Die Digitalisierung des Gesundheitswesens

Die Digitalisierung des Gesundheitswesens schreitet auf vielen Ebenen zügig voran. Etliche neue Firmen spezialisieren sich auf den wachsenden “Digital Health“-Sektor. Fitness- und Gesundheits-Apps werden bei den Konsumenten immer beliebter und Schlagworte wie E-Health und Telemedizin werden von Experten der Branche kontrovers und intensiv diskutiert. Liegt mit dem Smartphone die Zukunft der Medizin in der Hand des Patienten? Welche Entwicklungen bringen den Menschen einen echten Nutzen und welche Möglichkeiten bestehen für die Apotheken, die Digitalisierung sinnvoll zu nutzen?

Das Berliner Start-up Medlanes ist ein gutes Beispiel für die derzeitige Entwicklungsdynamik. In einer zweiten Finanzierungsrunde wurde von Investoren jüngst eine siebenstellige Summe eingesammelt, um die 2014 entwickelte digitale Gesundheitsberatung weiter zu verbessern und auszubauen. Auf der Plattform von Medlanes können Patienten ihre Symptome beschreiben und von den zur Zeit knapp über 200 teilnehmenden Ärzten eine fachgerechte Meinung erhalten. Eine Diagnose dürfen die Ärzte aus rechtlichen Gründen online nicht stellen. Daher liegt der Fokus zukünftig auch auf der Vermittlung von ärztlichen Hausbesuchen. Nach der Behandlung kann dann wieder über die Plattform beraten werden. Geplant sind auch Kooperationen mit Krankenkassen und eine mobile Beratungs-App. Darüber hinaus wirbt das ambitionierte Unternehmen mit der Lieferung von Medikamenten innerhalb von 24 Stunden und dem Versand von Krankschreibungen und Rezepten. Prinzipiell muss man das Haus im Krankheitsfall nicht verlassen und kann jederzeit auf den Online-Dienst zugreifen. Allerdings ist das Angebot momentan lediglich in Berlin und München verfügbar. In Kürze sollen Köln und Frankfurt hinzukommen.

Tendenz steigend

Auch wenn viele Angebote bislang noch nicht ausgereift und etabliert sind, so scheint die Bereitschaft in der Bevölkerung zu digitalen Gesundheitsangeboten jedenfalls zu steigen. Laut einer Umfrage könnten sich heute schon 25% der Befragten vorstellen, beim Online-Arzt eine zweite Meinung einzuholen. Noch deutlicher sind die Zahlen hinsichtlich der digitalen Übermittlung von Gesundheitsdaten. Zu einer automatischen Messung des Blutdrucks, inklusive digitaler Übermittlung, wären 46% der Befragten bereit. Besonders interessant für die Apotheke ist auch, dass jetzt bereits 15% der Befragten ihre Medikamente überwiegend im Internet bestellen und 25% das in Zukunft tun würden.

Unabhängig davon für wie sinnvoll man die derzeitige Entwicklung hält, ist davon auszugehen, dass der digitale Wandel im Gesundheitswesen und somit auch in den Apotheken zunehmen wird und man sich dieser Entwicklung auf lange Sicht nicht entziehen kann. Aktuell ist es noch nicht leicht zu unterscheiden, was vorübergehender Trend ist und was sich etablieren wird. Bereits jetzt kann die Vor-Ort-Apotheke aber schon einige digitale Angebote einsetzen und erproben. Neben Online-Marketing, Medikamentenvorbestellung und Apotheken App, bietet insbesondere der Beratungsbereich viel digitales Potenzial.

Die digitale Beratung Ihrer Apotheke

Schon jetzt besteht die Möglichkeit Ihren Kunden eine Online-Beratung mit einfachen Mitteln als Videokonferenz anzubieten. Hier können Sie offene und thematische Beratungen durchführen oder die Beratung daran knüpfen, dass der Kunde bei Ihnen Medikamente eingekauft hat oder Stammkunde ist. Besonders für Kunden in ländlichen Gegenden, in ihrer Mobilität eingeschränkte Kunden und für digital affine Menschen wäre die Online-Beratung interessant. Im Unterschied zum Telefon und anderen Online-Beratungsformen per Chat oder E-Mail bietet die Videoebene zusätzlich die Möglichkeit den Gegenüber zu „erleben“. Durch die Übertragung von Audio und Video erhält man Hinweisreize in der Stimme und im Ausdruck und kann generell mehr über die Verfassung des Kunden erfahren.

Die audio-visuelle Ebene fällt bei Beratungen via Chat oder Mail entsprechend weg. Auch im Chat müssen allerdings, wie bei der Videokonferenz, regelmäßige Zeiten oder einzelne Termine vereinbart werden. Beratungen über E-Mail bieten dafür die Möglichkeit, die Antwort dann zu verfassen, wenn man gerade Zeit hat. Ein weiterer Vorteil der rein textlichen Beratungen ist der höhere Grad an Anonymität. So fällt es Kunden hier in der Regel leichter über heikle oder schambesetzte Themen zu sprechen.

Digitale Events und Tutorials

Für bestimmte Themen eignen sich auch so genannte Webinare (Online-Seminare). Technisch ist dies heute mit einer durchschnittlichen DSL Internet-Verbindung relativ einfach. Im Unterschied zur Video-Einzelberatung besteht hier die Möglichkeit mit mehreren Teilnehmern gleichzeitig zu kommunizieren. Auf diese Weise lassen sich Workshops und ganze Fortbildungsreihen veranstalten. Besonders für Schwerpunktthemen wie Diabetes, Ernährung oder Naturheilkunde bietet sich diese Form an. Sie könnten aber auch Gäste einladen, die zu ganz unterschiedlichen Themen referieren und dann schauen, was gut funktioniert und wo die Bedarfe der Kunden liegen. Die Webinare müssen natürlich ebenso wie Präsenzveranstaltungen terminiert, angekündigt und beworben werden. Außerdem muss jeder Teilnehmer neben dem Internetzugang auch über die Software-Anwendung verfügen, mit der das Webinar stattfindet. Dienste wie Skype oder Join Me sind kostenlos erhältlich und relativ einfach zu bedienen.

Durch die Aufzeichnung des Webinars erhalten Sie dann zusätzlich eine Art Tutorial, welches Sie für Kunden, die nicht am Webinar teilgenommen haben, veröffentlichen können. Tutorials bieten generell eine weitere interessante Form der digitalen Beratung. Tutorials sind Trainings- oder Anleitungsvideos, welche bestimmte Sachverhalte, Produkte oder Geräte anschaulich erklären. Im Fall der Apotheke könnten Sie neben den Aufzeichnungen der Webinare beispielsweise Tipps und Infos zu Indikationen, Darreichungsformen oder zur Anwendung von medizinischen Geräten geben. Solche kleinen Videos lassen sich heute mit dem Smartphone und einem YouTube-Kanal ganz einfach produzieren und erzeugen permanent aktuellen Content (Inhalt) für Ihre Website und Social Media Auftritte. Sie liefern echte Mehrwerte für Ihre Kunden und sind persönlich produziert von ihrem Apotheker.

Beratung mit SERVICE-TERMINAL und SERVICE-APP

Auch das SERVICE-TERMINAL und die SERVICE-APP des APOTHEKEN FACHKREIS bieten eine moderne und effektive Form der digitalen Beratung. Das Besondere hier ist die Verbindung aus digitaler Welt und dem Einsatz direkt in der Apotheke. Neben der Veranschaulichung komplexer Themen bei der Beratung mit dem SERVICE-TERMINAL, bietet die SERVICE-APP darüber hinaus die Möglichkeit gesundheitliche Themen auch vertraulich und diskret zu beraten. Sie können Ihren Kunden nach dem Beratunsgespräch umfangreiches Infomaterial, Checklisten oder Anleitungen per E-Mail zur Verfügung stellen, sodass die digitale Beratung in der Apotheke ihre Fortsetzung beim Kunden zu Hause findet. Neben den umfangreichen und stets aktuellen Inhalten und Artikeln zu vielen Indikationen und gesundheitlichen Themen bieten das SERVICE-TERMINAL und die SERVICE-APP außerdem auch die Möglichkeit Ihre individuellen Inhalte professionell zu präsentieren. So können Sie nicht nur aktuelle Angebote und Leistungen der Apotheke, sondern auch Ihre selbstproduzierten Tutorials und weitere Inhalte aufmerksamkeitsstark in Szene setzen.

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Gemeinsam mit den teilnehmenden Apotheken im APOTHEKEN FACHKREIS und professionellen Kooperationspartnern entwickeln wir Lösungen, mit denen sich Vor-Ort-Apotheken zeitgemäß und modern positionieren können.

Mit unserer Expertenplattform www.apotheken-fachkreis.de und unseren interaktiven Servicelösungen wie SERVICE-TERMINAL und SERVICE-APP sichern wir Apothekenstandorte, indem wir die Kundenbeziehung und den Dialog zwischen Apotheke und Patient stärken.

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