich nächstes Jahr in Angriff nehmen. Rein privat, ich bin Musiker, meine Band, das heißt „Empire of Giants“. #00:02:17-7#

Norman Glaser: Geil. #00:02:18-5#

Sebastian Giemsch: Und wir machen so Post Hardcore meets Rock, also wir haben einen Frauen (unv.) #00:02:22-7# Gesang und mich, der schreit. Wie es meine Freunde so schön sagen würden, der Brüllaffe und bin dort halt nicht nur der Sänger, sondern bin auch für das Marketing und für das Booking zuständig und sind jetzt ab nächstes Jahr, uns gibt es erst seit Februar diesen Jahres und sind schon gut unterwegs, auch nächstes Jahr Tour geplant mit größeren Metal Bands und plane halt auch in der nächsten Zeit ein eigenes Label aufzumachen, um jungen Bands einfach auch zu helfen in Sachen Booking. #00:02:56-8#

Norman Glaser: Sehr cool. #00:02:57-4#

Sebastian Giemsch: Also Auftritte organisieren etc. #00:02:59-0#

Norman Glaser: Sag mal eure Website. Mache mal ein bisschen Werbung. #00:03:02-4#

Sebastian Giemsch: Einfach bei Facebook „Empire of Giants“ eingeben und schon sind wir ganz oben. Es reicht auch EOG zu schreiben und schon sind wir ganz oben dabei. #00:03:11-6#

Norman Glaser: Sehr cool. Verlinken wir auch nochmal in den Shownotes zu dieser Podcast-Folge. Finde ich immer großartige, wenn einfach so nebenher auch so künstlerische Themen eine Rolle spielen, wenn da die Leidenschaft ist. Sehr cool. #00:03:25-8#

Sebastian Giemsch: Das ist auf jeden Fall ein schöner Ausgleich auch zur Apotheke, dass man einfach sich das rauslässt, einfach die Kreativität, die man im Beruf manchmal nicht umsetzen kann, einfach in Freizeit umzusetzen und das ist natürlich, wenn man dafür brennt für beides, für Arbeit und sein Hobby, dann ist das schon eine schöne Sache. #00:03:44-8#

Norman Glaser: Vor allen Dingen, was du gerade gesagt hast, dass du jungen Bands helfen möchtest. Das finde ich immer, ich finde einfach diesen Gemeinschaftssinn unter Musikern finde ich einfach großartig. #00:03:54-1#

Sebastian Giemsch: Na ja, obwohl es manchmal heutzutage ganz schön geworden ist #00:03:56-8#

Norman Glaser: Das glaube ich. #00:03:57-3#

Sebastian Giemsch: Und jeder so auf seine Schiene geht. Aber ist uns halt wichtig, dass man zusammenhält und von nichts kommt nichts. Also man muss sich unterstützen, egal in welchen Genres es ist, sei es Rock, Pop und in unserem Bereich jetzt Metal. Das ist einfach, um Leute zu mobilisieren, einfach auch Musik zu machen. Viele Musiker, die haben einfach Angst rauszugehen, weil sie denken, ich bin nicht so gut oder sowas und haben keine Ahnung wie sie sich vermarkten oder so und dafür bin ich dann da, um die ein bisschen in den A zu treten, dass die vorankommen. #00:04:29-7#

Norman Glaser: Ja. Hast du schön gesagt. (lachen beide) Kannst du dich noch, vielleicht können wir da ganz kurz mal reinspringen in diesen Moment als du an diesem Punkt warst, wo du das erste Mal auf die Bühne gegangen bist. Also diesen Moment herauszuarbeiten, wo du den Mut gefasst hast, wirklich zu sagen: und ich singe jetzt vor den Leuten. Wie war das für dich? #00:04:50-5#

Sebastian Giemsch: Das war ein komisches Gefühl muss ich sagen. Also der erste Schrei, das ist, also viele nennen es nicht singen, aber das Schreien ist doch schon eine Technik, die sehr hart ist und sehr anspruchsvoll. Also es war am Anfang sehr, der erste Auftritt, das weiß ich noch, das war in Guggen, da, wo ich damals gewohnt habe, so einem kleinen Festival und da waren wir zwei Sänger. Deswegen hat er ein bisschen die Last von mir genommen, weil ich ganz frisch war. Aber man hatte schon da so rauszugehen. Also das typische Lampenfieber, was man halt so hat. Aber dann, dann wo dann positive Resonanz zurückkam vom Publikum und das Publikum mitgegangen ist, #00:05:33-9#

Norman Glaser: Sehr cool. #00:05:34-5#

Sebastian Giemsch: Dann ist das natürlich sofort weg und jetzt kann ich schon sagen, ich bin schon ein alter Hase in dem Geschäft, (lachen) ist es wirklich, dass ich, wenn ich so runter, wenn der Gig vorbei ist, dass ich gleich wieder rauf will am liebsten, weil es einfach sich zu präsentieren, Spaß auf der Bühne zu haben und dieses auch zu zeigen den Leuten. Also ich finde es wichtig, wenn Musiker einfach zeigen, dass sie Spaß haben und dann ist es auch ganz egal, ob die Musik, ob es dem Publikum die Musik gefällt. Wenn der Spaß rübergebracht wird, dann haben die auch Spaß, egal, ob die statt Metal nur Pop hören. Die gehen trotzdem mit, weil so merken wir, also meine Band, dass wir den Spaß rüberbringen. Und das ist einfach das Wichtigste. Raus auf die Bühne, Spaß haben und dann geht es auch von ganz alleine. #00:06:22-2#

Norman Glaser: Würdest du sagen, man muss eine Rampensau sein, um auf der Bühne zu stehen oder kann man das sich irgendwie antrainieren oder kann man das irgendwie lernen? #00:06:29-6#

Sebastian Giemsch: Also es ist natürlich von Vorteil, wenn man dafür brennt, aber also richtig so eine Bühnensau von Natur aus ist, wie ich es über mich sagen kann, dass ich es bin, aber ich kenne auch viele befreundete Bands, wo der Sänger das nicht ist und man wächst mit rein. Man soll jetzt sich auch nicht irgendwie verstellen auf der Bühne. Man soll einfach man selbst sein. Und wenn man halt ein bisschen schüchterner ist, dann ist es halt so. Das kommt bei vielen auch gut an. #00:06:57-7#

Norman Glaser: Ja schön. Authentisch sein. Richtig. #00:07:00-4#

Sebastian Giemsch: Genau. Authentisch. Das richtige Wort. #00:07:02-0#

Norman Glaser: Ja schön. Hey! super spannend, ich glaube, wir machen noch eine Podcast-Folge über deine Band. (lachen beide) #00:07:09-4#

Sebastian Giemsch: Das wäre natürlich wunderbar. #00:07:10-4#

Norman Glaser: Ja genau. Aber vielleicht nochmal zurück. Erstmal herzlichen Glückwunsch zum Titel “PTA des Jahres 2016” an dieser Stelle. #00:07:19-0#

Sebastian Giemsch: Vielen, vielen Dank. #00:07:20-6#

Norman Glaser: Und ich habe auch noch eine Überraschung gegen Ende des Interviews. #00:07:24-2#

Sebastian Giemsch: Oh. #00:07:24-8#

Norman Glaser: Für dich, von uns. #00:07:27-1#

Sebastian Giemsch: Das ist spannend. (unv.) #00:07:28-5#

Norman Glaser: Kannst auch zwischendrin sagen, wenn du es nicht mehr aushältst, sagst mir Bescheid, dann ziehen wir das vor, das ist okay. #00:07:34-7#

Sebastian Giemsch: Okay. Das ist gut. (lachen beide) #00:07:37-2#

Norman Glaser: Wie du vielleicht weißt, beginne ich die Interviews immer mit so einem Erfolgszitat. Gibt es irgendwie so in deinem Leben vielleicht so einen Glaubenssatz oder ein Erfolgsmantra, was dich irgendwie so dein Leben lang begleitet, was bei dir zuhause an der Wand steht? #00:07:52-3#

Sebastian Giemsch: An der Wand. Puh! Schwierig. Also ich gehe eigentlich an jede Sache ran so, wenn man es nicht versucht, dann weiß man auch nie, was draus wird. #00:08:05-1#

Norman Glaser: Ah schön. Stark. #00:08:06-5#

Sebastian Giemsch: Das ist so einfach, wenn man halt mal auf die Nase fällt, dann ist es so, dann hat man draus gelernt und fertig. Und wenn es, nicht, dass man später bereut, dass man es nicht gemacht hat. So, das ist so meine Einstellung. #00:08:21-0#

Norman Glaser: War vielleicht auch damals, also du auf die Bühne gegangen bist, auch so dieser Moment? Probiere es aus und #00:08:27-0#

Sebastian Giemsch: Genau. #00:08:27-0#

Norman Glaser: Genau, was kannst du verlieren? Also das ist auch immer so eine Frage. Sehr schön. Gab es so in deinem Leben, vielleicht auch in deinem beruflichen Leben irgendwie mal so einen Moment, wo du es so echt schwer hattest oder so ein Misserfolg? Und was hast du daraus gelernt oder wie hast du diese Situation gelöst? #00:08:50-0#

Sebastian Giemsch: Oh da gibt es mal richtig schöne Storys. In meiner Ausbildung. (lachen beide) #00:08:54-4#

Norman Glaser: Her damit. #00:08:54-8#

Sebastian Giemsch: Wo ich kurz davor war wirklich abzubrechen, weil ich wirklich damals mit 16 alleine weg von meiner Heimat in die große Stadt und also ich habe in Leipzig meine Ausbildung gemacht und 300 Kilometer weg von meinen Eltern so als Milchbubi kann man schon fast sagen, so mit 16 gerade aus der Schule raus und da war ich oft immer also ich konnte einfach nicht mehr und hatte einfach keine Lust mehr mich da durch zu quälen, weil ich auch ganz schlecht angefangen habe mit 5en und 6en, dass ich keine Lust mehr hatte und da kann ich mich noch an ein Telefonat mit meiner Mutter erinnern, wo wir beide am Telefon geweint haben und sie dann gesagt hat. Sebastian, du warst schon immer ein Kämpfer, egal was ist, du ziehst das jetzt durch, du hast noch nie aufgegeben und das ist so ein Satz, der mich bis heute wirklich immer anheizt alles zu machen. Also da kann ich meiner Mutter auch danken, sonst wäre ich glaube nicht hier, wo ich jetzt wäre. #00:09:56-9#

Norman Glaser: Never give up. #00:09:58-8#

Sebastian Giemsch: Genau. #00:09:59-8#

Norman Glaser: Ja. Sehr schön. Vor allen Dingen das auch so emotional gemeinsam zu teilen in dem Moment #00:10:06-0#

Sebastian Giemsch: Genau. #00:10:06-2#

Norman Glaser: Und dann daraus auch die Kraft zu schöpfen weiterzumachen, vorwärts zu gehen. #00:10:10-5#

Sebastian Giemsch: Genau. #00:10:11-2#

Norman Glaser: Sehr stark. Und was war letztendlich dann so der Aha-Moment, war es tatsächlich dieses Telefonat oder hat es dann noch eine Weile gedauert bis so der erste Erfolg sich eingestellt hat? #00:10:23-4#

Sebastian Giemsch: Es hat noch ein bisschen gedauert, aber ich habe dann halt täglich telefoniert, habe dann versucht Anschluss in der Stadt zu bekommen und habe dann Freunde gefunden, die mich da auch unterstützt haben und dann ging es auf einmal bergauf. Also in Leipzig habe ich dann auch meine Liebe zur Musik entdeckt so und ich denke, dass das natürlich einen großen Einfluss auch hatte auf die weitere Ausbildung und dass man so einen Punkt hatte, an dem man sich getroffen hat zu musizieren, dass man runtergekommen ist auch vom ganzen Lernstress und so. Ich denke das war der ausschlaggebende Punkt, das Finden zur Musik. #00:11:03-7#

Norman Glaser: Dass die Musik dich motiviert hat, weiter angeschoben hat? #00:11:07-5#

Sebastian Giemsch: Genau. #00:11:08-4#

Norman Glaser: Okay. Und was hat dich so generell an dem Beruf des PTA interessiert? Was war so für dich da deine Motivation? #00:11:16-7#

Sebastian Giemsch: Eigentlich Menschen zu helfen. Also ich finde es, ich habe auch Schülerpraktika in einer (unv.) #00:11:24-5# gemacht, in so einer, in der Stadt Apotheke bei Herrn (Kruse?) #00:11:28-5# und habe da halt, ich fand es immer toll, wie er nach hinten gegangen ist, die Schubfächer aufgezogen hat, das Medikament in der Hand hatte und wusste genau, das ist das Antibiotikum, du nimmst es so und so. Pass auf, wenn du Milchprodukte nimmst. Sowas hat mich damals total interessiert, dass er das alles wusste und ähm deswegen habe ich da Praktika gemacht und fand das dann echt toll und auch wie ich mitbekommen habe, wenn dann so Oma Erna zurück in die Apotheke kommt und sich bedankt, dass er sie super beraten hat, dass der Arzt ihr genau das auch gesagt hat und ihr dann was aufgeschrieben hat und sowas. Und das ist denke ich das, was in der Apotheke das Schöne ist, dass viele Leute auch dankbar sind für jeden Tipp auch, wenn es nicht irgendwie finanzielle Herkunft hat. Also, dass man irgendwie einen Zusatzverkauf macht, sondern, dass man, obwohl ich das nicht als Zusatzverkauf, sondern als mehr Gesundheit empfinde, wenn ich jemandem noch was dazu empfehle. Aber schon alleine, wenn man dazu sagt: bei Halsschmerzen gurgele nochmal mit Salzwasser, irgendwie das wirkt noch desinfizierend. Salz hat jeder zuhause und stimmt, daran habe ich erst gar nicht gedacht, kommt dann. Besonders die alten Hausmittelchen und wenn man, die sind halt, die Dankbarkeit der Menschen einfach, dass man denen hilft. Das finde ich so, das hat mich damals auch ab dem ersten Tag in der Apotheke wirklich angestupst, dass wirklich optimal die Leute zu beraten und nicht einfach wie es nach draußen getragen wird, dass in der Apotheke die besseren Verkäufer sind, dass da wirklich Fachwissen hinter ist und wir versuchen optimal die Leute zu beraten und auch mal Nein sagen, wenn sie etwas wollen, was die nicht brauchen. Und das finde ich halt wichtiger, den Menschen einfach wirklich zu helfen. #00:13:20-6#

Norman Glaser: Und warst du dir von Anfang an eigentlich der Verantwortung bewusst? Ich meine es geht wirklich um die Gesundheitsversorgung der Menschen, der Patienten, der Kunden in der Apotheke. Es ist, du verkaufst keine Versicherung, #00:13:33-5#

Sebastian Giemsch: Genau. #00:13:33-7#

Norman Glaser: Sondern du berätst in erster Linie und verkaufst dann natürlich ein Arzneimittel. War das von Anfang so für dich klar? Oder entstand das? #00:13:42-2#

Sebastian Giemsch: Also auf jeden Fall in der Ausbildung war es klar so, wenn man hört, was das für Nebenwirkungen hat auf Dauer und sowas und das ist wirklich auch das, was finde ich irgendwie die meisten, die nicht in der Apotheke arbeiten, nicht wissen, dass egal, was man einnimmt, das das irgendwie einen Schaden im Körper verursachen kann. #00:13:58-7#

Norman Glaser: Genau. #00:13:59-2#

Sebastian Giemsch: Und wenn man zu Schmerzmitteln sagt, dass oder mal nachfragt, eine ganz einfach Frage. Haben Sie Asthma? Und die sagt Ja und will ein Schmerzmittel, was ein Asthma einfach auslösen kann. Schon so eine einfache Frage und wenn dann sie sagt, ja das hat mir noch kein Apotheker gesagt. Da denke ich so: Schade, dass das keiner macht. Also ich gehe auch öfters mal in anderen Apotheken und lasse mich beraten, einfach mal, um zu gucken. Also ich finde halt, wir haben eine Beratungspflicht und ich finde das wichtig zu beraten also, weil halt wie du schon sagtest, das wichtig ist, die Verantwortung da ist, das wirklich alles, wir haben nicht Zucker. Also wir verkaufen keinen Zucker und Milch. Das ist wirklich schon was, was schädlich sein kann. #00:14:44-4#

Norman Glaser: Ja genau. Jetzt weißt du, dass wir uns beim Apotheken Fachkreis um das Thema Digitalisierung kümmern, um es mal ganz platt und allgemein zu sagen. Was fällt dir bei deinen Kunden in der Apotheke auf, wissen die jetzt durch Doktor Google mehr oder fragen die konkret dann nach einem bestimmten Mittel oder wollen die tatsächlich beraten werden? Was hat sich am kommunikativen Verhalten der Kunden geändert durch die Digitalisierung, durch Smartphone und Co.? #00:15:13-9#

Sebastian Giemsch: Also ich denke, dass, ich bezeichne es immer so als die Google Genies, die denken, die wissen alles nur durch Google und eigentlich haben sie dann total falsche Infos, also, dass man, natürlich sind die gut informiert. Natürlich, die kennen sich dann aus, die kommen meistens mit einem direkten Wunsch. Ich hätte gerne das und das. Aber, wenn man dann näher wieder nachfragt, dann ist es ja so, dass die das eigentlich total falsch interpretiert haben, ihre Erkrankung an sich. Dass sie gleich bei einem Hautausschlag das und das nehmen oder so. Das hat bei Google sieht mein Hautausschlag genauso aus wie das und das. #00:15:52-6#

Norman Glaser: Ja genau. #00:15:54-4#

Sebastian Giemsch: Und das ist einfach, es ist schwieriger geworden, denke ich die Kunden zu beraten, weil die denken, die wissen es einfach und das, also positiv ist es denke ich eher für unsere Kunden, die keinen pharmazeutisch, medizinischen Hintergrund haben, ist es schwierig, sehr schwierig. Obwohl es für uns natürlich auch gut ist, wenn wir mal was nicht wissen, dass man mal googelt. Also das ist einfach so oder, wenn die sagen, eine grüne Packung fängt mit O an, dann gibt man bei Google einfach mal ein, grüne Packung O, dann hofft man, dass man es bei den Bildern findet. So um Packungen zu finden, sage ich mal so oder, ist es schon optimal oder im Ausland, wenn man Touris hat. Da heißen die Medikamente ja anders. Da ist die Digitalisierung wieder gut. Dass man einfach bei Google das Medikament eingibt, weiß was drin ist und eine Alternative gibt. Aber rein von den Kunden her finde ich es schwierig. #00:16:55-4#

Norman Glaser: Und wie erlebst du das? Also, wenn so ein von Doktor Google beratener Patient in die Apotheke kommt und dann mit dir Kontakt aufnimmt und du feststellst, dass die Recherche schon nicht gut war und du dann deine Beratung startest. Ist das Verständnis dann da? Ist dann die Akzeptanz deiner Kompetenz dann da oder ist dann so ein Misstrauen da? Wie erlebst du das? #00:17:21-5#

Sebastian Giemsch: Erst ist so ein Misstrauen da, muss ich sagen. Also das dieser Herr Google hat aber das und das gesagt. Ja, aber, wenn man das dann denen erklärt. Also es gibt natürlich so und solche. Also für zwei verschiedene, als die anderen blocken total ab und sagen, die wollen es haben. Ja klar, wenn ich es aber für falsch finde, dann gebe ich es auch nicht ab. Ich kann auch verweigern. Sollen sie in eine andere Apotheke gehen und sich das holen. Das ist mir dann auch egal. Und es gibt die, die dann auch dankbar sind, wenn man dann sagt, nein nehme du lieber das und das. Dadurch werden Sie schneller gesund. Das hilft Ihnen besser. Also das gibt es halt so und so. #00:18:00-3#

Norman Glaser: Okay. Welche Kommunikationskanäle nutzt ihr jetzt in der Apotheke? Wahrscheinlich eine Website, aber seid ihr auch bei Facebook oder gibt’s da noch andere soziale Netzwerke? #00:18:10-4#

Sebastian Giemsch: Also Facebook auf jeden Fall. #00:18:22-5#

Norman Glaser: Und was postet ihr da so? Also, wenn ihr da Kontakt aufnehmen wollt. Mit eurer Zielgruppe. Was sind da so Themen? #00:18:27-9#

Sebastian Giemsch: Also jetzt gestern war ja Welt Aids Tag, da haben wir natürlich was über HIV erzählt, also wir gucken schon jetzt zur kalten Jahreszeit, dass Tees zum Beispiel, dass da Tees, dass wir jetzt Tees im Angebot haben oder was ich manchmal ganz süß fand, sind Rezepte von Muttis über Plätzchen backen zum Beispiel oder also da sind wir eigentlich immer schon ganz gut dabei. Es kommt auch regelmäßig was. Es ist nicht so, dass wirklich dann einmal was kommt und dann wieder Monate nichts kommt. Da sind die Zuständigen schon sehr aktiv, was das angeht. #00:19:10-3#

Norman Glaser: Macht ihr das selbst? Also macht ihr so Facebook Posts oder lasst ihr das im Auftrag machen? #00:19:16-2#

Sebastian Giemsch: Also wir haben eine Abteilung, die das macht. Wir sind schon ein größeres Unternehmen und wir haben direkt eine zuständige Person da, die so Kommunikation und alles sowas macht. #00:19:27-4#

Norman Glaser: Okay. Und wie wichtig ist das für euch so grundsätzlich überhaut über die digitalen Kanäle so Kontakt aufzunehmen, weil in der Vergangenheit oder der Status Quo ist eigentlich so, dass ich zwar eine Website habe, aber ansonsten kommuniziere ich sobald der Kunde reinkommt oder Patient in die Apotheke und dann hört die Kommunikation in der Regel auch auf, wenn er die Apotheke verlässt? #00:19:51-1#

Sebastian Giemsch: Ja das stimmt. Also ich finde über Facebook, jeder benutzt das Facebook. Ich glaube sogar meine Mutter hat sich jetzt Facebook zugelegt. Also so Social Media Sachen sind denke ich, um im Kopf zu bleiben, so als so vielleicht eine Apotheke als Marke zu sehen, finde ich ist es eigentlich schon eine gute Sache, wenn man einfach immer, wenn man mit der Beratung zufrieden war, gibt man schnell mal ein “Gefällt mir” oder die Seite wird mit “Gefällt mir” gedrückt und dann kriegt man halt ab und zu mal zu sehen, ah okay das wusste ich noch nicht, oh! das Rezept ist gut und dann bleibt dann einfach im Kopf, dass wir zum Beispiel bis 24 Uhr auf haben. Das sieht man dann in den Posts ja auch und dann weiß man oh! okay, es ist Sonntag um 20 Uhr und ich brauche jetzt was dringend, dann bleibt das, denke ich das ist so im Hinterkopf so diese Werbung, die dann im Kopf bleibt. Deswegen finde ich das eigentlich schon ganz schön wichtig. #00:20:51-1#

Norman Glaser: Kommen denn auch Kunden bei euch oder Patienten in die Apotheke, die sagen, hey! habe ich auf Facebook gesehen? #00:20:56-3#

Sebastian Giemsch: Das hatte ich noch nicht. Nein. #00:20:57-9#

Norman Glaser: Okay. (lacht) Aber das wäre mal interessant gewesen. #00:21:00-3#

Sebastian Giemsch: Ja. Das müsste man mal über so eine Umfrage machen. #00:21:02-7#

Norman Glaser: Wie viele Fans habt ihr bei Facebook. #00:21:05-2#

Sebastian Giemsch: 1.316. #00:21:09-1#

Norman Glaser: Ja, ja. 1.316. Und kann man sagen, wie viele Kunden bei Euch jeden Tag in die Apotheke kommen? #00:21:19-3#

Sebastian Giemsch: 500 bis 700. #00:21:24-7#

Norman Glaser: Ja. Das ist schon was Größeres. #00:21:27-0#

Sebastian Giemsch: Glaube ich also so ja, da wir halt so lange aufhaben und direkt so Touri-Ecke auch und das ist schon, haben da auch viele Ärzte. Das ist halt in der Umgebung. #00:21:40-0#

Norman Glaser: Welche Relevanz hat denn für euch, wenn ihr da schon einen Schritt weiter seid und da eigentlich super innovativ schon unterwegs seid, welche Relevanz hat für euch so das Thema Messaging, also Whatsapp zum Beispiel? Ist das ein Thema? #00:23:02-6#

Sebastian Giemsch: Dazu kann ich jetzt glaube ich gar nichts sagen, also ich #00:23:04-9#

Norman Glaser: Weißt du nicht. Gut. #00:23:05-6#

Sebastian Giemsch: Was wir so anbieten, ist, wenn man irgendwie was bestellt und man möchte per SMS benachrichtigt werden, dass wir SMS schreiben, “Ihre Bestellung ist da”. Aber das gibt es auch, machen viele Apotheken so, auch viele, in denen ich schon gearbeitet habe. Aber das ist auch schon länger so. Man könnte theoretisch, was per SMS geht, geht per Whatsapp natürlich auch. #00:23:32-3#

Norman Glaser: Ja. Okay. Ich würde ganz gerne nochmal in das Thema, was wir schon vor dem Interview besprochen haben, einsteigen. Und zwar das Thema Spezialisierung. Du hast dir da eine Kompetenz aufgebaut in eurer Apotheke. Kannst du uns nochmal ein bisschen was über deine Themen erzählen und vor allen Dingen, wie du das Ganze in eurer Apotheke sichtbar machst für die Kunden, dass sie dich auch tatsächlich darauf ansprechen? #00:24:08-1#

Sebastian Giemsch: Ja also wie gesagt, ich bin HIV- und Hepatitis-Bereich und erkenntlich, also ich habe Visitenkarten, ich war mal auf einem Plakat draußen (lacht) und wenn irgendwie welche Fragen sind in den Bereichen von Kollegen oder sowas, dann holen die mich einfach nach vorne. Das ist so mundpropaganda-mäßig und auf der Website, da bin ich auch mit meiner Teamleitung Frau Steffin. Die ist auch in dem Bereich der Apotheker, sind da auch erkenntlich. Also, dass wir in dieser Filiale für den Bereich tätig sind und das hat man sich, also die Kunden, die nach einem fragen, das hat man sich einfach so erarbeitet in den letzten knapp 3 Jahren und also richtig erkenntlich denke ich machen wir es nur über die Website und über die Visitenkarten und an sich sind wir ja auch viel auf Weiterbildungen an sich unterwegs und da sehen uns auch, also da ich auch Vorträge für den Leberring halte oder ab und zu mal in der Aids-Hilfe war, sieht man schon, dass auch Leute aus dem Leberring zum Beispiel kommen und sich von mir beraten lassen wollen, schon alleine, was Wechselwirkungsmanagement und sowas angeht. #00:25:28-8#

Norman Glaser: Sagst du nochmal ganz kurz über den Leberring, was das ist, damit das unsere Zuhörer wissen. #00:25:33-2#

Sebastian Giemsch: Also der Berliner Leberring, das ist eine Initiative, einfach die Hepatitis-Kranke, also die ein Hepatitis C hatten, einfach auch zu Rat und Tat zur Seite stehen einfach. Das ist ein ehrenamtlicher #00:25:48-9#

Norman Glaser: Verein wahrscheinlich. #00:25:50-3#

Sebastian Giemsch: Verein ja, der sich einfach auch durch Spenden und so trägt und die haben halt regelmäßig, machen die halt Veranstaltungen, wo die Gastredner reinholen. Sei es Ärzte oder in dem Fall jetzt Apotheker oder halt mich als PTA und wir halten dann, letztens habe ich dort einen Vortrag über Antibiotika und mit Einfluss auf die Leber. Da habe ich halt alle Antibiotika aufgezählt, die auf die Leber gehen und ein bisschen auch über Pflanzen erzählt, die auf die Leber gehen und da sind eigentlich super-interessierte Leute, also die auch wirklich dort hingehen und wollen wirklich was wissen über ihre Erkrankung, die sie haben. Auch die Langzeitsachen, weil heutzutage ist eine Hepatitis C super behandelbar im Gegensatz zu früher. Da ist nicht mehr so eine Nebenwirkung als man damals noch Interferone und so gespritzt hat. Jetzt ist es super therapierbar. Aber trotzdem sind halt diese Langzeitsachen, dass man sich wirklich testen lässt immer noch beim Arzt und was kann ich tun für meine Leber und dass die gesund bleibt und solche Sachen. Und dafür ist der Leberring halt super. Also ich finde das eine Super Sache. #00:27:04-6#

Norman Glaser: Ja. Gute Organisation. #00:27:04-8#

Sebastian Giemsch: Genau wie Aids-Hilfe natürlich. #00:27:05-5#

Norman Glaser: Ja. Klar. Wie wichtig war es dir, dir da so eine Expertise aufzubauen? Dass du dich da wirklich so reingehängt hast und gesagt hast: ich möchte in diesen Bereichen wirklich als Experte mit Rat und Tat den Patienten zur Seite stehen. Wie wichtig? #00:27:23-2#

Sebastian Giemsch: Also ich finde es ist sehr wichtig, weil es einfach in jedem Bereich, sei es Kosmetik oder Diabetes und wir sind halt eine HIV-Schwerpunktapotheke und ich finde, fand halt früher das super immer noch super interessant, was Viren in unserem Körper machen oder auch Bakterien und deswegen habe ich mich da halt so reingekniet, um alles darüber zu wissen und ich finde das schon alleine wichtig auch, um Ärzte zu unterstützen, weil manchmal die Ärzte sind auch nur Menschen. Die machen auch mal Fehler, schreiben was Falsches auf, eine falsche Stärke, das passt nicht zusammen, da fehlt was und wenn man dann so ein Expertenwissen hat, guckt man sich ein Rezept einmal an und weiß genau. Ja ist richtig oder hey! falsche Stärke, hey! da fehlt noch irgendein anderes Medikament und wenn man halt nur so ein Alleinwissen würde ich jetzt nicht sagen, aber ein Wissen hat, was jetzt nicht in dem Bereich so speziell ist, dann sieht man sowas nicht. Das kostet dem Arzt Geld, wenn er was Falsches aufschreibt. Das kostet uns Geld und der Kunde ist auch nicht glücklich und das finde ich halt super wichtig, dass man da so eine Spezialisierung hat und da rücken wir PTAs finde ich immer mehr in den Vordergrund, weil ein Apotheker, die haben halt oft viel kaufmännische Sachen zu tun, wenn man jetzt nur den Chef da hat, sage ich jetzt mal, in einer kleineren Apotheke. Wir PTAs wir stemmen halt in vielen Apotheken alleine den Handverkauf und der Chef sitzt halt hinten und macht das Kaufmännische, was auch total in Ordnung ist. Aber, dass man sich wirklich in jedem Bereich irgendwie eine Spezialisierung zulegt, dass PTAs auch gefördert werden. Was ich halt super finden würde, wäre irgendwie, dass nach einer bestimmten Berufserfahrung, die man als PTA gemacht hat, sage ich jetzt mal, nach drei, vier Jahren, dass man irgendwie eine Weiterbildung macht im kaufmännischen Management-Bereich, dass man wie damals ein Pharmazieingenieur, der durch die Wende hinüber ist, einfach so einen gleichen Status hat, dass man eine Weiterbildungsmöglichkeit hat. Das würde ich richtig gut finden, weil dann könnte man auch in jederlei Hinsicht den Apotheker auch vertreten und besser unterstützen und dadurch macht man den PTA-Beruf denke ich auch ein bisschen attraktiver, was durch die mangelnden Karrieremöglichkeiten, Aufstiegschancen einfach nicht gewährleistet ist. #00:29:53-0#

Norman Glaser: Okay. Weil wir gerade beim Thema Weiterbildung sind. Das finde ich super spannend. Du hast gerade einmal die Weiterbildung um den kaufmännischen Aspekt angesprochen. Wie sieht es so generell aus mit der Weiterbildung? Also gibt es irgendwo Foren oder Plattformen, auf denen sich PTAs gegenseitig unterstützen oder Learnings austauschen können oder gibt es ein Forum oder trifft man sich? Gibt es da irgendwelche organisierten Treffen? #00:30:29-6#

Sebastian Giemsch: Also es gibt schon, also Treffen nicht. Es gibt PTA-Foren gibt es bei Facebook, es gibt das PTA Magazin, es gibt schon Sachen, die für PTAs da sind, wo man aber, dass man sich zum Beispiel trifft und über Themen redet, ist jetzt nicht der Fall. Was bei mir jetzt so der Fall ist, ist, weil ich auch Vorträge an der PTA, an PTA schon gehalten habe, dass wirklich die Schüler, die jetzt so fertig, die jetzt PTAs sind, mich ab und zu auch mal anschreiben und Fragen haben, was jetzt so Wechselwirkung angeht. Finde ich schon mal #00:31:01-0#

Norman Glaser: Sehr cool. #00:31:01-6#

Sebastian Giemsch: Ganz süß, dass die meine Visitenkarte aufgehoben haben. Also was schreiben sie auch? Sebastian, kannst du mir erklären, warum das und das will ich jetzt nicht vertreten. Mein Apotheker weiß jetzt auch nicht ganz Bescheid. Und dass ja, also das ist schon so, aber ein richtiges Forum, wo man sich trifft und drüber quatschen kann, ist nicht der Fall. #00:31:24-7#

Norman Glaser: Ja. Aber es gibt jetzt auch keine so Weiterbildungsprogramme oder? Ich meine du könntest ja jetzt zum Beispiel durchaus eine Weiterbildung anbieten, anderen PTAs zu sagen, wie baue ich meinen Expertenstatus auf, wie hast du das gemacht. Weißt du? #00:31:37-6#

Sebastian Giemsch: Ja. Zum Beispiel. #00:31:38-9#

Norman Glaser: Sowas gibt’s nicht? Also #00:31:41-4#

Sebastian Giemsch: Sowas gibt’s, nein sowas gibt’s gar nicht. Also man muss sich schon das ganze Wissen selbst aneignen und natürlich einen Arbeitgeber haben, der auch manche Sachen finanziert natürlich. Es gibt Fachrichtungen, die Fach-PTA für Homöopathie und Naturheilverfahren, kostet aber glaube ich auch 4.000 Euro. Und das kann man sich natürlich auch nicht so auf Anhieb #00:32:01-1#

Norman Glaser: Ja klar. #00:32:00-2#

Sebastian Giemsch: Leisten, weil so viel verdient man natürlich auch nicht. Das wäre natürlich gut, wenn es sowas geben würde. Aber ich habe mir Das alles einfach nur durch meinen Arbeitgeber, dass man mich so unterstützt hat und auch auf eigene Faust einfach mir Bücher gekauft und die gewälzt und war halt wirklich auf jeder Weiterbildung, die auch kostenlos war, um einfach das aufzunehmen, was mich interessiert, weil es halt auch wichtig ist. #00:32:32-5#

Norman Glaser: Und das Thema Weiterbildung PTA gegenüber Patienten beziehungsweise nicht Weiterbildung, eigentlich eher so ein Coaching. Könntest du dir das vorstellen, dass man weiß ich nicht den PTAs eine Plattform gibt, um vielleicht auch mit dem Patienten zu sprechen. Ich könnte mir eine digitale Plattform oder eine Mobile App oder sowas vorstellen. Wäre das eine Idee, damit die PTA zum einen natürlich den Expertenstatus aufbauen kann. Also dafür brauche ich irgendwie eine Bühne, aber zum anderen auch, um einen direkten Dialog herzustellen mit den Patienten oder Kunden der Apotheke? #00:33:09-9#

Sebastian Giemsch: Also ich denke, die, die jetzt älter werden, die mit dem Smartphone aufwachsen, wäre es auf Dauer natürlich optimal, dass man guckt, was sich verträgt und so, natürlich, aber ich denke die Älteren, die jetzt so 50, 60, 70 sind, die wird man nicht mehr an ein Smartphone oder Interne und so ran bekommen. Also es gibt natürlich Ausnahmen, aber, wenn ich meine Oma und meine Opas sehe, die oh! Smartphone. Was ist das? Rechner haben die auch nicht zuhause und wenn dann einen noch mit Windows 98 drauf. Das ist schwierig, da finde ich den persönlichen Kontakt natürlich besser oder Telefon anbieten. Also ich biete auch jedem Kunden, der viele Medikamente hat, auch wirklich an, hier ich gucke mal rüber, ich gucke mal, ob es sich verträgt. Vielleicht kann man mit dem Arzt reden, dass man eines weglässt. Das machen andere Apotheken auch. Also das ist wirklich, dass man es schon anbietet, aber ich finde das müsste man mehr anbieten, mehr, weil auch mehr in die Beratung reingehen. Weil es halt wirklich ist, wenn dass man eine ganze Therapie wirklich zerschießen kann, dass Medikamente nicht wirken, dass Nebenwirkungen, dass man sich wundert oh! warum hat der jetzt Magen-Darm-Beschwerden? Ja klar, weil das andere durch den Leberabbau das andere verstärkt, das ist kein Wunder. #00:34:35-7#

Norman Glaser: Ist ganz spannend, was du vorhin auch gesagt hast. Ich bin auch oder ich plädiere auch dafür, dass gerade in der Gesundheitsversorgung ein persönliches Gespräch niemals digital ersetzt werden kann. Was ich nur sehr spannend finde, ist, dass genau deine Themen, HIV, Hepatitis, dein Knowhow, jetzt nicht nur im Umkreis von 50 Kilometer um deine Apotheke gebraucht wird, sondern über die digitalen Medien natürlich ein unglaublicher Bedarf eigentlich auch gedeckt werden könnte, mit so wertvollen Inhalt, den du hast. Also wertvolle Informationen. #00:35:15-3#

Sebastian Giemsch: Wäre natürlich, also ich kenne halt kaum PTAs, die jetzt sich wirklich in vielen verschiedenen Fachbereichen wirklich so auskennen und halt wirklich auf Weiterbildungen gehen, wo man nur Ärzte oder Apotheker antrifft. Das also ich glaube seit 3 Jahren gehe ich auf Hepatitis, HIV und sonstige vielen Weiterbildungen auch, was auch noch (unv.) #00:35:35-8# und sowas und ich sehe kaum PTAs dort und das finde ich halt schade. Wenn ich so quatsche, immer nur Apotheker, Apotheker, Infektologen, Virologen, Allgemeinmediziner, Diabetologen und ich sehe kaum PTAs und das finde ich halt schade. Also es gibt Weiterbildungsmöglichkeiten, die man halt annehmen muss. Natürlich, wenn man auf dem Dorf lebt, ist das immer schwierig, dann muss man halt immer seine wirklich 40, 50 Kilometer fahren. Aber so in der Stadt sehe ich es halt weniger. Ist halt schade und man hat die Möglichkeiten. Aber ich kann es auch verstehen, wenn man nicht auf Weiterbildungen geht, weil es wird von vielen einfach nicht wahrgenommen, auch vom Arbeitgeber nicht. (unv.) #00:36:19-5# nimmt auf der Weiterbildung. Dann hast du eben das Wissen, aber es wird auch nicht honoriert. So, wenn man sich so viel weiterbildet. Da kann ich auch PTAs verstehen, die dann glücklich sind, vorne zu stehen, jeden Tag die Beratung optimal zu leisten und dann abends zu ihrer Familie zu gehen. Wenn man das gleiche Geld kriegt wie einer, der jeden Tag auf Weiterbildung oder jede Woche auf Weiterbildung geht, sich spezialisiert hat auf irgendwas und das nicht honoriert wird. Warum soll man das machen? #00:36:51-2#

Norman Glaser: Ja. Interessanter Aspekt. #00:36:52-5#

Sebastian Giemsch: Total verständlich. #00:36:53-0#

Norman Glaser: Absolut. Ja. Lass uns doch vielleicht nochmal so ein bisschen die Stimmen einfangen der PTAs, die du vielleicht auch ganz nahe an der Basis auch so mitkriegst, vielleicht auch so aus dem Kollegenkreis. Wie beobachtest du so die Entwicklung der Digitalisierung, des digitalen Zeitalters? Ich meine, wenn wir nach Amerika schauen und dort die ganz großen Big Player im Online Geschäft sehen, ist es nur eine Frage der Zeit, wann das mit voller Wucht auch Deutschland treffen wird und Amazon hat es schon angekündigt, dass der Arzneimittelversand irgendwie auch über Amazon laufen soll. Jetzt haben wir die Gesetzesänderung der Preisbildung für Versandhändler. Ist so eine Angst spürbar oder so eine Ungewissheit spürbar und gibt es da so Eindrücke von dir? #00:37:45-3#

Sebastian Giemsch: Also Angst wirklich in großen, in den Städten denken ich, dass der, wenn man in größeren Apotheken arbeitet ist die Angst denke ich nicht da. Aber ich habe auch Freunde, die auf dem Dorf arbeiten, da die sagen auch schon, hmm jetzt kommt wieder Oma Erna an, bestellt sich aber ihr Rezept im Internet, will aber von mir beraten werden. Wir verdienen nichts dran und die Leute, die dann am anderen Hörer sind, wenn man dort anruft, haben keine Ahnung. Das ist finde ich halt immer, finde ich auch nicht schön sage ich mal, dass dann die Leute, die nehmen das halt selbstverständlich. Die kommen dann in die Apotheke, wollen sich beraten lassen, was auch in Ordnung ist, wollen dann noch Gratis-Kalender, gratis die Umschau, gratis halt wirklich, haben Sie nicht mehr Proben? Haben Sie noch Taschentücher? Die Apotheken bezahlen Das alles aus ihrer Tasche und verschenken es und dann löst man nicht mal das Rezept ein oder kauft nicht mal dort. Und das ist einfach, so unterstützt man die Apotheken, wo man alles, also viel geschenkt bekommt, unterstützt man nicht. Da will man lieber drei, vier Euro sparen als eine optimale Beratung zu haben und das finde ich halt schade in der Gesellschaft, dass es schon so ist. #00:39:01-4#

Norman Glaser: Vor allen Dingen an der eigenen Gesundheit, das muss man dazu sagen. #00:39:04-4#

Sebastian Giemsch: Genau. #00:39:05-8#

Norman Glaser: Also ist jetzt nicht der TÜV für das Auto oder die Werkstatt, wo man am besten eine nimmt, wo man sich auch sicher ist, dass das Auto gut repariert wird, aber so die eigene Gesundheit steht irgendwie meistens hinten an. #00:39:16-2#

Sebastian Giemsch: Ja. Das ist schade, weil ich kann auch nicht in einen DM gehen und sagen: so, in meiner Tüte ist nichts drinnen, ich hätte jetzt gerne noch Taschentücher, ich hätte gerne Bonbonproben und haben Sie noch was für die Augen, so eine Augencreme haben. Das kriegt man also nirgends, kriegt man nur in Apotheken, weil es noch so von früher drin ist. Klar, war es früher anders. Da hat man nicht so viel Geld für alles bezahlt. Und die Proben und so man hat einfach nicht mehr so viele Proben wie früher. Man kriegt nichts mehr von den Pharmaunternehmen geschenkt und das finde ich halt, die nehmen das alle noch für selbstverständlich, dass man alles geschenkt bekommt und dafür muss man, sollte man auch mal ein Rezept einlösen, wenn man was hat oder gerne mal sich beraten lassen und was kaufen und nicht sich beraten lassen und Online-Apotheke das bestellen. Das finde ich echt schade. #00:40:07-1#

Norman Glaser: Lass mich mal an dieser Stelle ein bisschen provozieren. Es gibt eine Projektgruppe, ich glaube zusammen mit der Telekom und DocMorris, die überlegt haben zu sagen: wir können die Beratung online abbilden durch einen Live Videochat zum Beispiel und anschließend gibt es einen Link um die Arzneimittel online zu bestellen. #00:40:27-8#

Sebastian Giemsch: Aber, wenn der Kunde das nicht versteht, also manche sind dann so, dass auch, wenn man es versucht denen leicht zu erklären, verstehen sie es trotzdem nicht und das finde ich beim Video halt immer schwierig. Videos sind toll, ich verweise auch gerne auf YouTube, wenn ich jemandem erkläre, wie man einen Inhalator bei Asthma benutzt. Gibt es bei YouTube geniale Anweisungen wie man das perfekt benutzt, von jedem Hersteller und dann erkläre ich es und dann sage ich: wenn Sie YouTube zuhause haben, dann gucken Sie es sich auf YouTube nochmal an oder Sie kommen nochmal vorbei. Das finde ich in Ordnung, aber dass die ganze Beratung über das geht, weil man weiß auch nicht, wenn die ihre Rezepte einlösen, was nehmen sie denn noch für Medikamente ein. Was kaufen sie in der Drogerie? Man tut die ganze Therapie köpfen, wenn man sich Johanniskraut aus dem Drogeriemarkt holt. Und das weiß man nicht, wenn man nicht nachfragt. #00:41:35-6#

Norman Glaser: Ja gut das könnte der jetzt online auch nachfragen, aber ich hätte wahrscheinlich eher so ein Schweizer Taschenmesser anstatt einen Spezialisten, also ich hätte dann halt keinen Sebastian Giemsch, sondern ich hätte dann halt irgendeinen Apotheker, der vor einer Kamera sitzt, der vielleicht noch die ein oder andere richtige Frage stellt, aber vielleicht wo die Person auf der anderen Seite, nämlich der Patient nicht so die große spielt, weil es ja ein Massengeschäft ist. #00:42:03-6#

Sebastian Giemsch: Genau. Wie bei Kaufland. #00:42:05-6#

Norman Glaser: Ja. (lacht) #00:42:06-0#

Sebastian Giemsch: Oder Norma. #00:42:07-7#

Norman Glaser: Ja genau. Sehr interessant, also ich bin auch mal gespannt, wo die Reise da hingeht und ich glaube auch, das hast du vorhin auch schon angedeutet. Angst braucht man nicht haben, aber man sollte halt aktiv sein. #00:42:19-7#

Sebastian Giemsch: Genau. #00:42:20-2#

Norman Glaser: Also ich glaube, man sollte in Aktionismus durchaus verfallen und sagen: Wir überlassen das Feld nicht Amazon & Co., sondern wir wachsen aus der Branche heraus, also oftmals kommt von außen irgendwie Google und baut ein Auto und Audi und Mercedes sagen sich, was ist da los? Und ich glaube aus der Branche heraus wirklich in den Aktionismus verfallen und zu sagen: hey! wir sind die Kompetenzträger, wir sind die Experten auf dem Gebiet und beraten individuell und persönlich. #00:42:47-3#

Sebastian Giemsch: Genau. Also die Persönlichkeit finde ich halt auch wichtig. #00:42:53-1#

Norman Glaser: Schön. Bevor wir zu deinem Geschenk kommen, Sebastian, habe ich noch eine kleine Quick Q & A Session. Ich stelle dir ein paar Fragen, ganz schnell hintereinander, du antwortest einfach aus dem Bauch raus, ganz spontan. #00:43:06-0#

Sebastian Giemsch: In Sätzen, in (unv.) #00:43:08-3#

Norman Glaser: Das überlasse ich deiner Kreativität. Du kannst es auch schreien? #00:43:12-8#

Sebastian Giemsch: Okay. Das will ich dir nicht antun. #00:43:14-9#

Norman Glaser: (lacht) Ich kann deine Tonspur hier nachpegeln. (lachen beide) Okay. Was hat dich anfangs davon abgehalten, dich mit einer Spezialisierung zu beschäftigen? #00:43:35-1#

Sebastian Giemsch: Die Angst einfach, dass das nicht ausreicht, was ich jetzt habe, also, was ich davor hatte. Dass das zu anstrengend wird, zu viel Zeit in Anspruch nimmt. #00:43:47-4#

Norman Glaser: Okay. Welcher Moment oder Rat hatte einen besonders nachhaltigen Einfluss auf dein heutiges Leben beziehungsweise auf dein Berufsleben? #00:43:56-2#

Sebastian Giemsch: Wie ich vorhin schon sagte, meine Mutter mit dem Satz “Gib nicht auf, du warst immer ein Kämpfer. Du hast noch nie aufgegeben”. #00:44:02-3#

Norman Glaser: Yes. #00:44:02-9#

Sebastian Giemsch: Das war das, was mir bis heute noch im Kopf bleibt. #00:44:07-0#

Norman Glaser: Super. Kannst du uns eine Internetressource oder ein Tool nennen, welches du selbst einsetzt? #00:44:12-7#

Sebastian Giemsch: (unv.) #00:44:15-1# und Apotheken ad hoc. #00:44:17-0#

Norman Glaser: Okay. Welche 3 Mobile Apps nutzt du am liebsten? Was ist auf deinem Startscreen auf dem Handy? #00:44:23-4#

Sebastian Giemsch: Facebook, Instagram und GMX. #00:44:29-4#

Norman Glaser: Coole Frage. Was für Musik hörst du gerne, die dich auf neue Ideen bringt oder inspiriert? #00:44:38-3#

Sebastian Giemsch: Obwohl ich Metal Musik mache (lacht) höre ich eigentlich Rock, also, was mich inspiriert ist eigentlich Deutsch-Rock. #00:44:46-2#

Norman Glaser: Cool. #00:44:46-5#

Sebastian Giemsch: Das ist so, also ich höre natürlich Metal, aber das, was ich so, wo ich meine kreativen Phasen und sowas nehme, ist so Rock und was jetzt ganz komisch klingt, Vivaldi. Ich höre ganz gerne Vivaldi. Ich liebe Vivaldi. #00:44:57-8#

Norman Glaser: Sehr cool. Vivaldi ist sehr cool. Und Deutsch-Rock. Sage mal so ein paar Künstler? #00:45:02-8#

Sebastian Giemsch: Jennifer Rostock, also das alte Zeugs, das finde ich total klasse, also halt auch in die Punkrock Richtung so Feine Sachen Fischfilet, #00:45:12-8#

Norman Glaser: (lacht) Sehr geil. Ja. #00:45:13-7#

Sebastian Giemsch: Sowas in die Richtung. Das ist auch das, was auch immer, wenn wir mit dem Bus unterwegs sind mit der Band. Das sind dann wirklich „Jennifer Rostock“, „Feine Sache Fischfilet“ sind dann auf jeden Fall in unserer Playlist mit dabei. #00:45:27-0#

Norman Glaser: Sehr cool. Kannst du uns ein Buch empfehlen, welches für dich einen großen Mehrwert hatte? Wie heißt dieses Buch und worum ging es da? #00:45:34-7#

Sebastian Giemsch: Ach ich lese nur Fachbücher. #00:45:38-5#

Norman Glaser: Dann sage ein Fachbuch, wenn das irgendwie Einfluss hatte. #00:45:40-4#

Sebastian Giemsch: Ich finde einfach, kommt jedes Jahr heraus, dieses HIV Buch. Da steht halt alles drinnen, was man wissen muss oder sollte. Ist eigentlich für Ärzte gemacht, um immer auf dem neuesten Stand zu bleiben. Aber das Buch ist wirklich das, was mich am meisten, also was ich wirklich so oft durchgelesen habe, weil ich es am Anfang nicht verstanden habe und wo ich jedes dritte Wort nachgoogeln musste, weil ich nicht wusste, was das heißt. Aber das ist wirklich ein Buch, was mich persönlich in meiner beruflichen Sache wirklich sehr geholfen hat. Sonst lese ich einfach, wenn ich lese, bloß Horrorbücher und das glaube ich, das sollte nicht mein Leben beeinflussen. (lachen beide) #00:46:26-3#

Norman Glaser: Aber, was ich jetzt stark finde und das matcht total mit der Aussage Never Give Up, dass du sagst, ich lese dieses Buch bis ich es verstanden habe. Also dass du da durchgehustlet hast und gesagt hast: hey! ich will das wissen. Sehr stark. Kannst du uns zum Schluss noch einen im Hinblick auf das digitale Zeitalter noch einen Tipp mit auf den Weg geben, der für dich vielleicht auch so eine gewisse Bedeutung hat? #00:46:57-9#

Sebastian Giemsch: Jetzt die PTAs oder allgemein? Also jetzt allgemein Apothekenpersonal oder? #00:47:03-3#

Norman Glaser: Wie du willst. #00:47:04-6#

Sebastian Giemsch: Also ich würde es auf Apothekenpersonal einfach jetzt beziehen, dass man darüber nachdenkt, was man im Studium oder in der Ausbildung gelernt hat und dies wirklich dem Kunden rüberbringt und nicht einfach nur jeden Tag Paracetamol, Nasenspray, ohne irgendeinen Satz außer dem Satz hier: Das macht 2,50. Dass man das einfach, wieder seinen Beruf einfach ernst nimmt. Dass das ein Medikament ist, was Schaden zufügen kann, dass man einfach wieder in den Sinn bekommt, zu beraten. Wir sind keine besseren Verkäufer wie bei den ganzen Einkaufs- und Supercentern wie in einer Modeboutique und sowas. Wir haben Fachwissen und das sollen wir auch nutzen. Das müssen wir nutzen, um einfach wieder eine Apotheke, die Apotheken aus dem schlechten Ruf zu bringen, dass wir einfach nicht gut beraten. Klar hat jeder mal einen stressigen Tag, aber man sollte den Beruf ernstnehmen und wirklich jedem das mitgeben, wenn mal was falsches und auch keine Angst haben mal einen Arzt anzurufen und zu sagen: hier stimmt was nicht. Ärzte sind dankbar darüber, die meisten. #00:48:10-7#

Norman Glaser: Starke Botschaft. Vielen Dank dafür. #00:48:12-4#

Sebastian Giemsch: Gerne. #00:48:13-8#

Norman Glaser: Sebastian, dein Geschenk. Trommelwirbel. #00:48:16-7#

Sebastian Giemsch: (Trommelwirbel simuliert) #00:48:18-1#

Norman Glaser: (lacht) Sehr schön. Einfach auch nochmal als PTA des Jahres 2016 nochmal von uns, das heißt von ALIUD Pharma, von der gesamten Belegschaft vom Team des Apotheken Fachkreises inklusive mir, herzlichen Glückwunsch nochmal dazu. #00:48:35-6#

Sebastian Giemsch: Vielen, vielen Dank. #00:48:35-7#

Norman Glaser: Und wir haben uns überlegt und total gefreut, dass du diesen Podcast hier mit uns machst, diese Aufnahme mit uns machst. Wir haben uns überlegt, dass wir dich mit deiner Apotheke ausstatten mit einem Service-Terminal und einer Service-App. #00:48:50-5#

Sebastian Giemsch: Oh! #00:48:50-9#

Norman Glaser: Dass wir das Thema Digitalisierung einfach auch zu euch in die Apotheke bringen und vielleicht mit dir wirklich mal überlegen, welchen wertvollen Content können wir auf das Terminal bringen, so dass es den Patienten oder den Kunden in der Apotheke tatsächlich hilft und vielleicht auch deine Beratung so ein bisschen skaliert. Man kann sich die Inhalte vom Terminal per E-Mail nach Hause schicken und vielleicht kann man sich deine Beratungsinhalte einfach als PDF, als Internetlink nach Hause schicken, um dann nochmal nachzulesen, weil doch das Thema HIV und Hepatitis sehr komplex auch ist. #00:49:26-4#

Sebastian Giemsch: Ja. Das ist schön. #00:49:27-7#

Norman Glaser: Und es wäre total genial, wenn wir dich als Markenbotschafter im Apotheken Fachkreis hätten, dass wir im Grunde deine Kompetenz auch den Kunden da draußen, den Kunden der Apotheken so generell einfach auch mit auf das Terminal bringen und hier ganz klar deine Empfehlung haben. #00:49:46-4#

Sebastian Giemsch: Gerne. Ich bin offen für alles. #00:49:49-7#

Norman Glaser: (lacht) Sebastian, vielen Dank für das Interview. Wir bleiben in Kontakt. Wir kontaktieren dich auf jeden Fall und geben dir bekannt, wann wir dir dein Terminal oder das Terminal für dich und dein Team liefern dürfen und #00:50:04-6#

Sebastian Giemsch: Ja gerne. Da würde ich dann sowieso an unserer Kommunikationschefin (unv.) #00:50:11-3#

Norman Glaser: Sehr cool. Und wünsche dir nur das Beste und vielen Dank nochmal für deine Zeit heute. #00:50:16-9#

Sebastian Giemsch: Gerne. Ich wünsche auch alles Gute und schöne Weihnachtszeit. #00:50:19-3#

Norman Glaser: Ja schöne Weihnachten genau. (lacht) Danke Sebastian. Bis bald. #00:50:23-7#

Sebastian Giemsch: Tschüss! #00:50:25-4#

Norman Glaser: Ciao! #00:50:26-5#