Spendenaktion zugunsten der Erdbebenopfer im Katastrophengebiet

 

Die persönliche Anteilnahme ist ihr deutlich anzusehen, wenn Sie über Nepal und die derzeitige Situation in diesem faszinierenden und nun schwer zerstörten Land spricht.

 

Ingrid Blumenthal beschäftigt sich nicht nur beruflich mit dem Thema Gesundheit. Die Geschäftsführerin des Unternehmens ALIUD PHARMA war noch kurz vor den verheerenden Erdbeben mit dem Kiwanis Club Rastatt selbst auf einer privaten Reise in Nepal. Mit Kiwanis, einer weltweiten Nonprofit-Organisation, setzt sie sich aktiv für das Wohl von Kindern ein und besuchte in Nepal ein Partnerprojekt.

 

Der Unternehmer Jörg Overlack baut dort seit 1992 Schulen in abgelegen Bergregionen auf und hat zusammen mit Kiwanis eine Initiative in`s Leben gerufen, die Kindern aus armen Verhältnissen eine Schulbildung finanziert. “Bis heute wurden auf diesem Wege 6 Schulen ausgebaut und gefördert“. so die Geschäfsführerin. “In einem Land in dem 50% Analphabeten leben, konnten so knapp 500 Menschen eine Schulbildung erfahren und zum Teil sogar studieren”. Ingrid Blumenthal machte sich auch ein Bild von der medizinischen Versorgungssituation der Menschen: “Es gibt kein staatliches Gesundheitssystem. Medikamente und ärztliche Behandlung müssen selbst bezahlt werden. Hierzu fehlen aber meist die Mittel.“ erklärt die Pharmaexpertin und wird dann konkreter: “Die Ehefrau unseres Freundes Prof. Krishna Bhandari, der sich um die Förderung der Schulprojekte vor Ort kümmert, ist Dialysepatientin und müsste eigentlich Spendernieren bekommen, aber auch solche Leistungen müssen selbst getragen werden“. Aus westlicher Sicht sind auch die Standards an den Schulen schwierig: “Die sanitären Verhältnisse sind mehr als problematisch. Außerdem müssen die Kinder auf Holzbrettern schlafen und haben oft nicht viel zu essen.“ erinnert sich Blumenthal.

 

Dann kamen die Erdbeben, die ca. 8.600 Menschen das Leben gekostet und das Land schwer verwüstet haben. Das Leid dort ist unvorstellbar. Die vor kurzem noch wunderbare Urlaubskulisse, die historischen Tempel und Paläste in Kathmandu, Baudnath oder Bhaktapur sind in großen Teilen zerstört. Knapp 3 Millionen Menschen sind obdachlos geworden und auf Hilfe angewiesen. Die Schulen die Ingrid Blumenthal besuchte, lagen genau im Epizentrum des zweiten großen Bebens: “Die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse in der Region waren bereits vor den Erdbeben problematisch. Die in den Bergen gelegenen Dörfer der Schulen und Heimatorte der Schulkinder sind nun komplett von der Welt abgeschnitten und werden lange nicht erreichbar sein.” erklärt Blumenthal bewegt. “Die meisten Menschen dort haben alles verloren. Unsere Freunde brauchen jetzt mehr denn je unsere Unterstützung“. So entstand nicht nur bei der Geschäftsführerin schnell der Wunsch mehr zu tun: “Als pharmazeutisches Unternehmen, dass sich der Gesundheit und dem Wohlergehen der Menschen verschrieben hat, stand für uns außer Frage, dass wir schnell und unkompliziert helfen möchten“.

 

Neben einer Medikamentenspende für das Krankenhaus in Pokhara mit Schmerzmitteln und Antibiotika ruft ALIUD PHARMA zu einer Spendenaktion auf und legt selbst mit 10.000 € vor. Die Spenden werden vom Kiwanis Club Rastatt direkt für die Erdbebenopfer und zum Wiederaufbau der Infrastruktur in Nepal und insbesondere der Region Kaski eingesetzt. Damit alle Spenden auch gezielt dort ankommen, wo sie benötigt werden, hat der Kiwanis Club Rastatt einen Ablauf- und Verwaltungsplan erstellt und arbeitet eng mit den befreundeten Kontaktpersonen vor Ort zusammen. „Es wäre schön, wenn sich uns viele Menschen anschließen könnten um die notleidenden Menschen in Nepal in dieser schweren Zeit zu unterstützen“ so Ingrid Blumenthal. Bereits kleine Beträge können viel bewirken und vielleicht das ein oder andere Kinderlächeln zurück nach Nepal bringen.

 

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