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Kurzportrait Dirk Vongehr
  • Seit 2009 Inhaber der Paradies-Apotheke
  • Seit 2010 mit Facebook und weiteren digitalen Maßnahmen begonnen um die Marke Paradies-Apotheke weiterzuentwickeln
  • Gewinner des Zukunftspreis für die multimedial vernetzte Apotheke 2016
Zitat

“Hier arbeiten Freunde”

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Apotheken Fachkreis Podcast


Textversion des Interviews

Michael Pieper: Herzlich willkommen zu APOTHEKEN-FACHKREIS.FM. Mein Name ist Michael Pieper und ich freue mich ganz besonders auf unseren heutigen Gast Dirk Vongehr. Hallo Dirk. #00:00:28-5#

Dirk Vongehr: Hallo, grüß dich Michael. #00:00:30-3#

Michael Pieper: Dirk, ja schön, dass das geklappt hat. Ich freue mich. Wie geht es dir heute morgen? #00:00:35-8#

Dirk Vongehr: Mir geht es wunderbar, wie fast jeden Morgen. Also ich bin fast immer gut gelaunt, immer gut drauf. #00:00:40-2#

Michael Pieper: Klasse. Okay. Du ich würde dich jetzt kurz vorstellen und vielleicht magst du im Anschluss noch etwas ergänzen oder richtigstellen oder ne. Ich fange einfach mal an. Dirk, du hast in den 90ern in Bonn Pharmazie studiert, 99 approbiert und hast dann nach deinem Pharmaziepraktikum in der Herz-Apotheke in Köln in die Paradies-Apotheke gewechselt und hast diese dann 2009 als Inhaber übernommen und du bist digital affin kann man glaube ich sagen. Hast 2010 mit Facebook und anderen sozialen Netzwerken begonnen, um die Marke Paradies-Apotheke weiterzuentwickeln und im Frühjahr 2016 hast du den Zukunftspreis des Apothekenverbandes Nordrhein gewonnen für die multimedial vernetzte Apotheke. Ich sage mal herzlichen Glückwunsch Dirk. (lacht) #00:01:40-6#

Dirk Vongehr: Dankeschön. #00:01:42-1#

Michael Pieper: Ist das soweit erstmal richtig. Magst du noch was ergänzen? #00:01:44-5#

Dirk Vongehr: Das ist soweit erstmal richtig. Das stimmt alles ganz genau. Vielleicht noch was zu mir noch, dass ich immer ein großes Kind geblieben bin. Also ich bin nicht der typische Apotheker. Kriege ich auch oft genug gesagt, Sie sind Apotheker? Ja, bin ich. #00:02:00-2#

Michael Pieper: Ja toll. Das ist mir sympathisch. (lacht) Klasse. Woran macht sich das so fest? Fällt dir da was ein? #00:02:07-1#

Dirk Vongehr: Woran macht sich das fest? Ich gehe sicherlich, abhängig vom Kunden natürlich, wer mir gegenübersteht, gehe ich etwas lockerer um, also wer mir zum Beispiel direkt mit einem du begegnet in der Apotheke, der kriegt sofort das Du zurück. #00:02:23-3#

Michael Pieper: Klasse. #00:02:24-2#

Dirk Vongehr: Dann hat er auch gar keine Chance. Also, wenn, du kennst das sicherlich auch, du wirst von Leuten geduzt, aber irgendwie hat man sich nicht das Du angeboten, dann (sieze) ich natürlich zurück. Wenn mir jemand das Du direkt erstmal gibt, kriegt er es sofort zurück. #00:02:38-1#

Michael Pieper: Schön. Also lockerer Umgang würdest du sagen und #00:02:43-4#

Dirk Vongehr: Auf jeden Fall. #00:02:44-3#

Michael Pieper: Also Kind, verbinde ich auch immer Spielen mit. Spielst du gerne irgendwas? Also Spielen ist ja ein weites Feld. (lacht) #00:02:50-5#

Dirk Vongehr: Ich spiele total gerne und da kommt auch die Apotheke auch so ein bisschen ins Spiel. Aber natürlich, wenn du selbstständig bist, musst du immer gucken, wie leite ich ein Unternehmen? Wie gucke ich, wie stelle ich Personal ein? Wie kalkuliere ich die Preise und da ich ein Kind der 80er, 90er bin, kennst du sicherlich auch noch #00:03:09-0#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). Ja, ja. #00:03:09-4#

Dirk Vongehr: Diese Wirtschaftssimulationen? #00:03:11-2#

Michael Pieper: Ah okay. #00:03:12-5#

Dirk Vongehr: Die sind ganz einfach so wie Simcity oder was es da nicht alles gab und letztendlich, damit einen die Zahlen auch nicht verrückt machen, weil du musst ja auch, wenn du dich selbstständig machst, musst ja mit großen Zahlen hantieren. Das versuche ich immer auszublenden und denke mir einfach, so, an welchem Rädchen kann ich denn drehen, um es an der Seite besser zu machen. #00:03:31-1#

Michael Pieper: Klasse. #00:03:32-2#

Dirk Vongehr: Dann gucken, hat das funktioniert, hat das nicht funktioniert? Ach, wir probieren ein anderes Rädchen. #00:03:36-0#

Michael Pieper: Super. Also einfach die Dinge ein bisschen spielerisch zu sehen, nimmt vielleicht auch ein bisschen den, diesen Ernst, diesen Druck raus, den man als Unternehmer ja auch einfach nun mal hat. #00:03:46-0#

Dirk Vongehr: Auf jeden Fall. #00:03:47-6#

Michael Pieper: Hört sich, ist ja schon eine philosophische Weisheit fast. #00:03:51-2#

Dirk Vongehr: Ja. #00:03:51-2#

Michael Pieper: (lacht) Nein super. Klasse. Da sind wir ja eigentlich schon mittendrin im Grunde. Wie können wir uns so deinen Tag vorstellen oder wer bist du? Erzähl mal was von dir darüber hinaus noch, Dirk. #00:04:05-8#

Dirk Vongehr: Au weia. Wer bin ich? Ja zu meiner Person, erstmal vielleicht grob. Ich bin 48, habe letztes Jahr in England geheiratet. #00:04:17-0#

Michael Pieper: Gratuliere. #00:04:19-1#

Dirk Vongehr: Pendel also auch zwischen beiden Ländern bisschen hin und her #00:04:22-4#

Michael Pieper: Ah okay. #00:04:23-1#

Dirk Vongehr: Und habe aus der Zeit, also England ist in vielen Dingen sehr, sehr viel weiter als wir hier in Deutschland. Gerade was den Umgang mit Kunden angeht. Was das Auswerten von Zahlen angeht. Customer Service wird sehr, sehr groß geschrieben, zumindest bei den Unternehmen, die in England sehr erfolgreich sind. #00:04:42-0#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). #00:04:42-9#

Dirk Vongehr: Und das ist sicherlich auch ein Schlüssel meines Erfolges. #00:04:46-9#

Michael Pieper: Mhm, mhm (bejahend). Hast dich da ein bisschen sozusagen schlaugemacht, da ein bisschen inspirieren lassen und ein paar Dinge übertragen für dich? Kann man das so sagen? #00:04:56-3#

Dirk Vongehr: Auf jeden Fall. Also mein Ehemann arbeitet für ein großes Modeunternehmen und ist da im Controlling zuständig und mit ganz vielen Checklisten, mit vielen Vorgaben wie so ein Visual auszusehen hat, wie ein Schaufenster auszusehen hat. Die genau auch zählen und gucken, was sich wo am besten verkauft. Welcher Platz ist der Beste? Wir Apotheker haben oft das Problem, dass wir viele Dinge, betriebswirtschaftliche Dinge oder diese (unv.) #00:05:26-3# in der (unv.) #00:05:27-3# haben, aus dem Bauch entscheiden, wo wir was hinstellen. #00:05:30-1#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). #00:05:31-2#

Dirk Vongehr: Der Bauch ist allerdings der schlechteste Entscheider überhaupt. #00:05:34-4#

Michael Pieper: Würdest du das insgesamt sehen oder jetzt eher so auf dieser wirtschaftlichen sage ich mal Apotheke #00:05:43-5#

Dirk Vongehr: Auf die wirtschaftlichen Sachen. #00:05:44-3#

Michael Pieper: Ja okay. #00:05:44-9#

Dirk Vongehr: Also wir hatten ja viele Sachen vorne stehen und dachten, toll das will ich verkaufen. Verkauft sich aber leider nicht. Das kriegen wir aber nicht mit, wenn wir die Zahlen nicht kontrollieren. Also das Controlling, was sich wo wie verkaufen lässt, ist für meine Apotheke ganz essentiell. Heißt aber auch, dass man sich vielleicht von liebgewonnenen Segmenten vorne in der Freiwahl auch verabschieden muss oder anders hinstellen muss. #00:06:10-0#

Michael Pieper: Aha. Das ist ein super Tipp nochmal. Mhm (bejahend). #00:06:13-0#

Dirk Vongehr: Nach der Norm Category Management. In der Apotheke zum Beispiel steht alles blockweise nach Firmen. Das gibt es in keinem anderen Einzelhandelsgeschäft und letztendlich sind wir ein Einzelhandelsgeschäft #00:06:25-8#

Michael Pieper: Natürlich. #00:06:26-2#

Dirk Vongehr: zumindest, was die (unv.) #00:06:26-4# angeht. Das würde ich gerne mal sehen, dass irgendwie im DM alle Nivea Produkte zusammenstehen. Wirst du nie sehen. #00:06:35-4#

Michael Pieper: Okay. #00:06:36-6#

Dirk Vongehr: Warum machen die das wohl? #00:06:37-8#

Michael Pieper: Also ja klar, du also du machst eher inhaltliche Bezüge, nehme ich an dann oder? #00:06:42-8#

Dirk Vongehr: Mhm (bejahend). #00:06:42-9#

Michael Pieper: Also aha okay oder gibt es noch Kategorien, die da eine Rolle spielen irgendwie, jetzt kommen wir ja so fast schon in so eine Art, das ist ja dann so Cross Selling oder also wie schafft man jetzt Zusatzverkäufe. #00:06:57-5#

Dirk Vongehr: Ja. #00:06:58-6#

Michael Pieper: Wie passen die Produkte zusammen? #00:07:00-6#

Dirk Vongehr: Ja genauso. Genauso ist es. #00:07:02-8#

Michael Pieper: Was gibt es da für dich für Kategorien? Also ist das eine rein inhaltliche Ausrichtung oder? #00:07:06-7#

Dirk Vongehr: Das ist eine rein inhaltliche Ausrichtung, dass also alles für das Auge auf einer Seite steht und halt eben alles, was für den ganzen Körper auf einer Seite steht oder die Vitaminprodukte alle zusammen. Das braucht ein bisschen, also wir brauchten schon einiges an Zeit, um sich dran zu gewöhnen. Das Lustige ist, der Kunde kaum. Der Kunde greift viel gezielter zu, dass er halt eben zur #00:07:31-4#

Michael Pieper: Super. #00:07:31-9#

Dirk Vongehr: Augenpflege noch eine Maske nimmt oder noch ein zweites Produkt sieht. Auch das ist ja vielleicht auch eine schöne Alternative, weil, wenn jemand ein Produkt kennt, #00:07:40-9#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). #00:07:41-6#

Dirk Vongehr: Sagen wir, er nimmt eine Augenpflege von Vichy, der würde niemals eine andere Augenpflege sehen, weil die stehen ganz woanders. #00:07:46-1#

Michael Pieper: Ja macht #00:07:47-3#

Dirk Vongehr: Der würde die nie sehen. #00:07:47-4#

Michael Pieper: Eigentlich so, wenn man, eigentlich total einleuchtend. Mhm (bejahend). Also ruhig mal die Freiwahl nach solchen Kriterien ein bisschen aufbauen. #00:07:55-7#
Dirk Vongehr: Ja. #00:07:56-4#

Michael Pieper: Was passt gut zusammen, wo sind Assoziationen und Bezüge. Mhm (bejahend). #00:07:59-7#

Dirk Vongehr: Mhm (bejahend). Genau. Aber auch natürlich und das ist ja ganz wichtig und das macht leider auch einiges an Arbeit. Nach ein paar Wochen, nach ein paar Monaten gucken so, was hat das jetzt gebracht? Wieviel haben diese 60 Zentimeter Freiwahl, die da vorne sind, die ich umgeräumt habe, was haben die mir an Ertrag gebracht? #00:08:15-9#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). Also wirklich eine Analyse sozusagen der Verkäufe. Wie du vorhin gesagt hast, also Controlling im weiteren Sinne. Mhm (bejahend). Und dann darauf auch seine, daraus seine Schlüsse ziehen und auch reagieren dann. #00:08:29-4#

Dirk Vongehr: Natürlich klar. #00:08:30-6#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). Wow super. Klasse. Finde ich nochmal interessant. Jetzt klar, denke ich sofort auch an das digitale Thema. Machst du das, also wir werden bestimmt gleich nochmal ausführlicher darüber sprechen, aber vielleicht schon mal so vorausgefragt. Machst du das online auch? Wertest du aus, also es gibt ja so Stichwort KPI Marketing und so. Also guckst du wie viele Besucher da waren, wie lange die geblieben sind und so weiter? Machst du das dann auch schon? Also ist (unv.) #00:09:01-2#

Dirk Vongehr: Das mache ich natürlich auch. Natürlich auch, um zu gucken, wir haben jetzt, als Beispiel, wir haben unsere Öffnungszeiten um eine halbe Stunde nach vorne verlegt. Also früher haben wir um 8:30 Uhr aufgemacht, jetzt machen wir um 8:00 Uhr auf. Ich muss natürlich gucken, rechnet sich das. Auch da kann nicht nur der Bauch entscheiden, wieviel gerade da gefühlt los war, wieviel Kunden da waren. Ich muss wirklich den Computer zu Hilfe nehmen und gucken, muss ich zählen, so, wie viele Kunden hatte ich hier, die hätte ich nicht gehabt und dann ganz klar die Entscheidung, ja rechnet sich. #00:09:31-4#

Michael Pieper: Und online auch? Guckst du wie viele Facebook Likes habe ich, wie viele #00:09:36-4#

Dirk Vongehr: Ja. Das ist, also das muss ich natürlich, das muss ich machen. Ich stelle natürlich auf Facebook natürlich auch, wenn ich Sachen poste, bewerbe ich die natürlich unter Umständen auch. Dann hat Facebook den großen Vorteil, dass es mich dabei auch unterstützt. Facebook, wenn ich ein Bild poste und das Bild ist besonders gut, was ich auch vorher nicht weißt, dann sagt mir Facebook, Achtung, dein Beitrag so und so ist 90 Prozent erfolgreicher als alle Beiträge bisher, vielleicht solltest du ihn bewerben, #00:10:11-0#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). #00:10:11-5#

Dirk Vongehr: Um dann nochmal dieses Potenzial auszuschöpfen. (…) Ja, da lohnt es sich 5 oder 6 Euro reinzustecken, um halt eben anstatt drei-, vierhundert Leute zu bekommen, die das gesehen haben, vielleicht drei-, viertausend Leute zu kriegen. In dem Rahmen #00:10:26-6#

Michael Pieper: Klasse. #00:10:26-6#

Dirk Vongehr: Bewegt sich das in der Regel und da muss ich sagen, macht Facebook, auch wenn es ein bisschen gewöhnungsbedürftig ist, kümmert es sich sehr um die Leute, die halt eben so ein bisschen Geld reinstecken. Weil die Auswertung, die ich kriege, welche Leute auf meiner Seite waren oder wen ich damit ansprechen möchte, die ganzen Auswertungen arbeitet Facebook für mich perfekt auf. #00:10:50-3#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). Machst du darüber hinaus noch jetzt andere Analysesachen im Netz bezüglich deiner Seite oder so? Es gibt ja so Google Analytics oder so oder so andere Sachen? #00:11:02-9#

Dirk Vongehr: Ja, also bei Google ja ich bin auch bei Google Plus. Diese Art Business Plattform hat sich für mich jetzt so noch nicht so groß hervorgetan, muss ich leider sagen. #00:11:18-9#

Michael Pieper: Okay. #00:11:18-9#

Dirk Vongehr: Also Google hat sich sicherlich das auch anders vorgestellt, da auch so eine Art Netzwerk aufzubauen wie Facebook. Scheint, vielleicht klappt es in anderen Ländern. Hier bei uns glaube ich klappt es noch nicht so. Vielleicht ändert sich das. #00:11:31-4#

Michael Pieper: Okay. Gut. Vielleicht noch, jetzt gehen wir nochmal einen kleinen Schritt zurück. Ich war ja jetzt noch nicht da. Ich habe ein paar Bilder im Internet gesehen. #00:11:43-1#

Dirk Vongehr: Mhm (bejahend). #00:11:43-5#

Michael Pieper: Man kriegt schon einen guten Eindruck. Schöne Website auch und aber vielleicht kannst du nochmal ganz kurz deine Apotheke ein bisschen vorstellen, beschreiben? #00:11:51-4#

Dirk Vongehr: Also wir sind hier in Köln auf einer belebten Einkaufsstraße, wobei wer Köln kennt, kennt sicherlich Schildergasse und Hohe Straße, davon sind wir zwar räumlich nicht so weit entfernt, aber das ganze Ambiente ist hier schon ein ganz Anderes. Hier sind keine großen Touristenmengen. Diese Einkaufsstraße ist für die Menschen, die hier wohnen, die hier im direkten Einzugsgebiet #00:12:13-4#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). #00:12:13-7#

Dirk Vongehr: Ihre Wohnung haben oder arbeiten. Das sind aber da wieder, für eine Kölner Innenstadt sind viele. Also wir haben im Umkreis von 1 Kilometer circa 15.000 Haushalte und schon 1 Kilometer Radius ist auch so ein Radius, wo ich, ich habe jeden Monat eine Angebotszahl, die ich verteilen müsste und 15.000 Haushalte, das ist schon für so ein (unv.) #00:12:39-2# auch so ein dichtes, dicht besiedeltes Gebiet, aber natürlich auch, ich bin nicht die einzige Apotheke hier. #00:12:45-0#

Michael Pieper: (unv. simultanes Sprechen) #00:12:46-5#

Dirk Vongehr: Ich glaube im Umkreis von einem. #00:12:47-5#

Michael Pieper: Wieviel sind da so unterwegs? #00:12:48-9#

Michael Pieper: Ja wir sind in direktem 1 Kilometer würde ich sagen, 6 bis 7, wobei ich da den Kilometer vielleicht auch dann auf 1,1 Kilometer ausdehne. #00:12:57-3#

Dirk Vongehr: Okay. Mhm (bejahend). #00:12:59-6#

Dirk Vongehr: Also der Standort ist schon ordentlich mit Apotheken besetzt und der Standortnachteil, den wir haben, den ich allerdings ganz persönlich als Standortvorteil sehe, wir haben keinen einzigen Arzt in der Nähe. #00:13:15-3#

Michael Pieper: Ah okay. Mhm (bejahend). #00:13:17-3#

Dirk Vongehr: Also wenn #00:13:18-5#

Michael Pieper: Inwieweit ist das ein Vorteil für dich? #00:13:19-5#

Dirk Vongehr: Ich muss nur eine Gruppe, welcher ich hinterherlaufe. Ich muss mich nur auf eine Gruppe fokussieren, das sind meine Kunden, das sind meine Patienten. Ich muss keinem Arzt den Hof machen. #00:13:34-4#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). #00:13:35-1#

Dirk Vongehr: Wir liefern hervorragende Qualität. Wir sind die Apotheke in NRW, die einzige Apotheke oder die erste Apotheke, die schon seit 2002 ein Qualitätsmanagementsystem hat und zertifiziert ist. #00:13:47-9#

Michael Pieper: Ja wow. #00:13:49-3#

Dirk Vongehr: Das heißt, das haben wir jetzt schon fast 15 Jahre. Das gibt es halt eben so auch nicht und auch das hilft mir bei der Analyse und bei der Auswertung meiner Zahlen ganz enorm. #00:14:02-4#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). Okay und ja in der Situation hört es sich schon auch so an, als, dass man sich doch auch ein bisschen was einfallen lassen muss, um eine Alleinstellung zu haben, um sich durchzusetzen. Hast du das für dich so ausgemacht? Was würdest du als dein Alleinstellungsmerkmal bezeichnen? #00:14:20-6#

Dirk Vongehr: Als Alleinstellungsmerkmal? Also ich wurde ganz am Anfang, als ich die Apotheke übernommen habe, von einer Auditorin gefragt, was ich denn für eine Vision habe für die Apotheke? Du musst dir so vorstellen wir sind also die drei Apotheken, die in meiner direkten Nähe sind, sind (unv.) #00:14:38-3# war das 2009 noch so. Ich war eine von Vieren. #00:14:43-1#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). #00:14:44-2#

Dirk Vongehr: Wir waren alle gleich. Wenn du also in die Südstadt gekommen bist, da gab es die Apotheke, da gab es die und die Auditorin hat mich gefragt, ob ich eine Vision für die Apotheke habe und da habe ich gesagt, ja, ich hätte gerne, dass, wenn einer in der Südstadt nach einer Apotheke überlegt, was gibt es da für eine Apotheke, dass ihm nur eine einzige einfällt und das sind wir. #00:15:07-5#

Michael Pieper: Ah. #00:15:08-6#

Dirk Vongehr: Dass wir also nicht einer von vielen sind, sondern, dass ja klar, auf der Severinstraße da gibt es nur die Paradies-Apotheke, da gibt es gar keine andere, gefühlt. #00:15:15-7#

Michael Pieper: Und wie kommt dieser Eindruck, diese Wahrnehmung zustande? #00:15:20-2#

Dirk Vongehr: Die Wahrnehmung kommt zustande, dass ich halt eben noch relativ viel Werbung mache. #00:15:26-2#

Michael Pieper: Okay. #00:15:27-1#

Dirk Vongehr: Wie zum Beispiel in Supermärkten, die hier sind, die so ein In Store Radio haben, dass meine Werbung da läuft. Also jede Stunde so für zweieinhalb Minuten, dass die Musik unterbrochen wird und so ein kleiner Werbespot läuft. Das dann, ich gucke, dass ich überall irgendwo mein Logo platziere. #00:15:45-2#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). #00:15:47-0#

Dirk Vongehr: Ganz einfaches Marketinginstrument zum Beispiel, es gibt wunderbar günstige Funkbanduhren mit meinem Logo, die sehen chic aus. Ich habe sie an alle Händler hier verschenkt, die hier auf #00:15:59-0#

Michael Pieper: Super. #00:15:59-2#

Dirk Vongehr: Der Straße sind. Jeder Zweite hat sie bei sich im Kassenbereich aufgehängt. Weil, wenn du mal guckst, viele Einzelhändler und die Straße, wo ich bin, sind halt eben sehr viele selbständige Einzelhändler noch, wenig Ketten. #00:16:10-6#

Michael Pieper: Aha. #00:16:11-1#

Dirk Vongehr: Die freuen sich über so eine Uhr und meine Werbung hängt da. #00:16:14-3#

Michael Pieper: Super Idee. Super. Habe ich noch nie gehört. (lacht) Klasse. Ganz einfach und ganz wirkungsvoll wahrscheinlich. #00:16:20-6#

Dirk Vongehr: Guck einfach mal, wenn du in dem Laden bist, was für schäbige Uhren oft in den kleinen Läden hängen. #00:16:24-6#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). #00:16:25-2#

Dirk Vongehr: Die nicht schön aussehen. Die noch nicht mal funktionieren manchmal. Die freuen sich, sind dankbar und hängen die sofort auf. #00:16:33-8#

Michael Pieper: Okay. Klasse. Jetzt muss ich nochmal einmal nachhaken. Also was wäre dann, also erstmal super, leuchtet mir alles total ein. Was war dann die Vision? Kannst du die so greifen? Kannst du sagen, das? #00:16:47-3#

Dirk Vongehr: Die Vision ist, dass, wenn jemand gefragt wird, in welche Apotheke, ob es eine Apotheke auf der Severinstraße gibt, dass einem nur unsere einfällt. #00:16:59-5#

Michael Pieper: Alles klar, okay ja. #00:17:00-6#

Dirk Vongehr: Dass nur wir als Apotheke wahrgenommen werden. #00:17:07-0#

Michael Pieper: Super. #00:17:07-7#

Dirk Vongehr: Dazu zählt dann natürlich auch, dass alles stimmen muss, dass wie, wenn du ein Einzelhandelsgeschäft hast, dann hier vorne, ich bin personell sehr gut besetzt. Also bei mir ist immer eher ein Tick zu viel Personal als zu wenig, #00:17:22-9#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). #00:17:23-3#

Dirk Vongehr: Damit immer vorne jemand ansprechbar ist. #00:17:27-0#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). Super. #00:17:27-7#

Dirk Vongehr: Damit, wenn ein Kunde bei mir an der Tür vorbeiläuft, sieht, da ist jemand, da kann ich rein und da werde ich sofort bedient. Du erlebst es leider oft in Apotheken und auch in anderen kleinen Geschäften, dass, wenn nur ein paar Leute da arbeiten, hinten im Back Office immer noch was Anderes gemacht wird. Dann wird (unv.) #00:17:46-4# 
dann kommt der Kunde rein und dann dauert es erstmal ein paar Sekunden bis jemand kommt. Gibt aber viele Kunden, die genau diese Sekunde nicht warten wollen, die dann eben nicht in die Apotheke gehen, die einfach weiterlaufen. #00:17:57-5#

Michael Pieper: Gut. Ich fasse noch nochmal einmal zusammen, weil das ist ja echt schon spannend. Also die Vision war wirklich so die, also die Marke, also erstmal zu sagen, ich schaffe eine Marke, #00:18:07-8#

Dirk Vongehr: Ja. #00:18:08-2#

Michael Pieper: Ich bin Apotheker, ich bin natürlich ein Unternehmer, muss mir was einfallen lassen, habe Konkurrenz und will einfach jetzt nicht nur in Anführungszeichen, pharmazeutische Produkte verkaufen, sondern ich will eine Wahrnehmung, ich will ein Profil schaffen, eine Positionierung schaffen. Gerade unter dem Konkurrenzdruck zu sagen, die Leute nehmen mich mit meiner Apotheke mit einem guten Service, mit einem Angebot wahr und die anderen verblassen wahrscheinlich ein bisschen dahinter. (lachen beide) So habe ich es #00:18:40-3#

Dirk Vongehr: Ich hoffe mal. Ich habe auch und das habe ich noch ganz vergessen, ich habe, die Apotheken haben ja immer nur einen Apothekennamen. Viele andere Firmen haben aber auch gleichzeitig noch ein Unternehmensmotto und als ich die Apotheke übernommen habe, sagte ich, hmm, was ist mir wichtig und da war relativ schnell klar, ich möchte beim Arbeiten haben, ich möchte Spaß mit meinen Kollegen haben. Deswegen spreche ich auch nicht von meinen Angestellten oder von meinem Personal. Das sind alles meine Kollegen. Und das Motto am 1.1.2009 war von Anfang an, Paradies-Apotheke – Hier arbeiten Freunde. #00:19:20-6#

Michael Pieper: Wow, klasse. #00:19:21-8#

Dirk Vongehr: Das kann man nur in doppelter Hinsicht sehen. Ich arbeite einmal mit Freunden zusammen. Bin mit meinen Kollegen auch befreundet. Also wir unternehmen teilweise auch nach dem Feierabend Dinge zusammen. Und das, mit der zweiten Schiene ist es so, dass der Kunde uns als auf freundschaftlicher Basis begegnet. #00:19:41-9#

Michael Pieper: Klasse. #00:19:42-9#

Dirk Vongehr: Also, wenn wir uns auf der Straße begegnen, wir uns begrüßen, aber auch sehr oft bei mir in der Apotheke, dass der Handverkauf eben nicht zwischen uns steht, dass ich rumkomme. Manche Leute, die mich schon länger kennen, die werden mal in den Arm genommen, die werden gedrückt. #00:19:58-1#

Michael Pieper: Aha super. #00:19:59-4#

Dirk Vongehr: Als ältere Dame nicht schnell genug seine Hand vom Handverkaufstisch genommen hat, da hat sie schon schnell meine draufliegen. Also die Gefahr. #00:20:07-2#

Michael Pieper: (lacht) #00:20:07-2#

Dirk Vongehr: Ich fasse meine Kunden sehr gerne an. #00:20:09-9#

Michael Pieper: Okay. #00:20:11-2#

Dirk Vongehr: Hintergrund ist, Kellner, die ihre, als Beispiel Kellner, die ihre Kunden häufiger mal anfassen, weil auch nur ganz unbewusst, der Kunde nimmt das gar nicht wahr, geben bis zu 10 Prozent mehr Trinkgeld. #00:20:28-2#

Michael Pieper: Ah interessant. (lacht) Und das schafft eine Verbindung, man ist in Beziehung, also es ist nicht nur, klar, ich kenne das auch, diese bisschen diese distanzierte Haltung, die jetzt branchenübergreifend eintreten kann, aber einfach so ist man nahe, schafft Nähe, schafft Verbindung, schafft vielleicht auch Vertrauen. #00:20:48-3#

Dirk Vongehr: Dann sehe ich, natürlich ist, man muss immer bei Allem, also ist hier in der Offizin und auch das, was ich bei Facebook, was ich also poste, was ich für Beiträge liefere, man muss immer authentisch bleiben. Es nützt überhaupt nichts, irgendwelche Sachen zu posten, weil man denkt, ach ja, das könnte ja vielleicht gefallen oder da rücke ich mich in ein gutes Licht oder ich lasse das von einer Agentur machen beispielsweise Facebook. Das kann nur schiefgehen, weil die Agentur kann es nicht authentisch machen und wenn ich nicht ein bisschen die Affinität habe für Facebook oder zu sozialen Medien oder zu dem Ganzen, was online passiert, dann kann ich nur scheitern. #00:21:31-3#

Dirk Vongehr: Ja und das entlarvt sich auch, sowohl glaube ich in der Offline- als auch in der Online-Welt. Auch wenn einem das vielleicht nicht bewusst ist, aber man spürt, ob derjenige glaube ich das ernst meint, ob es von innen heraus sozusagen kommt oder ob es berechnend ist. #00:21:46-4#

Dirk Vongehr: Ja. Für eine Apotheke finde ich, ist es gar nicht so schlimm, wenn der Inhaber zum Beispiel sagt, ach ich kann mich damit gar nicht (unv.) #00:21:54-8# ich mag das überhaupt nicht. #00:21:56-8#

Michael Pieper: Ja klar. #00:21:57-2#

Dirk Vongehr: Er muss aber im Team nachfragen und ich garantiere, mehr als die Hälfte der Mitarbeiter sind bei Facebook. Dann wird man bestimmt ein paar mit dabeihaben, die mehr als nur einmal bei Facebook pro Tag online sind. Dann kann man die wunderbar zu Social Media Experten ausbilden lassen oder einfach sagen, kümmere du dich doch bitte um unseren Auftritt, wenn du was hast, was spannend ist. Mach das doch so. #00:22:21-9#

Michael Pieper: Na klar, macht doch auch total Sinn, einen #00:22:24-8#

Dirk Vongehr: Tolle Wertschätzung. #00:22:25-5#

Michael Pieper: Beauftragter oder Beauftragte, die dann genau, die sich dafür, man muss halt auch, wie du schon sagst, ein Interesse daran haben und dann, ja dann arbeitet das für sich. Dann muss man sich, man kann sich wahrscheinlich eher als Inhaber nicht mit allem beschäftigen, dann kann man sozusagen seine Zuständigkeiten schaffen und verteilen. #00:22:43-1#

Dirk Vongehr: Genau. #00:22:43-8#

Michael Pieper: Klasse. Auch nochmal ein guter Tipp. Mhm (bejahend). Super. Ja Mensch wir, jetzt muss ich einfach direkt mal, jetzt müssen wir dem Ganzen doch mal nochmal genauer nachgehen, Dirk. Also was machst du alles, digitaler Bereich? #00:22:58-5#

Dirk Vongehr: Was mache ich, digitaler Bereich? #00:23:01-2#

Michael Pieper: Bist ja super aufgestellt. (lacht) Wir können ja mal online anfangen. Was machst du online? #00:23:05-6#

Dirk Vongehr: Was mache ich online? Also mit also als ganz wichtige Basis, natürlich muss online gefunden werden, dafür ist natürlich eine vernünftige Website essentiell. Heutzutage muss es auch eine Webseite sein, die abhängig vom Gerät, auf das man aufs Internet zugreift, sich auch verändert. Also, dass, wenn ich mit dem Tablet auf die Seite zugreife, dass sich das Erscheinungsbild verändert. Wenn ich mit dem iPhone oder mit einem Smartphone online gehe, dass die Webseite auch da vernünftig dargestellt werden kann. Hintergrund ist sicherlich auch, dass Google da auch eine ganz klare Priorität setzt, dass #00:23:43-2#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). #00:23:43-3#

Dirk Vongehr: Google die Webseiten priorisiert, die halt eben genau dieses Responsive Design auch haben. Hast du das nicht, wirst du unter Umständen nicht mehr als Erster oder Zweiter gefunden, sondern fällst nach hinten durch. #00:23:56-7#

Michael Pieper: Okay. Mhm (bejahend). #00:23:58-8#

Dirk Vongehr: Das ist das Erste. #00:23:59-7#

Michael Pieper: Machst du denn andere Sachen noch zum besseren Ranking in Google? Machst du da, also achtest du auf die Texte zum Beispiel, die du schreibst, dass die suchmaschinenrelevant sind und so? #00:24:11-5#

Dirk Vongehr: Ja, also da muss ich zugeben, auf der Webseite, das lasse ich auch von einer Agentur machen. #00:24:19-1#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). Okay. #00:24:20-0#

Dirk Vongehr: Da ist der Content und der Inhalt wie es so schön heißt relativ statisch. Den einzigen Content, den ich selber bearbeite, ist der bei Facebook. Auch das ist eine wichtige Sache, die halt eben, um gefunden zu werden, essentiell ist, bei Facebook aktiv zu sein. Auch da gibt es natürlich bei Google, wer bei Facebook auch so viel passiert, der ist auch immer relativ weit oben zu finden, der findet auch die Apotheke relativ schnell bei Facebook. Also, wenn du Paradies Apotheke eingibst, findest du das Rubbel die Katz. Also eine Seite, die dreieinhalb Tausend Follower hat, findest du natürlich schneller als eine Seite, die nur 50 oder 100 Follower hat. #00:25:05-0#

Michael Pieper: Absolut. #00:25:06-3#

Dirk Vongehr: Da passiert natürlich auch nicht viel. #00:25:07-3#

Michael Pieper: Und ich habe auch gesehen, genau du bist oder ihr seid auf jeden Fall relativ rege da, also man muss auch ein bisschen, man kann jetzt nicht nur einmal im Jahr was posten, sondern eine gewisse Regelmäßigkeit reinbringen und was mich interessieren würde, weil wir haben ja gerade darüber gesprochen. Bis du der einzige, der postet oder habt ihr, sagt, hast du den offen gemacht den Zugang. Hast gesagt, hier wer Bock hat, kann was reinstellen? #00:25:31-0#

Dirk Vongehr: Nein ich bin der einzige, der postet. Ich habe meiner Kollegin, die auch relativ viel bei Facebook, habe ich das auch mal gesagt, ach, wenn du mal was posten möchtest, wenn du Dienst hast, mache das einfach. Die hat dann aber auch gesagt, nein lieber nicht. #00:25:45-8#

Michael Pieper: Okay. #00:25:46-2#

Dirk Vongehr: Weil du musst ja immer auch zwischen deinen Identitäten switchen und wenn du nicht aufpasst, dann hast du auf einmal was als Privatperson gepostet oder als Apotheke oder umgekehrt, also da muss man schon ein bisschen Routine haben, dass einem die Fehler nicht passieren. Das ist ungefähr so wie, wenn du SMS schreibst und du glaubst, du schickst Person A eine SMS und Rums Bums kriegt es Person B und da kann es schon mal zum Missverständnis kommen und die Kollegin hat gesagt, nein lieber nicht. #00:26:15-7#

Michael Pieper: Ist da zurückhaltend ein bisschen. #00:26:18-5#

Dirk Vongehr: Das ist aber okay. #00:26:18-3#

Michael Pieper: Oh nein, kann ich verstehen. #00:26:19-7#

Dirk Vongehr: Ist sehr heikel. #00:26:19-8#

Michael Pieper: Kann ich gut nachvollziehen. Ja. #00:26:21-7#

Dirk Vongehr: Will ich auch niemand zu zwingen. #00:26:23-4#

Michael Pieper: Und am Ende ist es halt wirklich ein Unternehmen und entsprechend muss man dann auch agieren, auch auf diesen Social Media Seiten und #00:26:30-6#

Dirk Vongehr: Natürlich, natürlich, klar. #00:26:30-9#

Michael Pieper: Ist vielleicht auch gar nicht schlecht, wenn es in einer Hand dann auch bleibt. Dir, neben Facebook machst du noch andere Social Media Sachen? #00:26:40-3#

Dirk Vongehr: Ja die mache ich. Also bei Instagram probiere ich mich da gerade so ein bisschen aus. Also, wo es eher um die Bilder geht, die man postet. Da muss man natürlich gucken, das hat natürlich überhaupt keinen Einfluss auf irgendwelche Kundengewinnung, sondern das ist eine reine Imagesache. #00:27:01-5#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). #00:27:02-4#

Dirk Vongehr: Wobei Facebook letztendlich auch eher oder fast nur dazu gedacht ist, das eigene Profil zu stärken, das eigene Profil überhaupt zu entwickeln. Die Marke Paradies-Apotheke wofür steht sie? Ich habe zwar auch Kunden, die mich über Facebook anschreiben oder über Whatsapp oder (unv.) #00:27:25-8# Mein Tagesablauf sieht auch morgens so aus, dass wenn ich morgens in die Apotheke komme, ich mich als Person Dirk Vongehr in meiner Apotheke einlogge, meine Facebook Gemeinde begrüße mit Guten Morgen, manchmal mit einem Foto, manchmal auch nur mit meinem Status, dass ich voller Energie bin oder gut gelaunt. #00:27:46-4#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). Ein Post (unv.) #00:27:47-4#
Dirk Vongehr: Und dann passiert es halt eben auch sehr, sehr oft, dass Leute, die auf Facebook folgen, sehen, ach der Dirk ist online, ich habe sowieso eine (fachliche?) #00:27:57-1# Frage, dann kann ich dem kurz mal schreiben. #00:28:00-9#

Michael Pieper: Klasse. Schon ist man in Verbindung wieder, in Kontakt, im Austausch. #00:28:04-8#

Dirk Vongehr: Weil die Leute rufen natürlich dann nicht an, sondern, wenn du irgendwo in der Apotheke anrufst, dann um Rat fragst oder so, hier arbeiten ja nicht nur ich, sondern das sind insgesamt, wenn wir alle da sind, sind wir 12 Leute. #00:28:18-4#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). #00:28:18-5#

Dirk Vongehr: Da ist ja auch so ein bisschen Hemmschwelle, da will man mit mir sprechen, aber kriegt man mich nicht ans Telefon, also schreibe ich eine kurze Nachricht. Nur (muss?) #00:28:26-5# ich die natürlich auch zeitnah beantworten. Die darf ich natürlich einen halben Tag liegenlassen. In der digitalen Zeit ist die Antwortrate muss natürlich höher sein. #00:28:39-7#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). Ist ein halber Tag ein Monat. #00:28:41-2#

Dirk Vongehr: Da muss ich innerhalb von einer halben Stunde, muss ich das. Und das ist ein bisschen wenig. #00:28:43-9#

Michael Pieper: (lacht) Okay. Andere Sachen noch? Machst du, gibt es, ich habe jetzt gar nicht geguckt, kann man bei dir Medikamente vorbestellen? Hast du eine Funktion oder wie regelst du das? #00:28:54-8#

Dirk Vongehr: Also es gibt diverse Möglichkeiten wie die Leute bei mir Medikamente bestellen. Am liebsten habe ich es über sichere Kanäle, also das wäre einmal über die Webseite, da haben wir ein sicheres Formular, wo die Patienten ihre Medikamente bestellen können. Die Patienten können über Fax, über E-Mail bestellen. Es gibt aber auch viele Patienten, die über andere Kanäle, ob sie über Whatsapp, über Threema oder über SMS bestellen. Den Kanal habe ich allerdings nicht beworben, weil ich jetzt nicht zu den Kollegen gehe, die Handynummer auf ein großes Blatt Papier schreiben, das in die Kamera sagen, schickt uns Nachrichten über Whatsapp oder SMS. #00:29:37-4#

Michael Pieper: Okay. #00:29:37-7#

Dirk Vongehr: Das ist rechtlich ein bisschen problematisch, weil natürlich die Sicherheit nicht gewährleistet ist. Da werden sensible Daten verschickt, natürlich hat der Patient das dann, das Foto von dem Rezept gemacht, der schickt das Foto zu mir, hat sich da also erstmal nicht viel gedacht. #00:29:56-0#

Michael Pieper: Ja. #00:29:57-0#

Dirk Vongehr: (unv.) #00:29:58-6# ist sicherlich auch noch viel an Sensibilität noch auch beim Patienten #00:30:02-9#

Michael Pieper: Okay. Also ist möglich bei dir, aber du guckst da schon genauer hin. Es gibt bestimmte Kanäle wie man das machen kann. Kann man es, gibt es eine Funktion auf der Homepage direkt irgendwie, dass man da was #00:30:15-7#

Dirk Vongehr: Ja. #00:30:15-8#

Michael Pieper: Anklicken kann? #00:30:16-5#

Dirk Vongehr: Gibt es direkt einen Reiter, wo du direkt sofort das Medikament bestellen kannst, auch mit einer kurzen Bitte um Rückmeldung. Das geht sehr, sehr schnell. Das nutzen auch die meisten, muss ich sagen. Aber natürlich auch wieder ganz wichtig, die Webseite muss so programmiert sein, dass auf einem Smartphone auch die Seite vernünftig dargestellt wird. Es nützt dir überhaupt nicht so eine Bestellseite zu machen, die du nur auf einem PC vernünftig dargestellt bekommst. Die Leute sind aber nicht mit dem PC auf der Straße und wollen Sachen bestellen und abholen, sondern die sind in der Regel ja direkt vor dem Arzt und sind unterwegs. #00:30:53-7#

Michael Pieper: Ja guter Hinweis nochmal. Was gibt es noch? Was machst du noch? Ich habe auch gesehen, ihr macht, also das fand ich ja besonders spannend, du bietest glaube ich Videokonferenzen an zur Beratung. #00:31:09-6#

Dirk Vongehr: Mhm (bejahend). Ja. #00:31:10-4#

Michael Pieper: Wie funktioniert das? #00:31:11-4#

Dirk Vongehr: Die Idee ist mir vor zwei Jahren gekommen oder vor zweieinhalb Jahren als, du kennst ja sicher alle modernen neuen Kassensysteme und die meisten haben eine Webcam in der Kasse selber drin. #00:31:22-5#

Michael Pieper: Ah. Also das wusste ich jetzt nicht, aber (lacht) #00:31:25-8#

Dirk Vongehr: Es nutzt aber keiner. Und da dachte ich mir hmm. Ich bin in England verheiratet, wie ich gesagt habe und da ohne Videokonferenz, ohne Facetime oder Skype, würde das gar nicht funktionieren bei uns. Das heißt, ich habe auch eine natürliche Affinität auch eins zu eins am Bildschirm mit jemandem zu kommunizieren. Das muss man auch erstmal üben. Das mögen auch nicht alles so. Biete das in regelmäßigen Abständen an, dass ich nach Feierabend so ein 2-Stunden Fenster habe, wo ich mit Patienten, mit Kunden, aber auch mit Patienten und Freunden, die nicht mehr in Köln wohnen, #00:32:06-9#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). #00:32:07-1#

Dirk Vongehr: Einfach kommunizieren kann. Das Ganze läuft in der Regel samstags nach 16 Uhr, wenn die Apotheke zu ist, dann habe ich Ruhe. Das wird gut angenommen. #00:32:18-8#

Michael Pieper: Klasse. Das wäre jetzt meine nächste Frage gewesen. Und würdest du sagen eher junge Leute oder kann man das ausmachen oder? #00:32:30-0#

Dirk Vongehr: Ja. Also man kann wirklich, also die wirklich diese Videokonferenz nutzen, sind eher jüngere Leute, wobei da ist eine Altersgrenze bis ja 50. #00:32:41-6#

Michael Pieper: Jung ist relativ. #00:32:42-4#

Dirk Vongehr: Jung ist relativ. (lachen beide) Jung ist man immer selber. Alt sind immer die, die zehn Jahre älter sind als man selber. #00:32:51-1#

Michael Pieper: (lacht) Nein absolut und das verschiebt sich auch tatsächlich denke ich, also, dass jetzt auch Smartphone und auch die Nutzung von all diesen Dingen dann wirklich auch generationsübergreifend jetzt. Und Facebook mittlerweile ja schon, ich glaube, ich weiß gar nicht, ob die Kids, sage ich jetzt mal, ob die das überhaupt noch so machen oder ob die Kanäle nicht eher schon für uns Ältere dann sind. (lachen beide) Interessant. #00:33:18-1#

Dirk Vongehr: Du hast vollkommen Recht. Also dieser Turnus da, was so die Altersstrukturen angeht, welches Medium von wem benutzt wird. Wir wissen beide nicht, was die 14-Jährigen nutzen. #00:33:29-8#

Michael Pieper: Ja genau. (unv.) #00:33:31-0#
Dirk Vongehr: Ich glaube die nutzen immer sehr, sehr viel Whatsapp, da läuft sehr, sehr viel drüber. Es läuft, Leitmedium ist vielleicht für uns noch das Fernsehen gewesen, für alle anderen ist das Internet. #00:33:43-8#

Michael Pieper: Ja, ja. Ich glaube auch ja. #00:33:45-1#

Dirk Vongehr: Das ist YouTube, andere Kanäle, da wird geguckt. Also für alles, was ich mache, ist immer ganz wichtig, dass man den Blick auf andere Medien nicht vergisst. Ich weiß nicht, welches soziale Netzwerk oder wie in 5 oder in 10 Jahren kommuniziert wird. Ich nicht, ob es Facebook sein wird ob nur über Smartphone kommuniziert wird? Das wissen wir alle nicht, wir müssen nur gucken immer, dass wir online auch uns ein bisschen umgucken und für wen, wo ist welche Bewegung, was ist gerade aktuell, wo wird was genutzt und ich gucke mir halt eben auch alles, was so Neues kommt an Plattformen, gucke ich mir natürlich auch an. #00:34:32-6#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). #00:34:33-8#

Dirk Vongehr: Wird auch #00:34:35-0#
Michael Pieper: Einfach mal ein bisschen neugierig sein, man braucht auch vielleicht ein bisschen Neugier, ein bisschen Interesse, auch mal über den Tellerrand gucken, was gibt es, was kann ich machen? Mhm (bejahend). #00:34:43-3#

Dirk Vongehr: Das ist überhaupt auch so ein Grundsatz, (unv.) #00:34:46-2# über den Tellerrand gucken, was auch den Erfolg eines Unternehmens ausmacht. Wir verkaufen alle die gleichen Produkte. Also Apotheken verkaufen, wir haben kein wirklich unterschiedliches Sortiment. Das Gleiche gilt für Restaurants, das Gleiche gilt Klamottenläden und trotzdem gibt es Restaurants, die sind immer voll, Klamottenläden, die sind immer voll und es gibt die Anderen, die sind immer leer, es geht keiner rein. Die Geschäfte, die erfolgreich sind, bieten alle irgendwie so einen besonderen Service und den, den besonderen Touch, diese besondere Atmosphäre, die müssen wir auch als Apotheker auch finden. #00:35:25-4#

Michael Pieper: Ja super. Also nochmal ein klasse Hinweis. Vielleicht jetzt nur, um die Sache mit den digitalen Medien rumzukriegen. Also wir haben gesagt, Website, Social Media, hast du ein paar Sachen gesagt, diese Skype Konferenzen, die ich total spannend finde. Gibt es noch was, hast du noch so irgendwie was in diesem Digital Signage oder Display Bereich oder? #00:35:51-7#

Dirk Vongehr: Ich habe vorne im Eingangsbereich ein großes Terminal, wo die Patienten über einen Touchscreen, der ist auch online gestellt, sich mit Informationen versorgen können und so ein bisschen dran rumspielen können. Ich habe den deswegen angeschafft, weil ich habe ADG Kassensysteme und so wie die meisten anderen Systeme auch, gibt es vorne immer so kleine Bildschirme, wo ein bisschen Werbung läuft, wo der Bediener angezeigt wird, wer einen gerade bedient, die Summe steht da. Aber es laufen halt eben auch (unv.) #00:36:28-0# 


Michael Pieper: Ah. #00:36:28-7#

Dirk Vongehr: Und was passiert, wenn du vorne stehst. Die Kinder, die da stehen, die glauben das ist ein Touchscreen, wie oft die Kinder gucken, eh! Ich möchte da draufdrücken, aber es funktioniert nicht. Für Kinder, für Heranwachsende ist jeder Bildschirm ein Touchscreen. #00:36:43-6#

Michael Pieper: Ja auch interessant, dass sozusagen, die sind so jetzt schon groß geworden und klar berühren, anfassen ist ehe für irgendwie was sehr Naheliegendes. Klasse. Mhm (bejahend). #00:36:54-9#

Dirk Vongehr: Dann habe ich noch als weiteres kleines digitales Medium eine Turn App, die man sich im App-Store runterladen kann, ob es ja Android Telefone oder für iPhones, also für ganz kleine Applikationen, die einfach mal einen Facebook Inhalt in eine kleine App packt, das heißt, wenn du nicht bei Facebook bist, trotzdem mit der Apotheke verbunden sein willst, was die Informationen angeht, kannst du dir die runterladen und da kriegst du immer auch die neuesten Nachrichten auf dem Smartphone. #00:37:25-6#

Michael Pieper: Super. Also man kann sagen, wirklich rundum. #00:37:30-2#

Dirk Vongehr: Ja. #00:37:31-1#

Michael Pieper: Wie hieß das multimedial vernetzt? (lacht) #00:37:34-1#

Dirk Vongehr: Multimedial vernetzt. #00:37:35-0#

Michael Pieper: (lacht) Klasse. Und man merkt auch, du lebst das einfach. Ich denke, das ist auch wichtig, dass man nicht sagt, Mensch! hier das muss man heutzutage machen, sondern du hast ja auch wirklich Spaß dran, glaube ich? #00:37:45-7#

Dirk Vongehr: Ja. Das Tolle ist, du siehst auch den Erfolg. Es macht ja nur dann auch Sinn, was nützen mir dreieinhalb Tausend Follower auf der Seite, wenn ich mit Aktionen, die ich da bewerbe, nicht auch einen analogen Erfolg sehe, das heißt als schönes Beispiel. Wir haben ja auf der Straße oft verkaufsoffene Sonntage. #00:38:06-4#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). #00:38:06-5#

Dirk Vongehr: Wir hatten jetzt im November durch die Eröffnung einer neuen Straßenbahnlinie einen verkaufsoffenen Sonntag und ein großes Fest auf der Straße. Ich habe das genutzt, um dieses Fest auch bei Facebook als Veranstaltung einzugeben und auch Leute einzuladen. Es waren so viele Leute in dieser Apotheke, dass sich Trauben vor der Apotheke gebildet haben. #00:38:30-6#

Michael Pieper: Wow. #00:38:31-7#

Dirk Vongehr: Gut jetzt haben wir noch ein bisschen was an, bisschen was zum Essen gehabt, bisschen was zum Trinken, das lockt die Leute natürlich auch an, aber das war wirklich grandios. Das muss ich wirklich sagen. Diesen Weg dann zu machen von den Fans von der Facebookseite auch für analogen Fans wieder zurückkommen und sagen, ja da gehen wir vorbei, da besuchen wir den Dirk in der Paradies-Apotheke und feiern so ein bisschen mit ihm. Das funktioniert. #00:39:00-4#

Michael Pieper: Krass, du hast es ja, das habe ich, das ist ja wirklich genau das Prinzip sozusagen die Leute online abholen und dann sozusagen in der analogen, in der echten Welt dann ja denen begegnen und also das ist ja super. Besser geht’s nicht. #00:39:15-5#

Dirk Vongehr: Ja das war #00:39:16-6#

Michael Pieper: Klasse. #00:39:16-7#

Dirk Vongehr: Und dann macht es aber auch Spaß. #00:39:18-3#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). Prima. Dirk, wow, wir sind schon, das macht so Spaß mit dir zu quatschen. (lacht) Wir sind schon gut dabei hier. Ich sehe gerade, aber ein, zwei Fragen hätte ich doch noch. Was machst du so, um auf dem Laufenden zu bleiben. Also jetzt sowohl, was online, digital, aber auch so insgesamt? Recherchierst du viel, besuchst du Fortbildungen, schickst du deine Leute auf Fortbildung? #00:39:50-0#

Dirk Vongehr: Ja. #00:39:50-9#

Michael Pieper: Gibt es da noch irgendwie was, was du, was mitteilenswert ist? #00:39:56-3#

Dirk Vongehr: Also ich versuche mich fortzubilden, wo ich eben nur kann und da halte immer wesentlich mehr von Fortbildungen, die nicht so ganz so apothekenzentriert sind, also wo es eine reine Fachfortbildung, die sind natürlich auch wichtig, wo es rein um die Produkte geht, aber, wo es, wenn Fortbildungen da sind oder wenn ich Artikel lese, wo es um allgemeine Dinge geht, wie mit Kunden umgegangen wird #00:40:21-8#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). #00:40:21-7#

Dirk Vongehr: Und wie mit Mitarbeitern umgegangen wird. Die sind für mich immer viel, viel spannender. Genauso wie ich, wenn ich über die Straße gehe, sehe ich immer Geschäfte, die laufen und sehe immer Geschäfte, die nicht laufen. Und dann frage ich mich, woran liegt das, dass ein Geschäft nicht läuft? Da kann man sich ja auch die Sachen, die da schlecht sind, sagen, hmm, so wird es nicht gemacht. #00:40:41-4#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). #00:40:42-2#

Dirk Vongehr: Das Ganze umkehren und gucken, dass man es besser macht. Was ich sagen will, also dieser Blick über den Tellerrand ist in meinen Augen das aller, allerwichtigste und da kann ich jetzt nicht sagen, dass ich da jetzt eine Webseite oder eine Publikation immer im Auge habe. Ich gucke einfach alle Zeitschriften durch, ob sie Apotheke und Marketing sind oder ob es Facebook bekommst du ja auch immer Werbung auch mit dazwischengeschaltet von neuen Dingen. Die gucke ich mir alle an. Jetzt nicht immer (unv.) #00:41:14-7# hmm, wäre das was für mich und einfach mal ausprobieren. #00:41:20-1#

Michael Pieper: Und dann einfach mal okay, immer wachsam bleiben, höre ich so raus, immer neugierig, immer offenbleiben. #00:41:24-8#

Dirk Vongehr: Ja. #00:41:25-1#

Michael Pieper: Und ruhig mal ausprobieren. Schade okay, wir hätten natürlich jetzt doch gerne irgend, noch eine Empfehlung oder so, gibt es da gar nichts, was dir so einfällt? Irgendeine Website oder irgendwas? #00:41:36-6#

Dirk Vongehr: Eine Website. #00:41:37-2#

Michael Pieper: Oder ein Buch, Fachliteratur oder? #00:41:39-0#

Dirk Vongehr: Also, was ich phantastisch, phantastisch finde, wo es sich immer lohnt zu allen Seminaren zu gehen und auch der hat auch eine ganz tolle Webseite und auch einen Newsletter, wo du ganz tolle Tipps und Tricks bekommst. Das ist der Emanuel Winklhofer, der auch schon seit vielen Jahrzehnten im Apothekenbereich tätig ist. #00:41:55-4#

Michael Pieper: Ah super. #00:41:56-2#

Dirk Vongehr: Für Mitarbeiterschulungen, für Chefseminare, aber auch für Persönlichkeitsseminare, die also dann #00:42:03-7#

Michael Pieper: Super. #00:42:04-1#

Dirk Vongehr: Außerhalb der Apotheke so wirklich ins Detail gehen, was #00:42:07-6#

Michael Pieper: Emanuel Winklhofer? #00:42:08-8#

Dirk Vongehr: Winklhofer. #00:42:09-9#

Michael Pieper: Hat eine Website zufällig, eine Adresse oder wird man wahrscheinlich so jetzt auch finden. #00:42:14-3#

Dirk Vongehr: Ich glaube, wenn du den Emanuel Winklhofer eingibst, findest du das relativ schnell. #00:42:16-3#

Michael Pieper: Klar. #00:42:16-5#

Dirk Vongehr: Der hat immer so, gibt es einen Newsletter, wo du dann auch immer auch eine Mail bekommst, 3 Minuten Tipp für den Tag, wo es um so, sehr viel um Kommunikation geht. Und mein Leben besteht fast nur aus Kommunikation. Wir kommunizieren mit dem Kunden, wenn es auch nur vielleicht für 2, 3 Minuten ist. Aber das ist das Wichtigste, was wir dem Kunden mitgeben können, dass er, dass wir offen sind, dass wir freundlich sind, dass wir Formulierungen nutzen, die beim Kunden nicht falsch ankommen. #00:42:47-6#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). #00:42:48-5#

Dirk Vongehr: Ich weiß ja selber, wir haben ganz oft Situationen, wo wir immer die gleiche Formulierung benutzen und wenn man die mal hinterfragt, ist die eigentlich gar nicht so glücklich, die man benutzt. #00:42:58-2#

Michael Pieper: Super. #00:42:59-2#

Dirk Vongehr: Entschuldigung, ich unterbreche dann immer, das #00:43:02-6#

Michael Pieper: Nein, nein, nein. Ich habe jetzt nur, ich habe jetzt auch nur kommentiert, auch gedacht, klar genau das, guter Tipp nochmal, guter Hinweis, zu hinterfragen, was man da eigentlich so erzählt. (lacht) Klar, absolut. Mhm (bejahend). #00:43:16-1#

Dirk Vongehr: Was eine sehr schöne, als Tipp vielleicht für alle diejenigen, die zuhören, wie man Kommunikation oder wie man den Kunden für die Apotheke oder für das Geschäft gewinnen kann. Einfach mal eine Liste machen von den Mitarbeitern, zehn Punkte aufzuschreiben, mit wem man den Kunden am besten aus der Apotheke vergraulen kann. #00:43:35-3#

Michael Pieper: Okay. (lacht) Das musst du jetzt nochmal ganz kurz genauer erklären. #00:43:39-8#

Dirk Vongehr: Es gibt in jeder Apotheke verschiedene Menschen. Wir haben alle verschiedene Typen bei uns, mit denen wir zusammenarbeiten. Jeder hat so seine Eigenarten, die darf man aber oft nicht ansprechen. Es gibt Menschen, die haben die Hände in der Kitteltasche, die fassen sich immer an die Nase oder in die Nase. (lachen beide) #00:43:59-7#

Michael Pieper: Okay. #00:43:59-8#

Dirk Vongehr: Oder sagen einfach, nein machen wir nicht oder wir haben Samstag keinen Botendienst. Solche Sachen, obwohl was spricht dagegen, dass man auch als pharmazeutisches Personal auch einfach mal kurz um die Ecke geht und eine Packung kurz mal an den Kunden liefert, der in nur 2 Minuten weg ist. Also einfach mal zu überlegen, hmm, was machen wir im tagtäglichen Leben, das Ganze überspitzt, um unsere Kunden zu vergraulen? #00:44:28-1#

Michael Pieper: Ah okay. Um dann sozusagen im Umkehrschluss #00:44:32-1#

Dirk Vongehr: Ja, (einiges?) wegzulassen #00:44:33-4#

Michael Pieper: Die Sachen herauszufinden, die all das ach so okay. #00:44:35-7#

Dirk Vongehr: Sie können das auch, wir hatten auch den ganz großen Vorteil. Wir haben natürlich auch Mitarbeiter, die Angewohnheiten haben, die drin sind, die man nicht rauskriegt. Aber es war eine schöne spielerische Sache und das, wenn du 10 Mitarbeiter hast, da sind 10 Dinge aufgeschrieben von jedem. Da taucht das eine oder andere auch mal doppelt auf, ohne dass man weiß, wer es jetzt erwähnt hat und dann #00:44:55-5#

Michael Pieper: Okay. Mhm (bejahend). #00:44:56-7#

Dirk Vongehr: So kann man sich auch so ein bisschen selbst korrigieren ohne, dass man einen wie so einem Hund, dem Hund (unv.) #00:45:02-7# so, den Fehler hast du gemacht. #00:45:05-1#

Michael Pieper: Und das funktioniert auch nicht. Ich meine, ich stelle mir jetzt vor, das setzt natürlich auch eine Atmosphäre voraus, die auch dann schon angstfrei und vertrauensvoll ist. Einfach, dass man dann, du hast ja erzählt, dass du einen guten Umgang mit deinen Leuten hast, da kann man das glaube ich dann gut machen auch? #00:45:23-1#

Dirk Vongehr: Ja. Und #00:45:24-1#

Michael Pieper: Das braucht ein bisschen Atmosphäre auch? #00:45:25-9#

Dirk Vongehr: Ist natürlich auch nicht jeder für gemacht, weil das für mich, ich wäre niemals ein Chef, niemals einer, der für diese ganz stark hierarchisch ist und da, dass man, hier oben ist der Chef, dann kommt einmal Nichts, dann kommen die Approbierten, dann kommt auch wieder lange Nichts, dann kommt PTA und das ist, wenn man nach unten tritt, nach oben duckt, das versuche ich bei mir sehr, sehr flach zu halten, dass also, es gibt natürlich immer Dinge, das was ich sage, muss natürlich gemacht werden. #00:45:57-8#

Michael Pieper: Gut. Am Ende des Tages hältst du auch den Kopf hin dafür, bist in der Verantwortung, aber ich finde, man hat jetzt einen guten Eindruck davon gekriegt und ich nehme es dir sofort so ab, dass du da glaube ich ein gutes Gefühl für hast für die Menschen, für das, worauf es ankommt. Dirk, also klasse. Digital super vernetzt, gut analysiert, was macht Sinn, was macht nicht, schaust über den Tellerrand, gehst gut mit deinen Leuten um. Hast du uns super interessante Tipps und Hinweise gegeben. Gibt es noch irgendwas noch mit auf dem Weg oder wie erreichen wir dich am besten, also über die paradies-apo.de denke ich? #00:46:39-4#

Dirk Vongehr: Genau über die Webseite oder über Facebook, die meisten, die auch diesen Podcast hören, nehme ich mal an, sind so ein bisschen Facebook-affin auch, Social Media und darüber erreicht man mich sicherlich am besten und wer Fragen hat oder einfach mal in Kontakt treten will, kann das gerne machen, ich beantworte auch jede Nachricht so schnell und so gut ich kann. Und dann als, so als kleine Quintessenz noch. Es gibt einen wunderschönen Spruch von Steve Jobs, Gott hab ihn selig, dieses “bleibt hungrig, bleibt tollkühn”. Das ist so immer diesen Blick nach vorne haben und einfach mal darüber nachdenken. War das schon immer so, müssen wir das immer so machen? Nein muss man nicht. Diesem Zitat “bleibt hungrig, bleibt tollkühn” ging noch ein Satz voraus. Und das ist eigentlich einer meiner Lieblingssätze, den ich versuche immer umzusetzen. Der lautet “eure Zeit ist begrenzt, lebt nicht das Leben eines anderen. Habt den Mut eurem Herzen und eurem Gefühl zu folgen. Alles andere ist nebensächlich.” #00:47:42-7#

Michael Pieper: Klasse. Wow. Dirk, dem kann ich glaube ich nichts mehr hinzufügen, das lassen wir jetzt so stehen und wirken und ich bedanke mich ganz herzlich bei dir für das echt tolle Gespräch und bleib noch einen Moment dran. Ich sage jetzt einfach schon mal, ja liebe Zuhörer, lieber Zuschauer, vielen Dank, dass ihr wieder dabei ward. Das war es für heute mit unserem tollen Gast Dirk Vongehr. Bis zum nächsten Mal beim APOTHEKEN-FACHKREIS Podcast. Ciao. #00:48:13-9#