Norman Glaser und Michael Pieper sprechen in dieser Folge darüber, wie wichtig es für die Apotheke ist, mit dem Kunden im Dialog zu bleiben. Um diesen Dialog optimal zu gestalten, ist es wichtig verschiedene Marketing-Kanäle und Instrumente zu testen und die Zielgruppe zu befragen, bevor man langfristige und umfangreiche Investitionen tätigt.

Shownotes:
  • Warum ist es wichtig mit dem Kunden im Dialog zu bleiben?
  • Wie gelingt das?
  • Wie erfahre ich wer meine Zielgruppe ist?
  • Wie erreiche ich meine Zielgruppe ganz genau?

Textversion des Interviews

Michael Pieper: Herzlich willkommen zu APOTHEKEN-FACHKREIS.FM. Mein Name ist Michael Pieper und neben mir sitzt Norman Glaser. Guten Morgen Norman. #00:00:26-6#

Norman Glaser: Hallo Michael. #00:00:27-6#

Michael Pieper: Norman, heute sind wir im Apothekenlabor. Heute gibt’s sozusagen Marketingpower aus dem Apothekenlabor. Wir mischen heute keine Salbe und wir mischen auch keine Arznei, sondern wir wollen heute uns ein bisschen mit dem Marketing-Mischen beschäftigen. (lacht) #00:00:47-7#

Norman Glaser: Mhm (bejahend). #00:00:48-1#

Michael Pieper: Nein Spaß beiseite. Was meinst du, wofür braucht man jetzt im Marketing ein Labor? #00:00:54-1#

Norman Glaser: Ja das ist eigentlich schnell erzählt, denn die Idee oder der Ansatz eines Marketinglabors ist das Lean Startup Prinzip, das heißt, wir beschäftigen uns damit, herauszufinden, wo kommuniziert die Zielgruppe? Wer ist überhaupt meine Zielgruppe und das übergeordnete Ziel ist natürlich. Wie schaffe ich es den Dialog auch außerhalb meiner Apotheke aufrechtzuerhalten mit der Zielgruppe. #00:01:23-6#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). Und warum ist das so wichtig? Also, dass der Dialog jetzt nicht an der Apothekentür endet, sondern, dass der auch darüber hinaus weiter geht mit den Kunden? #00:01:34-5#

Norman Glaser: Also heute ist es wichtiger denn je, wenn wir uns diese ganzen Communities anschauen und sozialen Netzwerke, die es gibt, ist es wichtiger denn je Beziehungen herzustellen und Beziehungen aufzubauen. Jeder Apotheker kennt das in seiner Apotheke, dass er dort eine Beziehung aufbaut zu den Kunden und Patienten in seiner Region und dieser Beziehungsaufbau und das wird in Zukunft wichtiger denn je, ist natürlich auch digital weiterzuführen. Also erreiche ich tatsächlich meine Patienten auf dem Smartphone? Erreiche ich diese Patienten auch über die Website? Bekommen die Patienten regelmäßig von mir Newsletter oder dergleichen? Also ich glaube, es ist eigentlich die perfekte Ergänzung zum, nennen wir es mal regionalen Offline Beziehungsmanagement hin zu einem ergänzenden digitalen Beziehungsmanagement. Das kann man eigentlich so gut ergänzen. #00:02:36-0#

Michael Pieper: Und mir fällt gerade ein. Der Vorteil ist auch, dass auf die Art und Weise auch noch einmal ein neuer Rückkanal sozusagen #00:02:43-6#

Norman Glaser: Ja. #00:02:43-5#

Michael Pieper: Offen wird. Das heißt, wir haben auch die Möglichkeit und da sind wir jetzt wieder bei dem Testen, bei dem Laborthema, etwas zu erfahren von unseren Kunden, auch auf eine bestimmte Art und Weise? #00:02:56-6#

Norman Glaser: Ja. Das ist extrem wichtig, was du gerade gesagt hast. Dass was zurückkommt. Wir beobachten immer wieder, dass es eher so eine Push-Kommunikation ist. Also ich schicke einfach Dinge raus und bringe das auf meine Website, poste das auf Twitter, auf Facebook und so weiter oder schicke eine E-Mail raus, aber es geht ja um die Response. Also es geht wirklich darum, bekomme ich etwas zurück, bekomme ich eine Information meiner Patienten zurück. Das kann ein Feedback sein. Das kann ein Interesse sein. Das können Anfragen sein. Das können sogar auch Bestellungen sein oder am Ende der Besuch in der Apotheke. Aber es geht immer und das ist Dialog, ein Austausch, #00:03:34-1#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). Ja. #00:03:34-1#

Norman Glaser: Der da stattfindet und alles, was im Marketing diesen Austausch unterstützt, genau das ist im Grunde das Ziel, im Labor zu testen, ob die Maßnahme oder Kanal tatsächlich für mich als Apotheke geeignet ist. Weil ist ja klar, also man kann jetzt kein Konzept für alle Apotheken entwickeln, sondern man kann natürlich nur sagen, je nachdem, wo auch der Standort der Apotheke ist, wie die Zielgruppe der Apotheke aussieht. Wie vielleicht auch die Alleinstellung der Apotheke oder wie die Apotheke positioniert ist. All das natürlich Faktoren, für die ein individuelles Marketing eine Rolle spielen. #00:04:09-3#

Michael Pieper: Und genau, um das alles herauszufinden, teste ich halt verschiedene Sachen aus. Machen wir es einfach mal konkret. Was könnte jetzt, also könnten so Beispiele sein, was kann man alles testen? Newsletter zum Beispiel also E-Mail Marketing könnten wir testen. #00:04:25-3#

Norman Glaser: Genau. Also vielleicht noch kurz zu dem Test, weil wichtig ist zu verstehen, dass der Test soll dazu führen, dass ich im Grunde mit keinen oder sehr geringen Investitionskosten Marketingmaßnahmen ausprobieren kann. #00:04:41-3#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). Also Testballon sagt man auch so gerne. #00:04:43-8#

Norman Glaser: Genau. #00:04:44-0#

Michael Pieper: Mache erstmal was Kleines fertig ohne mich jetzt in Unkosten zu stürzen. Versuche sozusagen minimal Aufwand, maximaler Ertrag, in dem Fall also auch Informationen zu erhalten, darüber, ob das jetzt auch bei der Zielgruppe ankommt. Ob ich auch den Nerv treffe oder ob es vielleicht total verpufft und ich mir dann auch alles dann am Ende sparen kann und mich lieber auf was Anderes konzentrieren kann. #00:05:06-7#

Norman Glaser: Ja genau. Weil in der Vergangenheit war es wirklich so, dass oder was heißt in der Vergangenheit, es ist bis heute so, dass man dann mal so ein Website-Paket einkauft und sich dann verstrickt über Wochen, Monate hinweg, dass man sagt, jetzt muss ich meine Website bauen oder dann investiere ich in E-Mail, Newsletter-Programm und weiß eigentlich gar nicht, welches Programm ist das Geeignete oder kommuniziert meine Zielgruppe eigentlich darüber und wenn ja wie. #00:05:30-1#

Michael Pieper: Oder so einfach nur, ob die (unv.) #00:05:31-4# vielleicht auch stimmt. #00:05:32-2#

Norman Glaser: Dieses Thema rauszufinden, ja genau, in dem Test wirklich so spitz und zielgerichtet herzugehen sozusagen. Und das muss jetzt nicht so sein, dass ich sage, ich schreibe jetzt 1000 Patienten an oder so. Also überhaupt nicht in diesen Dimensionen denken, sondern, weil du gerade Themen angesprochen hast, um mal ein konkretes Beispiel zu nennen, dass man eine E-Mail rausschickt an 10 Patienten oder meinetwegen 20 und sagt, für welche dieser 3 Themen würdet ihr euch interessieren? Und dann schaut, was kommt tatsächlich zurück. Habe ich keinen Rücklauf, also habe ich keine Antwort bekommen, kein Feedback, dann muss ich halt hier was ändern und das justiere ich so lange nach, bis ich merke, okay die Patienten meiner Apotheke interessieren sich für das Thema, ich spinne jetzt mal rum, Cholesterin oder ne. #00:06:23-0#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). Ja klar. #00:06:23-2#

Norman Glaser: Homöopathie oder sowas. Also, dass ich das versuche rauszufinden. Das wären jetzt so Themensachen, die ich rausfinden kann. Das nächste wäre zum Beispiel wie relevant ist das Thema E-Mail Newsletter tatsächlich? Also ich würde jetzt mal eine pauschale Aussage machen und auch damit ein bisschen provozieren wollen. E-Mail Newsletter ist für jede Apotheke wichtig. #00:06:45-6#

Michael Pieper: Ja. #00:06:45-7#

Norman Glaser: Weil das ist im Grunde der digitale Briefkasten. Also, wenn ich an meine Post denke zuhause, schaue ich einmal am Tag in meinem Briefkasten vorbei und genau das machen in der Regel auch die Leute draußen. Die sind öfters in ihrem E-Mail Postfach als zum Beispiel bei Facebook oder bei Twitter oder so. Und diesen Kanal nicht zu nutzen, ist halt ein Potential, das verschenkt ist. #00:07:09-6#

Michael Pieper: Ja. #00:07:09-9#

Norman Glaser: Also das würde ich auf jeden Fall in Betracht ziehen und auch hier ist die Frage. Wie oft, also wie hoch ist die Frequenz des Newsletters. Welche Tools eignen sich da? Und was sind die Themen? Die Themen sind eigentlich das #00:07:21-8#

Michael Pieper: Ja. #00:07:22-6#

Norman Glaser: Ausschlaggebende und Themen meint nicht werblich. Also nicht nur werblich. Also der Newsletter sollte im Wesentlichen Vorteil für den, der also nicht nur einen monetären Vorteil, das heißt keine 15 Produktangebote und wann ich mir 10 Prozent sparen kann. Das wäre so ein klassischer Werbe-Newsletter. Sondern ein Vorteil wäre wirklich zum Beispiel ein Ebook zum Thema jetzt steht Herbst, Winter an, zum Thema Erkältung. Was kann ich tun, um mich zu schützen und der gleichen? #00:07:53-8#

Michael Pieper: Ja. #00:07:53-7#

Norman Glaser: Und dann das kombinieren mit einem tollen Produktangebot. Das (unv.) #00:07:58-1#

Michael Pieper: Ich meine, das kennt man von sich selber. Also ich mache die reinen werblichen Newsletter, da klicke ich mich auch nicht durch oder gucke einmal kurz drüber und dann ist auch weg. Man will schon auch, man also ich glaube heute ist es einfach auch schon ein Standard oder eine Erwartungshaltung, dass man auch Mehrwerte im Internet, aber auch jetzt per Newsletter einfach auch zur Verfügung gestellt bekommt und dann kommt quasi die Werbung oder so die Angebote, die man zu bieten hat, die kommen dann halt sozusagen nebenher. #00:08:28-8#

Norman Glaser: Man muss sich auch ein bisschen damit beschäftigen. Also zum Beispiel E-Mail-Newsletter sollte immer regelmäßig auftauchen. Also man muss auch so ein paar digitale Rituale wie ich das immer nenne, schaffen. Das heißt, ich weiß am Anfang des Monats kommt mein Apotheken-Newsletter raus und ich weiß, dieser Apotheken-Newsletter hat nicht nur Werbung, sondern der hat vor allem für mich Mehrwerte an Informationen. Tolle Links zu irgendwelchen Blogbeiträgen vielleicht. Vielleicht sogar ein Podcast. (lachen beide) #00:08:56-4#

Michael Pieper: Vielleicht sogar ein Podcast und im besten Falle ist es dann so, dass man es eigentlich schon kaum erwarten kann, bis die neue Folge dann wieder oder der neue Newsletter, dass man sich denkt, Mensch, ja da freue ich mich schon drauf, weil es Teil, wie du sagtest, des Rituals, der Routine so geworden ist und das ist eigentlich optimal. Dann ist sozusagen der Test gelungen, (lacht) wenn das erfolgt ist. #00:09:16-9#

Norman Glaser: Ja. Und genau diesen Test, das vorher abzufragen, bevor ich mir die Mühe mache, einen Newsletter zu layouten, mir das Programm zu besorgen #00:09:24-5#

Michael Pieper: Ja. #00:09:24-8#

Norman Glaser: Und da auch zu texten, das braucht auch ein bisschen gedanklichen Invest, wäre es halt wichtig, vorher rauszufinden und zu sagen, okay, was sind die Themen, was interessiert meine Zielgruppe? Und das schaffe ich eben durch solche Tests. Das kann man übrigens auch, muss jetzt nicht per E-Mail sein, wenn man sehr aktiv ist bei Facebook, kann das auch per Facebook sein. Also ich kann per direkter Nachricht meine Fans fragen und sagen, #00:09:50-6#

Michael Pieper: Ja. #00:09:50-4#

Norman Glaser: Hey Leute, wofür würdet ihr euch interessieren? Ich habe mir zu 3 Themen mal Dinge überlegt. Was wäre für euch super interessant? Und das ist auch so der Rat, wenn man ihn an dieser Stelle geben möchte an Apotheken, dass man sich überlegt, da ist unglaubliches Experten-Knowhow da. Dass man dieses Experten-Knowhow in irgendeiner Form, in einem PDF, in einem Blogbeitrag, das reicht einmal alles 14 Tage zum Beispiel, dass man dieses Knowhow einfach weitergibt, um so ein bisschen aus der Ecke herauszukommen, nur Medikamente abzugeben in der Apotheke, sondern wirklich auch zu sagen, hey ich liefere dir einmal im Monat einen Newsletter mit Informationen, die du mit Sicherheit spannend finden wirst. #00:10:38-4#

Michael Pieper: Und im besten Fall, also das ist ja denke ich oft der Fall, dass da die Apotheker, Apothekerinnen auch spezielle Themen haben, wofür sie auch brennen, wofür sie sich begeistern und dann fällt es in der Regel auch nicht schwer da auch dann drüber zu berichten sozusagen. Also quasi den also das, die Gedanken, die sie sich selber machen oder vielleicht auch mit Kollegen austauschen, das dann einfach auch den Leuten zur Verfügung stellen. #00:11:00-5#

Norman Glaser: Ja. Und vielleicht noch ein wichtiger Gedanke. Wenn wir über Labor sprechen, wenn wir sagen, jede Apotheke braucht ein eigenes Marketinglabor, dann geht natürlich dem Test ein ganz wichtiger Schritt voran, nämlich das Befragen der Community und das heißt, ich muss erstmal forschen und verstehen, was interessiert die Leute, muss ich dann wirklich so einen E-Mail Test machen, bis ich dann so einen Facebook Test mache oder bis ich mich vielleicht an einem Blog, Podcast, an einem Video, whatever. #00:11:31-8#

Michael Pieper: Also wirklich auch vis a vis, meinst du, also auch in der, ruhig in der Apothek mal zu sagen, hör mal, #00:11:37-1#

Norman Glaser: Ja. Jedes Gespräch hilft. Und sich bewusstmachen und sagen, okay wer ist so meine Kernzielgruppe und wie befrage ich die? Und ich glaube auch, da gibt es vom Alter her kaum noch Unterschiede. Also, wenn ich jetzt an E-Mail Marketing denke, liest meine Oma E-Mails genauso wie mein Neffe. Also es ist #00:11:57-8#

Michael Pieper: Auch thematisch, meinst du inhaltlich? #00:11:59-5#

Norman Glaser: Inhaltlich wird es differieren, klar. Das kann man aber wirklich mit so einem Zielgruppentargeting gut machen. Also auch in dem E-Mail Newsletter kann man natürlich selektieren und sagen, Alter von bis, von bis und wenn ich diese Information habe, kann ich das dann auch so ausliefern oder ich mache per se eine Mischung in meinem Newsletter, dass für jeden was dabei ist, ohne zu überfrachten. Aber vorab im Labor wirklich mit geringem Aufwand, wirklich mit also sehr kreativen Ideen wirklich versuchen herauszufinden, was interessiert die Leute da draußen? #00:12:32-0#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). Klasse. Also wir halten mal fest. Wichtig ist zu erfahren, was will meine Zielgruppe? Was wollen meine Kunden und Patienten? Wichtig ist, mit denen im Dialog zu bleiben, auch über den Besuch in der Apotheke hinaus und da bieten die neuen Medien einfach super Vorteile. Wichtig ist dann diese Tests durchzuführen, zu gucken auf verschiedene Art und Weise sich was einfallen zu lassen. Wie kann ich die Leute befragen, damit ich einfach auch meine Investitionen schützen kann, damit ich einfach auch erstmal mich vorteste, aber mich trotzdem weiterentwickle, um dann auch den Leuten was Tolles zu bieten. #00:13:10-5#

Norman Glaser: Ja. Vielleicht an dieser Stelle noch einfach so ein Gedanke. Was gut funktioniert beim Testen sind sogenannte Landingpages. Dafür ist es gar nicht wichtig zu wissen wie man sowas baut. Also wir werden zu dieser Podcast-Folge noch ein paar Links dazu bauen in die Shownotes. Es gibt tolle Tools. Da kann ich ohne Programmierkenntnisse wirklich super schnell eine Landingpage bauen und hier einfach testen. Wenn ich zum Beispiel schon E-Mail Adressen habe, weil dann schicke ich an die E-Mail Adressen, die ich habe, einfach mal den Link zu dieser Landingpage und schaue wie ist die Response-Quote, wie viele Menschen tragen sich zum Beispiel ein auf der Landingpage mit ihrer E-Mail Adresse oder wie viele geben mir überhaupt ein Feedback. Und diese Tests kann man dann wieder einfließen lassen in das restliche Marketing. Das finde ich glaube ich noch einen guten Tipp, denn diese Landingpage kann man auch bei Facebook teilen, bei Twitter teilen. Also man kann so die sozialen Netzwerke mit einfließen lassen. #00:14:09-2#

Michael Pieper: Also ist jetzt schon sage mal ein bisschen so ein Profitipp. Also ich kann eine E-Mail, ich kann die Leute vis a vis fragen, ich kann eine E-Mail schreiben, ich kann eine persönliche Nachricht auf Facebook, generell, weil ich auch gerade nochmal gedacht habe, generell ist wahrscheinlich die persönliche Ansprache schon besser auch jetzt zum Beispiel auf Facebook als, wenn ich jetzt einfach auf meiner Pinnwand da in der Chronik irgendwie, ey Leute sagt mal eure Themen. Da ist meistens der Rücklauf geringer als, wenn ich jetzt vielleicht mal konkret einzelne, lieber Herr XY, ist vielleicht dann auch nochmal besser. #00:14:44-9#

Norman Glaser: Ja. Also das ist natürlich auch eine ganz persönliche Geschichte. Also, wenn ich eine Nachricht bekomme, die an mich persönlich adressiert ist, werde ich auch eine Antwort schicken in der Regel, nicht alle machen das, aber in der Regel. Dann werde ich natürlich schneller ein Feedback bekommen als, wenn ich wieder anfange zu streuen. Und wie gesagt, in der Testphase geht es ja nicht darum, jetzt eine hohe Reichweite anzusprechen, sondern vielleicht von 10, von 20 Patienten zu hören. Wie kommuniziert ihr? Das ist super wichtig. Ich denke da zum Beispiel auch an Whatsapp. Inwieweit ist für mich als Apotheke vielleicht Whatsapp ein guter Kanal, um vielleicht auch so ein Service-Tool wieder an die Hand zu geben meinen Kunden. Inwieweit kommunizieren die Leute per E-Mail, sozialen Netzwerken oder über meine Website. #00:15:26-9#

Michael Pieper: Also einfach Stichproben sozusagen #00:15:28-5#

Norman Glaser: Ja. #00:15:28-6#

Michael Pieper: Zu machen, aus denen ich dann bisschen Rückschlüsse ableiten kann und diese Landingpages, die werden dann schon also #00:15:36-5#

Norman Glaser: Schritt 2 dann. #00:15:37-5#

Michael Pieper: Das wäre Schritt 2. Das wäre also auf so einer ich sage mal wie eine kleine Website, eine ganz einfache Website, wo dann das entsprechende Angebot vielleicht eine Vorbestellfunktion oder keine Ahnung schon mal so skizziert ist und man testet einfach mal, man guckt, wie viele Leute sind jetzt aktiv, gehen da klicken da drauf und haben Interesse. Und haben dann und daraus kann ich dann auch wieder sehen, Mensch ja das lohnt sich vielleicht da auch ein bisschen mehr zu investieren. #00:16:01-9#

Norman Glaser: Ja. Und ich glaube, ein wichtiger Tipp ist. Wenn ich so ein Angebot mache, ein Produktangebot zum Beispiel, immer mit einem Mehrwert verknüpfen. Also die Unterscheidung wirklich zum Beispiel zu Versandhändlern, die das online machen, ist, immer das Experten-Knowhow mit dran zu heften. Und das ist im Grunde immer das Plus, der Mehrwert für den Kunden. Also ich kriege nicht nur das Medikament oder ein tolles Angebot, sondern ich bekomme auch immer Expertenwissen dazu. Und das kann eine Word-Datei sein, das kann ein PDF sein, völlig egal. Das muss jetzt nicht den Design-Preis gewinnen. Da geht es wirklich um Inhalt. Also, wenn ich wirklich mein Wissen mitgeben kann und das muss ich ja nur einmal bauen und kann es 100 Kunden mitgeben. Also es ist einmal muss ich ein bisschen Zeit investieren, da brauche ich keine externen Kosten, sondern ich schreibe diesen Text, bringe diese Werte mit rein, diesen Mehrwert mit rein und schaffe hier wirklich eine Alleinstellung, weil ich einfach meine Produkte mit diesen (unv.) #00:16:57-1#

Michael Pieper: Das ist das Schöne am digitalen Zeitalter. Wir müssen noch nicht mal mehr kopieren oder (lacht) irgendwas vervielfältigen, das vervielfältigt sich von selbst. Nein, hört sich nochmal nach einem spannenden Tipp an. Also das Knowhow ist da. Man muss es sozusagen in die richtigen Kanäle dann auch so bringen, um sich einfach auch und das ist ja auch eines unserer Themen, um sich einfach auch zu differenzieren, um sich gut zu positionieren und um sich weiterzuentwickeln, nicht stehenzubleiben. Auch mal was auszuprobieren, auch mal mutig zu sein, zu sagen, Mensch da sind die Versandhändler, da ist Amazon, da ist die Konkurrenz in meiner Nachbarschaft, in der Umgebung. Warum nicht mal was Neues auszuprobieren. #00:17:41-8#

Norman Glaser: Ja. Und vielleicht an dieser Stelle mal wieder den Aufruf in unsere Mastermind-Gruppe vom Apotheken Fachkreis, dass alle teilnehmenden Apotheken sich doch hier einfinden und wir dort gemeinsam über die Erfolge oder auch Misserfolge, auch die Misserfolge sind extrem wichtig #00:17:58-2#

Michael Pieper: Absolut. #00:17:58-3#

Norman Glaser: Im Labor. Sagen wir mal so, Erfolg gibt es ohne Misserfolg eigentlich nicht und Misserfolg ist nicht das Gegenteil von Erfolg. (lacht) #00:18:08-1#

Michael Pieper: Ist quasi die Voraussetzung. #00:18:09-7#

Norman Glaser: Ja genau. Also wir brauchen die Learnings, wir brauchen die Fehlschläge, um herauszufinden, okay Facebook funktioniert für mich nicht, weil meine Zielgruppe da nicht ist und das kann ich eben nur indem ich es teste, indem ich den Misserfolg tatsächlich habe und dann die Erkenntnis daraus gewinne. Und das können wir gerne in unserer Mastermind-Gruppe machen. Also alle teilnehmenden Apotheken können einfach mal posten, was für sie funktioniert, was nicht. Oder auch ihre Fragen stellen und wir können dort vielleicht mit ganz konkreten Tipps oder Hilfestellungen einfach versuchen unter die Arme zu greifen. #00:18:46-8#

Michael Pieper: Super. Wichtiger Hinweis nochmal. Also die Mastermind-Gruppen, also die Koordination findet auf der geschlossenen Facebook-Gruppe statt des Apotheken Fachkreises. #00:18:55-3#

Norman Glaser: Und Xing und LinkedIn mittlerweile, also wir haben #00:18:58-1#

Michael Pieper: Super. #00:18:58-3#

Norman Glaser: Auf 3 sozialen Netzwerken jetzt diese Mastermind-Gruppe eingerichtet für alle Apotheken, die Mitglied im Fachkreis sind und ja einfach anmelden, mitmachen aktiv. #00:19:09-8#

Michael Pieper: Dem habe ich nichts mehr hinzuzufügen. (lachen beide) Norman, es war mir wie immer ein Vergnügen. #00:19:14-7#

Norman Glaser: Mir auch, Michael. (lacht) #00:19:17-3#

Michael Pieper: Dann bleibt mir nur noch zu sagen. Tschüss und bis zum nächsten Mal. #00:19:20-0#

Norman Glaser: Jo bis dann. Ciao! #00:19:20-8#