Norman Glaser und Michael Pieper sprechen in dieser Podcast Folge darüber, wie wichtig es für den Apotheker ist, sich über einen Expertenstatus optimal zu positionieren.

Inhalt:

  • Warum ist es wichtig ein Experte zu sein und was bedeutet das?
  • Wie wird man Experte?
  • Wie wird man als Experte wahrgenommen?
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Podcast in Textform

Michael Pieper: Herzlich willkommen zu APOTHEKEN-FACHKREIS.FM. Mein Name ist Michael Pieper und ich sitze hier wieder einmal mit Norman Glaser. Hi Norman. #00:00:08-5#

Norman Glaser: Hi Michael. #00:00:09-5#

Michael Pieper: Norman, wie war dein Tag bis jetzt? #00:00:11-8#

Norman Glaser: Sensationell. Du hast heute Geburtstag. #00:00:14-2#

Michael Pieper: Oh ja. (lachen beide) #00:00:16-1#

Norman Glaser: Stellst du fest auf dem Podcast. Und ich freue mich mit dir heute über das Thema Expertentum zu sprechen. #00:00:21-7#

Michael Pieper: Ja. Genau. Also du kommst gleich zur Sache. Das mag ich an dir. #00:00:26-7#

Norman Glaser: (lacht). #00:00:26-9#

Michael Pieper: Expertentum. Ja genau. Vielleicht versuchen wir es erstmal ein bisschen einzuordnen und näher zu bestimmen. Experte, klar jeder hat eine Vorstellung was ein Experte ist, aber jetzt nochmal genauer im Zusammenhang mit der Apotheke. Was würdest du sagen? Was bedeutet da Experte zu sein? #00:00:45-4#

Norman Glaser: Also ich glaube, wie wir ja schon im Vorgespräch festgestellt haben, da hat jeder so seine Definition. Für mich bedeutet Experte zu sein, wenn ich für meine Zielgruppe mit einem Thema, für das ich eine besondere Leidenschaft und besondere Begeisterung habe, eigentlich den Unterschied mache. Dass ich dort wirklich wahrgenommen werde als kompetente Fachkraft zu einem Thema und auf diesem Thema, wie ich so schön immer sage, expandiere #00:01:15-9#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). #00:01:16-0#

Norman Glaser: Und dort wirklich wertvolle Inhalte anbieten kann. #00:01:19-3#

Michael Pieper: Okay jetzt könnte man ja sagen, der Apotheker ist ja Experte per se, also er ist ja sozusagen Experte für Pharmazie, für pharmazeutische Produkte. Aber das ist es noch nicht so ganz, es ist ein bisschen weit gefasst oder was würdest du sagen? #00:01:33-6#

Norman Glaser: Na ja also ein Experte würde nach meiner Vorstellung das Ganze einfach präzisieren, mehr auf den Punkt bringen. Also im Grunde hast du Recht, völlig klar. Darum gehe ich ja in eine Apotheke, um mich mit einem Spezialisten, um eine Differenzierung auch im Wording zu machen, zu unterhalten. Die Frage ist, die wir uns selbst ja eigentlich auch stellen. Wie können wir dem Apotheker helfen, vielleicht noch erfolgreicher zu sein, indem wir aus seinem sagen wir mal, Beratungsmomentum rausholen und ihn im Grunde Experte werden zu lassen. #00:02:10-3#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). #00:02:11-2#

Norman Glaser: Weil das ist bei uns das Gleiche. Wenn wir das mal transportieren in die private Welt, dann sind wir immer alles Freizeitexperten. Wir spielen gerne Beachvolleyball, wir fahren gerne Fahrrad und wir haben so ein paar Sachen, aber haben vielleicht ein oder zwei echte Leidenschaften. Weil wir gerne auf dem Tennisplatz stehen, ist das vielleicht unsere absolute Leidenschaft und wir können stundenlang uns über dieses Thema unterhalten und das denke ich, ist so ein bisschen die Differenzierung, dass wir als Experte mit Begeisterung und Leidenschaft genau ein Thema richtig gut beherrschen, noch besser als alle anderen Themen. #00:02:45-5#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). Also jetzt so im Apothekenbereich wäre jetzt irgendeine Spezialisierung zum Beispiel Diabetes oder also einfach ein Fachbereich nochmal, ein inhaltlicher, eine inhaltliche Schwerpunktlegung, wo ich sage, das interessiert mich besonders? #00:03:05-2#

Norman Glaser: Ja. #00:03:05-1#

Michael Pieper: Wäre eine Möglichkeit. #00:03:07-3#

Norman Glaser: Wir haben eigentlich in der Apotheke einen großen Vorteil, weil, wenn wir generell über Unternehmen sprechen, dann ist ja so eine Bauchladenstrategie immer schlecht, weil die Zielgruppe gar nicht weiß, ja was bietet derjenige denn wirklich konkret an? #00:03:21-3#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). #00:03:21-4#

Norman Glaser: Und man hat in der Kommunikation aus Sicht des Unternehmens immer wieder das Problem, ich muss diesen Bauchladen erklären. Und wenn Apotheke an meinem Laden dransteht, dann weiß der Kunde, was ich dort bekomme, das heißt, das brauche ich ja gar nicht mehr erklären. Der Kunde weiß, ich kriege da meine Kopfschmerztabletten oder kann mein Rezept einlösen. #00:03:40-2#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). #00:03:40-7#

Norman Glaser: Mit einem Expertenstatus schaffe ich es mich viel schärfer zu positionieren und mir quasi mit einem Expertenstatus, jetzt greife ich vielleicht ein bisschen vorweg, auch in den digitalen Medien eine bestimmte Wahrnehmung zu schaffen. #00:04:01-8#

Michael Pieper: Ah ja. Genau. Genau. Vielleicht nochmal ganz kur einen Schritt zurück, bevor wir dahinkommen. Wie wird man denn jetzt dann Experte? Also wir haben schon gesagt, also es ist wichtig Experte zu sein, um sich gut zu positionieren und ich habe auch jetzt schon so die Idee davon, dass es auch, also ich kann jetzt nicht sagen, ich werde jetzt Experte von irgendwas, was mich gar nicht interessiert. Also muss ja auch schon ein Interesse und vielleicht im besten Fall eine Leidenschaft da sein, vielleicht schon Vorerfahrung und dann ja, dann nehme ich diese Entscheidung einfach mal und sage, okay ich will jetzt mich, will jetzt hier eine Expertise nochmal schaffen. Wie mache ich das? #00:04:41-1#

Norman Glaser: Also du hast eigentlich aus meiner Sicht richtig erklärt, dass ich mir eine wichtige Frage am Anfang stelle und die Frage ist. Was begeistert mich? Was begeistert mich an meinem Beruf? Was begeistert mich an dem Themengebiet, in dem ich mich ja aufhalten. Und der Experte ist ja der, der die Fachschublade jeden Tag öffnet. Deswegen ist der ja Experte. #00:05:05-6#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). #00:05:06-2#

Norman Glaser: Und wir wissen ja, wenn wir 2 Wochen im Urlaub waren und haben uns mit einem Thema nicht beschäftigt, dann ist das mal ganz schnell weg aus dem Kopf. #00:05:12-2#

Michael Pieper: Ja. Ja. #00:05:12-4#

Norman Glaser: Aber ein Experte macht diese kompetente Schublade jeden Tag auf und deswegen ist der Experte. Der packt da auch Sachen rein, weil er sich fortbildet, weil er eben ein Interesse für ein Thema hat und dieses Thema voll und ganz verstehen will. #00:05:27-2#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). #00:05:27-2#

Norman Glaser: Wir wissen aus der Gehirnforschung, dass wir Menschen besonders gut lernen, wenn wir für eine Sache eine echte Begeisterung haben und wenn wir unsere Kinder angucken oder uns im Kindesalter angucken, wenn wir nicht gerne Chemie, Physik, Mathematik gemacht haben, dann haben wir dafür keine Begeisterung gehabt. Weil, wenn wir gerne Kunst, Musik oder so künstlerische Sachen #00:05:49-1#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). #00:05:48-9#

Norman Glaser: Gemacht haben, dann haben wir dafür, waren wir Feuer und Flamme, das waren unsere besten Noten. #00:05:53-5#

Michael Pieper: Ja und das ist auch nicht schwergefallen. Also man musste sich auch nicht anstrengen, sondern dann kommt halt dieser gewisse Flow-Moment und es funktioniert von alleine. #00:06:01-8#

Norman Glaser: Absolut. Ja. Und das Schöne ist ja. Jetzt im Erwachsenenalter gibt’s ja eigentlich niemanden, der einem mehr sagt, hey du musst jetzt Mathematik machen, sondern wir können jetzt zu uns sagen, hey wir können jetzt Kunst machen. #00:06:13-1#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). #00:06:13-9#

Norman Glaser: Also wir können jetzt als Apotheker hergehen und sagen, hey wofür brennen wir eigentlich und es wird uns total leichtfallen, wenn wir selbst für eine Sache stehen oder brennen, andere Leute anzuzünden, unsere Kunden anzuzünden in der Apotheke. Die werden sofort, die werden das erst spüren und dann wissen. Die werden das sofort merken über ihre Emotionen, mit welcher Begeisterung ich über ein Thema spreche. #00:06:41-1#

Michael Pieper: Wenn die Augen anfangen zu leuchten. (lacht) #00:06:42-8#

Norman Glaser: Genau. Ja. Genau. Und im zweiten Schritt bekommen Sie das Wissen dann erst mit und das ist auch ein guter Indikator, sich vielleicht von außen Feedback zu holen und vielleicht als Apotheker die Mitarbeiter zu fragen oder auch die Kunden zu fragen, sagt mal, für was, für welchen Kompetenzbereich (unv.) #00:07:03-2# und zwar für welchen würden wir stehen. Das ist übrigens auch eine wichtige Empfehlung immer auch zu fragen, Zielgruppen einzubeziehen. #00:07:09-4#

Michael Pieper: Okay also eigenes Interesse, eigene Begeisterung ist die Voraussetzung, aber das trägt auch nur bedingt so weit wie jetzt auch ein Bedarf da ist. Also und auch was der Markt so hergibt. Also, wenn ich jetzt eben auf meiner Straße 20 Apotheken mit Schwerpunkt Homöopathie habe und ich bin aber auch jetzt Experte darin, wird es trotzdem schwierig. Also da muss man schon bisschen den Abgleich auch machen. #00:07:36-8#

Norman Glaser: Ja also das finde ich auch. Man hat, man kann variieren auch in seinem Kompetenzfeld. Man kann durchaus sagen, dann gibt’s halt in der Straße, wo dann 5 Apotheken sind, gibt’s dann halt fünf Mal das gleiche Thema, aber ich kann variieren und mir eine Nische suchen. #00:07:53-4#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). #00:07:53-7#

Norman Glaser: Also Expertentum heißt ja auch, mir wirklich eine Nische zu suchen und zu sagen, genau in diesem Bereich bin ich besonders gut und das Schöne ist, es fängt dann an, dass du kreativ wirst. #00:08:05-2#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). #00:08:05-2#

Norman Glaser: Weil du wirst in der Nische versuchen einen ganz besonderen Service anzubieten. Also, um es mal konkreter zu machen. Ich kann natürlich als Experte meinen Kunden entweder digital oder in meiner Apotheke anbieten, dass ich zum Beispiel ein Ebook, ein PDF #00:08:23-8#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). #00:08:23-9#

Norman Glaser: Schreibe und kostenlos abgebe zum Thema, weil du es so vorhin genannt hast, Diabetes. Also ich gebe das Medikament ab und sage, lieber Kunde hey ist toll, dass du in meiner Apotheke bist, toll, dass du mein Kunde bist. Ich bin total begeistert vom Thema oder für diesen Themenbereich Diabetes und engagiere mich da in vielerlei Hinsicht und habe hier ein PDF, habe hier meinetwegen ein Tutorial oder habe hier so ein Wissenspapier zusammengestellt, das sind vielleicht 10 Seiten, #00:08:55-5#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). #00:08:55-6#

Norman Glaser: Schön aufgemacht, ich würde Ihnen das gerne per E-Mail schicken. So. Das heißt, der Kunde bekommt etwas kostenlos zu seinem Produkt dazu, zu seinem Medikament dazu und ich habe natürlich die Chance, weil ich es digital mache, dann muss der mir seine E-Mail Adresse geben. Da habe ich natürlich ein vorgefertigtes Formular, wo dann der Kunde seine E-Mail Adresse eingibt und einwilligt, dass ich ihm regelmäßig, Thema Newsletter, Informationen schicken kann. #00:09:20-3#

Michael Pieper: Clever. (lachen beide) #00:09:22-9#

Norman Glaser: Und das kann ich digital machen oder auch offline machen, in der Apotheke machen. In beiden Fällen bekomme ich die E-Mail Adresse von meinen Patienten, von meinen Kunden und kann mir dann eine E-Mail Liste angelegen und das ist ein ganz wichtiges, gern unterschätztes Marketing, Online Marketing Tool. Wir haben auch diverse Fachbeiträge zu dem Thema schon veröffentlicht auf der Plattform und das ist jetzt mal so ein Tipp oder so ein kleines Szenario, wie das aussehen könnte, um mich selbst als Experte über eben so ein Ebook zum Beispiel, so ein PDF, zu positionieren. #00:09:59-5#

Michael Pieper: Klasse. Vor allem dann habe ich im Grunde zwei, dann habe ich zwei Strategien gleichzeitig verfolgt. Also ich werde, ich positioniere mich als Experte, werde entsprechend wahrgenommen und über dieses E-Mail Ding kann ich gleichzeitig auch noch was für die Kundenbindung sozusagen initiieren und bleibe mit den Kunden besser in Verbindung, in Kontakt. Was sich dann auch wieder positiv auswirken dürfte so also. #00:10:23-5#

Norman Glaser: Ich glaube, was jeder Apotheker weiß, ist, dass und es gibt ja viele Apotheken, die duzen zum Beispiel ihre Kunden oder die kennen jeden Kunden mit Namen und so weiter und jeder Apotheker weiß, dass hier geht’s um Beziehungsmanagement. #00:10:38-7#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). #00:10:38-5#

Norman Glaser: Und dieses Beziehungsmanagement, wenn ich eine gute Beziehung zu jemanden habe, dann verliere ich den auch nicht. Denn ich brauche ihn eigentlich nicht binden. Binden ist ja negativ. Ich binde ihn fest, (unv.) #00:10:49-4# binden #00:10:49-7#

Michael Pieper: Ja, ja. (lacht) #00:10:50-3#

Norman Glaser: Ich klammer ihn und ich will eine Beziehung aufbauen. Die Beziehung muss ich natürlich online weiterführen, um zu skalieren, um zu sagen, hey ich muss raus aus meiner Apotheke. Ich muss den Kunden im Idealfall auch in seinem E-Mail Postfach erreichen mit neuen Informationen, von mir als Experte. #00:11:07-2#

Michael Pieper: Die auch dann wieder wertig sind und jetzt nicht nur, kauf das neue Produkt und so weiter. #00:11:12-8#

Norman Glaser: Ja. E-Mail Marketing heißt nicht nur abverkaufen. Das ist das, was viele falschverstehen. Also viele, deswegen gibt’s auch, ist der Newsletter eigentlich so verschrien, weil keine Werte transportiert, sondern es wird Werbung transportiert. Ich will auch keine Werbung. #00:11:27-2#

Michael Pieper: Ich auch, nein, nein. #00:11:28-0#

Norman Glaser: Ich möchte einen E-Mail Newsletter haben, wo ich wirklich News habe, wo ich einen Wert, wo ich einen Nutzen habe. Wenn da mal eine Werbung dabei ist, ein besonderes Angebots-Bundle oder so, wo ich einen Vorteil von habe, ist das okay. Aber es muss eine Mischung sein. Das ist extrem wichtig. #00:11:41-0#

Michael Pieper: Ja. Absolut. Und ich fand das gerade auch nochmal interessant, weil man braucht wirklich ja nur bei sich selber zu schauen, genauso wie also, was du sagst, dieses In-Verbindung-Bleiben, Im-Dialog-Bleiben und dann entsteht auch so eine Loyalität. #00:11:53-9#

Norman Glaser: Absolut. #00:11:54-6#

Michael Pieper: Also ich würde sagen, ich habe auch meinem Friseur oder so gegenüber eine Loyalität und wenn weiter alles so gut läuft, gehe ich immer zu dem natürlich. Weil halt diese Beziehung entstanden ist und der nächste Punkt ist ja noch. Wenn mich einer fragt, wo ein guter Friseur ist, dann empfehle ich den weiter halt auch. Ist im Apothekenbereich eigentlich dasselbe dann. #00:12:15-8#

Norman Glaser: Genau und der Expertenstatus auch online, also die Dinge aufzubauen auch online, ist jetzt ein, also ein Blick in die Zukunft, weil, wenn ich mir eine Community aufbauen möchte online und dabei ist es völlig egal, ob ich jetzt nur regional fokussiert bin oder deutschlandweit fokussiert bin, weil ich zum Beispiel Medikamente verschicken kann, weil ich eine Versandhandelserlaubnis beispielsweise habe. Ist völlig egal, denn ich kann, wenn ich diese Community aufgebaut habe und zum Beispiel mein Expertenwissen in verschiedenen Formaten online bereitstelle. Das kann ein Weblog sein, wo ich einmal die Woche einen Beitrag veröffentliche. Das kann ein Podcast sein, so wie wir das hier machen, mit einem Mikro, super einfach kommuniziert. Das kann ein YouTube Video sein. #00:13:02-7#

Michael Pieper: Genau. Genau. #00:13:03-4#

Norman Glaser: Das kann eine Fotostory sein auf Instagram. Das können Twitter-Meldungen sein. Völlig egal. #00:13:10-7#

Michael Pieper: Du kannst gerade jetzt als Apotheker finde ich auch interessant die, die jetzt anfangen so Videokonferenzen einzurichten für Beratungen, #00:13:17-6#

Norman Glaser: Webinare. #00:13:17-9#

Michael Pieper: Webinare, Sprechstunden und du ja klar, du kannst auch online werben und dann offline irgendwo einen Vortrag halten oder so. #00:13:26-7#

Norman Glaser: Ja, dass wir sagen wir, da ist Community-Aufbau. Heißt, erstmal und das ist ein langfristiger Prozess, das funktioniert nicht in 6 Monaten. Also wir sagen, so 1 bis 2 Jahre muss man schon Geduld haben. Das heißt, man sollte eigentlich gestern anfangen. #00:13:41-6#

Michael Pieper: (lacht) Ja. #00:13:43-2#

Norman Glaser: Community aufbauen heißt, dass die E-Mail Newsletter Liste gefüllt wird, dass ich immer mehr Newsletter-Abonnenten bekomme auf meiner E-Mail Liste, um dann irgendwann, wenn die Community groß genug ist, Mehrwerte anzubieten, Produkte draus zu machen. Vielleicht und das wissen wir ja heute noch nicht, sind viel mehr Apotheken in 2 Jahren in der Lage online an die Community Produkte zu versenden. Spätestens, wenn Amazon den Markt penetriert und dort weiter auftaucht, wird man sich schon überlegen müssen inwieweit man als Apotheke den digitalen Markt mitnimmt oder zumindest Marktteilnehmer wird durch einen eigenen Online-Shop und wenn ich dann eine Community habe, großartig. Weil dann unterscheide ich mich, Amazon wird dasselbe Produkt anbieten, aber ich werde als Apotheker meine Produkte anbieten mit meinem Expertenwissen noch dazu und das ist dann die Differenzierung. Also der Kunde bekommt eigentlich viel mehr für sein Geld als nur das Medikament, was er bei Amazon kaufen könnte. #00:14:48-7#

Michael Pieper: Ja. Leuchtet total ein. #00:14:50-7#

Norman Glaser: Aber man muss es wirklich langfristig betrachten. Es ist mühsam. Das muss man sagen. Man muss wirklich dranbleiben. Man muss der Community verbindlich sagen, ich veröffentliche einmal in der Woche am Mittwoch oder am Donnerstag oder wann auch immer, einen Artikel zum Thema und man muss es natürlich auch in sein Offline Geschäft, in sein analoges Geschäft in der Apotheke einbauen, Formulare vorbereiten und den Leuten, man kann ja auch mal einen Ausdruck mitgeben und #00:15:20-4#

Michael Pieper: Also ich nutze einfach meine Kanäle auch. Also offline wie online Kanäle, Vertriebswege, wie ich jetzt das Expertenwissen einfach an den Mann bringe. Also du sagst, ganz wichtig, E-Mail Adressen, also der E-Mail Weg, aber auch Social Media bietet sich dann auch nochmal an als, die Website sowieso, wo dann die Blogbeiträge und so weiter vielleicht auch die Verlinkungen zu den Videos dann sind, aber Social Media, was, wie würdest du da so die Bedeutung einschätzen? Gerade jetzt in der Expertenfrage, Facebook? #00:15:50-2#

Norman Glaser: Auf jeden Fall anfangen, weil was machen wir denn, wenn wir ein Problem haben? Wir gehen auf Google und Google rankt dann alle Experten zu einem Thema. Wenn Diabetes unser Thema ist, dann werden da alle Experten oder Portale, die eine Relevanz haben, aufgelistet. Und wenn ich mich dort mit meiner eigenen Plattform, also ich empfehle immer eine eigene Website zu betreiben und von dieser Website aus dann auszustrahlen in Facebook, in Twitter, das kann vollautomatisch passieren. Das muss man dann nicht mehr händisch machen, aber ich finde es extrem wichtig, diese Netzwerke mitzunehmen, weil sie natürlich multiplizieren. #00:16:27-5#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). #00:16:27-8#

Norman Glaser: Also, wenn ich jetzt einen Artikel von einem Apotheker großartig finde und den teile ich bei mir in der Timeline und ich habe 400 Freunde, dann hat der Apotheker für 400 plus 1, also für mich ja noch dazu, Leute einen Artikel geschrieben. Also das Potenzial ist natürlich viel größer als, wenn ich jetzt nur den einzelnen Besucher auf meiner Website erreiche, der mich gerade besucht. Der multipliziert, wenn wir gut sind, haben wir Buttons eingeführt auf der Website, die das dann in die sozialen Netzwerke füllen, aber das würde ich auf jeden Fall immer in Kombination sehen. #00:17:01-7#

Michael Pieper: Ja ich. #00:17:02-0#

Norman Glaser: Aber, um es vielleicht noch ein bisschen wirklich zu vereinfachen oder nochmal zusammenzufassen. Also den eigenen Expertenstatus, für den man sich selbst begeistert, dass man den besonders hervorhebt und sich ein Format überlegt. Also entweder, wenn man gerne schreibt, dann einen Blog oder, wenn man gerne spricht, wie wir jetzt (lacht) Podcast oder, wenn man sich sogar traut, Video, Video ist das Format der Zukunft, das machen jetzt viele und wird auch gehypt. YouTube ist die zweitgrößte Suchmaschine der Welt. Nehmen wir mal die 3 Formate. Dann entscheide ich mich einfach für eines und das mache ich kontinuierlich, Woche für Woche und wenn die Benutzerzahlen nicht steigen, nicht entmutigen lassen, weitermachen. Das wird dauern. #00:17:45-9#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). #00:17:46-3#

Norman Glaser: Und auf einmal wird es diese Stufe, diesen Sprung geben und dann wird sich das auch rumsprechen. Und das eigene Wissen vielleicht am Anfang erstmal konzentrieren auf eine kleine Publikation, 10 Seiten PDF, Tutorial zum Thema Diabetes. Was ist zu beachten? Was muss man machen? #00:18:03-2#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). #00:18:03-3#

Norman Glaser: Wo gibt’s interessante Webseiten zum Thema und so weiter. Also Wissen zusammengefasst in einem PDF, was ich vielleicht als Ausdruck im Notfall da lasse oder aushändigen kann in der Apotheke oder eben dann digital per PDF verschicken kann. #00:18:17-4#

Michael Pieper: Super. Also ich würde sagen, ist jetzt ein gutes Rundum-Paket geschnürt. Bleiben glaube ich keine Fragen mehr offen. Ich habe keine mehr. Bleibt eigentlich noch #00:18:29-5#

Norman Glaser: Vielleicht können sich ja die Apotheken melden, die mit dem Thema Expertenstatus schon Erfahrungen gemacht haben. #00:18:37-5#

Michael Pieper: Ich wollte gerade sagen. Bleibt eigentlich noch unser Aufruf (lacht). #00:18:40-4#

Norman Glaser: Genau. #00:18:40-8#

Michael Pieper: Sehr schön. Genau. Also wer hat Erfahrung zu diesem Thema gesammelt? Expertenstatus, was, wo seid Ihr Experte? Wir freuen uns auf jeden Fall immer über Feedback und ja würde sagen, dann können wir abschließen für heute. Norman ich danke dir. #00:18:58-0#

Norman Glaser: Ich danke dir. #00:18:58-6#

Michael Pieper: Es war sehr aufschlussreich und sage dann, tschüss bis bald! #00:19:02-5#

Norman Glaser: Bis bald! Ciao! #00:19:03-5#