Die Vor-Ort-Apotheken stehen heute vor der Herausforderung, sich nicht nur von den anderen Mitbewerbern, sondern auch von den Versandhändlern im Internet abzusetzen. Der Apotheke muss es also gelingen, unter einer Vielzahl von Akteuren, von seiner Zielgruppe als interessant wahrgenommen zu werden. Entsprechend wichtig ist es für den Apotheker, in Kontakt mit den Kunden und dem Zeitgeist zu bleiben und sich immer wieder neu zu erfinden. Um neue Dinge zu probieren und dabei die eingesetzten Ressourcen überschaubar zu halten, hat sich im digitalen Zeitalter das sogenannte Prototyping entwickelt.

Was ist Prototyping?

Als Prototyping bezeichnet man das Verfahren zur Annäherung an ein neues Produkt oder eine Dienstleistung. Der Prototyp ist demnach eine rohe, unfertige Version des angestrebten Ergebnisses. Eingesetzt wird das Prototypen, um Ideen zu visualisieren, Aspekte einer Lösung zu erkunden oder ein vorläufiges Ergebnis zu testen. Doch warum sich die Mühe machen und einen Prototypen herstellen und nicht gleich ein fertiges Produkt entwickeln? Weil man je nach Umständen sehr viel Geld sparen kann. Stellt ein Unternehmen beispielsweise eine Software oder App her, kann durch Prototyping schon frühzeitig herausgefunden werden, ob das Produkt oder auch die Dienstleistung tatsächlich dem Bedarf des Kunden entspricht. Es kommt zu einer Testphase und so auch zu einer Betrachtung aus einer neuen, kundenorientierten Perspektive. In der Prototypen-Phase wird schnell klar, ob und welche Verbesserungen noch notwendig sind. Wäre alles schon fertig entwickelt, gestaltet und umgesetzt, würde jede weitere Veränderung mehr Zeit und Geld kosten. Auch im Online-Marketing ist Prototyping ein interessantes Instrument. Hier kann man beispielsweise bei der Entwicklung einer Kampagne oder einzelner Maßnahmen zunächst einen Prototypen einsetzen, um das Marktpotenzial zu analysieren. So lässt sich herausfinden, wie viele Kunden sich für das Angebot interessieren.

Prototypen für Ihre Apotheke

Für Ihre Apotheke gibt es unterschiedlichste Einsatzmöglichkeiten für Prototypen. Auch hier lautet die Devise: Immer dann, wenn Sie herausfinden wollen ob etwas funktioniert und Sie sich vor einer Fehlinvestition schützen wollen, sich über einen Prototypen abzusichern. Ein Vorteil im Online-Bereich ist, dass hier in der Regel das Prototyping konkret messbar ist. Wenn Sie zum Beispiel eine Funktion zur Vorbestellung von Medikamenten für Ihre Website haben wollen oder gar einen Online-Shop, können Sie zunächst eine Testversion entwickeln lassen oder einfach einen Button einbauen: „Hier geht`s zur Vorbestellung“ oder zum „Online-Shop“. Der Button führt dann zunächst aber nur auf eine Seite, die darüber Auskunft gibt, dass das Angebot erst in Kürze zur Verfügung steht.  Durch die Klickzahl, also die Zahl die darüber Auskunft gibt, wie oft jemand auf diesen Button gedrückt hat, erfahren Sie, wieviele Ihrer Kunden sich für dieses Angebot interessieren. Das bedeutet, wenn Sie feststellen, dass über einen gewissen Zeitraum nur wenige Kunden auf den Button zum Online-Shop drücken, lohnt es sicherlich nicht, einen aufwendigen Shop inklusive Zahlungsabwicklung zu betreiben.

Gehen Sie kreativ mit dem Prototyping um. Alle Bereiche, in denen Sie zunächst ein kostengünstiges Testmodell entwickeln können, bieten sich an. Sie wollen zum Beispiel als besondere Serviceleistung für Ihre Kunden kostenlose Messungen zur Knochendichte oder Hauttests durchführen. Die benötigten Geräte sind teuer und der Nutzen für die Apotheke ist im Vorfeld schwer zu ermessen. Sie können sich also bei einem entsprechenden Dienstleister zunächst solche Geräte ausleihen und dann analysieren, wie gut dieser Service von Ihren Kunden angenommen wird und ob er sich positiv auf die Kundenzufriedenheit und somit auf den Umsatz auswirken.

Jeder Newsletter, jeder Blogbeitrag und jede Werbeaktion kann als Prototyp gesehen werden. Sie sollten nie mit Ihren Serviceleistungen und Marketingmaßnahmen fertig und zufrieden sein. Es gibt immer etwas zu optimieren und so manche Aktion oder Maßnahme übersteht die Testphase eben auch nicht. Hier ist es empfehlenswert in Bewegung zu bleiben, gut zu beobachten und schnell und konsequent zu reagieren. Entscheidend ist immer das Feedback der Kunden. Mit Ihren Kunden zusammen können Sie aus den richtigen Prototypen beliebte Serienmodelle machen. Nutzen Sie also Rückmeldungen Ihrer Kunden und fragen Sie diese nach ihren Einschätzungen und Wünschen.

Versuch macht klug

Das Prototyping ist eine gute Methode, um als moderne Vor-Ort-Apotheke neue Ideen auszuprobieren. In der heutigen Zeit ist die Apotheke mehr denn je gefragt, die Kunden mit einem besonderen Service, einer guten Positionierung und mit innovativen Konzepten zu begeistern. Hier ist es wichtig aktiv zu sein und selbstbewusst die Dinge einfach auszuprobieren. Das Prinzip von Versuch und Irrtum bietet viele Entwicklungsmöglichkeiten. Durch das Prinzip des Prototypings schützen Sie außerdem ihre Investitionen, in dem Sie kalkulierbare Risiken mit kostengünstigen Testversionen eingehen. Seien Sie immer auf der Suche nach neuen, interessanten Ideen und schauen Sie auch auf die Entwicklungen in anderen Branchen. Viele Ideen lassen sich durchaus auf die Apotheke übertragen. Seien Sie mutig und lernen Sie aus Ihren Erfahrungen. Nur wer überhaupt etwas ausprobiert, hat die Möglichkeit einen Volltreffer zu landen.

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