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Digitale Medien in Apotheken

Interview mit Florian Wehrenpfennig  über den innovativen Einsatz digitaler Medien in der Apotheke

Kurzportrait Florian Wehrenpfennig
  • Inhaber der Rathaus Apotheke in Sankt Augustin
  • Approbierter Apotheker mit über 20-jähriger Berufserfahrung
  • Aktives Mitglied der Apotheken-Kooperation „Guten Tag Apotheke (ELAC)
  • Selbstständiger Berater für Pharmaprodukte
  • Innovator im Bereich interaktive Display-Technologien in Apotheken
Zitat

“Wir haben die Online-Welt in die Offline-Welt geholt!”

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Textversion des Interviews

Michael Pieper: Herzlich willkommen zu APOTHEKEN-FACHKREIS.FM. Mein Name ist Michael Pieper und ich freue mich sehr auf unseren heutigen Gast Florian Wehrenpfennig. Hallo Florian. #00:00:29-3#

Forian Wehrenpfennig: Hallo. #00:00:30-6#

Michael Pieper: Schön. Ja grüß dich auch. Schön, dass es geklappt hat. Ich stelle dich kurz vor und du kannst mir dann vielleicht sagen, ob das so hinkommt oder ob du noch was ergänzen magst. #00:00:41-5#

Forian Wehrenpfennig: Mhm (bejahend). #00:00:42-1#

Michael Pieper: Florian, du bist Inhaber der Rathaus-Apotheke in Sankt Augustin, aktives Mitglied der Apothekenkooperation “Guten Tag Apotheken”, approbierter Apotheker, über 20 Jahre Erfahrung im Apothekenmarkt und bist auch selbständiger Berater für Pharmaprodukte, ich glaube auch im OTC Bereich vorrangig? #00:01:04-4#

Forian Wehrenpfennig: Genau. Ja. Mhm (bejahend). #00:01:06-4#

Michael Pieper: Ist das soweit erstmal richtig? Möchtest du noch irgendwas ergänzen? #00:01:08-6#

Forian Wehrenpfennig: Ja genau. Ja das ist so. Ja was ich so die letzten 20 Jahre oder 21 Jahre mittlerweile schon gemacht habe und ja in der Zeit habe ich die Apotheke, die ich von meiner Mutter übernommen habe, schon in der Zeit viermal umgebaut. Da waren die ersten drei Umbauten waren so in den ersten fünf Jahren, sage ich mal. Wir sitzen in einem Einkaufszentrum #00:01:34-8#

Michael Pieper: Ah ja. #00:01:35-7#

Forian Wehrenpfennig: und von daher war am Anfang, ich habe relativ jung die Apotheke übernommen. Mit 30 war ich selbstständig und da haben wir also eine ganze Menge schon auf den Weg gebracht, weil wir von Anfang an uns sehr stark immer auf die Kunden fokussiert haben. Wir haben also eine sehr starke Kundenorientierung. #00:01:56-1#

Michael Pieper: Okay also jetzt muss ich nochmal kurz nachfragen, damit ich auch alles jetzt richtig verstehe. Also in den 20 Jahren ist das jetzt der vierte Umbau? #00:02:05-9#

Forian Wehrenpfennig: Ist genau mein persönlicher vierter Umbau ist das. #00:02:08-2#

Michael Pieper: Vierter Umbau? #00:02:09-1#

Forian Wehrenpfennig: Genau. #00:02:09-1#

Michael Pieper: Wow! Okay. Und jetzt dieses Jahr ist quasi auch nochmal eine Umbaumaßnahme. Aber die Lage ist immer dieselbe geblieben? Also der Standort ist #00:02:21-3#

Forian Wehrenpfennig: Ja der Standort als solches ist immer in dem huma Einkaufspark Sankt Augustin, aber dadurch, dass der jetzt komplett neu gemacht wird, haben wir so ein bisschen die Position gewechselt. Früher hatten wir so ein bisschen, na ich sage mal so 1b bis 2b Lage in dem Center und jetzt sind wir direkt an einem der Eingänge und neben dem Hauptfrequenzbringer, das ist hier ein Supermarkt, zur Zeit der Real. #00:02:47-2#

Michael Pieper: Wie viele Apotheken sind ungefähr in der Nähe? So im Einzugsgebiet? #00:02:53-3#

Forian Wehrenpfennig: Also ja, also ich sage mal in Augustin haben wir noch 14 Mitbewerber, aber Augustin ist als solches eine Stadt mit ungefähr ja 56.000 Einwohner, so muss man sich das vorstellen. Die Kreisstadt Bitburg hat ja rund 10.000 weniger, aber wir sind natürlich hier ganz zentral im Rhein-Sieg-Kreis gelagert und der Rhein-Sieg-Kreis ist aktuell so der zweitgrößte Kreis in Deutschland und es ist also, Siegburg ist die Kreisstadt vom Rhein-Sieg-Kreis, ist 3 Kilometer ungefähr entfernt und Bonn ungefähr 10 Kilometer uns also das ist also hier so in dem Sprengel in der Nähe von Bonn und Umgebung. #00:03:40-0#

Michael Pieper: Wie würdest du dann, wenn du das jetzt so beschreibst das Kundenpotenzial so einschätzen? Wie hoch ungefähr? #00:03:46-4#

Forian Wehrenpfennig: Ja also das Kundenpotenzial ist schon sicher sehr groß, also, wenn man sagt, in dem Umkreis so von 10 Autominuten wohnen hier ungefähr 400.000 Menschen #00:03:54-0#

Michael Pieper: Ah ja. #00:03:54-9#

Forian Wehrenpfennig: und von 20 Minuten, also 1 Million und dadurch wird das eben auch, weil das Potenzial so groß ist, hier eben auch nochmal richtig viel Geld investiert, um dieses Zentrum komplett neu aufzustellen. Also früher war hier mehr oder minder ein Fachmarktzentrum mit angeschlossenen Einzelhändlern und im nächsten Jahr wird hier 40 Jahre gefeiert und ja dann soll eben alles neu sein und es wird jetzt mehr Richtung Einkaufszentrum, Shoppingcenter. #00:04:24-2#

Michael Pieper: Verstehe. Mhm (bejahend). Ist das #00:04:25-3#

Forian Wehrenpfennig: umgebaut. #00:04:26-3#

Michael Pieper: eine besondere Situation als Apotheke im Shoppingcenter? #00:04:31-6#

Forian Wehrenpfennig: Ja, ich meine seit 2004 hat sich ja die Welt der Apotheken schon drastisch verändert. Damals wurde der Versandhandel zugelassen, Filialisierung, die Arzneimittelpreise wurden freigesetzt, zumindest alles, was nicht verschreibungspflichtig ist und das hatte natürlich schon sehr starke Auswirkung und da wir immer sehr kundenorientiert sind und waren ist so meine Vision, dass man immer da ist, wo viele Menschen sind. Und viele Menschen sind da, wo im Endeffekt auch viele Einkaufsmöglichkeiten sind. Insofern haben sich die Lagen immer mehr verschoben oder es gibt immer mehr Spezialformate sage ich mal in den Apotheken. #00:05:18-1#

Michael Pieper: Aber heißt das dann auch im Shoppingcenter, dass das mehr, also eigentlich ja so Laufpublikum ist, die jetzt nicht also weniger Stammpublikum als so Gelegenheitskäufer oder? #00:05:31-8#

Forian Wehrenpfennig: Ja das ist sicher richtig, aber ich habe ein sehr kommunikativ gut ausgebildetes Team, also nicht nur kommunikativ, sondern auch Medizin Know-How und wir sind eben in der Lage eben aus Laufkunden Stammkunden zu machen. #00:05:48-2#

Michael Pieper: Ja. Perfekt. #00:05:48-4#

Forian Wehrenpfennig: Wir haben in den ganzen Jahren das eigentlich hingekriegt und in der Umbauphase, die wir jetzt zwei Jahre vorher hatten, also jeweils zwei Jahre, (war?) halber Parkplatz, haben wir die Zeit eigentlich sehr gut hingekriegt und das ja, da bin ich natürlich sehr stolz darauf, dass wir das, mein Team hier so gut hingekriegt haben und jetzt arbeiten wir daran jetzt viele neue Kunden, die jetzt in das Zentrum kommen, genauso wieder zu binden (unv.). #00:06:20-8#

Michael Pieper: Klasse! Ich denke da haben wir gleich auch nochmal Zeit auch mal genauer so ein bisschen darauf einzugehen, was das ausmacht. Vielleicht nur nochmal vorweg, wie würdest du sagen, Florian, wie sieht bei dir ein typischer Tagesablauf aus? #00:06:39-5#

Forian Wehrenpfennig: Ja das ist dadurch, dass wir, mittlerweile habe ich fast 20 Köpfe, ist meine Tätigkeit ein bisschen aus der Sichtbarkeit und aus der HV Tätigkeit mehr in die Organisation und das Back Office gewandert, sodass ich jetzt oft gar keine Sichtbarkeit mehr so richtig habe für die Kunden, also meine Aufgabe ist halt ja, dass meine Mitarbeiter sehr gerne hier hinkommen und dementsprechend auf die Kunden wirken, weil ein zufriedener Mitarbeiter strahlt das auch aus und im Endeffekt geht es natürlich darum zufriedene Kunden und zufriedene Mitarbeiter zu haben und das ist sicher so eines der Erfolgsschlüssel, die ich so in den letzten 20 Jahren hier praktiziert habe. #00:07:30-4#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). Wie kann man sich das vorstellen, dass also jetzt, was gehört da alles zu? Also jetzt auch so in so einem Tagesablauf jetzt in der konkreten Organisation und so weiter? Wie stellst du die ein die Leute oder ich versuche so ein, ja? #00:07:44-8#

Forian Wehrenpfennig: Ja also es ist, ja gut wir haben alle Aufgaben sind stark strukturiert hier und wodurch jeder weiß, was er sozusagen zu tun hat und ja dann bin ich natürlich schon im Dialog mit meinen Mitarbeitern und wir versuchen dann immer Dinge, die jetzt vielleicht aktuell sind oder wo Trends sind, sage mal aufzuspüren und die dann umzusetzen halt. Und also so ganz spannend ist der Tag jetzt vielleicht nicht mehr ganz so, weil ich eben doch sehr viel im Büro sitze und da die Dinge organisatorisch bewerkstellige, ob das jetzt Personal ist, ob das gewisse Einkaufsstrategien sind oder eben auch ja Vermarktungsstrategien, was ja jetzt ganz neu ist, eben der Digitalisierung, die wir extrem vorangetrieben haben, ja. #00:08:44-2#

Michael Pieper: Mhm, mhm (bejahend). Ja ich frage mal so. Kam irgendwann also, wir haben ja gesehen, du hast, da kommen wir gleich auch nochmal ausführlicher zu, du hast dich digital ja super aufgestellt. Aber wie kamst du eigentlich dazu oder ich frage mal anders. Kam irgendwann der Punkt, wo du gesagt hast, so jetzt muss ich was ändern? Gab es so einen Momentum oder so, wo jetzt nochmal so ein Umbruch kam? #00:09:11-1#

Forian Wehrenpfennig: Ja, also dadurch, dass ich auch mir ein paar Freiheitsgrade sozusagen schaffen konnte, bin ich die, also ich bin mit dem ganzen Projekt hier schon intensiv seit ja sieben bis fünf Jahren beschäftigt, muss man einfach wissen und in dieser Zeit ist natürlich ja der digitale Wandel oder Revolution oder Fortschritt weit vorangeschritten. Wenn man überlegt seit 2007 gibt es erst das iPhone, das natürlich die Welt extrem verändert hat und ich besuche also nicht immer nur Apothekenkongresse, sondern eben auch links und rechts schon mal andere Veranstaltungen wie zum Beispiel e-marketingday hier von der IHK, der jetzt zum sechsten Mal sozusagen stattfand. #00:10:02-2#

Michael Pieper: Aha. #00:10:02-6#

Forian Wehrenpfennig: Und da habe ich eben eine ganze Menge an Inputs gekriegt wie sich so die digitale Welt ändert. Da habe ich zum Beispiel mitbekommen, dass so ein Internet-Jahr oder ein Online-Jahr wie sieben Jahre im realen Leben ist. Also das heißt und das sind jetzt schon 42 Jahre (lachen beide), da ist die Geschwindigkeit einfach wesentlich höher als jetzt in der realen Welt. Man muss natürlich sagen, die Menschen ja da gibt es unterschiedliche Geschwindigkeiten, hängt sicher auch ein bisschen mit dem Alter zusammen und und und, aber dieser Zug ist meines Erachtens nicht mehr aufzuhalten und also das war so ein Momentum, wo ich gedacht habe, okay Versandhandel gibt es seit 2004, der auch eine gewisse Dynamik in den ersten Jahren sicher entwickelt hat, also so ab 2006 sage ich mal, aber jetzt allmählich auch in Deutschland zumindest so an seine ja gewisse Grenzen eben kommt und dann war es so, dass ja ich, wir haben einige Kundenumfragen selber gemacht, es werden natürlich auch einige Kundenumfragen veröffentlicht und da kam also immer der Punkt der diskreten Beratung bei den Kunden als Kundenwunsch so mit an oberster Stelle. Und das war eigentlich so die Geschichte, was mir ganz wichtig war, wenn man die Apotheke nochmal neu aufstellt. Und ja das war für mich so der Hauptschlüssel und im Endeffekt haben wir jetzt so einzelne diskrete Beratungsplätze geschaffen, die auch so abgetrennt sind, sodass man eben, ja ich sage mal, so eine Art Situation ein bisschen simulieren kann, dass man sein Herz ausschütten kann, aber das eben ohne Termin, also in der Frequenzsituation. #00:11:53-3#

Michael Pieper: Vielleicht kannst du mal einfach, wie muss man sich das vorstellen? Ich meine ich habe es mir jetzt im Internet schon anschauen können, sieht wahnsinnig toll aus. #00:12:01-4#

Forian Wehrenpfennig: Mhm (bejahend). #00:12:01-4#

Michael Pieper: Wenn #00:12:02-7#

Forian Wehrenpfennig: Danke. #00:12:03-8#

Michael Pieper: Wenn man jetzt so in deine Apotheke reinkommt, wie kann man sich das vor seinem geistigen Auge vorstellen? #00:12:10-2#

Forian Wehrenpfennig: Ja. Also im Endeffekt fängt es, also wir haben die Apotheke so ausgerichtet, dass sie praktisch, der Eingang im Center, man kommt also nur durch das Center in die Apotheke und weil alle Center werden immer von innen befüllt, sage ich mal und wir haben aber eben draußen fängt es schon an, wir haben digitale Schaufenster. #00:12:33-6#

Michael Pieper: Ah, ja. #00:12:34-3#

Forian Wehrenpfennig: Sodass wir da eben schon auf Aktionen was auch immer auf Besonderheiten hinweisen können. So und dann kommt man eben in die Apotheke rein, dann ist zur rechten Hand praktisch eine ganz normale gut strukturierte Freiwahl und da haben wir aber auch schon zwei große Beratungspads sage ich mal. So zwei 55 Zoll Bildschirme. Da können wir alle möglichen Dinge zeigen. Man kann praktisch, es ist so wie ein Online-Shop im Offline-Geschäft. #00:13:13-0#

Michael Pieper: Ah, und da kann man sich das wirklich wie so ein Riesen iPad quasi vorstellen? Oder also Tablet #00:13:18-4#

Forian Wehrenpfennig: Genau. #00:13:19-1#

Michael Pieper: und wo man dann (wie?) so ein Touchscreen, wo man dann bestimmte weiß nicht also auch an Produkten dann Informationen nehme ich an oder? #00:13:29-7#

Forian Wehrenpfennig: Genau. Man kann Informationen, man kann Produkte eben auch und die wir praktisch nicht ausgestellt haben, kann man dort zeigen, sodass wir dann das ganze Sortiment vorrätig haben und gut wir haben jetzt hier einen Großhändler in der Nähe, sodass wir im Prinzip ja fast im Stundentakt hier Ware bekommen, sodass das fast wie Zaubern ist, sage ich mal. #00:13:56-2#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). #00:13:55-9#

Forian Wehrenpfennig: Also wenn wir Dinge jetzt hier nicht haben sollten, können wir sie zumindest visualisieren und innerhalb kürzester Zeit auch hier für den Kunden ja bestellen und dass er das dann direkt quasi fast direkt mitnehmen kann. #00:14:11-2#

Michael Pieper: Er kann ja, ist ja im Shoppingcenter super, er kann ja erst kurz bestellen, schon mal ein paar andere Erledigungen #00:14:16-8#

Forian Wehrenpfennig: Genau. #00:14:16-8#

Michael Pieper: machen und dann sozusagen wiederkommen und die Medikamente abholen. #00:14:21-1#

Forian Wehrenpfennig: Ja. Genau. Also das ist so eine Antwort quasi gegen oder besser gesagt für Versandhandel, muss man sagen und das ist so eine Strategie gewesen, die wir hier umgesetzt haben und die andere Strategie war, erlebbar, es muss eben erlebbar anders sein als ein Drogeriemarkt einfach, die sicher auch einen Wettbewerb darstellen und wir haben also hier momentan den Müller Drogeriemarkt und wir bekommen auch noch den DM Drogeriemarkt, also haben zwei große Player als Mitbewerber und das muss eben erlebbar dann anders sein. Das war eben auch so eine Vision, die wir hatten und ich denke, das ist ganz gut umgesetzt worden. #00:15:04-6#

Michael Pieper: Super. Und du sagtest auch, die Beratungssituation ist auch nochmal speziell? Mit diesen #00:15:11-6#

Forian Wehrenpfennig: Genau. #00:15:12-3#

Michael Pieper: also man kommt dann zum #00:15:13-9#

Forian Wehrenpfennig: Also #00:15:13-8#

Michael Pieper: nicht Boxen, aber so Bereiche oder wie kann man sich das vorstellen? #00:15:18-0#

Forian Wehrenpfennig: Ja, genau. Es sind also, wir haben eben einzelne HV Tische, die eben mit so einer Diskretionswand, so einer Glaswand abgetrennt sind, #00:15:26-9#

Michael Pieper: Ah. Mhm (bejahend). #00:15:27-3#

Forian Wehrenpfennig: so das heißt, sind aber ja ganz leicht, also man stört das Bild nicht, aber, wenn man eben praktisch am Beratungstisch steht, kann man nicht mehr links und rechts sehen und man ist also ganz diskret für sich mit dem einzelnen oder PTA in der Beratung. #00:15:48-4#

Michael Pieper: Super. #00:15:48-6#

Forian Wehrenpfennig: Und dann an der Stelle dann eben auch noch Beratungspads in die Tische eingesetzt, sodass man da wirklich individuell über die Dinge sprechen kann ja, die für den einzelnen relevant sind. #00:16:02-3#

Michael Pieper: Ah ja und quasi also, wenn der Kunde also auf die Rückwand schaut, da ist auch nochmal, da ist auch Screen? Glaube ich, also hinter #00:16:13-7#

Forian Wehrenpfennig: Genau hinter der Theke. #00:16:14-6#

Michael Pieper: die Apotheke oder hinter dem Verkaufstisch? #00:16:18-5#

Forian Wehrenpfennig: Genau, wir haben also zwei große Medienwände, die im Prinzip ja unterschiedlich eben auch geschaltet sind. Also einmal klassische Sichtwahl, dass man eben Produkte zeigt, dann kann damit Emotionen erzeugen halt, also (unv.) im Herbst hatten wir jetzt einen Herbstwald und Weihnachten hatten wir das Thema Weihnachten. #00:16:41-1#

Michael Pieper: Super. #00:16:42-2#

Forian Wehrenpfennig: Schnee ist zwar ausgefallen, aber wir hatten natürlich auch Schneebilder im Januar und jetzt ist das Thema Frühling. So dass man eben so ganz positiv gestimmt ist und dann haben wir eben auch noch eine Möglichkeit, wo wir eben auf Aktionen oder einzelne Angebote eben hinweisen können und das läuft in so einem Loop quasi, so ungefähr zehn Minuten, sodass die Menschen, die in einer Wartesituation sind, auch da Unterhaltung bekommen, weil es gibt auch Untersuchungen, wenn man in einer Wartesituation unterhalten wird, nimmt man die Wartezeit nur halb so stark wahr. Dass wird damit unter anderem umgesetzt. #00:17:21-5#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). Kann ich bestätigen. (lacht) Oder also ne, geht einem ja selber auch so, ne, wenn man dann schon mal ein bisschen interessanten Input kriegt, dann genau, dann vergeht die Zeit auch nochmal anders. Doch. #00:17:33-0#

Forian Wehrenpfennig: Genau. #00:17:33-8#

Michael Pieper: Klasse. Dann haben wir schon mal so ein Bild. Also natürlich das kommt nicht ran an das echte Bild, aber dann kann man, haben wir schon mal so eine Vorstellung von der Offizin. Was mich noch interessieren würde, das ist ja ein Teil der digitalen Abläufe. Was machst du, du hast vorhin so ein bisschen erzählt, jetzt so im Backoffice eher ein bisschen die ja die Organisation #00:18:03-3#

Forian Wehrenpfennig: (unv.) #00:18:03-9#

Michael Pieper: und genau, die Prozesse. Gibt es da Sachen, die auch ins Digitale so gehen, ich sage mal Stichwort Prozessvereinfachung? Gibt es da so Gedanken oder Strategien, die du dir machst, damit alles gut läuft? Wie kann ich mein Team vielleicht unterstützen durch digitale Maßnahmen oder so. Gibt es da was? #00:18:25-4#

Forian Wehrenpfennig: Ja also wir haben natürlich versucht auch die neuen Medien, in den Punkten einzusetzen, das heißt wir kommunizieren mittlerweile schon seit vielen Jahren doch über E-Mail. Gut dann haben wir jetzt natürlich ganz neu, wo wir eben auch die Beratung unterstützen, ist jetzt die Software hier von Apotheken-Fachkreis, wo eben bestimmte Checklisten hinterlegt sind, die auch in den verschiedenen Sprachen auch nutzbar sind und das ist natürlich momentan sehr attraktiv irgendwie, weil es ja auch arabisch, russisch und (unv.) chinesisch, also wirklich in sehr vielen Sprachen, das sind die doch zunehmend zumindest hier bei uns dann schon mal gefragt sind und das auf jeden Fall in der Situation uns deutlich verbessert. #00:19:24-2#

Michael Pieper: Super. Also das ist jetzt ganz neu, kann man sagen, dass so die Inhalte und du bist ja jetzt da quasi ein Wegbereiter oder ein Innovator sage ich mal, weil du hast die, vielleicht jetzt nur mal für unsere Zuhörer, du hast die Inhalte vom Serviceterminal aber integriert bei dir in die Screens, die jetzt ehe schon da sind. Also hast du unsere Software auf deine eigene Hardware sozusagen. #00:19:48-4#

Forian Wehrenpfennig: Genau. #00:19:48-6#

Michael Pieper: Klasse. #00:19:49-3#

Forian Wehrenpfennig: Und genau, jetzt haben wir also praktisch im Selbstbedienungssortiment also mit einer Freiwahl eben einen Bildschirm und eben auch an den Beratungsplätzen haben wir das auch. Genau. #00:20:03-0#

Michael Pieper: Super. Und ja und jetzt als Beispiel hast du ja gerade dieses Übersetzungstool und so weiter schon, da sind schon die ersten Erfahrungen gemacht mit? Funktioniert das gut? #00:20:13-9#

Forian Wehrenpfennig: Ja also genau wir hatten also jetzt schon ja genau arabisch sprechende Kunden hier und gut keiner von meinem Team kann eben arabisch und das hat auf jeden Fall schon dazu geführt, dass wir eben da helfend tätig sein konnten und was natürlich auch sehr, sehr gut ist, ist eben auch eine Visualisierung von allen komplizierteren vielleicht Anwendungen. Ich sage mal verschiedene Asthmasprays oder ja es ist natürlich gut, wenn man das erklären kann, aber es ist noch besser, wenn man erklärend und es sichtbar machen kann für den Kunden und das ist eben auch die Idee ja sage mal die Kunden zu begeistern. Die Dinge, die ich meine deswegen hat das Smartphone da auch so eine Erfolgsstory schon hinter sich, weil man alles eben, man hat ja einen Mini-Computer oder eigentlich eher Maxi-Computer bei sich, #00:21:07-6#

Michael Pieper: Ja (unv.) #00:21:08-2#

Forian Wehrenpfennig: wo man alles auch visualisieren kann und ja das ist eben doch ein großer Vorteil, wenn man eben beide Kanäle da bedienen kann und das muss meines Erachtens die Zukunft unabhängig von der Apotheke Formate vor Ort auch bieten können, wenn sie im Prinzip am Markt noch existent sein wollen. #00:21:31-6#

Michael Pieper: Ja. Und eine App bietet ihr glaube ich auch an? Ich weiß nicht zur Vorbestellung oder was kann man damit machen? #00:21:38-9#

Forian Wehrenpfennig: Genau. Also ja genau. Also wir haben einmal eine App halt, wo man vorbestellen kann. Wir haben aber auch unsere Homepage im Zuge des, wo wir alles neu gemacht haben, haben wir auch die Homepage neu gemacht, so dass wir auf jedem unterschiedlichen Screen, sei es jetzt Smartphone, Tablet oder PC, auch sich anpasst und ja umgesetzt und man kann aber auch darüber auch direkt bestellen. Also man braucht gar nicht mehr unbedingt eine App, sondern #00:22:08-1#

Michael Pieper: Ah. #00:22:08-5#

Forian Wehrenpfennig: man kann auch darüber bestellen. #00:22:09-7#

Michael Pieper: Also vorbestellen oder auch bestimmte? #00:22:11-9#

Forian Wehrenpfennig: Nein, man kann es vorbestellen, weil wir haben uns ganz bewusst sozusagen gegen, also nicht für den Versand, sondern gegen den Versand dann entschieden, weil der Markt in dem Sinne da schon verteilt ist und es ist eher so die Richtung Klick und Pick, also das heißt online vorbestellen und dann vor Ort abholen. #00:22:35-1#

Michael Pieper: Ja und dann hat man halt auch noch die Möglichkeit sich da entsprechend beraten zu lassen und so weiter, also auf die #00:22:41-7#

Forian Wehrenpfennig: Genau. #00:22:41-9#

Michael Pieper: anderen Vorteile der Vor Ort Apotheke dann auch zuzugreifen. #00:22:46-9#

Forian Wehrenpfennig: Genau. #00:22:46-8#

Michael Pieper: Mhm, mhm (bejahend). Klasse. Gibt es sonst was, was du, ihr macht im Digitalbereich? Also einmal vielleicht nochmal hinsichtlich der Prozesse. Manchmal, das sind ja auch so Kleinigkeiten, die keine Ahnung. #00:23:02-6#

Forian Wehrenpfennig: Also wir arbeiten jetzt woran, das ist jetzt so ein Projekt, was wir schon zwar länger, was ich schon länger im Kopf habe, aber noch nicht umgesetzt habe, wir werden so in Richtung E-Mail Marketing da sicher jetzt noch weiter voranschreiten beziehungsweise das wollen wir jetzt auch für die Kunden erlebbar machen, #00:23:19-8#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). #00:23:20-1#

Forian Wehrenpfennig: um da einfach noch stärker im Dialog zu sein und die Kunden sich ja auch emotional noch mehr an unsere Apotheke zu binden. Ja. #00:23:30-8#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). Schwebt dir da schon was Konkretes vor? Also Newsletter oder? #00:23:36-8#

Forian Wehrenpfennig: Ja genau. Also Newsletter beziehungsweise das, was für den Kunden eben relevant ist, ihm dann sozusagen auch ja anzubieten oder ja oder die Antworten vielleicht wieder auf seine Fragen zu geben halt. Also. #00:23:55-3#

Michael Pieper: Ich meine, das sind ja auch alles Sachen, die klar ein gewisses Know-How voraussetzen. Was machst du so, um auf dem Laufenden zu bleiben? Jetzt gerade bei so speziellem Thema, also gibt es da auch Fortbildung oder recherchierst du im Internet oder wie kann man sich das so vorstellen? #00:24:11-0#

Forian Wehrenpfennig: Ja also ich sage mal so, dadurch also eine Geschichte war sicherlich diese e-marketingdays irgendwie, die so jedes Jahr da waren, dann ja #00:24:21-8#

Michael Pieper: Das war von der Industrie- und Handelskammer oder von wem war das? #00:24:24-8#

Forian Wehrenpfennig: Ja genau. #00:24:25-5#

Michael Pieper: Okay e-marketing. #00:24:26-4#

Forian Wehrenpfennig: Industrie- und Handelskammer Rheinland. Mhm (bejahend). Genau. Und ja gut darüber hat man dann den ein oder anderen schon mal sprechen können beziehungsweise auch aufgrund der Kooperationen ist da eben auch ein Kontakt, der eben sehr stark in dem Bereich eben auch tätig ist, für die Kooperation, aber auch für einzelne und da ist eben auch eine ganze Menge Know-How, ja sozusagen der Austausch schon gekommen. Man kann natürlich nicht alles selber machen, das macht auch meines Erachtens gar keinen Sinn, sondern muss versuchen mit den Besten zusammenzuarbeiten, #00:25:03-2#

Michael Pieper: Ja natürlich. Okay. #00:25:03-6#

Forian Wehrenpfennig: um da noch eine höhere Geschwindigkeit hinzukriegen. #00:25:05-7#

Michael Pieper: Okay, also da ziehst du auch in Betracht dann einfach auch Leistungen einzukaufen oder? #00:25:11-3#

Forian Wehrenpfennig: Genau. #00:25:11-5#

Michael Pieper: Okay. Einfach Outsourcing (lacht) zu betreiben. #00:25:15-0#

Forian Wehrenpfennig: Sozusagen. Genau. #00:25:16-2#

Michael Pieper: Okay. Also aber man kann schon sagen, also, dass du da auch schon aktiv versuchst dich auf dem Laufenden zu halten über Fortbildung, aber auch über so Tage wie du es jetzt angesprochen hast, wo man dann im Austausch mit anderen Kollegen und so weiter einfach ist. #00:25:33-0#

Forian Wehrenpfennig: Genau. Mhm (bejahend). #00:25:35-1#

Michael Pieper: Vielleicht nochmal jetzt in dem Zuge fällt mir auch ein. Wir können ja nochmal deine Website nennen. Das ist www.die-rathausapotheke.de. #00:25:46-3#

Forian Wehrenpfennig: Genau in einem Wort Rathausapotheke. #00:25:48-8#

Michael Pieper: Rathausapotheke in einem Wort. Ja. #00:25:51-9#

Forian Wehrenpfennig: Also ist ganz einfach, merken, es gibt ungefähr 200 Rathausapotheken in Deutschland, aber es gibt nur eine DIE Rathausapotheke. #00:25:59-0#

Michael Pieper: (lacht) Ja. Das ist auch nochmal ein guter Hinweis. #00:26:00-7#

Forian Wehrenpfennig: So ist das entstanden. (lacht) #00:26:02-0#

Michael Pieper: Und dann gibt es auch eine Menge Impressionen auch aus der Apotheke mit den digitalen Sichtwahl-Screens #00:26:09-6#

Forian Wehrenpfennig: Genau. #00:26:09-9#

Michael Pieper: und so weiter. Ist ja dann auch nochmal interessant. Okay, also du hast gesagt, so perspektivisch Online Marketing, also E-Mail Marketing. Kommen sonst noch Sachen dazu? Gibt es? #00:26:24-4#

Forian Wehrenpfennig: Also wir wollen natürlich vor allen Dingen im Prinzip die Kunden, die hier vor Ort sind, wollen wir natürlich optimal sozusagen binden und dann eben auch begeistern und das eben mit den, ja mit den ganzen Screens, die wir eben zur Verfügung haben und auch da gibt es ja Möglichkeiten bestimmte Inhalte auch dann über E-Mail eben gleich zuzuschicken und das kann der Kunde auch theoretisch selber machen und ja, um einfach eine stärkere, auch emotionale Bindung eben hinzubekommen halt. In der Welt, wo alle Dinge immer mehr sich, ja vergleichbarer sind, geht es doch sehr stark um eine, ja Unterscheidbarkeit, vor allem Richtung ja Emotionalisierung sozusagen. #00:27:14-4#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). Also die Alleinstellung jetzt der Apotheke wäre sozusagen einfach auch wirklich das besondere Konzept, was sozusagen ja das Digitale im besten Sinne in die Apotheke holt? #00:27:27-0#

Forian Wehrenpfennig: Genau. Also mein Spruch ist immer, wir haben die Online Welt in die Offline Welt geholt. #00:27:30-7#

Michael Pieper: Ja. #00:27:30-7#

Forian Wehrenpfennig: Und ja, das kann man so sagen und es muss natürlich immer dem Kunden nutzen irgendwie, sonst macht es einfach keinen Sinn. Also wir wollen jetzt hier nicht Mediamarkt und Saturn Konkurrenz machen, sondern indirekt haben wir die ganzen Medien auch eingesetzt, um mehr Zeit für den Kunden zu haben. Also alle Prozesse, die eben auch sonst sehr zeiträuberisch sind, also wir haben unter anderem auch elektronische Preisetiketten, das heißt es müssen keine Preise mehr umetikettiert werden und und und. Da haben wir also Prozesse so optimiert, dass wir wirklich uns dann die Zeit auch für die Kunden einsetzen können. Ja. #00:28:16-3#

Michael Pieper: Jetzt überlege ich gerade. Muss du dann nicht deine Leute, dein Team auch entsprechend schulen? Hast du dir irgendwie da was überl- oder gibt es da eine, hast du da ein entsprechendes Konzept oder machst du das einfach so im? Wie kann man sich das vorstellen? Ist ja schon eine relativ besondere Situation? #00:28:33-6#

Forian Wehrenpfennig: Ja ist richtig. Also das, ich meine gut, jeder hat ja ein Smartphone, also von meinen Mitarbeitern haben auch fast alle eines, ja sie kennen das schon. Aber das ist wirklich schon noch eine Umstellung. Das muss man einfach zugeben. Das ist ein Prozess, der jetzt nicht so einfach von links nach rechts funktioniert. Das muss man schon begleiten und da machen wir eben auch Schulungen zu. #00:28:57-6#

Michael Pieper: Ja und manche Sachen entwickeln sich vielleicht auch jetzt tatsächlich beim Doing, beim Machen und man kann schon mal Erfahrungen #00:29:05-5#

Forian Wehrenpfennig: Genau. #00:29:05-5#

Michael Pieper: sammeln und dann daraufhin gucken, was läuft gut, was kann man noch verbessern. Okay. Mhm, Mhm (bejahend). #00:29:13-1#

Forian Wehrenpfennig: Genau. #00:29:13-2#

Michael Pieper: Aber so was wird dann auch schon irgendwann früher oder später wahrscheinlich Thema sein, da irgendwie nochmal speziell zu schulen oder zu gucken, was man optimieren kann? #00:29:24-2#

Forian Wehrenpfennig: Ja wir werden jetzt also Anfang Mai hier nochmal so ein Coaching machen und #00:29:27-4#

Michael Pieper: Okay. #00:29:27-5#

Forian Wehrenpfennig: genau, wir versuchen da in beiden Richtungen, sowohl vom Inhalt als auch die Kommunikation. Entscheidend ist ja immer das, was beim anderen ankommt, das ist Kommunikation. #00:29:40-9#

Michael Pieper: Absolut. #00:29:41-2#

Forian Wehrenpfennig: Also es nützt nichts, wenn wir das Wissen haben, sondern das, was letztendlich nachher beim Kunden ankommt, um ja, um sich gesundzuhalten oder wieder gesundzuwerden und die Dinge, die er dann behalten hat, darum geht es halt und da hat man natürlich mit den neuen Medien dann noch mehr Möglichkeiten. Man kann natürlich auch Anwendungsvideos ihm dann per Mail zukommen lassen oder sich das dann bei sich beliebig oft #00:30:07-6#

Michael Pieper: Ja. Super. #00:30:08-3#

Forian Wehrenpfennig: eben anschauen kann und das sind natürlich schon Dinge. Theoretisch kann man das zwar auch alles selber sich im Netz recherchieren, aber gut dafür geht man ja dann auch sage ich mal vor Ort ins Geschäft, Fachgeschäft, um dann die Informationen zu bekommen, die für einen relevant sind halt #00:30:23-8#

Michael Pieper: Richtig. #00:30:23-8#

Forian Wehrenpfennig: und das ja und je besser man das umsetzt je mehr sind die Kunden denke ich mal zufrieden und begeistert. #00:30:32-4#

Michael Pieper: Ja ist richtig. Ich finde auch, die Inhalte haben ja dann nochmal wie du sagst Relevanz und auch, sind nochmal ganz anders gesichert. Also Internet ist auch irgendwie finde ich immer, wenn man da einmal, gerade zu gesundheitlichen Themen ins Recherchieren kommt, dann wird es auch schwer in der ja #00:30:48-0#

Forian Wehrenpfennig: Kann auch in die falsche Richtung #00:30:48-8#

Michael Pieper: in die falsche Richtung, #00:30:49-0#

Forian Wehrenpfennig: gehen, das ist absolut richtig. #00:30:49-7#

Michael Pieper: schwer die Quellen dann auch so nachzuvollziehen. Deswegen finde ich, da spricht auch viel für, einfach beim Experten dann vor Ort dann einfach gesicherte Informationen dann auch zu kriegen. Wie ist das denn, Social Media, Stichwort Social Media? Machst du da schon was? Oder ist da was geplant? Facebook Profil oder Twitter oder? #00:31:12-6#

Forian Wehrenpfennig: Also ja, da sind wir also gut, wir sind irgendwie Google Plus (unv.), aber das hat (nicht so eine Relevanz irgendwie gelistet?). Facebook haben wir bislang noch nicht umgesetzt. Das hängt damit zusammen, dass ich unter anderem eben auch mitgenommen habe, auch eigene Recherchen, dass sagen wir bis 40 praktisch zu 100 Prozent alle in Facebook sind und über 40 doch sehr versprenkelt und ich sage mal unsere Hauptzielgruppe ist zwar jünger als der Durchschnittskunde in der Apotheke, weil wir im Einkaufszentrum sind, sind die Menschen hier jünger, aber es ist so, dass eben da noch nicht so viele in Facebook sind und das habe ich eben auch mitgenommen von anderen. Wenn man diesen Prozess anfängt, dann macht man ein neues Geschäftsfeld auf beziehungsweise auch ein neues Arbeitsfeld irgendwie, was man dann auch, man kann nicht sagen, ich mache das mal und dann lasse ich es laufen, sondern dann muss man das aktiv auch managen und wir haben jetzt erstmal andere Schwerpunkte gesetzt. #00:32:17-9#

Michael Pieper: Aber das schließt du nicht aus in der Zukunft, also da könnte man dann? #00:32:21-8#

Forian Wehrenpfennig: Nein, schließe ich nicht aus, aber das ist momentan noch nicht #00:32:24-4#

Michael Pieper: Hat keine Priorität jetzt? #00:32:25-3#

Forian Wehrenpfennig: nicht Priorität, aber wir haben natürlich hier im Einkaufszentrum haben wir auch einen Facebook Account und darüber sind wir schon auch sichtbar und auch ja kann man uns finden. #00:32:37-9#

Michael Pieper: Ja. Super. Ja. Und wenn wir jetzt mal so davon ausgehen, also ich schätze das mal so ein, Service, Beratung, Verkauf, das sind ja so die Säulen oder die #00:32:49-9#

Forian Wehrenpfennig: Genau. #00:32:49-9#

Michael Pieper: Aspekte. Zum einen, wie würdest du das so gewichten im Verhältnis jetzt und wie könnte sich das deiner Ansicht nach in Zukunft entwickeln? Also ist? #00:33:03-5#

Forian Wehrenpfennig: Ja also ich glaube eine ganz, ganz große Säule in der Zukunft ist im Vertrauen. Ja. Und dieses Vertrauen ist ja teilweise schon in der Vergangenheit von einigen großen Unternehmen vielleicht schon erschüttert worden, im Endeffekt kann man, ja also Angesicht zu Angesicht hat man doch immer nochmal eine andere Wahrnehmung als wenn man jetzt ganz unpersönlich im Netz bestellt. Ja also so und ich glaube, dass das die Währung der Zukunft ist, das Vertrauen und die gilt es sozusagen täglich zu bestätigen und mit allen Kanälen sage ich mal, die einem zur Verfügung stehen halt. Aber das ist glaube ich das Allerwichtigste #00:33:58-4#

Michael Pieper: Also das wird für eine Gewichtung in Richtung sage ich jetzt mal, Beratung, also Service, Beratung gehen? Also, dass man sagt, es reicht jetzt nicht, wenn ich nur versuche so viele Produkte wie möglich abzusetzen. Klar, da muss ich auch darauf achten, weil ich auch ein wirtschaftliches Unternehmen bin. Aber ich muss auch den Leuten entsprechend dieses Vertrauen zeigen, diese Kompetenz. #00:34:24-4#

Michael Pieper: Genau. Also es geht in der Apotheke nicht immer um das kurzfristige Geschäft, sondern das mittel- vor allem das langfristige Geschäft halt, sodass man da möglichst eine lebenslange Beziehung aufbaut. Man kann das sicher auch anders managen, das Kurzfristige, aber da kann der Schuss auch schon mal nach hinten losgehen. Also das ist eben der Unterschied zu vielen anderen Geschäften sage ich mal, das ist eben auch, Gesundheit ist ein spezielles Gut und demzufolge muss man da sensibel auch mit umgehen. Genau. Deswegen sind in der Apotheke ja nicht nur Kaufleute oder Heilberufler, Kaufleute sind ja beides und das muss man dann eben in der richtigen Gewichtung sozusagen mischen. #00:35:15-7#

Michael Pieper: Kannst du da? #00:35:16-3#

Forian Wehrenpfennig: Ja. Es geht sicher nicht nur 100 Prozent #00:35:18-7#

Michael Pieper: Wie willst du denn? #00:35:19-3#

Forian Wehrenpfennig: Heilberufler und geht auch nicht 100 Prozent Kaufmann. #00:35:22-8#

Michael Pieper: Wie würdest du sagen? 50:50 oder 70:30? Oder wie könnte man das, könntest du das beziffern? #00:35:31-0#

Forian Wehrenpfennig: Ist schwer zu sagen. Das ist sicher ein bisschen situativ halt, aber ja ich sage mal 50:50 muss es schon so sein. Ja so. #00:35:40-1#

Michael Pieper: Mhm, mhm (bejahend). #00:35:40-0#

Forian Wehrenpfennig: Und wobei, es ist so, dass ich ja im Hintergrund bin und mein Anteil da mittlerweile sicher mehr im kaufmännischen ist und dafür haben aber meine ganzen Mitarbeiter die Freiheit da wesentlich heilberuflicher agieren zu können als alles andere. Insofern haben wir das hier so ein bisschen intern aufgeteilt. #00:36:09-2#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). Super. Florian, gibt es noch ein Tipp oder irgendwas, was du den anderen Apothekern, PTAs, unseren Zuhörern mit auf den Weg geben möchtest? #00:36:24-6#

Forian Wehrenpfennig: Also ganz, ganz wichtig ist sicher, also wir haben ja jetzt alles sehr digital aufgebaut, aber es reicht sage ich mal nicht nur Technik aufzustellen, sondern man muss sie letztendlich leben beziehungsweise auch nutzbar machen für den Kunden, für den Patienten. Ansonsten ist das praktisch herausgeschmissenes Geld, weil das natürlich auch also das kann im gewissen Maße natürlich auch Zeit kosten, ja, aber es soll ja genau aber also die Zeit optimieren, damit man da eben für die ja Kundenbindung mehr Zeit investieren kann, aber das wäre jetzt vielleicht bei aller Begeisterung, die vielleicht auch da das hervorrufen kann, weil man natürlich viel tagesaktueller sich aufstellen kann. Ja, also ich sage mal, es wechselt ja gerade jetzt, wo wir im April, (unv.) ja im April, Aprilwetter haben, dann ist mal wieder 0 Grad, am nächsten Tag da ist 20 Grad, da sind natürlich auch Ansprüche anders, das heißt da geht es einmal Richtung Erkältung, mehr Allergie. Da kann man natürlich vielfach mit dieser neuen digitalen Welt auch Antworten finden, sodass man #00:37:45-5#

Michael Pieper: So schnell reagieren. Mhm, mhm (bejahend). #00:37:47-4#

Forian Wehrenpfennig: Genau. Schnell reagieren kann, was mal nicht so statisch ist wie jetzt in der normalen Apotheke (unv.) #00:37:56-3#

Michael Pieper: Wie ein Aufsteller oder? (lacht) #00:37:57-5#

Forian Wehrenpfennig: Genau. #00:37:57-4#

Michael Pieper: Klar. Ja. Ja. Ja. Aber ich höre so raus, also Technik ja, ist super, aber dann auch sozusagen dann muss man auch den Weg konsequent gehen und #00:38:09-2#

Forian Wehrenpfennig: Genau. #00:38:09-6#

Michael Pieper: das auch mit Leben füllen und sich damit beschäftigen auch ein bisschen. Also es reicht nicht, ich meine klar, viele Sachen funktionieren im Grunde schon wie von selbst, aber es reicht halt nicht das hinzustellen, da muss man sich ja schon ein paar Gedanken machen und einfach auch ja ich denke mal, bei dir ist auch, man merkt das, du strahlst das selber einfach auch aus diese Begeisterung dafür und also das muss man glaube ich einfach ein bisschen mitbringen ein Stück weit. #00:38:34-0#

Forian Wehrenpfennig: Genau. #00:38:33-7#

Michael Pieper: (unv.) an Begeisterung und das vermittelt sich dann auch. #00:38:37-3#

Forian Wehrenpfennig: Genau. #00:38:37-4#

Michael Pieper: Mhm (bejahend). #00:38:38-0#

Forian Wehrenpfennig: Ja. Darum geht es. Genau. #00:38:40-2#

Michael Pieper: Gibt es sonst vielleicht noch eine Website oder eine andere Ressource, ein Fachbuch oder irgendwas, was du den Hörern noch empfehlen kannst? #00:38:48-3#

Forian Wehrenpfennig: Also was ich eben auch sehr gerne gelesen habe irgendwie ist im Prinzip auch mal ein bisschen übergreifend einfach zu schauen. Also wir sind natürlich als Apotheke eben auch wenn schon im Handel tätig halt und es gibt ja diese Zeitschrift, die haben auch eine Website, “Der Handel”, die ganz viele Trends auch aufzeigen, das war sicher auch so ein Hinweis, da wurde nämlich immer so ein bisschen gefordert auch, dass man beide Welten irgendwie vereinigen muss oder sollte und das hat mich dazu bewogen das eben auch zu tun, also da kann man eben so ein bisschen links und rechts schauen, weil das ist ja da, was die Menschen bewegt außerhalb der Apotheke sage ich mal. Die gehen ja auch in andere Geschäfte und was passiert da? Also das wird sicher eine ganz interessante Geschichte und na ja gut also für mich ist so ein Format auch gut, was in der ganzen Branche passiert, ist die Apotheke Ad Hoc, die doch einen sehr guten Überblick geben, ob das jetzt (…) thematisch, also ob das politisch ist, wirtschaftlich, ob das jetzt neue Medikamente sind, was auch immer. #00:40:07-3#

Michael Pieper: Super. #00:40:07-7#

Forian Wehrenpfennig: Also die ganze Bandbreite. Ja. #00:40:10-0#

Michael Pieper: Also Internetseite Apotheke Ad Hoc. Und das andere war “Der Handel”. ist das ein Printformat oder auch? #00:40:15-9#

Forian Wehrenpfennig: “Der Handel” ist eigentlich ein Printformat, aber die haben auch eine Onlineseite. Genau. Das sind sicher so zwei ganz gute Dinge und ja sonst muss man einfach auch Fragestellungen einfach bisschen recherchieren halt. #00:40:32-0#

Michael Pieper: Bisschen recherchieren, bisschen über den Tellerrand gucken. Sagst du auch, #00:40:35-4#

Forian Wehrenpfennig: Genau. #00:40:35-4#

Michael Pieper: also nicht nur gucken, was hat die andere Apotheke, sondern auch mal vielleicht in anderen Branchen und so weiter ein bisschen schauen. Prima. #00:40:41-7#

Forian Wehrenpfennig: Genau. #00:40:43-0#

Michael Pieper: Super. Und dich erreicht jeder am besten wahrscheinlich über die Homepage? Über die Website? #00:40:48-2#

Forian Wehrenpfennig: Genau. #00:40:48-3#

Michael Pieper: Sagen wir nochmal einmal www.die-rathausapotheke.de da kann man sich auch mal ein bisschen umgucken und auch die interessante Inneneinrichtung angucken. (lacht) #00:41:02-4#

Forian Wehrenpfennig: Sehr gerne. #00:41:02-6#

Michael Pieper: Okay. Florian, vielen Dank für das interessante Gespräch. Wahnsinn. Ich habe jetzt gerade mal auf die Uhr geguckt. #00:41:09-1#

Forian Wehrenpfennig: Ja, gerne. #00:41:08-8#

Michael Pieper: Haben wir lange gequatscht. Kam mir jetzt persönlich gar nicht so vor. #00:41:13-3#

Forian Wehrenpfennig: Ja. #00:41:14-6#

Michael Pieper: Und #00:41:15-0#

Forian Wehrenpfennig: Ja. #00:41:15-2#

Michael Pieper: also ich fand es echt #00:41:17-2#

Forian Wehrenpfennig: Ja gemacht. #00:41:17-3#

Michael Pieper: Ich hoffe dir hat es auch ein bisschen Spaß gemacht? (lacht) #00:41:20-1#

Forian Wehrenpfennig: Ja. Spaß auf jeden Fall. Alles klar. Ja vielen Dank für die richtigen Fragen. #00:41:24-2#

Michael Pieper: Okay. Gut. #00:41:25-9#

Forian Wehrenpfennig: Michael, alles klar. Dankeschön. #00:41:27-3#

Michael Pieper: Das war es für heute. Bis zum nächsten Mal bei APOTHEKEN-FACHKREIS.FM. #00:41:31-6#