Der digitale Wandel macht auch vor Apotheken nicht halt

Immer wieder ist davon zu lesen, wie viele Geschäftsleute in den verschiedensten Branchen den digitalen Wandel nach wie vor als vorübergehenden Trend abtun. Ein folgenschwerer Fehler, handelt es sich bei der digitalen Transformation doch um eine ebenso grundlegende wie nachhaltige Veränderung zahlreicher Prozesse. Wer sein Geschäft oder Unternehmen also jetzt sowie in Zukunft konkurrenzfähig halten will, der muss die Bedeutung des digitalen Wandels bedingungslos anerkennen und darüber hinaus auch bereit sein, dementsprechende Maßnahmen zu setzen. Dies gilt selbstverständlich auch für Apotheken, die ebenso den Sprung in das digitale Zeitalter schaffen müssen, um weiterhin in der Gunst der Kunden bestehen zu können. Eine Aposcope-Umfrage von Apotheke Adhoc zum Thema digitaler Wandel und Apotheken gibt ganz klar Auskunft über den Willen zur Digitalisierung in der Branche.

Digitalisierung und Apotheken – die Kunden sind einen Schritt voraus

Darüber, dass die Zukunft auch im Bereich der Apotheke zunehmend digital geprägt sein wird, besteht kaum noch Zweifel. So sind lediglich 19 Prozent dem digitalen Wandel gegenüber noch skeptisch eingestellt, während 63 Prozent von dessen Nutzen für Apotheken überzeugt sind. Was den Einsatz entsprechender Maßnahmen angeht, herrscht in der Branche allerdings noch Nachholbedarf. Von den 519 befragten Teilnehmern gaben 51 Prozent an, elektronische Formate zur Information ihrer Kunden nutzen. Von diesen 51 Prozent betreiben wiederum 81 Prozent eine eigene Website, 49 Prozent davon nutzen E-Mailings und 47 Prozent haben eine Social Media-Präsenz. WhatsApp und SMS-Services werden bislang kaum genutzt. Hier wird bislang noch ein gewaltiges Potential verschenkt.

 

Die Kunden sind hinsichtlich der Digitalisierung schon einen Schritt weiter. Das wissen auch die Apotheken. So gaben 80 Prozent der befragten Apothekenmitarbeiter an, dass Kunden dank Digitalisierung wesentlich besser zu den Themen Therapien und Krankheiten informiert seien. 79 Prozent gaben an, dass Kunden heute über Preise besser Bescheid wissen. 63 Prozent meinen, dass Kunden heute auch mehr Informationen zu den Produkten hätten. 91,2 Prozent der Befragten sind daher auch der Meinung, dass Online Marketing von Apotheken in Zukunft immer wichtiger werden wird.

 

Für die Apotheke spielt die Digitalisierung aber nicht nur hinsichtlich der Kundenansprache und Werbung eine Rolle. Auch für das Apothekenteam selbst, ergeben sich zunehmend sinnvolle Einsatzszenarien. Beim Thema Fortbildung scheint allen klar zu sein, dass sich die Zukunft hier digital abspielen wird. 92 Prozent der Teilnehmer sind überzeugt davon, dass E-Learnings in Zukunft dominieren werden. Die Vorteile liegen hier auf der Hand. Trainingsvideos können sich vom Team bei Bedarf auf Abruf jederzeit angesehen werden. Webinare, also Seminare die Online abgehalten werden, ersparen den Beteiligten Zeit und Geld, da logistische Kosten wegfallen.

Zeit für eine digitale Strategie der Apotheke

Die Apotheken sind auf dem richtigen Weg und haben die Zeichen der Zeit erkannt. Das die Zukunft der Apotheke zunehmend digital geprägt seien wird, bezweifelt kaum noch jemand in der Branche. Der Kunde von heute informiert sich im Internet, vergleicht Preise, liest Bewertungen oder sucht nach dem nächsten Standort. Diese Kompetenzen sind mittlerweile generationsübergreifend vorhanden und werden umfangreich genutzt.

 

In der praktischen Umsetzung gibt es allerdings noch Nachholbedarf. Die Kunden sind schon einen Schritt weiter und es geht nun darum diese in ihren Gewohnheiten und Bedürfnissen abzuholen. Mit den entsprechenden Maßnahmen können Apotheken vom digitalen Wandel enorm profitieren. Blinder Aktionismus oder einzelne Impulsmaßnahmen sind allerdings wenig zielführend. Entscheidend ist eine sinnvolle digitale Strategie, die zur Apotheke passt, dem Kunden echte Mehrwerte anbietet und in einem guten Kosten-Nutzen-Verhältnis steht.