Die Leitung und Verantwortung für ein Unternehmen zu übernehmen, setzt eine Vielzahl unterschiedlichster Kompetenzen voraus. Neben den eigentlichen pharmazeutischen Fachkompetenzen sind in der Apotheke insbesondere kaufmännisch-strategische Fähigkeiten gefragt. Allerdings ist das noch nicht alles. Mitarbeiter zu führen, diese zu motivieren und zu einem funktionalen und harmonischen Team zu formen sowie Kunden professionell zu beraten, sind Schlüsselfähigkeiten, die den Erfolg Ihrer Apotheke wesentlich mitbestimmen.

Durch die Digitalisierung kommen neue Anforderungen hinzu – Smartphone, Internet, Social Media – stetig neue Entwicklungen machen es erforderlich, bis in das hohe Alter hinein lernfähig, offen und neugierig zu bleiben. Darüber hinaus haben sich nicht nur die Organisationsformen verändert, sondern auch die Formen sozialer Interaktion. An die Stelle von Vereinen und Kooperationen treten Netzwerke und Communities, welche in der Regel schneller, unbeständiger und beweglicher agieren und sich neue Wege und Formen der Kommunikation wie Foren, Chats und Messenger-Dienste geschaffen haben. Was bedeutet das für den Apotheker? Welche Kompetenzen sind für das erfolgreiche Führen heute von Bedeutung? Dieser Artikel bietet Ihnen einige Anregungen.

Empathie und Wertschätzung als wichtige Währung

Eine wertschätzende und emphatische Haltung ist für Sie als Apotheker gleich mehrfach von Bedeutung. Als kundenorientiertes Unternehmen ist es für Sie erforderlich, die Bedürfnisse und Wünsche Ihrer Kunden und Patienten zu kennen und auf diese einzugehen. Im Kontext Apotheke kommt hinzu, dass Ihre Kunden beim Thema Gesundheit nicht nur fachlich gut betreut werden wollen, sondern auch das Gefühl brauchen, bei Ihnen in guten Händen zu sein. Erst die Kombination aus fachlicher und sozialer Kompetenz ermöglicht einen optimalen Vertrauensaufbau bei Ihren Kunden.

Aber auch Ihr Team will wertschätzend behandelt werden. Die Zeiten steiler Hierarchien, basierend auf Druck, Angst und Autorität sind lange überholt und langfristig auch nur selten zielführend. Ein emphatischer Chef, der die Anliegen seiner Mitarbeiter ernst nimmt und darauf eingeht, ermöglicht erst eine positive Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen. Wenn es Ihnen als Leitung gelingt das zu erreichen, sind Mitarbeiter oft bereit über Grenzen hinauszugehen. Aber nicht weil sie sich gezwungen fühlen, sondern weil sie sich als wichtigen Teil des Unternehmens fühlen.

Der Schlüssel zu einer empatischen Haltung ist, sich immer wieder in die Lage des anderen hinein zu versetzen. Wie fühlt sich mein Gegenüber? Was sind seine Bedürfnisse und wie bringt er sie zum Ausdruck? Ein Perspektivwechsel ermöglicht es Ihnen nachvollziehen zu können, was Ihre Kunden, Mitarbeiter oder Kollegen denken und fühlen und warum sie das tun was sie tun. Das heißt nicht, dass Sie für alles Verständnis aufbringen oder alles billigen müssen. Sind Sie aber in der Lage durch Empathie Ihr Gegenüber zu verstehen, können Sie in angemessener und konstruktiver Weise darauf reagieren.

Das Team – Mehr als die Summe seiner Teile

Eine Apotheke ist nur dann erfolgreich, wenn die Mitarbeiter in einer positiven und motivierenden Atmosphäre arbeiten. Jede Unzufriedenheit, jeder Frust kann von den Kunden in der Kommunikation, wenn auch unbewusst, wahrgenommen werden. Dementsprechend wichtig ist es, entsprechende Bedingungen und Strukturen in Ihrer Apotheke zu etablieren. Als Grundvoraussetzung gilt hierbei, die Mitarbeiter bestmöglich hinsichtlich Ihrer Talente, Neigungen und Kompetenzen einzusetzen. Es nützt nichts, wenn ein Mitarbeiter die Zusatzausbildung zum Thema Diabetes hat, sich mittlerweile aber überhaupt nicht mehr für das Thema interessiert oder sich damit unwohl fühlt. Überprüfen Sie regelmäßig, ob Ihr Team die jeweiligen Aufgabenfelder optimal ausfüllen kann, oder ob etwas verändert werden muss. Maßnahmen wie Fortbildungsangebote oder kleinere Umstrukturierungen können motivierend wirken und gleichzeitig die Effizienz steigern.

Es geht in der Teamentwicklung auch nicht darum, alle Entscheidungen zur Abstimmung zu stellen oder auf alles einzugehen was Ihre Mitarbeiter möchten. Im Gegenteil werden Ihre Mitarbeiter Leitung und Orientierung von Ihnen erwarten. Jedoch ist es sinnvoll und hilfreich, wenn das Team in Entscheidungsprozesse mit einbezogen wird, oder diese zumindest nachvollziehen kann. In jedem Fall ist Transparenz wichtig, um ein vertrauensvolles und kooperatives Klima zu ermöglichen. Menschen wollen wahrgenommen werden und viele Reibungsverluste entstehen dadurch, dass sich Angestellte von Vorgesetzten ignoriert fühlen.

Besonders bei Konflikten ist es erforderlich, diese nicht unter den Teppich zu kehren oder auszusitzen, sondern einen konstruktiven Weg der Bearbeitung wie eine Mediation oder eine Schlichtung zu finden. Ungeklärte, schwelende Konflikte können sich zu unkontrollierbaren Krisen entwickeln. Schaffen Sie Rituale und Strukturen, die eine konstruktive Teamentwicklung ermöglichen. Regelmäßige Teamsitzungen, Teilnahme an Fortbildungen, Betriebsausflüge und Mitarbeitergespräche sind nur einige Ansätze, die hierbei hilfreich sein können. Fragen Sie Ihre Mitarbeiter, was sie sich vorstellen. Nutzen Sie die Intelligenz der Gruppe, um auf diese Weise optimale Lösungen zu finden.

Leben und arbeiten in Netzwerken

Der Netzwerkgedanke ist sinnbildlich für das digitale Zeitalter und wird wesentlich durch das größte von Menschen geschaffene Netzwerk, das Internet beeinflusst. Für den Apotheker spielt zunächst das ganz konkrete Netzwerk aus Geschäfts- und Handelspartnern eine wichtige Rolle. Gibt es in meinem Netzwerk einen guten Steuerberater, oder kennt jemand aus dem Netzwerk einen? Auch auf der kollegialen Basis sind Netzwerke wichtig um zu erfahren, wie andere eigentlich mit der neuen Verordnung X umgehen oder wie der Kollege das eigentlich bei Indikation Y macht. Ein kollegialer Austausch im Netzwerk ermöglicht Inspiration und Anregung und ist branchenübergreifend heute ein wesentlicher Bestandteil der Geschäftswelt.

Über die sozialen Netzwerke können Sie sich nicht nur mit Kollegen, sondern auch mit Kunden austauschen. Diese vernetzte Form des Kundendialogs ermöglicht es, den Kunden Rückmeldungen darüber zu geben, wie gut es die Apotheke schafft, auf ihre Bedürfnisse und Wünsche einzugehen. Der Apotheker kann hieraus dann Schlüsse ziehen und entsprechend reagieren. Darüber hinaus entsteht über den neuen Dialogweg die Möglichkeit, dass sich die Kunden mit der Apotheke identifizieren und sich als Teil einer Gemeinschaft begreifen. Diese Kunden sind dann besonders loyal und empfehlen Ihre Apotheke gerne auch weiter.

Das Netzwerk des APOTHEKEN FACHKREISES

Der APOTHEKEN FACHKREIS versteht sich ebenfalls als Gemeinschaft mit einem starken Netzwerk. Neben den technischen Lösungen stellen Experten aus den Bereichen Pharmazie, Marketing und digitale Medien in wöchentlichen Fachartikeln und Podcasts Wissen und Know-how zur Verfügung und liefern damit wertvolle Impulse und Anregungen zur Weiterentwicklung der eigenen Konzepte. Über eine geschlossene Facebook-Gruppe können die Teilnehmer nützliche Tipps, Erfahrungen und Erfolge schnell und unkompliziert teilen. Um sich im regionalen Umfeld auf eine persönliche Weise zu vernetzen und zu begegnen, gibt es Mastermind-Gruppen. Nutzen Sie die Vorteile dieses starken Netzwerks, um Ihre Apotheke in einer rasanten und zunehmend digitalisierten Welt mit Freude weiterzuentwickeln.

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Gemeinsam mit den teilnehmenden Apotheken im APOTHEKEN FACHKREIS und professionellen Kooperationspartnern entwickeln wir Lösungen, mit denen sich Vor-Ort-Apotheken zeitgemäß und modern positionieren können.

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